Fukami und auch
Nico berichten heute, dass eine Chinesische Firma das Skype-Protkoll
reverse engineered habe.
Dass das passieren würde, hatte ich irgendwie erwartet (wenn auch nicht so schnell), und dass es nun passiert sieht auf den ersten Blick erstmal gut für den Kunden aus (mehr Clients) und schlecht für den Hersteller (Leute die alternative Clients nutzen).
Nur: Eigentlich sollte das doch Skype beziehungsweise Ebay gerade recht sein: Mehr Clients bedeutet zwangsläufig mehr User. Leute die sich beispielsweise auf einen All-In-One-Messenger beschränken wollen und in naher Zukunft vielleicht Gaim, Trillian oder Miranda mit Skype-Plugin nutzen um zusätzlich zu telefonieren. Oder Menschen mit Betriebssystem das nicht Windows, Mac OS oder Linux heißt, oder die sich darauf festgelegt haben, nur Freie Software zu benutzen.
Zudem lebt Skype nicht von seinem Client, sondern von seinem Service, Telefonie ins Festnetz anzubieten. Und das wird Skype auch mit anderen Clients können, für den gleichen Preis. Die Chance, dass sich jemand die Mühe macht, auf Basis des Protokolls eine alternative Server-Infrastruktur bereit zu stellen, um ähnliche oder auch andere Services anzubieten halte ich für gering, zu groß wäre der Aufwand zu gering der Nutzen, gleiches gilt im übrigen auch für SkypeIn
Um vom Original-Client abwandernde Nutzerschichten sollte man sich aber keine Gedanken machen. Solange sie Skype nutzen und damit am Leben erhalten, um für die Skype-In/Out-Kunden attraktiv genug zu bleiben, dürfte kein echtes Problem entstehen. Ausser ich habe geheime Pläne für eine schleichende Kommerzialisierung des Basisdienstes übersehen.
Update: Ich sollte mal auch lesen was sonst noch da mit anfällt: Alternative Clients würden nicht in die SuperNode-Struktur eingebunden und damit die Qualität des Skype-Netzwerkes schwächen. Halte ich aber vorerst für einen weniger wichtigen Punkt.