2. May 2007
/ Kategorie: politics
Kinder, Kinder. Kaum paßt man mal einen halben Tag nicht richtig auf, ist die Hölle los weil digg.com einen zweifrontenkrieg verloren und alle Welt eine Zahl verbreitet hat. Das wiederum erinnert an DE-CSS, die Geschichte mit der Primzahl und gzip und der Frage ob Code und Zahlen nicht durch Meinungsfreiheit gedeckt sind. Ich warte schon auf die neuen Songs, Kaffeetassen, T-Shirts und sonstigen Sachen. Wetterfrosch hat schonmal ein paar Varianten ausprobiert. Ansonsten gilt: 13256278887989457651018865901401704640, zum Rest wurde schon genug gesagt.
7. February 2007
/ Kategorie: music
Schon seltsam. Da schreibt Steve Jobs einen Aufsatz über Musik und die Tatsache, dass Apples "Fairplay"-DRM-System auf der Tatsache basiere, dass der iTunes Music Store ohne entsprechende Maßnahmen keine Lizenzen von den vier großen Plattenfirmen bekäme. Und von der De-Bug bis zur Technology Liberation Front wird er gelobt.
Was ich wiederum nicht nachvollziehen kann. Sein Fingerzeigen ist ungefähr das gleiche, wie es hierzulande permanent mit der bösen EU gemacht wird. Regierung klagt über EU-Richtlinie, sagt "wir können aber nix tun", ist dabei der größte Player in der EU. Analog dazu natürlich Apple, die inzwischen eine weitaus größere Macht haben, als die vier Konzerne. Wollte Jobs wirklich etwas gegen DRM tun, hätte es Nachverhandlungen in den Verträgen gegeben. Keine "Nachbesserungen" wie es bei iTunes gab, wo dem User Stück für Stück Rechte genommen wurden.
Nun klingt das etwas nach Hybris, da auch meinereiner auf MacBookPro arbeitet und einen iPod besitzt. Abgesehen davon ist es jedoch so, dass alle Verweise eines Herren Jobs darauf, dass die Anzahl der Tracks die ohne DRM verkauft werden (nämlich per CD) um ein vielfaches größer sei als die der verkrüppelten Audiofiles, nicht darüber hinweg täuschen können, dass es viel leichter ist, schöne Reden zu halten, als einfach Taten folgen zu lassen. "Wir können ja gar nichts machen" ist auch eine viel leichtere Aussage als "unsere Techniker arbeiten daran dass der iTMS nur dann DRM einbaut wenn er muß (wie zum Beispiel auch DVD-Jon fordert.)
Nun genug gepoltert. Ich bin erstaunt darüber, wie einfach es heutzutage ist, gute PR zu bekommen. Das ist als würde VW für einen Aufsatz beklatscht, in dem der Vorstand erklärt, dass Spritsparende Autos toll seien aber die Ölindustrie etwas dagegen hätte.
Update: Inzwischen schreibt die halbe Welt darüber.
Und DVD-Jon hat einige weitere anmerkungen...
27. September 2006
Schöner kann man's fast nicht darstellen:

( Via)
28. April 2006
/ Kategorie: politics
Schon spannend, diese Filmdienste. Großer Knall in den USA als letztens "der erste Kommerzielle Film-Download-Dienst der Welt" eröffnete. Fragte mich schon damals was mit Transmissionfilms ist, die hatten das schon vor 3 jahren für Indie-filme, momentan ist aber die Seite down - vielleicht sind sie pleite, wäre schade. Die hatten damals auf meine "Geht nicht mit Linux"-Beschwerde sogar eine richtig nette und freundliche "wissen wir, tut uns leid, wir schauen mal ob wir in Zukunft was hinkriegen was uns genauso gefällt wie den Filmemachern"-Antwort geschickt.
Dachte mir "kann ja nix sein, WMV, eigener Downloadclient - sprich kundenunfreundlich und DRM-Verseucht. Dass es aber so schlimm kommen kann, wie ein muter Tester bei joblo.com heraus gefunden hat, hätte ich dann doch nicht erwartet. Erinnert alles stark an die ersten, total kaputten Musikdownload-Dienste. When will they ever learn...?
28. April 2006
/ Kategorie: politics
Julius Mittenzwei hat seine Dissertation zum Thema " Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht - Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG" fertig gestellt und bietet diese nun freundlicherweise zum Download an.
Zudem gibt es die BEUC-Studie über die Machbarkeit der Kulturflatrate nun auch in englischer Form.
18. March 2006
/ Kategorie: politics
Nix mit Licence Globale und Kulturflatrate-Träumen: nach ewiger Debatte konnte nur noch die große Katastrophe, die ein verbot freier Software bedeutet hatte, abgewendet werden. Kopierschutzumgehung wird wohl verboten, ob P2P-Software ebenfalls der Verganenheit angehören, ist wohl noch nicht ganz klar. Heise berichtet da etwas mehr darüber.
Nichtsdesdotrotz möchte ich jetzt schonmal darauf hinweisen, dass wir bei FairSharing Jean-Baptiste Soufron von den Audionautes eingeladen haben. Er wird zusammen mit Elizabeth Stark von Freeculture Harvard am 31. März im Meringhof in Berlin-Kreuzberg einen Vortrag halten und über die Situation und die vergangene Debatte berichten, bevor Elizabeth die ganze Diskussion aus Amerikanischer Sicht beschreibt. Dazu aber bald noch mehr.
10. March 2006
/ Kategorie: politics
Kennt ihr Musicload? Das sind die, wenn man mal den Fernseher anschaltet, mit dem unglaublich dämlichen Heavy Metal-Fan, der Schmusemusik kaufen will. Die verkaufen zu überhöhten Preisen, völlig unbrauchbare, weil minderqualitative und DRM-verkrüppelte WMA-Musik und halten sich für innovativ.
Das mit dem Innovativ kommt daher, dass als "Innovation" bei der Mutterfirma T-Online gilt, was nicht älter als 2 Jahre ist und schon einigermaßen funktioniert. Das wird dann dort für einen höheren Preis und mit schlechterer Qualität nochmal verkauft.
Und weil der Markt klein und das Werbebudget groß ist, ist es nicht schwer, sich dann auch Marktführer zu nennen. Das kauft dann die Chefetage ab, schießt noch mehr Geld ins Werbebudget und an irgend einer Stelle kommt so viel Geld zurück dass das Konzept irgendwie funktioniert.
Neu bei Musicload ist, dass die jetzt auch Konzepte kopieren, die nicht funktionieren. Zum Beispiel das von Napster, das da lautet: "10 Euro für so viel DRM-verkrüppelte Musik wie du willst, solange du zahlst". Funktioniert bei denen auch nicht. Die machen Verluste, weil keiner so blöd ist, 120 Euro im Jahr für Musik auszugeben, um danach rein gar nichts sein eigen nennen zu können.
Nun also eben Musicload. Die haben sich gedacht "Flatrate, das geht zu weit". Und haben das Webradio neu erfunden. Nur nennen die es "Streaming-Flatrate", schicken minderqualitative, drm-verkrüppelte Musik über das Netz und verlangen dafür "unter 10 Euro", wie Heise schreibt. Und damit auch keiner überkonsumiert, oder vergisst den Stream abzuschalten, was ja Geld kosten könnte, und damit man das auch nicht im Schlaf anmacht um die ganze Nacht hindurch den Lieblingsklängen zu lauschen (wofür man ja bezahlt hätte), gibt's einen 6-Stunden-Timeout bei einem Dienst, der sich "music nonstop" nennt. Grandios, Leute!
Ich bin ja mal gespannt, wann die das Konzept für gescheitert erklären mit noch mehr Werbegelderm fördern und empfehle so lange sowas wie last.fm oder natürlich Soulseek. Ist günstiger.
6. March 2006
/ Kategorie: politics
Was für ein Kundensservice! Hartmut Spiesecke vom Phonoverband kümmert sich natürlich sehr gerne um seine Opfer Kunden, drum nimmt er auch gern mal Beschwerden entgegen, wenn eine Kopiergeschützte CD nicht geht. Hat er zumindest im Deutschlandradio gesagt: (2:33) Ich habe persönlich gesagt, jeder der nen CDspieler hat bei dem ne Kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne mail schicken. . Das Tapetennagel-Blog bzw. Netzpolitik waren deshalb so freundlich, auf den neuen Service hinzuweisen. Also falls ihr schonmal Probleme mit einer kopiergeschützten CD hattet, nutzt doch dieses einmalige Angebot und schreibt an spiesecke@phono.de,
27. February 2006
/ Kategorie: misc
Ich halte ja HDTV primär auch für ein Marketing-Buzzword, eine weitere Möglichkeit mit einem Medienwechsel viel Geld zu verdienen und noch tolleres DRM in die Wohnzimmer zu bringen. Was man aber nicht abstreiten kann, ist dass so eine HD-DVD mit 1920x1080 einfach mal mehr Details aufweist als die entsprechende DVD mit 852x480 Pixeln maximalauflösung.
Einen entsprechenden Vergleich kann man sich mit einigen Screenshots aus dem Herrn der Ringe anschauen. Lohnt sich!
21. February 2006
/ Kategorie: politics
War ja eigentlich klar: kaum bekommt die deutsche Landesgruppe der IFPI einen großen Teil ihrer Forderungen durch den zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle und die Durchsetzungsrichtlinie erfüllt, schreit sie schon nach mehr. Bagatellklausel abschaffen wußten wir schon, aber wenn man sich die Pressemitteilung zu ihrer Stellungnahme zu den Gesetzen so durchliest, dann wird besagte Klausel eher zur Bagatelle:
1. Begrenzung der Privatkopie: Sie soll künftig nur noch zulässig sein, wenn sie vom eigenen Original zum eigenen persönlichen Gebrauch erstellt wird. Keine Mixtapes für die Freundin mehr. 2. Beschränkung des Mitschneidens aus Radio- und Internetprogrammen auf zeitversetztes Hören und Verbot "intelligenter" Aufnahmesoftware. Broadcast-Flag für's (Web-)Radio 3. Eingrenzung des Sendeprivilegs auf traditionellen Hörfunk. Die Begrenzung der Rechte von ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auf einen reinen Vergütungsanspruch ist für neue Übertragungsformen (Near-on-Demand-Dienste und Internet-"Radio") wegen des damit verbundenen Eingriffs in die Erstverwertung nicht hinnehmbar. Verbot von Webradios 4. Streichung der sogenannten "Bagatellklausel": Es kann nicht hingenommen werden, dass Diebstahl geistigen Eigentums straffrei werden soll. Die davon ausgehende Signalwirkung würde das Urheberrecht dramatisch schwächen. Argh, schon wieder dieser "Diebstahl geistigen Eigentums"!
Liebe IFPI, nur für euch nochmal:
Urheberrecht
ist
kein
Eigentum
sondern
ein
staatlich
verliehenes
Monopol
!
Und somit auch nicht stehlbar!
Dass der Industrie die Enforcement Directive nicht ausreicht, weil die ja nicht gleich alle Filesharer in den Kerker sperren lässt, war eh klar...
Kris verweist auf einen schönen Artikel im Inquirer, der nicht nur den Glauben an ein funktionierendes DRM völlig dekonstruiert, sondern auch die Beweggründe der Industrie, trotzdem selbiges einzuführen, darlegt: Here is the problem, every DRM infection is unique, patented, copyrighted, copywronged, and DMCAd ad nauseum, They protect their code in every way possible, and make it so you have to get their approval to use it. This is all done under the guise of protecting content, but that is a lie. If you are going to steal content, do you think violating another copyright on the DRM mechanism will make you lose more sleep? Not a chance.
If you are a rival company though, you can't really violate such things and get away with it for long, Sony, MS and most people swiping GPLd code are proof of that. So, you have to license it to play ball, or at least play music and movies. That is the true nature of DRM infections, to keep other big greedy companies out.
Das erklärt übrigens auch ziemlich gut, warum die um viele Milliarden schwerere Software- und Elektronikindustrie so auf die Forderungen der Unterhaltungsindustrie einsteigt: Marktanteile, die den Abbau von Kontrolle und Nutzungsmöglichkeiten durch den Kunden zum Kollateralschaden werden lassen.
18. January 2006
/ Kategorie: music
Kopierschutz, Rootkit, Klagewellen und andere Eskapaden seitens der großen Musiklabels sind wohl endgültig den meisten Indie-Labels zu viel geworden. Deshalb unterstützt der Verband Unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT) ab sofort die Kampagne "Respect the Music". Dahinter verbirgt sich vor allem das "Copy Protection Free"-Logo das ab sofort auf einer ganzen Reihe von CDs der MItgliedslabels prangen soll. Entwickelt wurde das ganze von !K7 - das Logo und die Aktion sind deshalb auch nicht ganz neu. Neu aber, dass der ganze Verband sich dahinter stellt. Offenbar haben die Indies es kapiert, dass freundliche Appelle und Respekt vor den Kunden eben mehr bringen, als Kriminalisierung. Interessant finde ich das ganze auch aus dem Aspekt heraus, dass der VUT noch im November 2004 als Teils des "Forums der Rechteinhaber" eine Stellungnahme zum Referentenentwurf zum zweiten Korb abgegeben hatte - zusammen mit GEMA, GVL, IFPI und vielen anderen. Die Stimmung hat sich also offensichtlich gedreht. Musik respektieren ist eine feine Sache, ab und zu einen Tonträger kaufen auch, und Kunden fair behandeln sowieso. Schön, dass sich der Wind ein bisschen gedreht hat!
11. January 2006
/ Kategorie: politics
Ich warte ja im Prinzip schon seit Jahren darauf, dass irgendwas dickes in Sachen Kopierschutz passiert. Dass diese ganzen Regioncode-Geschichten oder ähnliches mal auf die zurückfällt die daran schuld sind. Nun meldet der Register eine fast-Erfüllung dieser Erwartung: Ursprünglich wollte man den neuen Spielberg-Film "Munich" für die Bafta-Awards einreichen, die englischen Oscars. Das haben die auch getan, allerdings als Regioncode1-DVD, die natürlich nicht in England sondern nur in den USA läuft. Donnerstag müssen die Filme aber bewertet sein, bis dahin klappt das nicht mit den RC2-DVDs. Bleibt ein kleiner Scherbenhaufen und viel Schadenfreude, vielleicht sollten die den Juroren auch einfach empfehlen, sich den Film eben aus dem Netz zu besorgen... (via Netzolitik)
22. December 2005
/ Kategorie: politics
Große Verwirrung heute: Nachdem in Frankreich ein Gesetz eingebracht worden war, das das Ende der Privatkopie, Freier Software und anderer Freiheiten bedeutet hätte, tröpfelten heute die Meldungen rein, die von einem kompletten Umkippen des Gesetzes berichteten. Markus schrieb von spärlichen Berichten unter anderem bei intern.de. Auch über die famose pho-liste kam lediglich ein Bericht einer Kampagne die darüber berichtete, dass der neue Gesetzesentwurf nun P2P legalisiere.
Ein bisschen klarer wird das ganze bei der Lektüre des Nouvel Observateur. Der hat das ganze als Top-Meldung (war ja auch für die "Wir sind alle Piraten"-Petition in Frankreich mitverantwortlich) und berichtet, wenn mein spärliches Schulfranzösisch mich nicht täuscht davon, dass gestern zwei Zusätze zum umstrittenen Gesetzesentwurf mit 30:28 Stimmen eingebracht wurden, die eine Ausnahme für die Privatkopie ermöglichen und die Benutzung von P2P-Tauschbörsen explizit erlauben. Der Vorsitzende der Sozialistischen Partei (PS) in der Nationalversammlung fordert nun dass die Gesetzesvorlage eingestampft und komplett neu gestartet wird. "Wir sind froh, dass die Mehrheit im Parlament den Vorschlägen der PS gefolgt ist, die darauf zielen die Freiheit und Verantwortung der Internet-Nutzer zu stärken", schreibt Jean-Marc Ayrault in einer Mitteilung.
Was das genau heißt ist noch nicht ganz klar, auch wie sich das ganze entwickelt. Es sieht momentan zumindest so aus, dass das Eilverfahren der Regierung und auch die sehr extrem gefährliche Gesetzesvorlage vom Tisch ist. Wer auch immer sich an die Übersetzung des ganzen Artikels wagen möchte, dem sei hier an dieser Stelle schon einmal herzlich gedankt.
Update:Endlich mal was verständliches gefunden (ja, mir ist das durchaus peinlich mit meiner Unkenntnis der Französischen Sprache): Bloomberg schreibt darüber. Unter anderem bestätigen die nochmal die Zahl die mich etwas verwundert hatte: Tatsächlich geht es da ums ganze Plenum in dem gestern Nacht wohl nur 58 Leute (von 577) anwesend waren. Und die Reaktion der Unterhaltungsindustrie ist natürlich auch klar. Arbeitsplatzverlust und so aber auch "Die Parlamentarier wollten ihre Unabhängigkeit gegenüber der Regierung beweisen, wissen aber gar nicht was sie da abgestimmt haben." Ich frage mich ja ernsthaft wie tief man sinken muss, um solch eine Aussage zu tätigen.
Update 2: wie ich soeben per mail erfahre, soll das Ganze heute Nachmittag noch einmal abgestimmt werden, das hat heute morgen der französische Kulturminister entschieden. Dieser sagt allerdings auch, dass "herunterladen", nicht "hochladen" tatsächlich durch die Privatkopie und durch eine pauschale erlaubnis gedeckt sein sollte. Sollte das Parlament die Zusätze dennoch befürworten, müssen diese immer noch durch den Senat, bei nicht-einigung droht ein Vermittlungsverfahren.
19. December 2005
/ Kategorie: computers
Der Plus hat glaube ich noch nicht so ganz begriffen was er da verkauft:
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