7. February 2007
/ Kategorie: music
Schon seltsam. Da schreibt Steve Jobs einen Aufsatz über Musik und die Tatsache, dass Apples "Fairplay"-DRM-System auf der Tatsache basiere, dass der iTunes Music Store ohne entsprechende Maßnahmen keine Lizenzen von den vier großen Plattenfirmen bekäme. Und von der De-Bug bis zur Technology Liberation Front wird er gelobt.
Was ich wiederum nicht nachvollziehen kann. Sein Fingerzeigen ist ungefähr das gleiche, wie es hierzulande permanent mit der bösen EU gemacht wird. Regierung klagt über EU-Richtlinie, sagt "wir können aber nix tun", ist dabei der größte Player in der EU. Analog dazu natürlich Apple, die inzwischen eine weitaus größere Macht haben, als die vier Konzerne. Wollte Jobs wirklich etwas gegen DRM tun, hätte es Nachverhandlungen in den Verträgen gegeben. Keine "Nachbesserungen" wie es bei iTunes gab, wo dem User Stück für Stück Rechte genommen wurden.
Nun klingt das etwas nach Hybris, da auch meinereiner auf MacBookPro arbeitet und einen iPod besitzt. Abgesehen davon ist es jedoch so, dass alle Verweise eines Herren Jobs darauf, dass die Anzahl der Tracks die ohne DRM verkauft werden (nämlich per CD) um ein vielfaches größer sei als die der verkrüppelten Audiofiles, nicht darüber hinweg täuschen können, dass es viel leichter ist, schöne Reden zu halten, als einfach Taten folgen zu lassen. "Wir können ja gar nichts machen" ist auch eine viel leichtere Aussage als "unsere Techniker arbeiten daran dass der iTMS nur dann DRM einbaut wenn er muß (wie zum Beispiel auch DVD-Jon fordert.)
Nun genug gepoltert. Ich bin erstaunt darüber, wie einfach es heutzutage ist, gute PR zu bekommen. Das ist als würde VW für einen Aufsatz beklatscht, in dem der Vorstand erklärt, dass Spritsparende Autos toll seien aber die Ölindustrie etwas dagegen hätte.
Update: Inzwischen schreibt die halbe Welt darüber.
Und DVD-Jon hat einige weitere anmerkungen...
27. April 2006
/ Kategorie: music
Sieht so aus, würde es im Musikgeschäft wieder einen großen Knall geben. Wie unter anderem die Times berichtet, steht die EMI als letztes großes Eigenständiges Musiklabel (SongBMG gehört zu Sony und Bertslsmann, Universal gehört zu Vivendi und Warner gehört zu AOLTimeWarner oder auch doch nicht mehr, auf jeden fall ist da auch mehr dabei als nur Musik) zum Verkauf. Sehr wahrscheinlich, so scheine es laut Times, würde es eine Fusion mit Warner geben, womit wir dann nur noch drei Major-Labels haben. Interessanterweise wird auch Apple als möglicher Käufer ins Spiel gebracht, was ich aber nicht so recht glauben mag, weil ich nicht glaube, dass das zu Apple passt und die Firma Milliarden kösten könnte, weil es da ja diesen Rechtsstreit mit den anderen gibt, die sich Apple nennen.
Interessanterweise spricht die Times davon, dass WarnerEMI dann Universal und SonyBMG angreifen könnten, im Kampf um das Musikbusiness. Was mich wundert, denn die ganzen Major-Labels waren schon immer ein einziges symbiotisches Kartell und es gibt wenige Geschäftsbereiche in denen Marktanteile weniger zählen. Auf der anderen Seite zeigt ein solches Denken natürlich ganz gut das Dilemma in dem die Musikkonzerne stecken: kein Bezug mehr zum Produkt und schon gar nicht zum Kunden.
23. April 2006
/ Kategorie: computers
Wer angst davor hat, dieses "Windows auf dem Mac" sei eine schwierige Angelegenheit: keine Sorge!
Boot Camp ist ein unglaublich einfaches Stück Software.
Starten, Rohling einlegen, Knopfdruck zum Brennen der Treiber-CD, Knopfdruck, per Maus Partitionsgröße auswählen, Knopfdruck, Windows-CD einlegen (Dieses Microsoft-Produkte-Für-Studenten-Kostenlos-Über-Die-Uni-Teil ist eine schöne Sache für so Experimente - jetzt rein aus User-Sicht), Reboot, Install, nach dem Installieren die Treiber-CD starten, Treiber installieren, fertig.
Das einzige Problem ist jetzt nur noch, dass die Tastatur riesige Probleme macht. Und das Fehlen einer zweiten Maustaste natürlich.
Die Alt-Taste springt momentan gar nicht an, die Apfel-Taste ist auf Windows gelegt und bis auf den Eject-Key hat man auch keinerlei sonstige Funktionstasten belegt, Helligkeit oder Lautstärke einstellen ist also nicht.
Das größte Problem ist allerdings, dass ich auch kein Alt-Gr habe. Also kein @ und ähnliches. Werde wohl auf englisch umstellen müssen oder mir was eigenes bauen.
Das Problem dabei ist, dass es wahrscheinlich nicht allzu viele Menschen gibt, die bisher Boot Camp benutzt haben. Und noch weniger Leute, die sich darum gekümmert haben. Google liefert also zumindest auf den ersten Blick keinerlei Ergebnisse für das Problem. Über Lösungsansätze in den Comments freue ich mich. Eigene werde ich natürlich posten.
21. April 2006
/ Kategorie: computers
Vier Tage nun trage ich dieses schöne Notebook mit mir herum. Zeit, ein klein wenig Fazit zu ziehen. Bisher hatte ich fast gar keine Erfahrung mit Mac OS X. Klar, viele Sachen kommen einem bekannt und vertraut vor, aber wirklich bessessen und damit auch länger benutzt habe ich so ein System nie.
Zuerst einmal fällt auf, dass diese Tastatur sehr gewöhnungsbedürftig ist. Vertippe mich noch ständig, verwechsle Ctrl, Alt und Apfeltaste und manches klappt gar nicht, zum Beispiel das im-irssi-scrollen, zumindest habe ich noch nicht rausgefunden, wie.
Software war schnell installiert. Es gibt wirklich Wunderschöne Programme für OS X, leider sind die wenigsten davon unter einer Freien Lizenz. Kostet nicht nur Geld, sondern ist auch sonst etwas gewöhnungsbedürftig, ich werde mir noch zu überlegen haben, wie ich das mit mir vereinbaren möchte.
Was sehr schnell auffällt, ist die Langsamkeit von Non-Universal Binaries. Skype zickt, Thunderbird blökt und Enigmail mag auch noch nicht richtig. Das mit dem Donnervogel hat sich zwar nach dem Hinzufügen eines weiteren Gigabyte-Speicherriegels gebessert und war nie wirklich tragisch, aber es nervt. Auch das mit dem Video-Abspielen ist noch etwas problematisch. Front Row ist ganz wunderbar, aber es scheint kaum gescheite codecs für Quicktime zu geben, an das ja das Frontrow gekoppelt ist. Muss ich also doch VLC benutzen.
Der Hauptgrund, neben der famosen Hardware mit den vielen kleinigkeiten die das Leben schön machen, war aber die Integration der Software. Ich wollte einfach einmal dass alles so wie es ist geht. Ohne Fehlersuche, ohne neukompilieren und ohne Workarounds - und genau das habe ich bekommen. Mein Mobiltelefon synchronisiert die Adressenliste mit dem Rechner und bekommt gleichzeitig noch die Termine aus iCal mit, um mich rechtzeitig warnen zu können. Die Dashboard-Widgets bedeuten echte Arbeitsbeschleunigung und irgendwas-irgendwohinziehen funktioniert als Standardlösung auch. Prima, das. Jetzt muss ich nur noch ein paar feinheiten heraus bekommen. Wer weiß warum Enigmail GPG nicht findet und warum GPGPreferences sagt dass es nicht mit meinem Rechner kann, der kriegt bei nächster Gelegenheit ein Eis.
18. April 2006
/ Kategorie: computers
So. ab sofort werden Leser dieses Blogs ein bisschen von meinem neuen MacBookPro genervt werden.
Ja, ich habe mich dazu hinreissen lassen, ein solches Notebook von Apple zu kaufen, auch weil mir die Idee gefällt, OS X nutzen zu können. Ziel wird allerdings ein Triple-Boot-Setup sein, mit allen drei wichtigen Betriebssystemen.
Nun habe ich es erst einmal auspacken und bestaunen können. Sehr hübsches Gerät!
Eine Sache wundert mich dennoch: Las gerade, dass es eine Revision D gibt, die mit Seriennummer 8611 beginnt. Las dort auch es gäbe angeblich schon 8612er MacBookPros. Meins ist allerdings 8613. Ist das jetzt gut? Würde mich über Aufklärung freuen. So lange installier ich mal munter weiter...
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