Wenn Experten sprechen, dann sollen sie zu ihrem Spezialgebiet sprechen. Steuerfachleute zu Steuerfragen, Wirtschaftswissenschaftler zu Wirtschaftsfragen und Sportpräsidenten zu Sportfragen.
Beim Doping, da ist das anders. Da darf auch schonmal irgend ein Politiker irgend einen aktionistischen Unsinn empfehlen, der im Gegensatz zu den Vorschlägen von Experten (zum Beispiel von Radsport-Präsident Rudolf Scharping) kaum Sinn machen. Oder man nimmt Thomas Bach, den Vorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DSOB). der fordert auch, dass man gegen Doping was macht. Und zwar mehr gegen die Hintermänner. Und an Stelle eines Dopinggesetzes wie es halb Europa schon hat, fordert er: Mehr Überwachung und eine Föderalismusreform!
Zitat
Spiegel:
Stattdessen fordert er eine Verschärfung der Gesetze gegen Hintermänner, "die auch Abhörmaßnahmen erlauben." Zudem gebe es ein Vollzugsdefizit. Deshalb erneuerte Bach seine Forderung nach Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften, die den juristischen Kampf gegen Doping in den Bundesländern zentralisieren sollen und echte Fachleute beschäftigen könnten.
Nee ist klar, der Radsport braucht einen großen Bruder der mal eben alle unter Generalverdacht stellt und serienmäßig abhört. Und neue Staatsanwälte die den bundesdeutschen Föderalismus umgehen und beim Bund angesiedelt sind. Vielleicht auch noch eine Bundespolizei extra für den Radsport. Oder wir setzen gleich die Bundeswehr ein. Und das alles natürlich nur um unser Grundrecht auf fairen Radsport zu schützen!
Ein Glück ist dieser Mann nur Sportpräsident.