17. January 2006
/ Kategorie: politics
Interessant, wen unsere Forderung nach einer Kulturflatrate inzwischen auf den Plan ruft - interessant auch, dass das knapp ein Jahr nach dem Start der Fairsharing-Kampagne passiert. Heute: Hans-Joachim Otto, Sprecher des Ausschusses für Kultur und Medien im Bundestag. Der ist natürlich dagegen: "Wer die massenhafte Herstellung rechtswidriger Kopien im Internet durch eine Pauschalzahlung faktisch legalisieren will, hat die Grundsätze des europäischen Urheberrechts nicht verstanden und missachtet die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes kreativer Leistungen" und hat damit auch so ein paar Grundsätze nicht verstanden. Zum Beispiel dass wir sehr wohl die Grundsätze Europäischen Urheberrechts verstanden haben, sie aber in dieser Form nicht akzeptieren und deshalb verändern wollen. Oder dass die Realität diesen Grundsätzen ohnehin schon voraus ist.
Wo ich gerade die Pressemitteilung im Original lese, muss ich mich ja schon fast geehrt fühlen. Ich hatte ja erst gedacht, der Mensch bezieht sich auf die Vorgänge in Frankreich, spricht aber über die die Veranstaltung letzte Woche in Stuttgart und damit ja auch irgendwie ein bisschen über mich.
Ursprünglich kam ich darauf ja gerade durch einen Artikel bei Golem, der auch auf eine Interview mit MPEG-Erfinder Leonardo Chiariglione verlinkt. Dieser Mensch scheint sich nicht so richtig mit dem Thema auseinander gesetzt zu haben, und erzählt dass häufig übersehen werde, dass sie nur mit DRM-Systemen funktionieren können, die sehr weit in die Privatsphäre der Nutzer eindringen würden . Und das, wo es doch bei dem Konzept um die Wahrung der Privatsphäre geht, indem eben nicht personenbezogen sondern pauschal abgerechnet werden soll...
Update: Heise schreibt auch drüber, trackbackt aber nicht so schön...
Update2: Bei Fairsharing haben wir uns jetzt auch mal dazu geäußert...
17. January 2006
/ Kategorie: politics
Jean-Baptiste Souffron, "Legal Counsel" der Audionautes, der Organisation die in Frankreich maßgeblich dafür verantwortlich war, die Kulturflatrate in den Urheberrechts-Gesetzentwurf einzubringen, schreibt mir soeben per mail: "Today's debate was at the request of Nicolas Sarkozy, minister of justice. The voting is scheduled to begin again at February 8th, but there will be no good information in english. I guess we'll issue a short press release in english though. Just get our RSS."
Damit bezieht er sich auf meine Anfrage, wo es morgen verlässliche Informationen zum Gesetzgebungsverfahren geben wird. Sprich: Wird es nicht geben, aber die Abstimmung ist wohl ohnehin erst am 8. Februar, ursprünglich war die auf den 17. Januar terminiert, wovon bis soeben nicht nur ich ausgegangen war.
Das Frog Blog hat derweil eine sehr lange Auseinandersetzung mit dem Thema, immerhin einer hier, der auch mal ein bisschen Französisch kann und dank seines Aufenthaltes in Paris auch direkt aus erster Hand berichtet...
14. January 2006
/ Kategorie: politics
Ich dachte das Thema sei ja eigentlich ganz gut durch, aber nachdem mich gleich mehrere Leute auf die Aussage "Wir wollen nicht, dass jeder herunterladen kann und die Künstler nichts bekommen" angesprochen und diese kritisiert hatten, wollte ich doch eben kurz klar stellen was ich damit meine.
Bisher gibt es pauschale Abgaben auf Speichermedien wie CD-Rs, Abspielgeräte wie MP3-Player und viele andere Dinge. Diese gehen der GEMA zugute, die das Geld fast immer ungerecht verteilt. Diese Abgabe beinhaltet eine Kompensation für evtl entstehende Privatkopien, die aber im geltenden Recht recht eng gefasst sind. Im Internet ist das eine andere Situation: Tausch über P2P lässt sich nicht als Privatkopie im herkömmlichen, juristischen Sinne begreifen. Aus genau dieser Motivation heraus verlangt unter anderem Fairsharing eben auch hier eine Abgabe: Kompensation ohne Kontrolle ist das gute Stichwort: auf der einen Seite möchte man, dass Künstler für ihre Arbeit entlohnt werden. Wenn dadurch, dass mehr Menschen ihre Musik über Tauschbörsen beziehen, dann muss dieser Einnahmeausfall (und natürlich: längst nicht jede Kopie ist ein entgangener Verkauf) auf irgend eine Weise kompensiert werden, wenn in dieser Gesellschaft weiterhin Künstler die Möglichkeit haben sollen, von guter Musik auch zu leben. Eine kleine Abgabe, die für beschränkte Privatkopien gedacht ist, reicht da eben nicht aus.
Zudem besteht der Gedanke, auch die bestehenden Strukturen von Labels und GEMA zu durchbrechen: Ein Küstler soll sich eben nicht an eine Verwertungsgesellschaft binden, die damit alle Verwertungsrechte behält. Momentan ist es Künstlern nicht möglich, gleichzeitig Musik online zu veröffentlichen und etwas vom Pauschalabgaben-Kuchen abzubekommen, die GEMA lässt das nicht zu. Es ist nicht einmal möglich, nach Werken zu trennen: GEMA-Mitgliedschaft ist personenbezogen und gilt für alles, was im Zeitraum der Mitgliedschaft geschaffen wurde. Bei einer Abgabe die auf alle Kopien gilt - und somit auch der Zeit gerecht wird, in der sie existiert - ist es eben auch möglich, Songs auf vielfältige Weise zu veröffentlichen und dennoch über alle Veröffentlichungskanäle an Einnahmen zu kommen. Das beinhaltet auch die Möglichkeit, einen analogen Distributionsweg zu gehen und beispielsweise Vinyl-LPs zu pressen, bei einem Label (wie auch immer Labels in 10 Jahren aussehen werden) unter zu kommen das sich darum (und vielleicht um die Vermarktung des Künstlers) kümmert, in öffentlichen Radios gespielt zu werden, und dennoch das neue Album via Bittorrent zu vertreiben. Ein Weg der momentan (fast) nicht möglich ist.
Auf der anderen Seite wollen wir keine Kontrolle: die bisherigen Praktiken, die Kriminalisierung von Tauschbörsen führen zwangsweise in eine Welt voller DRM und Überwachung. Abomodelle funktionieren zum Beispiel nicht, weil man eben keine Musik-GEZ möchte, die "Schwarz-Sauger" ausfindig macht und verknackt. Und wohin unser momentanes System führt, in dem alle paar Wochen willkürlich P2P-User verknackt werden, und Rechteinhaber bald auf eigene Faust Auskunftsansprüche geltend machen sollen, müsste auch klar sein. Immerhin ist die jetzige Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie auch das Ergebnis massiver Lobbyarbeit durch die Urheberrechtsindustrie.
Und ja: ich halte das Modell auch nicht für Perfekt, es ist nur ein sehr pragmatischer Vorschlag, natürlich kann man auch über eine Abgabe in Form einer Steuer oder über ein Grundeinkommen diskutieren. Aber bitte nicht hier und jetzt.
13. January 2006
/ Kategorie: politics
Nachdem ich ja schon im vorfeld leicht verpennt hatte, großflächig darauf aufmerksam zu machen, und eigentlich auch nicht mehr vorhatte noch groß darüber zu schreiben, tue ich es jetzt doch: Gestern war ich vom CCCS zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, in der es um Internet und Urheberrecht gehen sollte. Andreas 'ixs' Tienemann hat ein wenig zu DRM und Kopierschutz erzählt, Thomas Hochstein zur rechtlichen Lage. Meine Aufgabe war es dann Fairsharing vorzustellen, bevor Paul Woog vom Popbüro ein wenig die Seite der Musikindustrie erläutern sollte. Leider war Paul nicht so der richtige Gegner für die Sache, eher auf Kuschelkurs, fand auch DRM ganz doof und zur Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern hat er auch nicht so viel gesagt, dafür viel vom Wirtschaftsfaktor Popmusik geredet. Schade eigentlich, war trotzdem eine ganz nette Diskussion und Heise hat auch darüber geschrieben
6. January 2006
/ Kategorie: politics
Dieses Jahr fängt ja schon ein wenig deprimierend an: Google setzt jetzt wohl auch auf DRM, die EMI spielt Sonys Rootkit-Geschichte nach und jetzt legt das Bundesjustizministerium einen neuen zweiten Korb auf den Tisch, der sogar die Verbraucherschutzverbände auf den Plan ruft: Quasi-Verbot der Privatkopie, bis zu drei Jahren Haft auch im Nicht-Gewerblichen Umfeld, und noch massive Diskussion um die Einführung einer Bagatellgrenze.
Ich bin ja dringend für eine solche Grenze. Wenn man es sich genauer überlegt, ist die Höhe für die meisten P2P-Nutzer zwar egal, da zum Beispiel Bittorrent-User ohnehin nicht anhand der gesamten Bandbreite ihres Angebots sondern nur wegen der Teilnahme an einem einzelnen Torrent angreifbar sind. Auf der anderen Seite bräuchte es ja dringend eine klare Regelung für Filesharing das abseits des Urheberrechtsmafia-Radars abläuft: es macht zwar viel Freude, alte Nurse With Wound-Raritäten über Soulseek zu entdecken und es wird sicherlich niemanden stören, wenn ich dies auch tue. Sicher ist das leider in Zukunft trotzdem nicht.
Dass sich nun die doch recht einflussreichen Verbraucherverbände äußern freut mich. Auch wenn es denen eher um Wissenszugang und Bibliotheken geht, oder wenn sie so argumentieren (was ja zweifelsohne, im ersten Fall wichtig und im zweiten sinnvoll ist), ist es dringend nötig, dass gerade diese Diskussion sich aus dem üblichen Milieu hinaus bewegt. Markus wird am 28.1. zur Anhörung gehen. Auch ein wichtiger Punkt: aktive Lobbyarbeit ist ebenso nötig wie die Aufklärung und Mobilisierung von Usern, wie wir es zum Beispiel bei FairSharing versuchen.
29. December 2005
/ Kategorie: politics
Viel geredet heute: Mit den Piratbyran-Jungs, mit Regine von We make money not art, zum Glück nicht noch auf der Bühne. Ansonsten: "Sonys Digitaler Hausfriedensbruch" war leider zu voll, sicherlich lustig aber vor allem ein geschichtlicher Abriss über die ganze Story, das literarische Codequartett hat ebenfalls Spaß gemacht, auch wenn man nicht immer alles versteht.
Ansonsten: Medienkunstvortrag von Regine (s.o.) und Jussi Ängesläva, Jörg Tauss zum Informationsfreiheitsgesetz und Julius Mittenzwei, Andreas Lehner und Peter Franck zu "Anonymität im Internet" - über den Betrieb des CCC-Anonymizers und dessen manchmal juristische Folgen.
Regine und Jussi waren vor allem durch die Vorstellung guter Projekte lustig. Interessant da aber auch die Frage, wie Medienkünstler und Hacker in Zukunft näher zusammen rücken können. Hatte dort schon angemerkt, dass Medienkünstler ja unter anderem deshalb hervor stechen weil sie als eine sehr seltene Spezies Künstler ihr Handwerksmaterial kritisch beleuchten, Hacker eben auch und das Material sich nicht unterscheidet, lediglich der Umgang damit. Zudem ist es Medienkünstlern viel leichter, ihre Anliegen deutlich zu machen, eine Chance die durchaus genutzt werden sollte.
Zu Tauss vielleicht nochmal ein eigener Beitrag. War schwer angreifbar, weil er deutlich gemacht hat, wie schwer es überhaupt war, das Gesetz zu machen. Gibt dennoch Kritik, vor allem aber Skepsis, die sich erst durch die Praxis prüfen lässt.
27. December 2005
/ Kategorie: misc
Habe neben den Vorbereitungen zu meinem eigenen Vortrag zumindest die Zeit gefunden, mir die zweite Hälfte von Joi Itos Keynote und "Grey Commons" von Rasmus Flesicher und Palle Torsson anzuhören.
Ersterer natürlich extrem souverän und eloquent. Keynote natürlich mit dem üblichen Inhalt: Gefahren für Freiheit und Demokratie, Entwicklungen, was wir tun können. Hat gefallen auch wenn nicht allzu viel neue Erkenntnis dabei war.
Mit letzteren streitet sich gut: Die vertreten mit Piratbyran eine recht radikale, kompromisslose Anti-Copyright-Position, die sich zwar nicht immer teilen, aber doch verstehen und debattieren lässt. Kleine Schwächen leider bei der Frage "Was machen wir gegen DRM und was setzen wir dem politisch entgegen?".
Jetzt geht's auch schon wieder weiter. noch etwas mehr als eine Stunde bis unsere Folien endgültig stehen müssen. Ja ja. Früher anfangen, ich weiß...
23. December 2005
/ Kategorie: politics
Nach einer größeren Debatte gestern Nacht (Fippu hat das ganze protokolliert) ist die Abstimmung in Frankreich erstmal auf den 17.1.2006 verschoben. Inzwischen hat auch der Spiegel die Meldung aufgegriffen und sogar die Fairsharing-Kampagne erwähnt. Von selbiger gibt es im Übrigen seit soeben eine Pressemitteilung.
Derweil hat die ganze Aktion für derartige Verwirrung gesorgt, dass beispielsweise das Amerikanische Digital Music Weblog jetzt anscheinend gar nicht mehr weiter weiß. Also nein, diese Franzosen!
22. December 2005
/ Kategorie: politics
Inzwischen kommt mehr Licht ins Dunkel. Bloomberg hat upgedated und erwähnt nun unter anderem, dass die ISPs einen Teil ihrer Gewinne an die Verwertungsgesellschaft SACEM, die französische GEMA abgeben sollen. Das wiederum käme schon fast den Forderungen nach einer Kulturflatrate gleich. Philippe Astor weist mich zudem darauf hin, dass es einen Webcast der Debatte im französischen Parlament gibt. Für alle die der Sprache ausreichend mächtig sind - es scheint da ja ganz gut weiter zu gehen zur Zeit.
Su-Shee schreibt zudem über einen Artikel in der Libération, der die ganze Sache als Sieg für die Internet-Nutzerschaft feiert. Hoffen wir, dass es genau zu diesem wird - noch hat sich der Staub nicht gelegt, Euphorie hebe ich mir für später auf.
Interessant dürfte übrigens die Frage sein, in wie weit die Regelungen den EU-Urheberrechtsrichtlinien widersprechen oder damit vereinbar sind. Vor lauter Horrorszenarien haben wir lange genug vergessen zu überlegen, was man alles an sinnvollen Dingen damit anstellen könnte, wird wohl Zeit etwas kreativer zu denken...
22. December 2005
/ Kategorie: politics
Große Verwirrung heute: Nachdem in Frankreich ein Gesetz eingebracht worden war, das das Ende der Privatkopie, Freier Software und anderer Freiheiten bedeutet hätte, tröpfelten heute die Meldungen rein, die von einem kompletten Umkippen des Gesetzes berichteten. Markus schrieb von spärlichen Berichten unter anderem bei intern.de. Auch über die famose pho-liste kam lediglich ein Bericht einer Kampagne die darüber berichtete, dass der neue Gesetzesentwurf nun P2P legalisiere.
Ein bisschen klarer wird das ganze bei der Lektüre des Nouvel Observateur. Der hat das ganze als Top-Meldung (war ja auch für die "Wir sind alle Piraten"-Petition in Frankreich mitverantwortlich) und berichtet, wenn mein spärliches Schulfranzösisch mich nicht täuscht davon, dass gestern zwei Zusätze zum umstrittenen Gesetzesentwurf mit 30:28 Stimmen eingebracht wurden, die eine Ausnahme für die Privatkopie ermöglichen und die Benutzung von P2P-Tauschbörsen explizit erlauben. Der Vorsitzende der Sozialistischen Partei (PS) in der Nationalversammlung fordert nun dass die Gesetzesvorlage eingestampft und komplett neu gestartet wird. "Wir sind froh, dass die Mehrheit im Parlament den Vorschlägen der PS gefolgt ist, die darauf zielen die Freiheit und Verantwortung der Internet-Nutzer zu stärken", schreibt Jean-Marc Ayrault in einer Mitteilung.
Was das genau heißt ist noch nicht ganz klar, auch wie sich das ganze entwickelt. Es sieht momentan zumindest so aus, dass das Eilverfahren der Regierung und auch die sehr extrem gefährliche Gesetzesvorlage vom Tisch ist. Wer auch immer sich an die Übersetzung des ganzen Artikels wagen möchte, dem sei hier an dieser Stelle schon einmal herzlich gedankt.
Update:Endlich mal was verständliches gefunden (ja, mir ist das durchaus peinlich mit meiner Unkenntnis der Französischen Sprache): Bloomberg schreibt darüber. Unter anderem bestätigen die nochmal die Zahl die mich etwas verwundert hatte: Tatsächlich geht es da ums ganze Plenum in dem gestern Nacht wohl nur 58 Leute (von 577) anwesend waren. Und die Reaktion der Unterhaltungsindustrie ist natürlich auch klar. Arbeitsplatzverlust und so aber auch "Die Parlamentarier wollten ihre Unabhängigkeit gegenüber der Regierung beweisen, wissen aber gar nicht was sie da abgestimmt haben." Ich frage mich ja ernsthaft wie tief man sinken muss, um solch eine Aussage zu tätigen.
Update 2: wie ich soeben per mail erfahre, soll das Ganze heute Nachmittag noch einmal abgestimmt werden, das hat heute morgen der französische Kulturminister entschieden. Dieser sagt allerdings auch, dass "herunterladen", nicht "hochladen" tatsächlich durch die Privatkopie und durch eine pauschale erlaubnis gedeckt sein sollte. Sollte das Parlament die Zusätze dennoch befürworten, müssen diese immer noch durch den Senat, bei nicht-einigung droht ein Vermittlungsverfahren.
6. April 2005
/ Kategorie: misc
Today different sites have sung about the demise of the silver disc. On one side Mark Cuban writes about the end of the CD and sites such as Downhillbattle take it up. On the other Wired buries the Blue-Laser-Formats (Blu-Ray and HD-DVD) before they are born.
On one side that sounds progressive, on the other it makes me think:
Continue reading "About the demise of limited media"
6. April 2005
/ Kategorie: music
Gleich an mehreren Stellen wird heute der Untergang der silbernen Scheibe besungen. Auf der einen Seite schreibt Mark Cuban über das Ende der CD und unter anderem Downhillbattle nimmt es auf.
Auf der anderen Seite begräbt der Wired die beiden Blaustrahl-Formate (Blu-Ray und HD-DVD) in ihren Geburtswehen.
Das klingt einerseits nach Fortschritt, macht andererseits aber auch nachdenklich.
Continue reading "Über den Untergang des begrenzten Mediums"
3. April 2005
/ Kategorie: music
Ich hab's ja wirklich versucht: Nachdem die ersten positiven Reaktionen auf die Ankündigung meines P2P/Copyright/DRM/etc.. - Planeten auf pho und weiteren Erweiterungen der Feed-Liste wollte ich eigentlich auch die "Gegenseite" sprechen lassen. Also habe ich mich mal auf die Suche begeben, mit sehr ernüchterndem Ergebnis:
Hart Aber Gerecht hat zwar News aber kein RSS, die Ifpi ebenfalls. Eine Suche auf Mediabiz, dem Branchenorgan brachte ebenfalls keine Feeds zutage, ebensowenig wie die RIAA. Zwei Erklärungen:
a) Die Unterhaltungsindustrie hängt mal wieder ihrer Zeit um ein paar Jahre hinterher
b) RSS bedeutet, Inhalte (Geistiges Eigentum!) aus der Hand zu geben, ist also Böse.
In beiden Fällen ziemlich schwach. Das muß wohl bedeuten, daß mein Planet vorerst erstmal etwas Einseitig bleibt. Für Vorschläge bin ich sehr offen, politische Ausrichtung egal, solange die Qualität stimmt.
2. April 2005
/ Kategorie: misc
Unter planet.phinn.de gibt es nun mein tägliches Blogroll auch in HTML-Form, Planet sei dank. Das ganze ist bisher nur beta-status, ich bin sowohl auf der Suche nach einem Sinnvollen Design als auch nach sonstigen Verbesserungshinweisen. (inkl. weiterer Blogs)
Zudem gibt es nun einen Planeten, der wichtige Feeds zum Thema Copyright, P2P und co. syndiziert. er ist unter p2planet.phinn.de zu finden. Sowohl Layout als auch Name sind auch hier sehr verbesserungswürdig. Ich freue mich auch hier über Infos. Auch, weil die Liste der bisherigen Feeds noch lange nicht komplett ist (ich wollte allerdings auch Qualität statt Quantität...)
Auch hier: Hinweise wilkommen!
31. March 2005
/ Kategorie: film
Jetzt wollt ihr euch also an einem iTunes-für-Filme-Portal versuchen.
Das ist ja eigentlich gar nicht so eine blöde Idee, zumindest aber nicht abwegig. Nur frage ich mich, wie das ausgerechnet bei euch aussehen soll. Ihr, die in bisher jeder Technologie proprietäre Dinge eingebaut habt, ihr die zwar letztens zugabt, dass DRM vielleicht doch keine so tolle Idee war, und Ihr deren DRM inkompatibel zu sich selbst ist, wollt also eine Art iTunes für Filme aufmachen?
Nein, ihr wollt gerne den entstehenden Markt für Film-On-Demand an euch reißen. Das ist etwas anderes. iTunes war nicht so erfolgreich, weil sich ein paar Herren hingesetzt haben, und versucht haben, möglichst viel Profit aus Musikdownloads zu machen. Das waren andere, die 5 jahre lang gescheitert sind.
iTunes war erfolgreich, weil es einfach zu bedienen und auch verbreitbar war. Und weil es das Zugeständnis gibt, dass eben nicht alle Musik "legal" aus dem Netz kommt.
Wenn ich mir einen Film kaufe, dann möchte ich ihn einem Freund ausleihen können. Ich möchte ihn mit auf einen Videoabend nehmen können, oder bei meiner Freundin gucken, wenn ich gerade mal nicht daheim bin. Und ich möchte auch mal von einem Freund eine DivX-Datei mit den neuesten 24-Folgen oder einem Film bekommen, den ich mir ebenfalls auf diesem Gerät (z.B. einer gemoddeten xBox oder einem Divx-fähigen DVD-Player) ansehe. iTunes (und natürlich der iPod) lässt das mit Musik in gewisser Weise zu, wenngleich das Konzept an vielen anderen Stellen scheitern wird. (Verfügbarkeit, immer noch DRM etc...). Bei euch wird das aber eher so aussehen, dass man Sony-Medien mit Sony-Geräten benutzt, um zu Sony-Preisen Filme zu kaufen, die man sich dann daheim am Rechner ansehen kann. Und wenn man glücklich ist, vielleicht noch in der PSP, der PS3 und dem bald erscheinenden Mp3-Walkman, für den ihr ja als ehemaliger Marktführer auf dem Gebiet erstaunlich schnell.. ach, halt. Das war gar kein mp3 sondern son anderes Format plus Minidisc plus NetMD plus ach egal. ihr habts einfach nicht verstanden, auch wenn ihr letztens noch anderes behauptetet. Auf jeden Fall seid ihr die letzten, die das auf die Reihe kriegen werden. Immerhin da kann man sich sicher sein.
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