Wie
vermeldet wird, will Nokia ansprüche an einigen Softwarepatenten zugunsten des Linux-Kernels aufgeben.
Klingt nobel, ist aber ziemlich schäbig:
Zuerst einmal geht es hier nicht um die Unterstützung Freier Software, sondern um den Linux-Kernel. Einen ganz kleinen Teil also. Zufällig auch der Teil, den Nokia am meisten für seine Linux-Strategie braucht. Wer hätte es gedacht. BSD kommt genauso wenig vor, wie freie, nicht-kernel-software.
Zwar überlegt man sich, auch weitere Teile frei zu geben, aber genauso gilt:
Ausgenommen davon sind neue Funktionen in künftigen Linux-Versionen, sofern Nokia dann explizit darauf hinweist
Will heissen: eigentlich ändert das nichts daran, dass man in Zukunft aufpassen muss, ob Patente verletzt werden.
Ja, und dann passt das natürlich noch super in die Zeit: Die Softwarepatente sind gerade in der richtig heißen Phase, Kreidefressen und Beschwichtigen ist angesagt. Während Microsoft dann einfach mal behauptet man sei gegen Softwarepatente aber die Richtlinie sei ja auch nicht so schlimm (ich
berichtete), verschenken dann eben IBM, Nokia und Sun "großzügig" ihre Patente. Kleine Kommerzielle Unternehmen bleiben trotzdem auf der Strecke, Freier Software hilft das Ganze auch nur marginal, aber immerhin gibt's ein bisschen gute PR umsonst.