Entries tagged as julianRelated tags No related tags.Der perfekte Rucksack18. January 2009
Rucksäcke sind ein bisschen so wie Mobiltelefone und (in Abstrichen) auch Laptops: es gibt nichts, was den persönlichen Vorstellungen des Einzelnen ausreichend Rechnung trägt.
Nirgends ist das aber eklatanter als beim Rucksack, so mein Gefühl. Ich bin sehr viel unterwegs. Meist über Wochenenden, also 2-3-Tagesreisen. Auf diesen laufe ich auch recht viel, zum Beispiel durch Städte, und fast immer benötige ich meinen Laptop. Ich brauche also eine Tasche, die ich möglichst bequem auf dem Rücken tragen kann, die ausreichend groß ist für meinen Kulturbeutel sowie ein wenig Unterwäsche, Socken und T-Shirts (sagen wir mal für 3 Tage). Auf Tagungen, Konferenzen oder auch einfach nur dem Weg durch die Stadt ist das Herumschleppen der Wäsche sehr unangenehm. Ich möchte also einen Rucksack, dessen Teile sich voneinander abtrennen lassen. (Gut, manch einer kann auch einfach seinen kompletten Rucksack ausräumen und den Kram im Hotel oder wo auch immer lassen. Das ist aber längst nicht immer möglich.) Derzeit kenne ich 2 Modelle, eines von Samsonite und eines von IKEA (Ja, IKEA). Das Samsonite ist herrlich bescheuert konstruiert, der Laptopteil lässt sich zwar abtrennen, hat aber keinerlei Tragegurte oder gar Rückengurte. Er fällt somit flach. Der von Ikea ist fast perfekt. Ein größeres und ein kleineres Abteil, Laptopfächer in beiden, alles ok. Bis auf 2 Kleinigkeiten: Zum einen sind die Laptopfächer alles andere als ein guter Schutz. Sie sind kaum gepolstert, also mehr eine Abtrennung als ein wirklcihes Laptopfach. Zum anderen ist der große Teil, in dem man also logischerweise seine Wäsche verstauen würde, hinten. Der Teil vorne hat aber nur behelfs-tragegurte, ist also nicht sonderlich bequem und etwas klein für ein Macbook Pro (paßt gerade so) sowie Netzteil und Maus. Was ich mich frage: Warum zur Hölle gibt es keine anderen Hersteller für sowas? Die allermeisten Rucksäcke scheinen mir planlos aneinander gestöpselt, als haben Techniker ("Hey, neue Tragefunktion, superbequem") sich geweigert, mit Kunden auseinander zu setzen. Mir fällt fast kein Rucksack ein, bei dem ich sagen würde, dass er ein tolles Konzept habe. Also macht mal hinne, kann ja nicht so schwer sein.
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Rucksäcke sind ein bisschen so wie Mobiltelefone und (in Abstrichen) auch Laptops: es gibt nichts, was den persönlichen Vorstellungen des Einzelnen ausreichend Rechnung trägt. Nirgends ist das aber eklatanter als beim Rucksack, so mein Gefühl. Ich bin sehr viel unterwegs. Meist über Wochenenden, also 2-3-Tagesreisen. Auf diesen laufe ich auch recht viel, zum Beispiel durch Städte, und fast immer benötige ich meinen Laptop. Ich brauche also eine Tasche, die ich möglichst bequem auf dem Rücken tragen kann, die ausreichend groß ist für meinen Kulturbeutel sowie ein wenig Unterwäsche, Socken und T-Shirts (sagen wir mal für 3 Tage). Auf Tagungen, Konferenzen oder auch einfach nur dem Weg durch die Stadt ist das Herumschleppen der Wäsche sehr unangenehm. Ich möchte also einen Rucksack, dessen Teile sich voneinander abtrennen lassen. (Gut, manch einer kann auch einfach seinen kompletten Rucksack ausräumen und den Kram im Hotel oder wo auch immer lassen. Das ist aber längst nicht immer m
Der Weiße Tiger und Slumdog Millionaire11. January 2009 / Kategorie: film
Indien hat mich gerade und das hat zwei Gründe: Aravind Adigas "Der Weiße Tiger" und Danny Boyles "Slumdog Millionaire". Um die Verwirrung zu beheben: Ersteres ist ein Roman und hat gerade den Booker Prize gewonnen, letzteres ist drauf und dran, bei Oscar und Golden Globe abzuräumen, als Film natürlich.
Beginnen wir mit dem Weißen Tiger: Balram Halwai ist ein wohlhabender Unternehmer. Das war er allerdings nicht immer. Er kommt aus "Dunkel-Indien", wie er sagt, der Provinz also. Die Schule durfte er nur so lange besuchen, bis der örtliche Grundbesitzer die Familienschulden für eine Mitgift eintrieb. Dann wurde er Teehausdiener und schließlich Chauffeur bei dessen Sohn. Naiv und interessiert entdeckt Halwai die Welt, beziehungsweise Delhi und seine reichen Wohnsiedlungen. Nach und nach beginnt er zu verstehen, was Indien in seinem innersten zusammenhält: Korruption und das Kastensystem, der Hühnerkäfig wie er es nennt. Die Geschichte von "Slumdog Millionaire" ist schnell erzählt: ein Junge aus dem Slum gewinnt als erster den Hauptpreis beim indischen "Wer Wird Millionär?", das ruft die Polizei auf den Plan, weil so ein Slumkind ja unmöglich die ganzen Antworten wissen konnte. Im Verhör erzählt Jamal Malik seine Geschichte, die zu allen Antworten führt. Diese Geschichte ist kein Spaß. Sie zeigt die hässlichsten Seiten Indiens voller Müll, Fäkalien und Brutalität. Aber sie erzählt auch von einer wunderbaren Liebe, die unter einem Stück Wellblech beginnt und beim Telefonjoker längst nicht vorbei ist. Dazu ein großartiger Soundtrack (u.A. mit M.I.A) und, mit Augenzwinkern, eine Bollywood-Tanzszene am Schluß - Slumdog Millionaire wird für mich in dieser Oscar-Saison kaum zu toppen sein. Beide Geschichten verbindet nur eins: Indien. Der Weiße Tiger erzählt nichts über Slums und das Elend, es ist mehr eine literarisch aufbereitete Systemkritik. Slumdog Millionaire wiederum ist ansich eine harmlose Geschichte, die nur über die Wucht der Bilder berührt. Und dennoch faszinieren beide. Sie manifestieren langsam ein Land in meinem Bewußtsein, das trotz seiner Größe fast immer nur mit Hippies und Outsourcing in Verbindung gebracht wird. Ein Land, dem seit Jahren der Aufstieg prophezeit wird, das aber noch weite Reisen vor sich hat.
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Indien hat mich gerade und das hat zwei Gründe: Aravind Adigas \"Der Weiße Tiger\" und Danny Boyles \"Slumdog Millionaire\". Um die Verwirrung zu beheben: Ersteres ist ein Roman und hat gerade den Booker Prize gewonnen, letzteres ist drauf und dran, bei Oscar und Golden Globe abzuräumen, als Film natürlich. Beginnen wir mit dem Weißen Tiger: Balram Halwai ist ein wohlhabender Unternehmer. Das war er allerdings nicht immer. Er kommt aus \"Dunkel-Indien\", wie er sagt, der Provinz also. Die Schule durfte er nur so lange besuchen, bis der örtliche Grundbesitzer die Familienschulden für eine Mitgift eintrieb. Dann wurde er Teehausdiener und schließlich Chauffeur bei dessen Sohn. Naiv und interessiert entdeckt Halwai die Welt, beziehungsweise Delhi und seine reichen Wohnsiedlungen. Nach und nach beginnt er zu verstehen, was Indien in seinem innersten zusammenhält: Korruption und das Kastensystem, der Hühnerkäfig wie er es nennt. Die Geschichte von \"Slumdog Millionaire\" ist schnell erz
Hallo 20094. January 2009
Ein paar Gedanken zum letzten Jahr und zu dem, was bevorsteht:
Gerade mal 31 Beiträge gab's dieses Jahr in meinem Blog, dagegen steht in etwa die 26fache Menge an Unsinn, die ich per Twitter in die Welt posaunt habe. Und auch mein account bei soup.io hat da deutlich mehr. Ist das ein Trend? Wer weiß das schon. Auf der anderen Seite habe ich mich ganz alter Medien bedient und angefangen, Geschichten zu schreiben. Davon gibt's dieses Jahr auch sicher einiges hier zu lesen. Überhaupt, 2009, das Jahr, in dem ich mehr schreiben möchte. Unter anderem meine Diplomarbeit, aber auch etwas prosaisches. Mark my words. Dabei war 2008 gar nicht so schlecht: Neuer Job, nebenbei Studium so gut wie durch, Kunst gemacht und dadurch wenigstens ein bisschen Ausland gesehen, sagen wir mal, ich hätte auch noch mehr machen können, sollte aber nicht unzufrieden sein. Anderswo geht's schließlich auch schlechter. Schauen wir mal in's Jahr, das für mich mit einer dicken Erkältung beginnt, weil das letzte traditionell mit dem Chaos Communication Congress geendet hat. Ich möchte Reisen, das Pfund ist billig, also baldmöglichst London und evtl die Orkney-Inseln, wenn meine Diplomarbeit das zulässt. Zudem Wien, das schulde ich einer guten Freundin, und, falls möglich, Istanbul. Ich möchte, so mein Plan, der in 2 Wochen anders aussehen könnte, zu meinem 29. Geburtstag im September endlich meine Diplomarbeit abgegeben haben. Ich möchte auch, dass bis Jahresende etwas entstanden ist, das ich in Buchform veröffentlichen kann. Und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, schreibe ich auch wieder mehr in dieses Weblog. Ich bin so faul geworden...
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Ein paar Gedanken zum letzten Jahr und zu dem, was bevorsteht: Gerade mal 31 Beiträge gab\'s dieses Jahr in meinem Blog, dagegen steht in etwa die 26fache Menge an Unsinn, die ich per Twitter in die Welt posaunt habe. Und auch mein account bei soup.io hat da deutlich mehr. Ist das ein Trend? Wer weiß das schon. Auf der anderen Seite habe ich mich ganz alter Medien bedient und angefangen, Geschichten zu schreiben. Davon gibt\'s dieses Jahr auch sicher einiges hier zu lesen. Überhaupt, 2009, das Jahr, in dem ich mehr schreiben möchte. Unter anderem meine Diplomarbeit, aber auch etwas prosaisches. Mark my words. Dabei war 2008 gar nicht so schlecht: Neuer Job, nebenbei Studium so gut wie durch, Kunst gemacht und dadurch wenigstens ein bisschen Ausland gesehen, sagen wir mal, ich hätte auch noch mehr machen können, sollte aber nicht unzufrieden sein. Anderswo geht\'s schließlich auch schlechter. Schauen wir mal in\'s Jahr, das für mich mit einer dicken Erkältung beginnt, weil das l
Liebe Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung9. November 2008 / Kategorie: misc
Heute jähren sich ja zum 70. Mal die Novemberpogrome von 1938. Findet ihr da nicht auch, dass die Überschrift "Mineralien: Im Reich der Kristalle" auf eurem Titelblatt heute da ein bisschen komisch wirkt?
Fragjanur...
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Heute jähren sich ja zum 70. Mal die Novemberpogrome von 1938. Findet ihr da nicht auch, dass die Überschrift \"Mineralien: Im Reich der Kristalle\" auf eurem Titelblatt heute da ein bisschen komisch wirkt? Fragjanur...
Laizisten aller Länder...6. November 2008 Ich habe, einmal wieder, ein T-Shirt gebastelt. Ein T-Shirt, das durchaus für Diskussionen sorgen kann und darf, dafür ist es da. Ein freundlicher, arabischer, Übersetzer sagt: Laizist wird als 'ilmani bezeichnet (von 'ilm = Wissen). Eine klare aussage erstmal: Ich bin für die Trennung von Kirche und Staat. Egal wo. Nun ist mir klar, dass wahrscheinlich die überwiegende Mehrheit der Menschen im Arabischen Sprachraum gar nicht mit dem Konzept des Laizismus konfrontiert wurden, die Idee, dass Religion Privatsache ist, also nicht kennen. Dennoch ist dieses Shirt keineswegs "Kulturimperialistisch". Vielmehr wendet es sich gegen kulturellen Relativismus, also gegen "Die sind anders, für die ist das nix"-Gedanken. Wenn überhaupt. Eigentlich kann die Aussage ja auch für sich stehen. Oder gegen religiösen Extremismus.
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Ich habe, einmal wieder, ein T-Shirt gebastelt. Ein T-Shirt, das durchaus für Diskussionen sorgen kann und darf, dafür ist es da. Ein freundlicher, arabischer, Übersetzer sagt: Laizist wird als \'ilmani bezeichnet (von \'ilm = Wissen). Eine klare aussage erstmal: Ich bin für die Trennung von Kirche und Staat. Egal wo. Nun ist mir klar, dass wahrscheinlich die überwiegende Mehrheit der Menschen im Arabischen Sprachraum gar nicht mit dem Konzept des Laizismus konfrontiert wurden, die Idee, dass Religion Privatsache ist, also nicht kennen. Dennoch ist dieses Shirt keineswegs \"Kulturimperialistisch\". Vielmehr wendet es sich gegen kulturellen Relativismus, also gegen \"Die sind anders, für die ist das nix\"-Gedanken. Wenn überhaupt. Eigentlich kann die Aussage ja auch für sich stehen. Oder gegen religiösen Extremismus.
Die Alpha Dogs und Obama6. November 2008 / Kategorie: politics
Schon einige Monate vor der Wahl las ich "Alpha Dogs", ein Buch des Times-Redakteurs James Harding, der schon während der Präsidentschaftswahl 2004 über die Hintergründe solcher Männer wie Bush-Berater Karl Rove recherchierte.
Heraus kam die Geschichte von Sawyer Miller, einer New Yorker Beratungsfirma, die in den 80er Jahren das politische Geschehen von den Philippinen über Südamerika bis nach Washington beeinflusste. Ehemalige Mitarbeiter sind bis heute wichtige Berater überall in der Welt und haben Gerhard Schröder und Tony Blair genauso beraten wie Jelzin, Berlusconi, den Dalai Lama und Kim Dae Jung in Südkorea. Das Buch dreht sich um die Professionalisierung von Politik und die politische Nutzung von Medien. Über Fokusgruppen und durchdachte Medienkampagnen, perfekt ausgedacht vom ehemaligen Werbetexter Scott Miller ("Have a Coke and a Smile") und dem Oscar-Prämierten Dokumentarfilmer David Sawyer. Nun hatte ich ein klein wenig mehr... Sensation... erwartet in diesem Buch. Irgendwie blieb mir die große Enthüllung versagt, vielleicht auch weil es einfach keine solche gibt. Statt dessen werden interessante Geschichten von Wahlkämpfen und politischen Kampagnen erzählt. Es wird deutlich, was das Fernsehen für eine Revolution in der politischen Landschaft auslöste, und warum jene, die das zuerst erkannten, auch erfolgreich waren. Anhand von Alberto Fujimori wird erzählt, was Momentum in einem Wahlkampf auslösen kann, und warum ein unbekannter japanischer Einwanderer binnen Wochen dem Autor Mario Vargas Llosa den schon sicher geglaubten Wahlsieg entreißen konnte. Dabei kam "Alpha Dogs" je nach Sichtweise zu spät oder gerade recht: Rechtzeitig zum Präsidentschaftswahlkampf veröffentlicht reicht das Buch zur Analyse des Wahlkampfes gerade einmal beim auch in dieser hinsicht konservativen John McCain. Nicht nur hat Obama mit seinem Internetwahlkampf Maßstäbe gesetzt, und sogar auf Werbung in Computerspielen zurück gegriffen, seine ganze Kampagne unterscheidet sich deutlich von dem seit den frühen 80ern so praktizierten Fokusgruppenmuster. Nils Minkmar schreibt in der Faz, Barack Obamas Wahlkampf sei Endlich Erwachsen. Es ist aber nicht nur das Erwachsenwerden. Es ist das Entwachsen aus dem Fernsehzeitalter, aus der monopolisierten Medienwelt, in der sich nur weniger Massenkanäle bedient werden konnte. Und es ist das Ende von Fokusgruppen und "going negative". All das, was in besagtem Buch so ausführlich erklärt wurde. James Harding hat also mit Alpha Dogs - wahrscheinlich recht unabsichtlich - einen Rückblick auf eine gerade zuende gegangene Epoche geschrieben. Er hat just in dem Moment veröffentlicht, als all das, was er beschreibt, obsolet wurde. Passender konnte der Zeitpunkt nicht sein. Bleibt die Frage, ob nun eine neue Generation von Wahlkämpfern die Welt bereisen wird. Eine Generation, die einmal mehr erklärt, wie man moderne politische Kampagnenarbeit macht. Mit Twitter und Facebook, mit einer geraden Linie und eigenen Ideen. Vielleicht bleibt es aber auch bei "dem einen". Immerhin hatte auch Hillary Clinton mit Mark Penn einen Pollster der alten Schule, der mit der Erfindung des Wortes "Soccer Mom" seinen ganz eigenen Beitrag zur Fokusgruppenbestimmung hatte.
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Schon einige Monate vor der Wahl las ich \"Alpha Dogs\", ein Buch des Times-Redakteurs James Harding, der schon während der Präsidentschaftswahl 2004 über die Hintergründe solcher Männer wie Bush-Berater Karl Rove recherchierte. Heraus kam die Geschichte von Sawyer Miller, einer New Yorker Beratungsfirma, die in den 80er Jahren das politische Geschehen von den Philippinen über Südamerika bis nach Washington beeinflusste. Ehemalige Mitarbeiter sind bis heute wichtige Berater überall in der Welt und haben Gerhard Schröder und Tony Blair genauso beraten wie Jelzin, Berlusconi, den Dalai Lama und Kim Dae Jung in Südkorea. Das Buch dreht sich um die Professionalisierung von Politik und die politische Nutzung von Medien. Über Fokusgruppen und durchdachte Medienkampagnen, perfekt ausgedacht vom ehemaligen Werbetexter Scott Miller (\"Have a Coke and a Smile\") und dem Oscar-Prämierten Dokumentarfilmer David Sawyer. Nun hatte ich ein klein wenig mehr... Sensation... erwartet in diesem Buch.
Buch: Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin13. October 2008
Ja, ich bin ein Verpeiler. Ich verfolge einen Lifestyle of Bad Organization. Ich habe durch Verpeilung schon unendlich viel Geld und Nerven gekostet und gute Tipps in Büchern helfen mir genauso wenig weiter wie intelligent gestaltete ToDo-Listen. Ich werde auch in Zukunft noch so viele Anstrengungen unternehmen können, um meine Post besser in den Griff zu bekommen und ein Mal, nur ein verdammtes Mal schon eine Woche vor dem Abgabetermin schon mit der Arbeit beginnen.
Diese Einsichten und noch vieles mehr, habe bei der Lektüre von "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin" erhalten, dem neuen Ratgeber von Sascha Lobo und Kathrin Passig. Ob sie tatsächlich für mich die unumstößliche Wahrheit darstellen, mag ich noch nicht beurteilen. Interessant ist der Ansatz "Du bist nunmal ein Prokrastinator, also lerne wenigstens, es zu genießen" allemal: Lobo und Passig gehen auf ihren rund 270 Seiten nicht nur der aktuellen Prokrastinationsforschung nach, sondern geben auch praktische Ratschläge, wie es sich mit der alltäglichen Verpeilung besser leben lässt. Hinzu kommt eine nette Sammlung an Beispielen, in denen die Prokrastination den Autoren und anderen zumindest den Arsch gerettet, wenn nicht sogar das Leben zum Guten hin beeinflusst hat. Zugegeben, ich hatte anderes erwartet. Ein bisschen mehr gesellschaftliche Relevanz etwa, schließlich sind so manche kulturelle Errungenschaften wie die Wikipedia das fast auschließliche Ergebnis von massenhafter Prokrastination. Ein bisschen mehr "Wie ich weniger Prokrastiniere" vielleicht. Und doch muss ich sagen, dass das Buch, so wie es ist, in Ordnung geht und Sinn macht. Vielleicht ein bisschen selbstbezogen. Ein wenig viele, möglicherweise in Prokrastinationsnot entstandene Selbstzitate. Aber lesenswert allemal, vielleicht sogar sinnvoll.
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Ja, ich bin ein Verpeiler. Ich verfolge einen Lifestyle of Bad Organization. Ich habe durch Verpeilung schon unendlich viel Geld und Nerven gekostet und gute Tipps in Büchern helfen mir genauso wenig weiter wie intelligent gestaltete ToDo-Listen. Ich werde auch in Zukunft noch so viele Anstrengungen unternehmen können, um meine Post besser in den Griff zu bekommen und ein Mal, nur ein verdammtes Mal schon eine Woche vor dem Abgabetermin schon mit der Arbeit beginnen. Diese Einsichten und noch vieles mehr, habe bei der Lektüre von \"Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin\" erhalten, dem neuen Ratgeber von Sascha Lobo und Kathrin Passig. Ob sie tatsächlich für mich die unumstößliche Wahrheit darstellen, mag ich noch nicht beurteilen. Interessant ist der Ansatz \"Du bist nunmal ein Prokrastinator, also lerne wenigstens, es zu genießen\" allemal: Lobo und Passig gehen auf ihren rund 270 Seiten nicht nur der aktuellen Prokrastinationsforschung nach, sondern geben auch pr
Film: Burn after Reading9. October 2008 / Kategorie: music
Twitter-Kompatible Zusammenfassung vorab: "Burn after Reading" ist ein Meisterwerk.
Aber von vorne: Osbourne Cox (John Malkovich) war bis gerade eben noch CIA-Agent, dann hatte ein "Fuck you" auch schon sein Arbeitsverhältnis beendet. Nicht ohne Grund natürlich, das "Fuck you", aber mit Konsequenz. Seine Frau gehört nämlich zu den weniger verständnisvollen und plant die Scheidung, um mit ihrem Liebhaber Harry (George Clooney) weiter zu machen wie bisher. Als die Assistentin ihres Anwalts eine CD-Rom mit Kontodaten, aber auch den Memoiren von Osbourne im Fitnesstudio verliert, bricht ein heilloses Chaos aus. Involviert: eine deprimierte Mitt/Endvierzigerin (Frances McDormand), die hofft, vom "Finderlohn" lebensverändernde Schönheitsoperationen zu bezahlen, ein Fitnesstrainer dem das wort "classified" zu kopf steigt, ein Internet-Dating-Portal, die Russen und die C.I.A. Am ende fasst sich der Film perfekt selbst zusammen: CIA Superior: What did we learn? Die Coen Brothers haben wohl ihre beste Komödie seit "Oh Brother Where Art Thou?" produziert, geschrieben und gefilmt. Sie haben ihr Talent, Charaktere an den Rand der Unglaubwürdigkeit zu treiben, ohne auch nur ein einziges mal hinüber zu treten, perfekt eingesetzt und machen nach dem ebenfalls fantastischen "No Country for Old Men" endlich die Fehltritte der letzten Jahre (Intolerable Cruelty und Ladykillers) vergessen.
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Twitter-Kompatible Zusammenfassung vorab: \"Burn after Reading\" ist ein Meisterwerk. Aber von vorne: Osbourne Cox (John Malkovich) war bis gerade eben noch CIA-Agent, dann hatte ein \"Fuck you\" auch schon sein Arbeitsverhältnis beendet. Nicht ohne Grund natürlich, das \"Fuck you\", aber mit Konsequenz. Seine Frau gehört nämlich zu den weniger verständnisvollen und plant die Scheidung, um mit ihrem Liebhaber Harry (George Clooney) weiter zu machen wie bisher. Als die Assistentin ihres Anwalts eine CD-Rom mit Kontodaten, aber auch den Memoiren von Osbourne im Fitnesstudio verliert, bricht ein heilloses Chaos aus. Involviert: eine deprimierte Mitt/Endvierzigerin (Frances McDormand), die hofft, vom \"Finderlohn\" lebensverändernde Schönheitsoperationen zu bezahlen, ein Fitnesstrainer dem das wort \"classified\" zu kopf steigt, ein Internet-Dating-Portal, die Russen und die C.I.A. Am ende fasst sich der Film perfekt selbst zusammen: CIA Superior: What did we learn? CIA Officer: Uh...
Was macht aland?1. October 2008
Zwei mysteriöse Blogeinträge in letzter Zeit, komische Fotos, was macht der da bloß? Nun, aland ist eine interaktive, zeitbasierte Medienkunstinstallation und hat ihren Namen unter anderem von "Al Andaluz".
Sie beginnt mit dem Wort, oder den Worten von Federico Garcia Lorca, Moses Maimonides und Muhammad Ibn Tufail, deren Werke von Chatbots (Meghal) verarbeitet und zu neuen Sätzen verarbeitet werden. So entsteht eine Diskussion. Worte dieser Diskussion werden als Ansatz genommen, um eine Reihe von Bildern auf drei Monitoren darzustellen, zusammen mit dem Text. Diese Bilder werden dann von Teleskopen mit Kameras fotografiert (Vier pro Bildschirm, also 12). Bilder, die Bilder betrachten Quasi, statt Überwachung der Menschen eher Überwachung der Medien. Die Bilder werden in eine ImgSeek-Bildvergleichsdatenbank gesteckt, heraus kommen Bildsequenzen, die auf 12 Monitoren sowie insgesamt 60 kleinen Oled-Displays dargestellt werden. Hinzu kommen drei Live-Kameras, die ebenfalls Details der Bildschirme darstellen und zwei Kameras, die das Publikum betrachten. Einmal mit Gesichtserkennung, um Fotos zu machen, sofern jemand lange genug wartet, zum anderen als eine feine Linie, fortlaufend, wie ein Diagramm. Alles betrachten kann man noch bis mitte Januar in der Biennale für zeitgenössische Kunst in Sevilla.
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Zwei mysteriöse Blogeinträge in letzter Zeit, komische Fotos, was macht der da bloß? Nun, aland ist eine interaktive, zeitbasierte Medienkunstinstallation und hat ihren Namen unter anderem von \"Al Andaluz\". Sie beginnt mit dem Wort, oder den Worten von Federico Garcia Lorca, Moses Maimonides und Muhammad Ibn Tufail, deren Werke von Chatbots (Meghal) verarbeitet und zu neuen Sätzen verarbeitet werden. So entsteht eine Diskussion. Worte dieser Diskussion werden als Ansatz genommen, um eine Reihe von Bildern auf drei Monitoren darzustellen, zusammen mit dem Text. Diese Bilder werden dann von Teleskopen mit Kameras fotografiert (Vier pro Bildschirm, also 12). Bilder, die Bilder betrachten Quasi, statt Überwachung der Menschen eher Überwachung der Medien. Die Bilder werden in eine ImgSeek-Bildvergleichsdatenbank gesteckt, heraus kommen Bildsequenzen, die auf 12 Monitoren sowie insgesamt 60 kleinen Oled-Displays dargestellt werden. Hinzu kommen drei Live-Kameras, die ebenfalls Detail
Es steht!30. September 2008
Erstmal steht alles. Kleinigkeiten noch. Morgen gehts los, Bienal Internacional de Arte Contemporáneo de Sevilla. Aland steht:
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Erstmal steht alles. Kleinigkeiten noch. Morgen gehts los, Bienal Internacional de Arte Contemporáneo de Sevilla. Aland steht:
Sevilla27. September 2008 / Kategorie: misc
Zur Abwechslung mal Kunst. Medienkunst auf der Biennale für zeitgenössische Kunst (Bienal Internacional de Arte Contemporáneo de Sevilla). Stehe nun also im regnerischen Südspanien bei Temperaturen, die das Wetter in Deutschland verspotten.
Stehen, tatsächlich. Laptop auf einer Transportkiste, immerhin WLAN im gebäude, rechts von mir eine Fräse oder Bohrmaschine, vorhin war's eine Kreissäge. Den Gang runter sitzt ein Franzose, unser Team besteht aus Schweizern, Koreanern, einem Kanadier und ein paar Deutschen, vorhin habe ich eine Amerikanerin und eine Chinesin getroffen. Das Gebäude ist ein altes Kloster in dem wohl auch schon Ziegelsteine gebacken wurden und Kunstausstellungen sehen vor ihrer Eröffnung auch nicht anders aus als Kaufhäuser. Es gibt ja ausserdem das Gerücht, Franzosen würden sich immer weigern, was anderes als Französisch zu sprechen. Das kenne ich eigentlich nur von Spaniern und Italienern. Hier in Sevilla ist das extrem. Die Leute wissen, dass du sie nicht verstehst, bemühen sich aber noch nicht einmal langsamer zu sprechen, geschweige denn auf eine andere Sprache zu wechseln. Immerhin kann ich mich auf leckeres Essen aus dem Meer freuen, irgendwann heute abend.
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Zur Abwechslung mal Kunst. Medienkunst auf der Biennale für zeitgenössische Kunst (Bienal Internacional de Arte Contemporáneo de Sevilla). Stehe nun also im regnerischen Südspanien bei Temperaturen, die das Wetter in Deutschland verspotten. Stehen, tatsächlich. Laptop auf einer Transportkiste, immerhin WLAN im gebäude, rechts von mir eine Fräse oder Bohrmaschine, vorhin war\'s eine Kreissäge. Den Gang runter sitzt ein Franzose, unser Team besteht aus Schweizern, Koreanern, einem Kanadier und ein paar Deutschen, vorhin habe ich eine Amerikanerin und eine Chinesin getroffen. Das Gebäude ist ein altes Kloster in dem wohl auch schon Ziegelsteine gebacken wurden und Kunstausstellungen sehen vor ihrer Eröffnung auch nicht anders aus als Kaufhäuser. Es gibt ja ausserdem das Gerücht, Franzosen würden sich immer weigern, was anderes als Französisch zu sprechen. Das kenne ich eigentlich nur von Spaniern und Italienern. Hier in Sevilla ist das extrem. Die Leute wissen, dass du sie nicht ver
Wiki gesucht15. September 2008
Ich frag' mal einfach das Internet:
In letzter Zeit kommt es öfter vor, dass ich mit Freunden und Bekannten an Projekten arbeite und dafür ein Wiki nutzen möchte. Nun ist das gar nicht so einfach und das Mediawiki, was ich bislang einsetze, genügt mir nicht mehr oder ich kenne die passenden Plugins nicht. Hier ein paar kleine Anforderungen, ich würde mich über Hinweise freuen: - Ich möchte Seiten bestimmten Nutzergruppen zuordnen können und ein Zugangssystem dafür haben, nach dem ich lesen und schreiben für Besitzer, Gruppe und World festlegen kann - Das Wiki soll möglichst einfach zu bedienen sein, da längst nicht alle Teilnehmer besonders computerversiert sind - Ich hätte gerne eine eingebaute Versionsverwaltung für hochgeladene Dokumente - Überaus großartig wäre eine Google Gears-Anbindung für Offline-Nutzung - RSS für alle möglichen Übersichten ist ein Muß - Konfiguration sollte für einzelne Unterwikis/Gruppen individuell sein, zumindest aber nicht über irgendwelche Config-Files möglichst kompliziert geregelt sein. Weitere Features gerne wilkommen, ich hoffe mal das ist alles nicht zu viel gefragt. Vielen Dank!
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Ich frag\' mal einfach das Internet: In letzter Zeit kommt es öfter vor, dass ich mit Freunden und Bekannten an Projekten arbeite und dafür ein Wiki nutzen möchte. Nun ist das gar nicht so einfach und das Mediawiki, was ich bislang einsetze, genügt mir nicht mehr oder ich kenne die passenden Plugins nicht. Hier ein paar kleine Anforderungen, ich würde mich über Hinweise freuen: - Ich möchte Seiten bestimmten Nutzergruppen zuordnen können und ein Zugangssystem dafür haben, nach dem ich lesen und schreiben für Besitzer, Gruppe und World festlegen kann - Das Wiki soll möglichst einfach zu bedienen sein, da längst nicht alle Teilnehmer besonders computerversiert sind - Ich hätte gerne eine eingebaute Versionsverwaltung für hochgeladene Dokumente - Überaus großartig wäre eine Google Gears-Anbindung für Offline-Nutzung - RSS für alle möglichen Übersichten ist ein Muß - Konfiguration sollte für einzelne Unterwikis/Gruppen individuell sein, zumindest aber nicht über irgendwelche Co
Alice bringt mich nach China8. August 2008
Es gibt manchmal Dinge in der Welt des Geschäftemachens, bei denen kann man getrost mit dem Kopf auf die Tischplatte hauen und mit einem dicken Rotstift "Kommunikations-Faux-Pas" nebendran schreiben:
Da bekam ich heute morgen eine Mail von meiner Providerin, mit der ich eigentlich ganz zufrieden bin. Sie lud mich ein, doch bei einem Gewinnspiel mitzumachen. Erster Preis: eine Reise zu den Olympischen Spielen. Nett, mit einem Haken: Wenn ich derzeit eins nicht möchte, dann von meinem Internet-Provider nach China gebracht zu werden. Und schon gar nicht eine entsprechende Überschrift zu lesen. Bitte Alice, bring mich nicht nach China. Ich mag meinen halbwegs ungefilterten DSL-Zugang. Und meine Meinungsfreiheit und so. Und bitte lies nochmal nach, wo auch immer man das nachlesen kann, wie das so geht mit diesen ganzen "Positives Image der Firma verbreiten" und "Bloß nicht die eigenen Produkte in negatives Licht rücken". Oder spende (natürlich Anonym und ohne irgendwas zu erwarten) doch einfach im Gegenzug noch ein paar Euro an den CCC für dessen Chinese Wall-Projekt.
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Es gibt manchmal Dinge in der Welt des Geschäftemachens, bei denen kann man getrost mit dem Kopf auf die Tischplatte hauen und mit einem dicken Rotstift \"Kommunikations-Faux-Pas\" nebendran schreiben: Da bekam ich heute morgen eine Mail von meiner Providerin, mit der ich eigentlich ganz zufrieden bin. Sie lud mich ein, doch bei einem Gewinnspiel mitzumachen. Erster Preis: eine Reise zu den Olympischen Spielen. Nett, mit einem Haken: Wenn ich derzeit eins nicht möchte, dann von meinem Internet-Provider nach China gebracht zu werden. Und schon gar nicht eine entsprechende Überschrift zu lesen. Bitte Alice, bring mich nicht nach China. Ich mag meinen halbwegs ungefilterten DSL-Zugang. Und meine Meinungsfreiheit und so. Und bitte lies nochmal nach, wo auch immer man das nachlesen kann, wie das so geht mit diesen ganzen \"Positives Image der Firma verbreiten\" und \"Bloß nicht die eigenen Produkte in negatives Licht rücken\". Oder spende (natürlich Anonym und ohne irgendwas zu erwarten)
AKWs als Heizung?28. July 2008
Heute geht mir eine Sache durch den Kopf, die sich für mich nicht erschließen mag.
Nun ist es natürlich klar, dass die Debatte um Atomkraftwerke eine Ideologische ist und Herren wie Huber jede Möglichkeit nutzen, länge Laufzeiten zu fordern. Nur: Beim Thema Heizkosten? Das ist nun wirklich ein Teil der Energiedebatte die recht einfach ist: Häuser heizen mehrheitlich mit Öl oder Gas. Strom ist unglaublich ineffizient. Wenn also die Öl- und Gaspreise hoch sind, ist das tragisch für sozial schwächere Haushalte, bei denen zu befürchten ist, dass ihre Wohnung im Winter kalt bleibt. Wegen der Preise. Auftritt Huber: Längere Laufzeiten gefordert. Nur wozu? Ölpreise ließen sich damit nur senken, wenn Global weniger Öl verbraucht wurde. Und das ist aus gleich mehreren Gesichtspunkten absurd. Wachsende Nachfrage, auf Dauer sinkende Produktion. Atomkraftwerke, auf die Argumentation ließe ich mich noch ein, könnten hier in Sachen Energie helfen. Günstigere Strompreise. Soweit klar, auch wenn es tausende Gründe (pro Sekunde) gibt, auf Atomkraft zu verzichten. Häuser hingegen werden mit Atomkraftwerken nicht wärmer. Ausser vielliecht, man möchte besonders zynisch und polemisch sein und auf die Verstrahlung der Umwelt anspielen. Aber ich merkte ja oben schon an: ideologische Debatte.
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Heute geht mir eine Sache durch den Kopf, die sich für mich nicht erschließen mag. Nun ist es natürlich klar, dass die Debatte um Atomkraftwerke eine Ideologische ist und Herren wie Huber jede Möglichkeit nutzen, länge Laufzeiten zu fordern. Nur: Beim Thema Heizkosten? Das ist nun wirklich ein Teil der Energiedebatte die recht einfach ist: Häuser heizen mehrheitlich mit Öl oder Gas. Strom ist unglaublich ineffizient. Wenn also die Öl- und Gaspreise hoch sind, ist das tragisch für sozial schwächere Haushalte, bei denen zu befürchten ist, dass ihre Wohnung im Winter kalt bleibt. Wegen der Preise. Auftritt Huber: Längere Laufzeiten gefordert. Nur wozu? Ölpreise ließen sich damit nur senken, wenn Global weniger Öl verbraucht wurde. Und das ist aus gleich mehreren Gesichtspunkten absurd. Wachsende Nachfrage, auf Dauer sinkende Produktion. Atomkraftwerke, auf die Argumentation ließe ich mich noch ein, könnten hier in Sachen Energie helfen. Günstigere Strompreise. Soweit klar, auch we
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