Entries tagged as veranstaltungen
17. August 2005
/ Kategorie: computers
WLAN kostet hier an der Messe Leipzig 13 Euro pro Tag. Dafür bekommt man einen Code, den man über ein Web-interface eingeben muss. Eigentlich eine sinnvolle Sache, nur:
- Ich bin gerade über den Code von gestern online
- Der Code wird unverschlüsselt übers Netz gejagt, einen anderen Code abzufangen ist also kein Problem
- Primär wird die nicht-ssl-variante angeboten. Von Sicherheit scheinen hier recht wenige Leute gehört zu haben. POP3S oder IMAPS scheinen selbst auf einer Entwicklerkonferenz eher Fremdwörter zu sein, wie eine kurze Stichprobe zeigte.
- Man kann zwar im Webinterface SSL anwählen, das ist aber umständlich. Standardmäßig ist unsicher...
Frage mich so ein bisschen wie blöd man eigentlich sein muss...
16. August 2005
/ Kategorie: computers
Fantastischer Vortrag eben: David Freeman ist Drehbuchautor und Dozent in Hollywood und hat vor einiger Zeit begonnen, auch consulting für Computerspiele zu machen. Er erklärt anhand weniger Beispiele wie bestimmte Charaktere und Szenen mehr Emotionalität bekommen und ein Spiel so mehr Tiefe bekommen kann. So ist "emotioneering" seiner Ansicht nacht ein Kunsthandwerk, das erlernbar und für ihn in 34 Kategorien unterscheidbar ist. Freue mich schon das wohl bald über die Firma bestellte Buch "Emotioneering: Emotion in Games" zu lesen, denn viele Aspekte sind wirklich einleuchtend. So verzichtet Freeman in seinem Vortrag bewußt auf Dialoge, deren Verbesserung ein ganz eigenes Kapitel ist und spricht mehr über Symboliken (Arwens Anhänger in Herr der Ringe, Das Schwert in Tiger & Dragon..) und die Beziehung des Spielers zum NPC. Er geht speziell auf Half Life 2 ein, dass so plötzlich in ganz anderem Licht erscheint und erklärt, warum welche Dinge passieren (Dog opfern um zu überleben, Alyx, die danach nicht mehr aushelfen kann; Alyx die einen Wandel von der Toughen Frau zu einer sensiblen Kämpferin wird). Auch sehr spannend wie sehr Techniken für Film-Drehbücher mit denen für Spiele korrelieren. Das umfangreiche Handout zum Vortrag werde ich übrigens sobald verfügbar hier verlinken.
Kleine Anekdote am Rande: Auch Freeman hat ein Buch für Uwe Boll (ich berichtete) geschrieben und ist anscheinend ähnlich frustriert wie die damals erwähnten "Alone in the Dark"-Autoren. Ob er seinen Namen vom "Dungeon Siege"-Film zurückzieht will er zwar erst entscheiden wenn der Film fertig ist, aber die Aussage "This guy is not an artist" sagt schon einiges
16. August 2005
/ Kategorie: computers
Habe die Ehre, an der Games Convention, Games Developer Conference teilzunehmen und werde - soweit netz verfügbar, in den nächsten 2 Tagen ein wenig davon berichten.
Nach einem kurzen Leipzig-Trip und einer noch kürzeren Nacht sitze ich momentan in einem Vortrag über die Verteilung von PC-Spielen über das Internet durch eine Macrovision-unterfirma. Business-Talk das mir erlaubt, ein wenig zu mailen und bloggen. Internet ist übrigens 14 Euro pro Tag, zum Glück gibt es Geschäftsführer, die mal die Karte ausleihen können 
Generell scheint mir die Konferenz sehr relaxt. Kaffee und Brezeln an jeder Ecke umsonst, kleine Räume (die leider manchmal überfüllt sind, weswegen ich beispielsweise die "Massive Multiplayer Mobile Games"-Vortrag nicht sehen kann) und eine nette Messe-Ausstellung unten, unter anderem mit einem reichlich coolen 3d-Monitor über den ich vielleicht nachher noch mehr schreiben werde.
Erster Vortrag heute übrigens Intel mit Multithreading. Ein paar Ansätze um Software, speziell Spiele in mehrere Prozessorkerne zu Threaden und so Performance zu gewinnen. So lässt sich beispielsweise verschiedene Datenberechnung (KI, Physik, Grafik etc) in verschiedene Stadien der Frameberechnung herunter brechen und diese dann parallelisieren (oder teilweise für den nächsten Frame vorberechnen). Meine Frage, in wie weit sich das auf Speicherbedarf, der ja gerade bei Konsolen eher beschränkt ist, konnte leider nicht abschließend beantwortet werden, generell wird es wohl vor allem um verschieden Caching-Strategien gehen, ob aber eventuell zusätzlich entstehende Buffer zu Problemen führen können wird sich zeigen.
Über den Ganzen Tag heute wird es noch einen haufen relativ interessante Vorträge geben, der richtig spannende Teil ist aber der Science-Track morgen. Wir bleiben am Ball.
30. July 2005
/ Kategorie: misc
Diesmal eine riesige pfütze (und plane wo unser Zelt stand) und ein Regenbogen (über der Rakete)
30. July 2005
/ Kategorie: misc
Vorsicht, verrückte Wissenschaftler am Werk. Proben an neuem Antrieb mit H20-O2-Gemisch. Gefäääährlich.
Videos hier und hier
Komme wirklich gar nicht dazu, anständig zu bloggen.
In kurzform: Gestern war nettes aufwärmen für vier sehr anstrengende Tage. Heute nach der Keynote von Jimbo Wales (dem Wikipedia-Gründer) um 13 uhr wohl das Serendipity-Bloggertreffen und dann mal sehen was noch. Heute abend natürlich die KaLUG-Grillparty am AKK, morgen der Social Event, Samstag CCC-Grillen, dazwicshen viele alte und neue Bekannte treffen. Enrico kommt heute aus Italien, ixs und auch Paul hatte ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Apropos Jimbo Wales: sehr nette Keynote gerade eben, in der unter anderem eine große Kooperation mit KDE angekündigt wurde: KDE will Wiki-Content über eine API integrieren und Wikipedia baut wiederum eine Webservice-Api auf, die dann nicht nur KDE zur Verfügung stehen soll. Bin schon drauf gespannt und freue mich, glaube durchaus, dass das ein Kracher werden könnte.
So, nun muss ich schon wieder los - mal eben Duschen und wieder auf in's Getümmel. Mehr Nachrichten später an gleicher Stelle.
21. June 2005
/ Kategorie: politics
CASA ist also zuende und es war toll. Klar, sagt man immer wenn man sich von neuen Freunden verabschieden muss und eine schöne Zeit hatte, aber ich meine das so - eine schöne Abwechslung zu den üblichen Events auf denen ich in den letzten Monaten zugegen war. Im Prinzip haben solche Konferenzen ja immer nur ein Programm, um etwas vorzeigen zu können. Das eigentlich wichtige und interessante - Gespräche, Diskussionen, Kontakte knüpfen passiert ohnehin an den Abenden und in den Pausen. Und so war es auch mal wieder nicht verwunderlich, dass die Nacht lange und mein Workshop heute morgen eher mau besucht war. Hat allerdings auch nicht allzu sehr gestört: es gab ein paar anregende Diskussionen und viel Austausch über verschiedene akademische Kulturen und Ansätze, freies Wissen an den Universitäten besser zu fördern und verbreiten.
Möchte jemand einen Kaffee? Sitze gerade im Zug und mir gegenüber saß bis vor ein paar Minuten ein Italiener, der seinen Anschlussflug nach Mailand verpasst hat und nun bis morgen früh um 10 dort sein muss, um nach Miami fliegen zu können. Recht verpeilt, der Typ, denn obwohl er eigentlich wusste, dass Duisburg nicht mehr weit ist, hat er sich gerade noch einen Kaffee bestellt, den er nun stehen lassen musste. Ausserdem musste ich gerade einen höchst nervösen Engländer beruhigen, der wirklich ein unglaubliches Glück hatte, dass die drei Zollmenschen an ihm vorbei gelaufen sind. Als er gerade sein Dope umgepackt hat, konnte ich es über drei sitzreihen riechen. Frage mich immer noch, wie naiv man sein muss, um ausgerechnet in diesem Zug illegalisierte Drogen mitzunehmen. Einfacher kann man es den grünblauen Männern nun wirklich nicht machen. Andererseits ist dieser Kerl ohnehin auf irgendwas. Oder er hat ein permanentes Problem. Zumindest hat er gerade vergessen dass ich Halb-Engländer bin obwohl ich es ihm vor 3 Minuten gesagt habe und hat darüber hinaus generelle Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen.
18. June 2005
/ Kategorie: politics
Eine der bemerkenswertesten Persönlichkeite hier ist wohl Hugo Pezzini. Hugo ist Argentinier, 57 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren in New York, wo er zur Zeit seine Doktorarbeit schreibt. Er hat unter anderem Geschichten aus der Militär- und Militärdiktatur-Zeit in Argentinien zu erzählen. So hing er wohl in den 70er Jahren mit ein paar Leuten rum, die eine ganze Kornkammer voll Gras (das rauchbare) lagerten. Da damals noch nicht so viel mit Solidarität war, gab es eines Tages einen Anruf der Nachbarn beim Militär, dass sich wohl da komische Typen rumtrieben. Das Militär war wohl damals extrem auf Waffen fixiert, und nahm den Anruf zum Anlass für eine Waffen-Razzia. So sind wohl damals dann mehrere Soldaten auf der Suche nach Waffen durch knietiefe Haufen voll Gras gestapft, ohne auch nur ein Stück davon zu bemerken, was sie da gerade wegtreten, auf der Suche nach dem Feind...
Mehr Geschichten gibt's sicherlich morgen. Nun bin ich erstmal zum Essen eingeladen. Meine Wlan-Karte ist kaputt, weswegen ich auch noch nicht ganz sicher ob des nächsten Updates bin, zu Erzählen gibt es auf jeden Fall genug.
17. June 2005
/ Kategorie: politics
Samstag morgen geht's los: Ich werde auf der Culture Analysis Summer Academy (Kurz CASA) in Amsterdam einen Workshop über Copyright und Copyleft halten.
Nachdem ich ja schon einige solcher Dinge gemacht habe, ist das hier der erste Vortrag zu dem ich wirklich persönlich eingeladen wurde. CASA ist, so wurde mir berichtet, ein Ort an dem man die Wissenschaft wieder näher an die Politik bringen will. Oder die Politik an die Wissenschaft. Auf jeden Fall geht es um die Verknüpfung mit Zivilgesellschaften. Ich werde ein bisschen über Urheberrecht, GNU-Lizenzen, Creative Commons und Open Access erzählen und darüber mit den Leuten diskutieren. Ansonsten werde ich die Zeit nutzen um mir ein kleines bisschen die Stadt anzusehen und viel mit den Leuten dort in Kontakt treten. Die e-mail-liste klang zumindest recht interessant. Menschen mit Mailadressen die auf .co.uk, .edu.tr, .ie, .es, .sg (singapur, ich musste auch erst nachsehen), .ca und .edu enden. .de natürlich auch.
Wenn es dort Netz gibt, gibt's auch Blogberichte, ansonsten eher sporadisch, irgendwo wird sich aber offenes WLAN finden lassen. Auf jeden Fall bin ich extrem gespannt und auch leicht nervös. Zwar ist mein Englisch sicher nicht das schlechteste, andererseits kann ich mir momentan überhaupt keine Vorstellung machen, was mich dort erwarten wird. Aber ich werde das schon irgendwie schaukeln.
13. June 2005
/ Kategorie: politics
Nun auf offiziell zuende: das Berlin05-Festival. Nach einem persönlich gesehen sehr blöd gelaufenen Tag (u.A. aus Verpeilungsgründen beim Schwarzfahren erwischt worden) sind wir nun auch zurück in Karlsruhe.
Die Zugfahrt war vor allem in kreativer Hinsicht ganz lustig: Was tun, wenn man auf zwei Sitzecken verteilt ist aber immerhin mal mehrere Laptops dabei hat?
Erstmal Ad-Hoc-Wlan aufbauen. Danach laute Kommunikation durch Chat vermeiden. Was aber, wenn kein IRC-Server installiert ist und "screen vi" auch nicht mag, weil screen nicht vorhanden?
Zumindest 2 user können eigentlich ganz nett per write kommunizieren. Nächstes mal professionalisieren wir das. Dann gibt's irc-server, tetrinet und gemeinsam lachen mit futurama über vlc gestreamt.
Was das Festival selbst angeht, große Ambivalenz:
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