Ich hatte ja den zwölfer übersprungen, weil mir der elfer ziemlich auf den Keks ging mit seiner "Schaut mal wir machen einen Film rund um ein Star-Aufgebot"-Attitüde. Pure Langeweile gepaart mit Müdigkeit gegen halb 11 und Unwillen, so früh schon schlafen zu gehen, brachten mich dann aber doch dazu, Oceans 13 anzuschauen.
Erster Bonus: in Sachen Stars gerade einmal Rumpfbesetzung. Sprich: Clooney, Damon, Pitt aus der ersten Riege. Körnige Kamera, Soderberghs "Kunst-In-Hollywood"-Stil eben.
Und dann passierte etwas, was mich doch sehr überraschte: nichts. Ja, tatsächlich: der ganze Film hat keinerlei Spannungsbogen, keinerlei Dramatik. Wirklich, null. Für einen Thriller so ungefähr die schlechtest mögliche Voraussetzung, aber es paßt. Oceans 13 ist weder rasant noch tollkühn. Er hat kaum Geheimnisse und noch weniger Überraschungen. Und genau deshalb funktioniert der Film.
Weder der Plot (Casino betrügen) noch die Ausführungen bieten irgend welche Neuerungen und doch gab es keine Minute in der ich mich in Oceans 13 gelangweilt hätte.
Nun macht das immer noch keinen großartigen Film, aber selbst wenn ich Oceans 12 gesehen hätte, würde ich immer noch behaupten, dass dieser Film der interessanteste, ja beste aus der Reihe ist; auch wenn das nicht zwingend etwas heißen muss.
Wenn man einen Film über ein bekanntes Metal-Festival dreht, kann man unglaublich viel falsch machen. Man kann ein Standardwerk abliefern in dem ein paar Fans zu Wort kommen, dazwischen ein, zwei Bands einen Song spielen und ihren Senf dazu geben und schlussendlich ein Interview mit den Verantwortlichen führen.
Wenn man lustig sein will, klebt man noch ein paar Aussagen von Anwohnern dazwischen die das alles nicht verstehen. Und um es ganz zu versauen, lässt man andere Ahnungslose bei irgendwelchen Insider-Witzen mitspielen, die dann allesamt wahnsinnig komisch aussehen.
Sung Hyung Cho hat zu Wort kommen lassen: unzählige Kühe, Bauer Plähn, Bauernehepaar Trede, Oma und Enkelin Schaack und andere Bewohner des Dorfes Wacken in Schleswig-Holstein. Sie lässt sie erzählen; vom Leben auf dem Lande, ihrer Vergangenheit und ihren Träumen. Und zwischendrin auch vom Festival, das seit zehn Jahren groß genug ist, um das Dorfbild zumindest für einen Monat im Jahr zu prägen.
Sie hat Norbert Venohr befragt, der die Organisation des Festivals verlassen hat, bevor es groß wurde, und gelernt, warum ein Kalb keine Kuh ist. Sie hat heranrollende Trucks gefilmt, die für eine kurze Sequenz das Dorfidyll mit Kirche im Hintergrund stören und die Nachbarsmädchen wie sie für ihr Modelcasting Aerobic üben.
Sie hat einen Film über ein Dorf gedreht, in dem die Gegensätze zwischen Normalität und Festival nicht größer sein könnten, und doch das Festival zur Normalität geworden ist. Und sie hat damit zurecht die Erwartungen vieler Festivalbesucher an einen solchen Film zerstört, um alle anderen Erwartungen zu übertreffen.
Oder, wie sie selbst sagt, ein Film der die existenziellen Beziehungen der Dorfbewohner zum Festival zeigt, ganz im Gegensatz zu den hedonistischen, die der Besucher hat. Der Zeigt wie der eine Bauer die Mehreinnahmen benötigt, während die Enkelin das Fest nutzt um aus dem Dorfalltag auszubrechen, vor dem sie ohnehin einmal fliehen möchte. Ein Film, so die Jury des Max-Ophüls-Preises, der ein "faszinierendes Bild deutscher Identität" zeichne. Ein Film der die Ruhe des Dorfes ausstrahlt und dessen Schnitte, Kamera, Bildersprache und Ton nicht besser passen könnten, um eben jene Gegensätze zu veranschaulichen und vergessen machen, dass das, was man da sieht, eigentlich ein Dokumentarfilm ist.
Schon spannend, diese Filmdienste. Großer Knall in den USA als letztens "der erste Kommerzielle Film-Download-Dienst der Welt" eröffnete. Fragte mich schon damals was mit Transmissionfilms ist, die hatten das schon vor 3 jahren für Indie-filme, momentan ist aber die Seite down - vielleicht sind sie pleite, wäre schade. Die hatten damals auf meine "Geht nicht mit Linux"-Beschwerde sogar eine richtig nette und freundliche "wissen wir, tut uns leid, wir schauen mal ob wir in Zukunft was hinkriegen was uns genauso gefällt wie den Filmemachern"-Antwort geschickt.
Dachte mir "kann ja nix sein, WMV, eigener Downloadclient - sprich kundenunfreundlich und DRM-Verseucht. Dass es aber so schlimm kommen kann, wie ein muter Tester bei joblo.com heraus gefunden hat, hätte ich dann doch nicht erwartet. Erinnert alles stark an die ersten, total kaputten Musikdownload-Dienste. When will they ever learn...?
V wie Vendetta ist einer der Filme, die am ende mehr Fragen als Antworten hinterlassen - nur dieses mal geht es mir weniger um den Inhalt, ich hoffe dass es tatsächlich sehr wenige Menschen geben wird, die beispielsweise die Frage nach der Identität hinter dieser Guy Fawkes-Maske stellen.
Die Frage die mich zur Zeit am meisten beschäftigt ist die, ob die Gebrüder Wachowski nur zwei glückliche irre sind, die sich für schlauer halten als sie sind, und bei Matrix nur duch ein paar Zufälle damit nicht aufgefallen sind.
Klar, "V" ist eine Comic-Verfilmung. Kritik an fantastischen Elementen, Paradoxa oder sonstiger Übertreibung unnötig, jene an etwas zu viel Pathos und einigen Minuten Überflüssigkeit trivial.
Dennoch: Was gut durchdacht anfängt, und auch den Eindruck erweckt, intelligent zu sein, scheitert genau daran: wer versucht, etwas geniales zu schaffen, der scheitert zwangsweise an seinen eigenen Maßstäben. Zuviel Pseudo, zuviel möchtegern. Der Versuch, statt guter Popmusik, Bach die Stirn zu bieten scheitert fast zwangsläufig da wo die gute Popmusik, respektive das gute Popcornkino verlassen wird. Wo versucht wird, Dinge zu erklären, deren Erklärung gar nicht benötigt wird, und komplexität auf Massenverständlichkeit herunter gebrochen, ohne dass der Eindruck erweckt wird, selbst verstanden zu haben. Und so lebt der Film von seltsam konstruierten Anfangsumständen voll seltsamer mystik-historie-gegenwart-parallellen, ebensolchen Plot-Elementen und einem Ende mit einer Revolution, deren großer Knall gar nicht benötigt worden wäre.
Fazit: Gutes Popcorn, das an manchen Stellen etwas fad schmeckt, weil der Koch sich statt der Zuckerbeigabe lieber an Feinschmeckereien versucht und versagt hat.
Anscheinend zieht der Scientology-Fall doch weitere Kreise: Nachdem die Chefkoch-Stimme Isaac Hayes gegangen war, hat nun der Comedy Channel auf die wiederholte Ausstrahlung der Southpark-Folge verzichtet, in der sich über Scientology lustig gemacht wird. Grund dafür dürfte laut New York Post Tom Cruise gewesen sein, der auch spottobjekt in der Folge ist. Dieser soll sich geweigert haben, Promotion für Mission Impossible 3 zu machen, sollte die Folge noch einmal ausgestrahlt werden. Sowohol der Comedy Channel als auch Paramount, das MI3-Studio, sind teil des Viacom-Konzernes. Wer protestieren möchte, möge MTV schreiben. die gehören auch dazu.
Um hier mal dem nicht-politischen oder halb-politischen und eher künstlerischen Ansatz dieses Blogs gerecht zu werden, mal ein paar Zeilen zu den Oscars, nachdem ich beim WMFU-Blog eine sehr coole selbstegemachte Preisverleihung gefunden habe, die unter anderem mit Preisen wie Most conservative "revolutionary" romance für Brokeback Mountain für Freude sorgt.
Also Oscars. Man braucht ja eigentlich gar nicht darüber zu diskutieren, dass die Oscars natürlich schwachsinn sind, weil sie inzwischen eine reine Verkaufsveranstaltung für das Semi-Mainstream-Kino a la Miramax und Lion's Gate geworden ist. Dazu noch langweilig, zumindest gestern. Wichtig trotzdem, und auch irgendwie nett anzuschauen weil man die meisten Filme ja kennt und deshalb immer vorher so einen internen Vorhersage-Wettbewerb starten kann. Bei den meisten lag ich richtig. Die drei Technik-Oscars für King Kong, die drei optischen Nicht-Technik-Oscars für Geisha. Noch einer für Aardman in der Animation, Pinguine statt brisanter Politik in der Doku und Problemfilm aus Akfrika siegt bei den ausländischen politisch korrekt über Nazi-Film aus Deutschland. Dazu noch schwule Cowboys, die ich schon beim ersten mal nicht sonderlich spannend fand. Habe den Film zwar immer noch nicht gesehen, aber das Thema ist dermaßen offensichtlich enttabuisierend, dass es weh tut. Regie wahrscheinlich trotzdem verdient, adaptiertes Drehbuch sicher auch und der Score ist ja dermaßen eingängig dass sich der gemeine Oscar-Juror quasi verpflichtet fühlt, dafür zu stimmen. Crash ist ja irgendwie verhaßt. Ich verstehe nicht so recht warum, ob ich "bester Film" allerdings wirklich dorthin statt zu George Clooneys "Good Night and Good Luck" oder Capote geben soll...? Habe da so ein Bauchgefühl, muss das aber erst durch Ansehen der letztgenannten verifizieren.
Fehlt: Nichts. Auf die Schauspieler hätte ich als Buchmacher keine akzeptable Quote angeboten und der Rest ist irgendwie unwichtig.
Bleibt die Feststellung, dass die Nominierung eigentlich die spannendere Zeremonie ist. Kann man halt leider nur nicht in eine Show einbauen...
Ich halte ja HDTV primär auch für ein Marketing-Buzzword, eine weitere Möglichkeit mit einem Medienwechsel viel Geld zu verdienen und noch tolleres DRM in die Wohnzimmer zu bringen. Was man aber nicht abstreiten kann, ist dass so eine HD-DVD mit 1920x1080 einfach mal mehr Details aufweist als die entsprechende DVD mit 852x480 Pixeln maximalauflösung.
Einen entsprechenden Vergleich kann man sich mit einigen Screenshots aus dem Herrn der Ringe anschauen. Lohnt sich!
Kembrew McLeod, Autor eines brandneuen(Notiz an mich selbst: wir haben 2006, nicht 2005) des Buches namens "Freedom of Expression" (erhältlich als PDF, Review evtl demnächst hier) und Ben Franzen arbeiten zur Zeit an einem Film namens Copyright Criminals, in dem es vor allem um die ständige Sampling-Debatte gehen soll. Der Film ist noch nicht fertig, lässt sich aber schon teilweise bei archive.org herunterladen.
Bis zum 14. März läuft ausserdem ein Wettbewerb, in dem dazu aufgerufen wird, das Video zu remixen, was natürlich bei diesem Inhalt nahe liegt...
Man kann Verfilmungen von Bestsellern wie die von John le Carré verhunzen. Man kann aber auch gleichzeitig für Golden Globe nominiert werden und den Goldenen Löwen in Venedig gewinnen.
Klar, eine solche Story verleitet natürlich dazu, aus lauter politischer Korrektheit an Kritik zu sparen. Geht schließlich um Aids und TBC, Afrika, große Pharmakonzerne und Korruption. Um die Unfähigkeit der UNO, Bürgerkriegsopfer und so weiter.
Der "Schindlers-Liste-Effekt" ist hier aber gar nicht nötig, denn "The Constant Gardener" (zu Deutsch "Der ewige Gärtner") ist einfach gut. realistisch, gut gespielt, durchdachte Story und klare politische Message.
Zusammen gefaßt: Als Tessa (Rachel Weisz), die Frau des jungen Diplomaten Justin (Ralph Fiennes) in Kenia unter mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden wird, beginnt er in den Unterlagen die nicht durch die korrupte Polizei beschlagnahmt wurden, nachzurecherchieren. Schon bald erkennt er, dass Tessa einen Skandal aufdecken wollte: ein Pharmakonzern, der die kostenlose Medikamentenabgabe an die dortige Bevölkerung nutzt, um illegale Testreihen durchzuführen. Als er weiter nachbohrt, stößt er auf ein Netz aus Korruption. in die auch sein Arbeitgeber, die britische Diplomatie, verstrickt ist. Sein Weg führt ihn in einer packenden Reise von Nairobi über London, Berlin und Paris bis in den Sudan und an die Grenzen der Vereinten Nationen: "So läuft das hier nun eben", so der lapidare Kommentar als ihm verboten wird, ein Mädchen vor den anrückenden Reiterhorden zu retten.
Ich weiß nicht, ob es die großartigen Bilder oder der bedrückende Realismus ist, aber "The Constant Gardener" ist gelungen und für mich nach "Match Point" (der inhaltlich natürlich rein gar nichts hiermit gemeinsam hat) schon gleich das zweite Highlight des Jahres. Ich glaube 2006 wird zumindest dank haufenweise 2005 woanders veröffentlichter Filme ein großartiges Jahr. Update: Stelle gerade fest, dass der Film wie die Romanvorlage in enger Zusammenarbeit mit unseren (Attac-AG Wissensallmende) Freunden von der Buko Pharma-Kampagne entstanden ist. Das erklärt natürlich auch den Grad an Realismus den der Film zum Teil besitzt. Mehr dazu in deren News-PDF
Ich warte ja im Prinzip schon seit Jahren darauf, dass irgendwas dickes in Sachen Kopierschutz passiert. Dass diese ganzen Regioncode-Geschichten oder ähnliches mal auf die zurückfällt die daran schuld sind. Nun meldet der Register eine fast-Erfüllung dieser Erwartung: Ursprünglich wollte man den neuen Spielberg-Film "Munich" für die Bafta-Awards einreichen, die englischen Oscars. Das haben die auch getan, allerdings als Regioncode1-DVD, die natürlich nicht in England sondern nur in den USA läuft. Donnerstag müssen die Filme aber bewertet sein, bis dahin klappt das nicht mit den RC2-DVDs. Bleibt ein kleiner Scherbenhaufen und viel Schadenfreude, vielleicht sollten die den Juroren auch einfach empfehlen, sich den Film eben aus dem Netz zu besorgen... (via Netzolitik)
Ich hätte nie vermutet, dass ich einmal erzeugnisse des Axel Springer-Verlages loben würde. Aber: in der aktuellen Audio-Video-Foto-Bild ist als Beileger-DVD der großartige Coen-Brothers-Film "Fargo" enthalten. Für 3,30 Eur.
Einmal im Leben wünsche ich mir ja eine Reißerische Bild-Schlagzeile dazu: "Unfassbar, Magazin verschenkt brutalen Metzel-Film". Wie auch immer: Kaufen lohnt sich. Versprochen.
Wenn man gleich schon die Übersetzung des Titels verkackt, kann's in der Regel mit dem Film auch nichts mehr werden. Im Falle des Riesen-Kaninchens (was in aller Welt hat die Übersetzer davon abgehalten, Wer-Hase zu schreiben, es gibt ja auch keine Riesenwölfe?!) geht das aber grundlegend in Ordnung, zumal wir hier im Kino ohnehin nur die deutsche Version angeboten bekommen und Nick Park / Aardman-Filme so etwas wie Pflichtprogramm darstellen (nagut, fast. ich habe Chicken Run auch nicht gesehen).
Also: "Der Fluch des Riesen-Kaninchens". Das optische vorweg: alleine wegen den anderthalb Stunden Knetfiguren-Animation ist der Film sehenswert - brillianteste Stop-Motion.
Und sonst: Es ist bemerkenswert, wie feinsinnig eine solch harmlose geschichte sein kann. Wie unglaublich britisch-unschuldig ein solches Abenteuer für wirklich jede Altersklasse gestaltet werden kann, ohne dabei Disney-Kitschig oder anderweitig billig zu wirken. Und es ist ebenfalls bewundernswert, wie man Anspruch generieren kann, ohne Unschuld zu verlieren, in dem man beispielsweise Witze einbaut, die so am rande gesehen auch für sich funktionieren, ohne dem Film etwas zu nehmen, wenn man sie nicht versteht. Davon abgesehen hatte ich bei den bisherigen Geschichten des findigen Tüftlers und seines Hundes in Erinnerung, ein klein wenig mehr und lauter gelacht zu haben. Kann aber auch daran liegen, dass das schon beinahe zehn Jahre her ist. In jedem Fall: "The Curse of the Were-Rabbit" ist wirklich empfehlenswert und mein heißer Kandidat für den Animations-Oscar, zumal diese ganzen 3D-Produktionen dieses Jahr (Robots, Madagascar - liegt wohl auch am Fehlen eines neuen Pixar-Films der erst 2006 kommen soll) massiv an Glanz verloren haben.
Sorry, ich bin der falsche Mensch für Filmboykotte. Auch wenn ich sie unterstützen würde, durchhalten könnte ich sie nicht. Weder gegen eine "Raubkopierer sind Terroristen"- noch gegen Pressefeindliche Kampagne wie sie im Vorfeld von Stven Spielbergs H.G. Wells - Adaption gemacht wurde (ihr habt's sicher woanders gelesen: keine Presseartikel vor dem Kinostart, Leibesvisitationen und Kameraüberwachung etc) Ja, und ich würde auch keinen Boykott wegen Scientology hinkriegen, auch wenn's angebracht ist.
Drum: gleich heute in diesen Film. Und ich muss zugeben: die ganzen "muss der schlecht sein, wenn man nicht drüber schreiben darf" - Vermutungen waren Falsch. Für meinereiner ziemlich falsch, für die meisten Menschen, die sich ja anscheinend durchaus mit der Art, in Hollywood Filme zu machen, anfreunden können, grottenfalsch.
Krieg der Welten ist Spannend, Atemberaubend, und gut erzählt. Klar, die Aliens schauen aus wie alle Spielberg-Aliens, die üblichen Filmfehler-Seiten werden platzen (ich bin sicherlich nicht der Erste, dem beispielsweise die funktionierende Videokamera nach diesem EM-Puls, der soeben die ganze Stadt lahmgelegt hat, auffällt) und das Ende ist selbst für Hollywood übermäßig kitschig; aber abgesehen davon, waren es 100 kurzweilige, teils lustige, teils angespannte Minuten die mich in ihren Bann gezogen haben, zumal ich schon immer Spielbergs Fähigkeit bewundert habe, Geschichten zu erzählen - man mag ihm vieles vorwerfen, aber wenn die Handlung schlecht war, lags bei ihm nie an der Umsetzung. Damit ist WotW der beste Popcorn-Film des Jahres und wird das auch bis Sin City (im August?) bleiben.
Und mehr erwarte ich auch nicht von einem solchen Film. Selbst für 6,90 €.
Vom 6. bis 12.4. laufen in Karlsruhe die Independent Days, ein inzwischen sogar etwas überregional bekanntes Filmfestival für Low- und No-Budget-Filme.
Auch wenn ich leider nicht die Zeit habe, alle Veranstaltungen zu sehen und daher leider auch den Wettbewerb nicht verfolgen kann, versuche ich doch so viel wie möglich davon mit zu nehmen. Eintritt liegt bei ca. 5 Euro und ich kann wirklich jedem das Programm ans Herz legen.
Den Anfang macht die heutige Premiere mit insgesamt 7 Filmen zwischen von 6 und 15 minuten Länge
wenn im Kino ein trauriger Film kommt, dann kommt es schon mal vor, dass das ein oder andere Auge (in deinem Falle wohl Äuglein) feucht wird. Das kann ich verstehen, das passiert mir auch von Zeit zu Zeit. Ich akzeptiere ja auch noch, daß nicht nur eine Träne oder zwei fließen, sondern daß du richtig weinen mußtest. Million Dollar Baby war ja auch traurig.
Aber mußt du wirklich die komplette letzte halbe Stunde des Films schluchzen? Mußt du trotz wahrnehmbaren Unmutes derartigen Lärm machen und Geräusche erzeugen, die eigentlich wie eine eingeklemmte Katze klingen? Nein, mußt du nicht. Geh' nächstes mal raus wenn du den Film nicht erträgst. Nimm am besten deine kichernden Freundinnen mit. Und lass mich und meine Freunde sowie das ganze restliche Publikum in Ruhe einen wirklich schönen Film schauen. Danke.