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    <title>Zeitgeistaustreibung - misc</title>
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    <description>Zeitgeistaustreibung und Geistige Enteignung</description>
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    <pubDate>Tue, 21 May 2013 03:18:09 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Zeitgeistaustreibung - misc - Zeitgeistaustreibung und Geistige Enteignung</title>
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    <title>Das Krebsrisiko und die Gene</title>
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            <category>misc</category>
    
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Ich habe es getan: Vor einigen Monaten habe ich mir für insgesamt 137 Euro (180 USD) von &lt;a href=&quot;http://www.23andme.com&quot;&gt;23andme&lt;/a&gt; ein Set kommen lassen, in ein Röhrchen gespuckt und meine Gene analysieren lassen. Genauer gesagt wurden über 1 Million SNP-Marker getestest und analysiert. Nun weiss ich, dass meine Haare glatt sind, dass ich Laktose-Tolerant bin, nicht gegen HIV immun und manches mehr. Ausserdem kenne ich gewisse gesundheitliche Risiken. Ich kann das alles so offen erzählen, weil meine Gene nahezu völlig in Ordnung sind und mir ist natürlich bewusst, dass ich bei einer massiv erhöhten Chance auf Parkinson oder Alzheimer vielleicht anders damit umgehen würde. Geringeres Lungenkrebsrisiko als der Schnitt, ebenso Parkinson, die Chance auf Prostatakrebs quasi auf Durchschnittsniveau. Auch Herzkranzgefäßerkrankungen sind bei mir niedriger, nur die Chance auf Fettleibigkeit ist leicht erhöht (janun, ich bin etwas über normalgewichtig) und Diabetes, aber das weiss ich auch schon von der Familie her. All das bedeutet natürlich nicht, dass ich für immer frei von schlimmen Krankheiten sein werde. Nur die bisherigen bekannten genetischen Bedingungen sind erstmal keine Faktoren. &lt;br /&gt;
Ausserdem weiss ich, und das der Grund, weshalb ich das ausgerechnet heute schreibe, dass ich keine BRCA-Mutation in mir habe. Das ist die Hauptursache für vererbten Brustkrebs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, das ist der Tag an dem &lt;a href=&quot;http://www.nytimes.com/2013/05/15/opinion/angelina-jolies-preventive-surgery.html&quot;&gt;Angelina Jolie von ihrer doppelten Mastektomie&lt;/a&gt; erzählte, weil bei ihr eben diese BRCA-Mutationen vorhanden sind. Sie schreibt darin auch, dass ein Test über 3000 Dollar kostet. Das ist auch richtig. Ein genauer Test lässt sich nur von der Firma Myriad machen, die ein Patent auf das Testen dieser Gene angemeldet hat, das derzeit vor dem Obersten Gerichtshof der USA angefochten wird. BRCA 1 und 2 lassen sich auch mit anderen Methoden wie bei 23andme testen, allerdings &lt;a href=&quot;https://customercare.23andme.com/entries/23241132-Does-the-23andMe-service-include-analysis-of-the-BRCA-gene-&quot;&gt;lediglich 3 der Mutationen&lt;/a&gt; - es gibt einige mehr, die seltener vorkommen aber ebenfalls Brustkrebs hervorrufen können. &lt;br /&gt;
Das heisst allerdings immerhin: Wer sich mit 23andme testen lässt und ein positives BRCA-Ergebnis bekommt, ist vorgewarnt, auch wenn es sich andersrum nicht sagen lässt. Ich könnte durchaus noch eine seltene Mutation in mir tragen und damit auch möglicherweise an eine bisher nicht existente Tochter weitergeben. Soviel dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will man das alles wissen? Ich sage ja. Denn Wissen heisst: Man kann vorbeugen. Ob es die doppelte Mastektomie ist, um Brustkrebs zu verhindern oder eben die regelmäßige Darmkrebsvorsorge, der Diabetes-Test oder möglicherweise auch der Gang zum Augenarzt, wenn die Chance auf &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Makuladegeneration&quot;&gt;Makuladegenaration&lt;/a&gt; erhöht ist. Denn nichts ist schlimmer als kalt erwischt werden. Und wenn ich unausweichlich an einer nicht-heilbaren Krankheit leide? Nun, mir wäre es persönlich lieber, ich könnte mich zehn Jahre früher aufs Blindwerden vorbereiten, möglicherweise eine Blindenschule besuchen, als plötzlich dazustehen und machtlos zu sein. &lt;br /&gt;
Und viele viele Krankheiten lassen sich eben vorbeugen, rechtzeitig erkennen, behandeln bevor es zu spät ist. Bastian Greshake hat hierzu vor einiger Zeit auch etwas gebloggt, als er herausfand, dass seine Chance auf Prostatakrebs erhöht war und das auch auf seinen Vater zurückführen konnte, bei dem anschließend ein Tumor im frühesten Stadium gefunden wurde. Dazu kann man &lt;a href=&quot;http://www.scilogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2011-05-10/von-verwandschaft-allelen-und-mikropenes&quot;&gt;hier&lt;/a und &lt;a href=&quot;http://www.scilogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2012-04-15/der-prostatakrebs-meine-gene-und-ich&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; viele interessante Sachen nachlesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleiner Bonus: Ich habe über 23andme nun mögliche Verwandte dritten bis fünften Grades gefunden, auch dafür gibt es eine Funktion. Eine Person, die leider bisher nicht antwortet, hat den gleichen Nachnamen wie ich angegeben, also entweder direkt oder bei einem ihrer Vorfahren. Auch das ist alles hochspannend. Ich möchte es jedem empfehlen.  
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    <pubDate>Tue, 14 May 2013 23:00:15 +0200</pubDate>
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    <title>Cocktailbar: Gamsei in München</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/894-Cocktailbar-Gamsei-in-Muenchen.html</link>
            <category>misc</category>
    
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_0662.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:654 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;408&quot; height=&quot;306&quot; src=&quot;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_0662.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
München, Geschäftstermin mit anschließendem Essen und Cocktail. Auf Hinweis von Jörg Meyer, dem inhaber des fabulösen &quot;Le Lion&quot; in Hamburg, begeben wir uns ins Glockenbachviertel, genauer zum &quot;Gamsei&quot;. Und sind begeistert. &lt;br /&gt;
Optisch so ziemlich der genaue Gegenentwurf zum Le Lion. Während letzteres mit luxuriöser und exklusiver Schwere lockt, bietet das Gamsei offene Glasschiebetüren zur Straße hin, schwere Holzbänke, die zu beiden Seiten der Bar Tribünenartig abfallen, wegen des Champions-League-Spiels hängt sogar eine Leinwand mitten im Raum. Von der Decke hängen Steinflaschen. &lt;br /&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_06610.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:656 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;245&quot; height=&quot;326&quot; src=&quot;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_06610.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;Wir werden begrüßt, der Laden ist voll, die letzten Minuten des Spiels laufen. Eine selbstgeschrieben Karte auf handgeschöpftem Papier gibt uns einen ungefähren Kompass des heutigen Angebots, denn die Cocktails wechseln je nach Verfügbarkeit von Rohstoffen im Tages- oder auch Wochenwechsel. &quot;Wolken Crusta&quot;, &quot;Thymian Topaz Fizz&quot; und &quot;Frühlingserwachen&quot; sind unsere Wahl, doch zunächst erhalten wir ein Soda mit etwas Bitter um unseren Geschmack zu neutralisieren (Yeah!) und ein Amuse-Gueule aus geeistem Bierschaum mit Knallbrause (Doppel-Yeah!). Genau auf diesem Niveau bewegen sich auch die darauf folgenden Drinks. Der Fizz leicht, nicht zu sauer, der Thymian darin nicht aufdringlich. Der Wolken-Crusta kommt mit einer echten Wolke, was es genau ist weiss ich nicht, aber es fühlt sich an wie festere Zuckerwatte, die sich im Cocktail schäumend auflöst. Auch dieser Cocktail die perfekte Mischung aus Herb und Süss, aus irgend einem Grund versagen meine Verkostungsnotizen, genauso wie beim Frühlingserwachen, das das auftauen des Schnees (ebenfalls eine Wolke im Glas) symbolisiert, als eine Flüssigkeit darüber gekippt wird. Auch dieser Cocktail leicht, fruchtig, abgerundet mit einem Parfum, das in das steile Glas gesprüht wird. &lt;br /&gt;
Wir setzen uns hinein, direkt an die Bar, wo der Zapfhebel aus Gamshörnern besteht. Überhaupt, wofür Zapfen? Der Thymian Topaz Fizz wird vorgemischt, dann Carbonisiert und mit seiner Kohlensäure in einen Druckbehälter gefüllt, so dass er frisch aus der Zapfanlage sprudelt. Die anderen Cocktails werden mit Grammwaage bemessen, auf Schiefertafel serviert, die Zutaten werden allesamt in Steinflaschen aufbewahrt. Ästhetisch aufregend, diese Mischung aus alpiner Rustikalität und Halbmoderner Molekularküche, geschmacklich herausragend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_0668.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:655 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;245&quot; height=&quot;326&quot; src=&quot;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_0668.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;Der Höhepunkt des Abends kommt jedoch, als ich den letzten Cocktail bestelle. Birne mit Birne und Birne. Frucht, Saft und Destillat. In einem Glas der Saft, daneben eine Stickstoff-Geeiste Birnenscheibe auf Birnenschnaps. Alle drei Produkte vom gleichen Produzenten, um Harmonie zu garantieren. Und ja, Harmonie. Der Wahnsinn. Erst das Riechen Stickstoffnebel, dann das Nippen am Schnaps, dann der wundervolle Saft und zum Abschluss alles zusammen - genial! &lt;br /&gt;
Das Gamsei ist gerade einmal fünf Wochen alt und macht einen großartigen Job. Wiederkommen werde ich definitiv, dann gibt es hoffentlich auch wieder Foodpairing, das wegen des Fussballs ausfallen musste. Denn eigentlich hat der Laden auch eine Küche, die zu den Cocktails passendes Essen serviert. Ich bin gespannt!  
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    <pubDate>Thu, 25 Apr 2013 12:03:03 +0200</pubDate>
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    <title>Wein</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/888-Wein.html</link>
            <category>misc</category>
    
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Langsam nähere ich mich dem Wein. &lt;br /&gt;
Wenig ist so sehr mit der Weinkennerei konnotiert wie die Prahlerei. Und die Leidenschaft. Vielleicht gehört das auch zusammen, meist trennen sich die Wege der Weinkenner aber genau dort, wo die einen sich nochmal die Flasche zeigen lassen und die anderen bei einem Rotwein lautstark &quot;Das is sicher ein Sauvignon Blanc&quot; dazwischen brüllen. Und natürlich dazwischen tausende von Graustufen. &lt;br /&gt;
Ich bin in einem Weinbaugebiet aufgewachsen. Die nächsten Reben standen Luftlinie vielleicht 300 Meter von unserem Haus entfernt. Und dennoch konnte ich, bis ich Anfang 20 war, maximal gerade so roten von weißem Wein unterscheiden. Ich hielt Merlot und Rioja für vergleichbare Begriffe, machte gelegentlich ignorante Scherze über Jahr- und Abgänge und manchmal bekam ich Sodbrennen. &lt;br /&gt;
Dann war Sommer und ich saß an meinem zweiten Tag in der Feinschmecker-Redaktion bei einer Weinprobe. 38 Flaschen Gran Reserva Rioja. Angestrengte Atmosphäre, gelegentliche Diskussionen, viel Stille. Sommelliers und andere Experten, die andächtig schnüffelten, schlürften, schluckten, spuckten. Am Ende war ein ganzes Waschbecken voller mundgespülter Weine mit Preisen von bis zu 75 Euro pro Flasche. Krasse Welt. Ich war nach dem dritten oder vierten Wein hoffnungslos überfordert, auch wenn ich an diesem Tag lernte, wie ein Korkfehler schmecken und riechen kann und warum Korkfehler nichts mit Korken sondern mit chemischen Prozessen zu tun haben. &lt;br /&gt;
Ich wandte mich vertrauensvoll an einen Weinkenner in der Redaktion. &quot;Sagmal, ich habe wirklich keine Ahnung von Wein, aber möchte mich damit beschäftigen, wie nähere ich mich dem Thema? Wie hast du das gemacht?&quot; &lt;br /&gt;
Der erste Teil seiner Antwort war weniger ermutigend als der zweite. &quot;Weißt du, ich komme auch aus dem Badischen. Mit 12, 13 habe ich zum ersten Mal Wein getrunken. Ich habe mich seitdem immer damit beschäftigt, schon damals viel Geld ausgegeben. Seit vielen Jahren mache ich Verkostungsnotizen, habe Praktika bei Parfumeuren gemacht, um meine Nase fortzubilden, mir ein Geruchsgedächtnis angeeignet.&quot; Nun, das werde ich in diesem Leben nicht mehr erreichen, dachte ich mir. Nicht, dass ich Ambitionen auf einen Redakteursposten hätte, aber so ein kleines, erreichbares Ziel, das wäre ja schon nett. Dann sagte er: &quot;Anfangen kannst du aber immer. Nimm doch einfach mal drei verschiedene Weine, setz dich hin, probier sie durch und schreib dir auf, was dir in den Sinn kommt. Dann stellst du die Flaschen weg, mischst die Gläser durch, und versuchst anhand deiner Notizen die Weine zuzuordnen.&quot;&lt;br /&gt;
Wie toll! Und praktisch! &lt;br /&gt;
Im letzten halben Jahr habe ich es immer noch nicht geschafft, Merlot von Syrah, Tempranillo oder Cabernet Sauvignon zu unterscheiden. Auch Riesling und Grauburgunder sind für mich noch irgendwie eins. Aber ich habe das mit den Verkostungsnotizen angefangen. Mal bestellte ich auf Hinweis spanische und italienische Rotweine, mal waren es Verkostungsreste.&lt;br /&gt;
Vorgestern war wieder Weinprobe. Steirische Sauvignon Blanc. Und nach einer solchen Probe werden angebrochene Flaschen rausgestellt. Wer mitnehmen möchte, der darf, sonst wird das ja alles schlecht. Ich nahm also mit und probierte. Und erkannte Unterschiede! Mineralien, Ananass, Erdbeeren. Ich schrieb auf. Begeistert. &lt;br /&gt;
Wo stehe ich also? Sehr am Anfang. Aber ich merke, dass sich Zunge und Nase langsam weiterbilden. Ich glaube, der Technik langsam auf die Schliche zu kommen. Und ich habe irre viel Spaß dabei. Ich gebe gerne Geld aus für eine gute Flasche, bleibe dabei meist strikt unter der selbstgesetzten 15-Euro-Pro-Flasche-Marke und werde sicherlich bald wieder berichten. Und vielleicht, nur ganz vielleicht, werde ich auch irgendwann mal in einer Diskussion sitzen und sagen &quot;Klar, das Weingut. Großer Wein, der 2011er!&quot; Nur so zum Spaß. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 06 Mar 2013 16:45:57 +0100</pubDate>
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    <title>Entlassen werden</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/881-Entlassen-werden.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    In &lt;a href=&quot;http://zeitspuk.de/archives/876-Job-gesucht!.html&quot;&gt;Job gesucht!&lt;/a&gt; schrieb ich von meiner Jobsuche. Das Ergebnis war überwältigend. Binnen einer Woche bekam ich Anrufe und E-Mails aus allen Ecken Deutschlands. Ich hätte vermutlich in München arbeiten können, in Regensburg, von Zuhause aus für eine Firma in Hessen und natürlich in Hamburg oder Berlin. Manche Bewerbungsgespräche waren seltsam, andere großartig und ich bin mit meinem Job als Projektmanager bei der Ganske Verlagsgruppe, das kann ich jetzt zum Ende der Probezeit sagen, durchaus glücklich. An dieser Stelle möchte ich allen für die vielen Retweets danken, ganz speziell aber &lt;a href=&quot;http://twitter.com/PickiHH&quot;&gt;Picki&lt;/a&gt; für das Matchmaking.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das ist nicht der Grund, warum ich dies schreibe. Vielmehr waren diesem Blogpost Tage und Wochen voran gegangen, die nicht so schön waren. Eine Entlassung kann, selbstverschuldet oder nicht, böse Dinge mit der Psyche, insbesondere mit dem Selbstwertgefühl anstellen.  Kürzlich rief mich eine Freundin an und bat mich um Rat. Ihr zeitlich befristeter Vertrag sei nicht verlängert worden, Jobverlust. Wie ich damit umgegangen sei, damals vor acht Monaten?  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.zeitspuk.de/archives/881-Entlassen-werden.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Entlassen werden&quot;&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 18 Jan 2013 21:22:26 +0100</pubDate>
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    <title>Eigentum und andere Dinge</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/875-Eigentum-und-andere-Dinge.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Das Eigentum wie wir es kennen ist im Wandel. Es ist eine schleichende Revolution und ich bin mir ganz sicher, viele werden dies zunächst als steile These abtun - aber es tut sich was und das nachhaltig, da bin ich mir sicher. Doch von vorne:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Monaten lebe ich in einem Zustand, den man für konservative Menschen aus der Generation meiner Großeltern getrost als &quot;Ohne festen Wohnsitz&quot; beschreiben könnte. Das heisst nicht, dass ich nicht wüsste, wo ich heute Nacht schlafen soll. Oder morgen Nacht. Aber das Gefühl eigener vier Wände, und vor allem eigener Möbel und Dinge, das gibt es gerade nicht. Zuerst waren es bauliche Maßnahmen in meiner Karlsruher Wohnung, dann mein Umzug nach Hamburg. Ich bin hier gut untergebracht, keine Sorge. Aber darum geht es hier nicht. Vielmehr um all das, was die letzten Monate mit meinem Bewusstsein angestellt haben. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.zeitspuk.de/archives/875-Eigentum-und-andere-Dinge.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Eigentum und andere Dinge&quot;&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 06 Apr 2012 15:51:26 +0200</pubDate>
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    <title>Luftmatratzenstöpsel</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/869-Luftmatratzenstoepsel.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:643 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;280&quot; height=&quot;210&quot; src=&quot;http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110811_143151.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;Das, meine Damen und Herren, liebe Aliens, ist ein Luftmatratzenstöpsel. Einer, wie er mir vorgestern fehlte, als ich auf dem Chaos Communication Camp ankam, wahrscheinlich war er im Transport verloren gegangen. In Ermangelung einer akzeptablen Schlafunterlage irrte ich gestern zunächst umher, bis mir die freundlichen Menschen vom Metalab, residierend im Leiwandville, halfen. Der großartige Wizard23 hatte seinen Makerbot mitgebracht, einer seiner Freunde ein ähnliches Problem und nach nur wenigen Minuten waren drei neue Luftmatratzenstöpsel gedruckt. Und weil wir uns ob der Größe nicht sicher waren, machten wir drei weitere. Auf 105% skaliert. Ich hatte gestern eine himmlische Nachtruhe. Guten Morgen!&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 11 Aug 2011 14:32:17 +0200</pubDate>
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    <title>Untergründe erforschen</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/863-Untergruende-erforschen.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Die Welt unter uns zu erforschen ist schon seit jeher so ein &quot;oh ich würde ja mal so gerne&quot;-Projekt. &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren hatte ich mir mal &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Access-All-Areas-Users-Exploration/dp/0973778709/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;qid=1295799381&amp;amp;sr=8-1&quot;&gt;Access all Areas&lt;/a&gt; gekauft, eine Anleitung zur Erforschung des Sub-Urbanen Raumes quasi. Und obwohl ich genügend erfahrene Geocacher kenne, bin ich doch nicht dazu gekommen. &lt;br /&gt;
Andrew Wonder hingegen ist in dieser Disziplin fast schon Profi. Er erforscht zusammen mit einem Kameramann den Untergrund New Yorks, immer mit der Angst vor Cops und anderem Gesindel, denn im Gegensatz zu Deutschland, wo das nächtliche durch-den-Abwasserkanal-rennen vermutlich maximal einen Satz heißer Ohren gibt (vielleicht auch ein paar Euro fuffzig Ordnungswidrigkeitsgebühr) ist das, wie er immer wieder betont, ziemlich strafbar dort. &lt;br /&gt;
Nun denn: Anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;http://player.vimeo.com/video/18280328?title=0&amp;amp;byline=0&amp;amp;portrait=0&amp;amp;color=ffffff&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;400&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://vimeo.com/18280328&quot;&gt;UNDERCITY&lt;/a&gt; from &lt;a href=&quot;http://vimeo.com/andrewwonder&quot;&gt;Andrew Wonder&lt;/a&gt; on &lt;a href=&quot;http://vimeo.com&quot;&gt;Vimeo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 23 Jan 2011 17:14:46 +0100</pubDate>
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    <title>Fisch essen: Tubarão, Porto</title>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 150px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:631 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;200&quot; src=&quot;http://www.zeitspuk.de/uploads/tubarao.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Tubarão:&lt;br /&gt;
Latitude: 41.148388° N&lt;br /&gt;
Longitude: 8.611739° W&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Tief im Nordwesten Portos, weitab von Portweinkellern und Weltkulturerbe-Ausblick, inmitten schäbiger Gassen unweit der Fischmärkte und ganz in Nähe des Containerhafens: Ein Restaurant möchte man es kaum nennen, diese Bude mit Küche, kaum größer als ein Wohnzimmer. Nichts lädt den Besucher auf den ersten Blick zu einem schönen Abend ein: Winzige Hocker an Tischen, die kaum Platz für ihre Gäste bieten, der Schmutz der Jahrzehnte an den Wänden und ein Fußboden voller Löcher, eine Auslage mit Gemüse, bei der man sich nicht so recht entscheiden möchte, ob das Schwarze in den Ecken Schimmel oder nur Schmodder ist. Um in die Toilette zu gelangen, muss man sich ducken, bei kaltem Wetter schützt ein kleiner Windfang kaum die direkt an der Eingangstür platzierten Gäste. Ein gewöhnlicher deutscher Gesundheitsinspektor wüßte gar nicht, wie er seine Mängel alle auf dem Formblatt unterbringen sollte. &lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ist es Bestimmung, dass die Suche nach dem perfekten Geschmack nicht auf den Prachtboulevards endet, sondern dort, wo ein gewöhnlicher Tourist schon fast als Abenteurer gelten mag. Gegrillter Fisch wird hier serviert, dazu zwei Beilagen oder Salat, Kuchen zum Nachtisch - das war&#039;s. Ein Kohlegrill in der durch jenen schäbigen Tresen abgetrennten Küchenzeile, davor eine freundliche alte Frau, die den Eindruck erweckt als grille sie schon seit Anbeginn der Zeit ihren Fisch auf diese Weise. Das Rezept ihrer Sauce, wohl aus Olivenöl, Zitrone und Knoblauch möchte sie nicht verraten, mehr dürfte aber auch nicht enthalten sein. Die gesamte Küche besteht neben all den Fischsorten nur aus acht Zutaten: Tomaten, Zwiebeln und Salatblätter, dazu Knoblauch, Paprika und Kartoffeln - fertig sind die Beilagen, hinzu kommen Olivenöl und Zitrone. Der reine Geschmack, die Perfektion, das Atemberaubende kommt aus dem Meer: Man schmeckt es eben doch, wenn der Fisch noch keine 24 Stunden aus dem Wasser ist, wenn er nicht gekühlt und transportiert werden musste, sondern direkt aus dem Fischreihafen um die Ecke stammt. Und der Einkäufer, wohl der Mann der Köchin und im Tagesgeschäft vor allem mit der Bedienung beschäftigt, ist ein Meister in seinem Fach. &lt;br /&gt;
Weinkarte? Fehlanzeige. Zwei Hausweine, der weiße angenehm leicht und so frisch, dass man kein Wasser dazu bestellen möchte. Zum Nachtisch gibt es zwei schwere, aus jedem Krümel nach jahrzehntelanger Tradition schmeckende Kuchen, im Regal stehen zwei Liköre und wer möchte kann sich einen Espresso bestellen. &lt;br /&gt;
Der Preis für drei gigantische Portionen Fisch (Sardinen, Robalo und Tintenfisch), Pellkartoffeln und Paprika, zwei Flaschen Wein, zwei Stücke Kuchen, Kräuterlikör und Espresso? 42 Euro. &lt;br /&gt;
Das beeindruckt auf mehrfache Weise und erinnert ein wenig an &lt;stroke&gt;Bertold Brechts&lt;/stroke&gt; Heinrich Bölls Parabel vom Fischer, der sich im Hafen sonnt. Ein Tourist fragt ihn, warum er nicht mehr arbeitet und zeigt ihm all die Möglichkeiten auf, die der Fischer mit mehr Geld hätte um damit zu enden, dass er dann irgendwann beruhigt im Hafen liegen und sich sonnen könne. &lt;br /&gt;
Dieses Ehepaar hätte gewiss mehr Möglichkeiten. Für dieses Essen, so originell und lecker wie es ist, könnte man auch das Doppelte verlangen. Irgendwann wäre Geld da für ein neues Interieur, zumindest eine Geschirrspülmaschine, vielleicht sogar die Miete für einen größeren Laden in einem besseren Teil der Stadt. Kapazität für noch mehr Gäste, und Mund-zu-Mund-Propaganda. Artikel in Touristenmagazinen, im Sommer lange Schlangen vor dem Haus. Doch was dann? Was, wenn aus der Spelunke in einer schäbigen Hafengasse die nächste In-Kneipe Portos geworden ist? Vermutlich würden die beiden Besitzer dann abends nach getaner Arbeit müde und glücklich nach Hause gehen. Nichts Neues also.&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 06 Mar 2010 13:11:51 +0100</pubDate>
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    <title>Eigenwerbung: Arduino-Buch</title>
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            <category>misc</category>
    
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    &lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://bit.ly/Yv8Ry&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:630 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;152&quot; height=&quot;198&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.zeitspuk.de/uploads/micprogger.s.gif&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;Voller Stolz möchte ich berichten, dass nun, nach langen Nächten des Leidens und der Selbstkasteiung mein erstes Buch verfügbar ist. Zusammen mit &lt;a href=&quot;http://ruinwesen.com&quot;&gt;Manuel&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.wenger-online.de/blog/&quot;&gt;Alex&lt;/a&gt; habe ich das erste deutsche &lt;a href=&quot;http://www.arduino.cc&quot;&gt;Arduino&lt;/a&gt;-Buch geschrieben. Es ist letzte Woche im O&#039;Reilly-Verlag erschienen und kann nun auch bei &lt;a href=&quot;http://bit.ly/Yv8Ry&quot;&gt;Amazon&lt;/a&gt; bezogen werden. Allerdings möchte ich ja persönlich eher auf meine Freunde bei &lt;a href=&quot;http://www.bausteln.de&quot;&gt;Bausteln&lt;/a&gt; verweisen, die auch noch ein ganz nettes Gewinnspiel dazu am Laufen haben. Sehet selbst! &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.twitter.com/arduinobuch&quot;&gt;Bei Twitter ist das Buch ebenfalls vertreten&lt;/a&gt; und ein Blog gibt es auch.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 05 Aug 2009 11:40:02 +0200</pubDate>
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<category>buch</category>
<category>oreilly</category>

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    <title>Verwunderfone</title>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Gar seltsame Ereignisse geschehen dieser Tage; Da gibt es einen Großkonzern, der wie alle anderen Konzerne Werbung macht. Nur im Gegensatz zu den anderen Konzernen pflastert er nicht nur Plakatwände - virtuell wie materiell - und Fernsehsendungen zu, sondern öffnet auch einen &quot;Rückkanal&quot; für die Kommunikation.&lt;br /&gt;
Erfreulich ist das allerdings schon-  wenn auch nicht für den Erfinder: Denn wie so oft wollte ich schon bei allen möglichen Werbeformen sagen dürfen &quot;Stimmt nicht, ihr Arschlöcher!&quot; - allein ich konnte es nicht. So ähnlich verhält sich das nun eben.&lt;br /&gt;
Werbung ist eben die Invasion meiner persönlichen Privatsphäre. Immer. Die Frage ist nur, ob und wie ich mich damit abfinde, wie lästig ich das empfinde. Zunächst hat aber niemand irgendwen um Werbung gebeten - schon gar nicht im öffentlichen Raum (zu dem ja auch das Netz gehört).&lt;br /&gt;
Nun also jener Mobilfunkanbieter. Vielleicht ist es auch eine Art Verständnisproblem, aber mir scheint diese Kampagne von einer Sorte Leute konzipiert, die in Sozialen Netzwerken schon immer nur einen neuen Vertriebskanal sahen und ansonsten mit möglichst vielen Abkürzungen wie SEO um sich warfen. Das ist so ein bisschen, wie der Platz vor dem Brunnen, auf dem die einen nur in der Sonne hocken und sich austauschen wollen, während langsam die Fliegenden Händler anrollen. Irgendwann gibt&#039;s eben auch mal welche, die Aufstehen und die Händler zum Gehen auffordern, ihre Ware schmähen und anderes. Nur seltsam, dass sich Leute darüber wundern, dass sich da andere drüber aufregen, sobald man ihnen auch mal die Möglichkeit dazu bietet. Als ob Verkaufen, Marketing, Werbung, normal und okay wäre. Marketing ist aber nicht cool, es gibt nur welches, das man eher tolerieren kann (erstaunlicherweise das auch die Sorte, die eher funktioniert).&lt;br /&gt;
Nun gibt es auf diesen Plätzen auch immer jene Händler, die etwas beliebter sind. Die, die nicht den Touri-Kitsch verkaufen, sondern Selbstgemachtes. Oder im Internet eben jene Werbetreibende, die ernsthaft zuhören - an einem Dialog interessiert sind.&lt;br /&gt;
Was dieser Mobilfunkkonzern macht ist aber etwas anderes: Er stellt sich mitten auf den gut bevölkerten Platz und schreit aus voller Kehle. Und nicht nur das, er erwartet auch noch, dass alle anderen mitmachen - nur weil er einigen der üblichen Dorfbewohner ein paar Fische (oder Telefone) extra geschenkt hat damit sie für ihn mitschreien.&lt;br /&gt;
Nun ist es natürlich nicht nett, um beim Bild zu bleiben, diese Unterstützer aus dem Dorf zu treiben und irgendwie tut es mir auch leid, dass Frau Schnutinger dem sozialen Druck gegen den Konzern nicht mehr standhalten wollte. Aber zum Einen ging es niemals um die gute Frau, sondern in erster Linie um die Praktiken des Konzerns. Zum Anderen: Was erwartet Ihr? Werbung ist nicht beliebt. Vodafone ist nunmal ein Konzern und schon gar kein sauberer - und wenn so jemand sich öffnet, um Meinung zu hören, dann bekommt er sie auch.&lt;br /&gt;
Saschalobo scheint das interessanterweise zu wissen. Er steht dazu und zu den Konsequenzen. Kann man machen, ist auch irgendwie ehrlich und direkt.&lt;br /&gt;
Oder um es einfacher zu formulieren: Hallo, es ist Werbung! Wieso wundert sich irgendwer neuerdings, dass Werbung unbeliebt ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S: Absichtlich keine Links mit Kontext ausser zu &lt;a href=&quot;http://www.malte-welding.com/2009/07/21/frau-schnutinger-hort-auf-mit-dem-web-2-0/&quot;&gt;Malte&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Jul 2009 11:03:33 +0200</pubDate>
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    <title>Liebe Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/841-Liebe-Frankfurter-Allgemeine-Sonntagszeitung.html</link>
            <category>misc</category>
    
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Heute jähren sich ja zum 70. Mal die Novemberpogrome von 1938. Findet ihr da nicht auch, dass die Überschrift &quot;Mineralien: Im Reich der Kristalle&quot; auf eurem Titelblatt heute da ein bisschen komisch wirkt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragjanur... 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 09 Nov 2008 11:55:36 +0100</pubDate>
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    <title>Sevilla</title>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Zur Abwechslung mal Kunst. Medienkunst auf der Biennale für zeitgenössische Kunst (&lt;a href=&quot;http://www.fundacionbiacs.com/fundacion/index.php?lan=eng&quot;&gt;Bienal Internacional de Arte Contemporáneo de Sevilla&lt;/a&gt;). Stehe nun also im regnerischen Südspanien bei Temperaturen, die das Wetter in Deutschland verspotten. &lt;br /&gt;
Stehen, tatsächlich. Laptop auf einer Transportkiste, immerhin WLAN im gebäude, rechts von mir eine Fräse oder Bohrmaschine, vorhin war&#039;s eine Kreissäge. Den Gang runter sitzt ein Franzose, unser Team besteht aus Schweizern, Koreanern, einem Kanadier und ein paar Deutschen, vorhin habe ich eine Amerikanerin und eine Chinesin getroffen. &lt;br /&gt;
Das Gebäude ist ein altes Kloster in dem wohl auch schon Ziegelsteine gebacken wurden und Kunstausstellungen sehen vor ihrer Eröffnung auch nicht anders aus als Kaufhäuser. &lt;br /&gt;
Es gibt ja ausserdem das Gerücht, Franzosen würden sich immer weigern, was anderes als Französisch zu sprechen. Das kenne ich eigentlich nur von Spaniern und Italienern. Hier in Sevilla ist das extrem. Die Leute wissen, dass du sie nicht verstehst, bemühen sich aber noch nicht einmal langsamer zu sprechen, geschweige denn auf eine andere Sprache zu wechseln. &lt;br /&gt;
Immerhin kann ich mich auf leckeres Essen aus dem Meer freuen, irgendwann heute abend. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 27 Sep 2008 13:04:40 +0200</pubDate>
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    <title>Fahrradbremsendiebstahl</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/828-Fahrradbremsendiebstahl.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Ich gebe zu: Unachtsamkeit gehört zu meinen Tugenden. Und so war es zwar ein Schock, der mich aber nicht ganz ungerechtfertigt traf, als gestern Nacht mein nagelneues Fahrrad gestohlen wurde, weil ich es zwar ab- aber nicht angeschlossen hatte. Es plagten mich Unruhe und böse Gedanken bis in die späten Morgenstunden und der gesamte Tag war alles andere als Angenehm. &lt;br /&gt;
Ein positiver Schock war es dann, als ich noch einmal zur Stelle ging, an der ich in der Nacht davor mein Rad abgestellt hatte (und an der fünf Zeugen belegen können, dass das mit dem &quot;Rad weg&quot; keine Halluzination war), um es wieder zu finden. &lt;br /&gt;
Es stand da. 50 Meter vom Abstellort entfernt. Abgeschlossen, mit dem gleichen Schloss. Allerdings hatte sich jemand meine Bremsanlage gestohlen. Und das verdutzt mich. Tatsächlich hat es wohl jemand geschafft, das Rad zu stehlen, davon zu tragen (war ja abgeschlossen), die Scheibenbremsanlage (ohne die Scheiben) abzubauen, und den Rest des Rades wieder zurück zu bringen. &lt;br /&gt;
Ärgerlich dennoch, Scheibenbremsanlage = 150 Euro, aber die Erleichterung überwiegt und paart sich mit der völligen Verwunderung ob des gesamten Tathergangs. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 05 May 2008 01:17:34 +0200</pubDate>
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    <title>Suche Texter und Übersetzer, biete Job</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/816-Suche-Texter-und-UEbersetzer,-biete-Job.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
    <content:encoded>
    Nun, ich hatte ja angekündigt, bei Gelegenheit noch einmal über meinen neuen Job zu schreiben. &lt;br /&gt;
Die Gelegenheit scheint mir jetzt, da ich ein paar Wochen fest angestellt bin, gegeben, da wir für mein Team Verstärkung suchen. &lt;br /&gt;
Genauer gesagt, suchen wir zweierlei: &lt;a href=&quot;http://www.gameforge.de/content/view/140/14/lang,de/&quot;&gt;Texter&lt;/a&gt;, die für neue Spiele spannende, schöne und atmosphärische Texte schreiben oder bei der Lokalisierung von Lizenzspielen ins Deutsche helfen und &lt;a href=&quot;http://www.gameforge.de/content/view/141/14/lang,de/&quot;&gt;Übersetzer&lt;/a&gt;, denen wir die Lokalisierung ins Spanische, Französische, Italienische, Englische, Polnische oder Türkische anvertrauen können. &lt;br /&gt;
Also, wer wen kennt oder selbst an sich glaubt, der melde sich bei der in der Stellenausschreibung angegebenen Kontaktadresse. Formlose Nachfragen könnt ihr im Zweifelsfall auch an mich stellen. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 06 Mar 2008 18:12:40 +0100</pubDate>
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    <title>Forensische Linguistik</title>
    <link>http://www.zeitspuk.de/archives/809-Forensische-Linguistik.html</link>
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    <author>nospam@example.com (julian)</author>
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    Ich las die Tage einen minder spannenden Artikel über Erpresserbriefe beim SpOn, in dem unter anderem von forensischen Linguisten die Rede war. Seitdem denke ich permanent daran. Faszinierend, das. Da bin ich schon Texter, beschäftige mich den ganzen Tag nur noch mit Sprache, aber irgendwie habe ich mich mit so etwas noch nie auseinander gesetzt. Drum frage ich mich: Wie lernt man so etwas? Gibt es da Bücher? Kurse? Ist das BKA-Geheimwissen? Vielleicht kann mir ja jemand aushelfen, vielleicht habe ich dann ein neues Hobby. 
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    <pubDate>Tue, 15 Jan 2008 01:51:10 +0100</pubDate>
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