13. April 2007
Dritter Tag Re:Publica und immer noch nichts drüber gebloggt. Jetzt auch nicht. Machen andere und ausserdem will ich cool sein indem ich mich von der Masse absetze. Die Re:Publica erwähne ich jetzt nur, weil sie nicht nur Spaß macht sondern auch mich dazu animiert hat, mehr zu bloggen. Nagelt mich also drauf fest, wenn wieder nur ein Beitrag pro 14 Tage kommt. Kann ja nicht angehen. Ansonsten habe ich alle wichtigen Menschen kennen gelernt und unwichtige Dinge mit ihnen geredet. Mit den unwichtigen Menschen wiederum wichtiges. Und so weiter. Interessiert ja eh keinen so richtig.
19. December 2006
Das Jahr ist bald vorüber und es war für mich ein sehr unternehmungsreiches. Ich habe sechs europäische und mehrere deutsche Hauptstädte besucht, sei es zu Zwecken der Bildung anderer oder meiner selbst, zur Erholung oder zum Besuchen von Freunden und Verwandten. Ich habe Bus, Bahn und Flugzeug bestiegen, habe mit ausgestrecktem Daumen am Straßenrand gestanden oder selbst hinterm Steuer gesessen.
Dabei gab es vor allem eine wichtige Erfahrung zu machen: Gesamtreisedauer und -Preis sind im seltensten Falle Kriterien, nach denen man einen Reise planen sollte. In Wirklichkeit liegt sogar der einzige gute Grund für eine kurze Reisedauer in hoch prioritären Tätigkeiten am Ankunftsort, während Geld höchstens bei massiven Unterschieden eine Rolle spielen kann.
Da eine Autoreise weder Entspannung noch die Gelegenheit zur alternativen Tätigkeit bietet, lasse ich diese ohnehin aussen vor. Es bleiben also Bahn und Flugzeug.
Wenn ich von Frankfurt nach Berlin fliege (lassen wir mal die Anreise nach Frankfurt die gleiche sein), spare ich nicht 90 Minuten gegenüber dem Zug, sondern ich verliere 150 Minuten, in denen ich wahrscheinlich nicht zum Arbeiten komme. Während ich im ICE nicht einmal umsteigen muss (die Annehmlichkeiten, meinen Reisezeitpunkt am gleichen Tag und zu fast jeder Uhrzeit mit Toleranz von einer Stunde festlegen zu können), bin ich bei einem Flug die gesamte Zeit damit beschäftigt, aus, ein, oder umzusteigen, einzuchecken, zum Gate zu laufen, verschiedene Sicherheitsschleusen zu passieren und andere Dinge zu tun. Zeit ist also nur dann Geld, wenn ich die Zeit nutzen kann, das gleiche gilt natürlich auch bei Flügen ins nahe Ausland, etwa nach Paris wo alleine die Strapaze um vom CDG in die Stadt zu gelangen schon jede Zugfahrt vom nicht allzu Nordöstlichen Teil Deutschlands rechtfertigt.
Das andere Argument ist Geld und das ist ja wiederum Zeit. Wenn ich also doppelt so lange brauche, um mit Ryanair nach Stockholm zu fliegen, weil Hahn und auch der Ankunftsflughafen weit ausserhalb der Stadt liegen, dann ist das keinerlei Gewinn und wenn man die Bus/Bahntransferkosten dazu rechnet wahrscheinlich auch finanziell ein Verlust.
Meine Zeit ist mir also wichtig. Sie bedeutet meistens auch Geld, denn wenn ich arbeiten kann, kann ich damit Geld verdienen oder Dinge aus der Welt schaffen, die mich zuhause davon abhalten, mehr zu arbeiten. Und selbst wenn nicht: entspannt am Zielort anzukommen ist wahrlich etwas wert.
15. December 2006
Flugsicherheit drückt sich ja neuerdings dadurch aus, dass das Mitführen von Flüssigkeiten nur noch bis zu genau dem Zeitpunkt erlaubt ist, da man den Metalldetektor betritt der den Eingangsbereich zu den einzelnen Abfluggates markiert.
Dort trug sich heute dann zu, dass ich mit Buttermilch (Weihenstephan, mit Pfirsich) bewaffnet eben jenen Gang hinaufschritt und mich währenddessen selbiger durch orale Aufnahme entledigte. An der Schleuse angekommen hatte ich dann besagtes Buttermilchgefäß entleert, aber mangels Mülleimer noch nicht entsorgt. Mein Plan, das Ding einfach bis zum dahinter liegenden Mülleimer zu tragen scheiterte daran, dass der Betreiber des Röntgenscanners den Metallgehalt des Aludeckels erkannte und sogleich ein extra Plastikbehältnis zum ordnungsgemäßen Transfer des Behältnisses bereit stellte. Das ganze Verfahren schloss er mit einem Fluch ab, den das Berühren des noch mit Buttermilch benetzten Deckels auslöste, während meinereiner dann eher erheitert am anderen Ende das Behältnis entgegen nahm um es zu entsorgen.
12. September 2006
/ Kategorie: misc
Gestrandet.
Es ist ein seltsames Gefühl, das ich nun zum zweiten Mal in meinem Leben erlebe: Damals, da war das noch cool. Ich war fast 16, der letzte große Familienurlaub weil, "danach gehen die Kinder doch lieber mit ihren Freunden weg", so meine Mutter damals. Der Flieger von Pensacola nach Atlanta ist verspätet, wir verpassen den Anschluss nach Frankfurt und dürfen in einem reichlich ungemütlichen, weil dank 4 Wochen später stattfindender Olympischer Spiele noch mitten im Umbau befindlichen Renaissance-Hotel verweilen und uns noch einen Tag Coca-Cola-Stadt anschauen.
Dieses mal irgendwie anders: 10 Jahre sind vergangen, Mensch hat einen Terminplan und fühlt sich wichtig, wird auch irgendwie von Leuten erwartet. Bis dann ein, Mensch, oder unmensch, in der Nacht entscheidet, eine Heckscheibe zu zertrümmern, und eine Sporttasche mit Klamotten zu klauen. So als ob der doofe Ausländer, der da seinen Wagen mitten in Stockholm parkt, tonnenweise Schmuck und Laptops in so einer Tasche im Kofferraum hinterlässt. Nun also warten, bis es nicht mehr reinregnen kann, denn das ist wichtig bei so einer Fahrt über 2 Meeresbrücken und insgesamt 1400 Kilometer die es bis Berlin zu überwinden gibt.
Wie auch immer: es ist nicht einfach in einem fremden Land überhaupt erst einmal einen Wagen ohne Heckscheibe sicher über das Wochenende zu bringen, und im Anschluss heraus zu finden, was mit diesem Wagen nun los ist, wann er denn da wo er ist (nämlich in der Werkstatt, mehreren Hotlines sei Dank), wieder weg kann. Morgen Mittag ist nun angepeilt, Soeben habe ich das Auto wieder bekommen, also in etwa 48 Stunden nach geplanter Abfahrtszeit.
Es ist schon interessant, was man so erlebt, bemerkt, tut, wenn eine solche Strandung geschieht. Zum einen, wenn man noch etwas erreichen will, etwa den Fertigstellungstermin für die neue Heckscheibe erfahren. Das kostet mitunter Stunden in denen Telefon-Empfangsdamen zugeben, eigentlich keine Ahnung von der Firmenstruktur zu haben und man auf glorreiche Ideen kommt, wie sich die Nummer der zuständigen Carglass-Firma geben zu lassen. Die weiss aber gar nichts von ihrem Glück weiss, dass sie eigentlich ein deutsches Auto reparieren sollte. So landet man wieder bei der Werkstatt und einer weiteren Telefon-Empfangsdame, die sich selbst unterschätzt und "No" auf die übliche "do you speak english"-Frage antwortet. Dennoch versteht sie was man will und antwortet in klarem Englisch.
Auch fängt das Geld an, egal zu werden. Man sitzt ohnehin fest, hat oft einen großen Haufen Ausgaben vor sich - sei es das Hotel, das man im seltensten Falle bezahlt bekommt, die Telefonkosten die durch endlose, situationsbedingte Telefonate entstehen (siehe oben, lässt sich mindern) oder die gestohlene Tasche, die man dem Besitzer ersetzen muss, und geht erst einmal Shoppen oder die Cafés der Stadt ausfindig machen. Wahlweise auch Touristen-Sightseeing (wenn man das nicht schon hinter sich hat oder es nicht, wie in meinem Falle, meistens ablehnt). Denn egal, wie viel zu erzählen ist, es ensteht ein gewisser Drang, die Zeit positiv erscheinen zu lassen, und sei es durch den Erwerb irgend eines schönen oder amüsanten Gegenstandes. Und auch die Rückfahrt wird sich wahrscheinlich anders gestalten, als geplant. Denn plötzlich erscheint die Option mit der 35 Euro teureren Fähre doch interessant. Wir werden sehen...
7. September 2006
/ Kategorie: misc
Nun also Stockholm, per Auto: 1820 KM von Karlsruhe aus (mit Zwischenstation bei meinem Onkel in Kopenhagen).
Was ich auf der Fahrt gelernt habe:
- 2 Club Mate am Morgen bewirken in einem Körper der Koffein nicht auf täglicher Basis gewohnt ist, dass Mensch sich selbst nach 1100 KM noch topfit fühlt.
- Die Brücke über den Öresund ist riesig. Sieht anfangs nicht so aus, aber sie hört einfach nicht auf.
- Die Mautstationen nach den Brücken über Störebelt und Öresund nehmen Kreditkarten ohne Verifikation zu verlangen (Reinschieben, Quittungsknopf drücken, weiterfahren)
- In Dänemark variiert der Preis für einen Liter Diesel schonmal um 10 Cent von Straßenseite zu Straßenseite und von Jetzt auf Nachher (Nach dem Bezahlen stand draussen plötzlich ein anderer Preis)
- Wenn du glaubst, in einer schwedischen Toilette zu lesen, dass das Benutzen 5 Kronen kostet, tu einfach so als verstehst du die schrift nicht. Fragt dich eh keiner danach.
- Auch wenn es vor einer Ampel drei Spuren in die gleiche Richtung gibt - in Stockholm benutzen alle die Mittelspur auch wenn sie dafür 15 Minuten warten müssen. Wenn du an ihnen vorbei fährst scheint sie das auch nicht sonderlich zu stören.
- Dieses 110-KMh-Tempolimit auf Skandinavischen Autobahnen ist den Leuten da genauso egal wie die Limits bei uns. Du wirst auch schonmal über die Standspur von einem Wagen mit blauer Unterbodenbeleuchtung überholt auch wenn du selbst schon 125 fährst.
26. December 2005
/ Kategorie: politics
Nach 2 Tagen Weihnachtsstille packe ich nun meine Sachen um mich gleich in den Zug nach Berlin zu setzen. Dort werde ich die nächsten vier Tage den 22C3 besuchen und auch drei Vorträge halten. Ansonsten natürlich haufenweise Berichterstattung auf dieser Seite.
28. July 2005
/ Kategorie: misc
Gestern abend doch noch nach Boxtel gefahren, Wetter war auch einigermaßen OK. Gegen Mitternacht kommt dann auch endlich Hanno an, der leider nicht so viel Glück mit dem Trampen hatte. Heute morgen dann wache ich von einem starken Gewitter auf, als ich zwei stunden später dann wirklich aus dem Zelt steige (inzwischen hat es aufgehört zu Regnen), breitet sich vor mir eine kleine Seenlandschaft aus. Immerhin ist es inzwischen sonnig und heiß, die Pfützen trocknen langsam und die kurze Hose ist auch schon ausgepackt. Heute gibt's noch nicht so die richtig guten Vorträge, was mir Zeit gibt, den meinigen für morgen 15 Uhr noch etwas fertig zu planen. Alles natürlich auf der Wiese in völlig relaxter Atmosphäre. Ich melde mich später nochmal.
26. July 2005
/ Kategorie: misc
Heute: Amsterdam. Zuerst ein wenig herum radeln und die Stadt besichtigen. Hinter dem Bahnhof ist eine komplett künstliche Insel, deren Gebäude ebenfalls ziemlich künstlich ausschauen. So plant man also Siedlungen.
Danach ein bisschen zu einer gruppe polnischer Straßenmusiker setzen und mit der Maultrommel begleiten. Nette Leute, macht viel Spaß.
Dass der Cyberdog kein Vergleich mit dem Londoner Hauptladen ist, war mir eigentlich klar, ein bisschen mehr Klamotten hätte er aber schon haben können. Und ob man zwischen 30 und 40 Euro für ein Shirt/Longsleeve ausgibt muss man sich mehrfach überlegen. Ebenfalls überlegen muss ich noch ob einer indischen Maultrommel, die zwar nicht anders klingt als eine europäische aber recht gut gefertigt ist. Europas größter Didgeridoo-Shop führt diese und der Kaufreiz besteht in jedem Falle. Apropos Didge-Shop. Fotos später. Krasser Laden.
Plattenladengucken in fremden Großstädten ist immer so eine Sache... Fragt man die Leute wird man meistens zu den größeren, uncoolen geschickt, oder die fragen einen nach der Musikrichtung die man kaufen will. ("äh, naja, musik halt..."). So gerät das Auffinden der wirklichen Fundgruben zu einem eher stressigen unterfangen. Ich glaube das ganze Verschiebe ich dann doch lieber auf meinen London-Trip im Herbst. Da weiß ich wenigstens wo ich was bekomme.
26. July 2005
/ Kategorie: misc
Meinen Besuch bei der What The Hack kombiniere ich geschickt mit 2 Tagen Amsterdam, in denen ich die bei der CASA-Konferenz gewonnenen Freunde besuchen und mir ein wenig ide Stadt ansehen will.
Trampen kann manchmal so einfach sein: in Bruchsal eine halbe Stunde warten, einen Geschäftsmann treffen der soeben aus Baden-Baden zurück an die Holländische Küste fährt und dabei an Amsterdam vorbei kommt. Nicht nur dass ich nicht umsteigen muss, nein der Mensch hat auch noch ein recht leistungsstarkes Auto und so brauche ich viereinhalb Stunden bis ich in der Amsterdamer Vorstadt in die S-Bahn steige, die mich fast bis vor die Wohnung von Begüm und Cornelia bringt.
Der Abend dann recht relaxt bei interessanten diskussionen - morgen will ich mir ein angeblich recht interessantes Viertel am Hafen ansehen und in der hiesigen Cyberdog-Filiale sehen, ob es vielleicht etwas bezahlbares gibt. Mittwoch abend oder Donnerstag morgen (depending on the weather) geht's dann weiter nach Boxtel. Nachdem ja recht viele schon früher anreisen komme ich mir mit "pünktlich zum offiziellen Start" fast schon etwas wie ein Nachzügler vor, bin aber momentan auch nicht so richtig heiß darauf, im eher trüb-kalt-nassen Wetter eine ganze Woche lang zu Zelten. Von daher: Lieber Ausziehcouch in einer der schönsten Städte Europas.
21. June 2005
/ Kategorie: politics
CASA ist also zuende und es war toll. Klar, sagt man immer wenn man sich von neuen Freunden verabschieden muss und eine schöne Zeit hatte, aber ich meine das so - eine schöne Abwechslung zu den üblichen Events auf denen ich in den letzten Monaten zugegen war. Im Prinzip haben solche Konferenzen ja immer nur ein Programm, um etwas vorzeigen zu können. Das eigentlich wichtige und interessante - Gespräche, Diskussionen, Kontakte knüpfen passiert ohnehin an den Abenden und in den Pausen. Und so war es auch mal wieder nicht verwunderlich, dass die Nacht lange und mein Workshop heute morgen eher mau besucht war. Hat allerdings auch nicht allzu sehr gestört: es gab ein paar anregende Diskussionen und viel Austausch über verschiedene akademische Kulturen und Ansätze, freies Wissen an den Universitäten besser zu fördern und verbreiten.
Möchte jemand einen Kaffee? Sitze gerade im Zug und mir gegenüber saß bis vor ein paar Minuten ein Italiener, der seinen Anschlussflug nach Mailand verpasst hat und nun bis morgen früh um 10 dort sein muss, um nach Miami fliegen zu können. Recht verpeilt, der Typ, denn obwohl er eigentlich wusste, dass Duisburg nicht mehr weit ist, hat er sich gerade noch einen Kaffee bestellt, den er nun stehen lassen musste. Ausserdem musste ich gerade einen höchst nervösen Engländer beruhigen, der wirklich ein unglaubliches Glück hatte, dass die drei Zollmenschen an ihm vorbei gelaufen sind. Als er gerade sein Dope umgepackt hat, konnte ich es über drei sitzreihen riechen. Frage mich immer noch, wie naiv man sein muss, um ausgerechnet in diesem Zug illegalisierte Drogen mitzunehmen. Einfacher kann man es den grünblauen Männern nun wirklich nicht machen. Andererseits ist dieser Kerl ohnehin auf irgendwas. Oder er hat ein permanentes Problem. Zumindest hat er gerade vergessen dass ich Halb-Engländer bin obwohl ich es ihm vor 3 Minuten gesagt habe und hat darüber hinaus generelle Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen.
18. June 2005
/ Kategorie: politics
Eine der bemerkenswertesten Persönlichkeite hier ist wohl Hugo Pezzini. Hugo ist Argentinier, 57 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren in New York, wo er zur Zeit seine Doktorarbeit schreibt. Er hat unter anderem Geschichten aus der Militär- und Militärdiktatur-Zeit in Argentinien zu erzählen. So hing er wohl in den 70er Jahren mit ein paar Leuten rum, die eine ganze Kornkammer voll Gras (das rauchbare) lagerten. Da damals noch nicht so viel mit Solidarität war, gab es eines Tages einen Anruf der Nachbarn beim Militär, dass sich wohl da komische Typen rumtrieben. Das Militär war wohl damals extrem auf Waffen fixiert, und nahm den Anruf zum Anlass für eine Waffen-Razzia. So sind wohl damals dann mehrere Soldaten auf der Suche nach Waffen durch knietiefe Haufen voll Gras gestapft, ohne auch nur ein Stück davon zu bemerken, was sie da gerade wegtreten, auf der Suche nach dem Feind...
Mehr Geschichten gibt's sicherlich morgen. Nun bin ich erstmal zum Essen eingeladen. Meine Wlan-Karte ist kaputt, weswegen ich auch noch nicht ganz sicher ob des nächsten Updates bin, zu Erzählen gibt es auf jeden Fall genug.
17. June 2005
/ Kategorie: politics
Samstag morgen geht's los: Ich werde auf der Culture Analysis Summer Academy (Kurz CASA) in Amsterdam einen Workshop über Copyright und Copyleft halten.
Nachdem ich ja schon einige solcher Dinge gemacht habe, ist das hier der erste Vortrag zu dem ich wirklich persönlich eingeladen wurde. CASA ist, so wurde mir berichtet, ein Ort an dem man die Wissenschaft wieder näher an die Politik bringen will. Oder die Politik an die Wissenschaft. Auf jeden Fall geht es um die Verknüpfung mit Zivilgesellschaften. Ich werde ein bisschen über Urheberrecht, GNU-Lizenzen, Creative Commons und Open Access erzählen und darüber mit den Leuten diskutieren. Ansonsten werde ich die Zeit nutzen um mir ein kleines bisschen die Stadt anzusehen und viel mit den Leuten dort in Kontakt treten. Die e-mail-liste klang zumindest recht interessant. Menschen mit Mailadressen die auf .co.uk, .edu.tr, .ie, .es, .sg (singapur, ich musste auch erst nachsehen), .ca und .edu enden. .de natürlich auch.
Wenn es dort Netz gibt, gibt's auch Blogberichte, ansonsten eher sporadisch, irgendwo wird sich aber offenes WLAN finden lassen. Auf jeden Fall bin ich extrem gespannt und auch leicht nervös. Zwar ist mein Englisch sicher nicht das schlechteste, andererseits kann ich mir momentan überhaupt keine Vorstellung machen, was mich dort erwarten wird. Aber ich werde das schon irgendwie schaukeln.
13. June 2005
/ Kategorie: politics
Nun auf offiziell zuende: das Berlin05-Festival. Nach einem persönlich gesehen sehr blöd gelaufenen Tag (u.A. aus Verpeilungsgründen beim Schwarzfahren erwischt worden) sind wir nun auch zurück in Karlsruhe.
Die Zugfahrt war vor allem in kreativer Hinsicht ganz lustig: Was tun, wenn man auf zwei Sitzecken verteilt ist aber immerhin mal mehrere Laptops dabei hat?
Erstmal Ad-Hoc-Wlan aufbauen. Danach laute Kommunikation durch Chat vermeiden. Was aber, wenn kein IRC-Server installiert ist und "screen vi" auch nicht mag, weil screen nicht vorhanden?
Zumindest 2 user können eigentlich ganz nett per write kommunizieren. Nächstes mal professionalisieren wir das. Dann gibt's irc-server, tetrinet und gemeinsam lachen mit futurama über vlc gestreamt.
Was das Festival selbst angeht, große Ambivalenz:
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