Verschwörungstheorien sind eigentlich das beste Beispiel dafür, dass Blogs es im großen und ganzen noch nicht auf die Reihe kriegen, einfach mal selbst hinterher zu recherchieren. Zumindest ist die Geschichte mit der Iranischen Ölbörse die jetzt auf Euro umstellt und deshalb einen Kriegsgrund liefert, schon einige male durch meinen Feedreader gerauscht, bevor der Spiegel die Geschichten recht eindrucksvoll
dekonstruieren konnte. Klar, richtige Recherche ist auch in der professionellen Welt nicht jedermanns Ding, aber immerhin ist die Geschichte dort noch nicht so sehr herumgekommen und auch klar, dass die Geschichte alles hat, was eine gute Verschwörungstheorie braucht. Euro vs Dollar (und warum Europa nicht ganz so dolle mitspielt wie die Amis) sowie Öl sind Plausibel, das mit den Atomwaffen kann ja so nicht stimmen und peng - schon haben wir ein gutes Gerücht in der Welt. Bleibt nur nochmal der Hinweis: Recherche tut im Normalfall nicht weh. Und dauert meistens auch nicht allzu lange. Wahrscheinlich hätte man schon innerhalb von ein paar Minuten Netzrecherche heraus gefunden, dass die Geschichte nicht allzu viel taugt, und der Spiegel hätte keine Chance gehabt, mal wieder die Blogosphäre als inkompetent hinzustellen.