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        <title mode="escaped" type="text/html">Standardantwort auf Standardanfrage</title>
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                Folgende Standardantwort geht neuerdings an "Übereifrige" Headhunter raus, die sich nicht mal die Mühe machen, mein Xing-Profil richtig zu lesen. <br />
Freue mich natürlich gerne über Ergänzungen. <br />
<br />
Hallo, <br />
<br />
offensichtlich haben Sie mein Profil nicht gelesen, sondern nur quer nach PHP gescannt und nicht auf meine Interessen und Fähigkeiten geachtet. <br />
Ihnen ist dementsprechend, vermutlich, auch entgangen, dass ich heutzutage in der Kommunikation, als PR-Manager, arbeite. Immerhin kann ich Ihnen so einige nützliche Tipps geben. Zum Beispiel, dass es keine sonderlich gute Idee ist, Standardtexte zu versenden. Die Chance, so wirklich gute, qualifizierte und motivierte Fachkräfte zu bekommen ist gering. Vielmehr werden Sie jene erreichen, die ohnehin schon mit ihrem Job abgeschlossen haben oder dringend auf der Suche sind.<br />
<br />
Es bleibt Ihnen natürlich selbst überlassen, welche Kräfte Sie anwerben wollen. Als ich das letzte Mal eine Personalberatung beauftragt habe, war ich zumindest nicht gerade glücklich, als mir wahllos Leute angeboten wurden, deren CV <u>irgendwie</u> auf das Suchprofil passte. <br />
<br />
Herzliche Grüße, <br />
<br />
Julian Finn<br />
 
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        <title mode="escaped" type="text/html">Die Wired und der Sexismusbeileger</title>
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                Heute ist die Wired in Deutschland erschienen, ein Magazin das ich schon in den USA total überbewertet fand, und von dem ich mir auch in Deutschland vor allem verspreche, dass sie mehr Leuten die Möglichkeit gibt, sich als hipper "Geek" zu fühlen. So gesehen passt die Wired, so als Lifestyle-Artikel, eigentlich ganz gut zur GQ, der sie heute beigelegt ist. <br />
Nun gab es einige Aufregung über den Umstand. Bei der <a href="http://maedchenmannschaft.net/frauen-unerwuenscht-der-wirbel-um-die-deutsche-wired-als-netzpolitik-analogie/">Mädchenmannschaft</a> wird sich beschwert, dass die Wired einem solch sexistischen Heft beiliegt und die Klischees bedient, Technik sei ja nur so ein Männerding. Nun, vielleicht ist das so, leider bedient es aber vor allem die Marktumstände, die sagen: "Technikzeitschriften liegen bei der Zielgruppe näher an der GQ als an Modezeitschriften". Aber von vorne:<br />
<br />
Auch ich mag die GQ nicht. Sie bedient Klischees, zementiert den Status Quo und gibt sich bisweilen in Sexismen ab, die ich nicht tolerieren mag. Aber: Der Condé-Nast-Verlag ist kein Weltverbesserungsverein, der sich das Aufbrechen des Patriarchiats auf die Fahnen geschrieben hat, sondern ein Laden, der Geld machen will. Wenn er das mit Magazinen wie der GQ tut, dann darf man das durchaus kritisieren.<br />
Aber sehen wir es doch einmal von anderer Warte. Da ist dieser Verlag, der hat die Namens- und Urheberrechte an einer Publikation namens Wired.<br />
Was macht der sonst so? Schauen wir in die Wikipedia:<br />
<br />
Die Condé Nast Verlags GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der britischen Verlagsgruppe Condé Nast Publications, die zur US-amerikanischen Mediengruppe Advance Publications gehört. Der deutsche Tochterverlag wurde 1978 in München gegründet. Er gibt derzeit die Frauenmagazine Vogue, Glamour, myself, den Lifestyle-Männertitel GQ, das Männer-Modemagazin GQ Style sowie die Wohn- und Designzeitschrift AD (Architectural Digest) heraus.<br />
<br />
Vogue, Glamour, myself, GQ, GQ style und AD, das ist deren bisheriges Portfolio. Nun möchte man die Wired in .de rausbringen und weiß, aufgrund von langjähriger Verlegererfahrung, dass das nicht so einfach ist. Ein der Masse unbekannter Titel (und jetzt geht mal nicht von den gefühlt 750 Early Adoptern aus, die sich das Ding eh kaufen würden), müsste beworben werden. Plakatwerbung, Werbung in eigenen Publikationen gibt es immerhin kostenlos, aber man will evtl TV-Spots schalten und darüberhinaus muss man durchaus etwas Geld fließen lassen, um Kioskbesitzer dazu zu überreden, für das Magazin Fläche im Laden bereit zu stellen. Sprich: das ist ganz schön teuer für ein Magazin, bei dem man sich nicht sicher ist, ob es in Deutschland Publikum fände. Und: die Wired ist aufwändig produziert, sicherlich viel aufwändiger als die GQ mit ihren zum Teil platten Texten. Die Herren Knüwer und Sixtus, aber auch Fräulein Tessa und die anderen Damen sind keine praktikanten, die einer schönen Fotostrecken mittelmäßige Texte unterjubeln. Artikel wollen bezahlt werden. etcetc.<br />
<br />
Sind wir also immer noch bei den Überlegungen: Verlag will Wired in Deutschland testen und eine erste Ausgabe auf dem Markt zu platzieren kostet Geld. Also was tun? Da gibts ja noch die Bündelungsmöglichkeit. Vogue und GQ haben je ca. 140.000 Druckauflage, die Glamour ist 4x so groß.<br />
<br />
Dann macht man mal eine kurze Marktanalyse, so aus dem Kopf heraus, und kommt zu folgendem Schluss: Vogue und Glamour eignen sich qua Zielgruppe nicht zwingend, um zusätzliche Leser für ein Technik-Magazin zu finden. Klar, wer sich die Wired kaufen will, dem ist vielleicht auch egal, was da sonst noch so beiliegt und im Mülleimer wandert, aber das ist ja nicht das Ziel von Condé Nast. Das Ziel ist, und das muss man sich klar werden: Möglichst große Zielgruppe, die nicht twittert, knüwers blog liest oder sich sonst im Netz informiert, kriegt mit, dass es da ein neues Magazin gibt, das sie interessant finden könnte.<br />
<br />
Das ist ein Marketinginstrument, um an die Käufer von 140.000 gedruckten GQs ranzukommen. Plus ein paar wenige, die sich denken Geil, Wired, den Rest schmeiß ich halt weg.<br />
 
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                <!-- s9ymdb:643 --><img class="serendipity_image_left" width="280" height="210"  src="http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110811_143151.jpg"  alt="" />Das, meine Damen und Herren, liebe Aliens, ist ein Luftmatratzenstöpsel. Einer, wie er mir vorgestern fehlte, als ich auf dem Chaos Communication Camp ankam, wahrscheinlich war er im Transport verloren gegangen. In Ermangelung einer akzeptablen Schlafunterlage irrte ich gestern zunächst umher, bis mir die freundlichen Menschen vom Metalab, residierend im Leiwandville, halfen. Der großartige Wizard23 hatte seinen Makerbot mitgebracht, einer seiner Freunde ein ähnliches Problem und nach nur wenigen Minuten waren drei neue Luftmatratzenstöpsel gedruckt. Und weil wir uns ob der Größe nicht sicher waren, machten wir drei weitere. Auf 105% skaliert. Ich hatte gestern eine himmlische Nachtruhe. Guten Morgen!<br />
 
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                <!-- s9ymdb:642 --><img class="serendipity_image_left" width="316" height="450"  src="http://www.zeitspuk.de/uploads/new_wwf_logo_by_wolfehpants.jpg"  alt="" />Gestern gab es einen Fernsehbeitrag zum WWF, der hohe Wellen schlug. Nun übt sich der WWF in Krisenkommunikation und <a href="http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck/">macht das auch gar nicht ganz schlecht</a>. Allerdings sind mir die Faktenaufzählungen etwas bitter aufgestoßen, weil sie sich fast völlig aus typischem PR-Sprech zusammen setzen. (auch wenn es mittlerweile eine <a href="http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck/#c50736">Langversion</a> gibt, die etwas mehr erklärt und etwas weniger promlematisch ist) Ich habe das Ganze mal polemisch umformuliert. Sicherlich völlig überzogen, an einigen Stellen total falsch und ausserdem massiv unfair. Das muss aber als Disclaimer auch reichen. Die Orignalstatements des WWF habe ich kursiv markiert. <br />
<br />
<em>Zu Vorwurf 1: Der WWF lehnt Gentechnik grundsätzlich ab. Diese Position des WWF International gilt für alle WWF-Länderorganisationen. Der WWF kooperiert mit keinem Gentechnik-Konzern, auch nicht mit Monsanto. Der WWF Deutschland empfiehlt grundsätzlich nur gentechnikfreies Soja. Das gilt auch für Soja mit einem RTRS-Zertifikat.</em><br />
<br />
"Wir mögen Gentechnik auch nicht. Das ist auch international unsere Organisationsmeinung, auch wenn hochrangige Mitglieder das anders sehen. Mit Gentechnikkonzernen haben wir direkt keine Kooperation, über die Zusammenarbeit mit Firmen, die gentechnisch modifiziertes Soja anbieten, machen wir hier keine Aussage. Unsere Empfehlung ist es, kein gentechnisch manipuliertes Soja zu verwenden. Wie und ob wir das überprüfen, schreiben wir hier nicht. Dass Monsanto beim <a href="http://www.angrymermaid.org/de/monsanto">Round Table on Responsible Soy (RTRS)</a> dabei ist, verschweigen wir"<br />
<br />
<em>Zu Vorwurf 2: Der WWF ist nicht käuflich. Der WWF verhandelt mit Unternehmen, um möglichst viel für die Natur zu erreichen. Dabei haben wir klare Grenzen. Der WWF schließt keine Kooperation, wenn ein Unternehmen nicht bereit ist, unsere Standards im Umweltschutz und im Bereich der Nachhaltigkeit zu akzeptieren. Wir kritisieren wenn nötig Kooperationspartner auch öffentlich. Der Panda trägt keinen Maulkorb.</em><br />
<br />
"Von unseren Standards lassen wir uns nicht durch direkte Korruption abbringen. Allerdings reden wir durchaus mit Unternehmen, um sie von ihrer Maximalforderung abzubringen. Dass Unternehmen möglicherweise zunächst mehr verlangen als eigentlich nötig, um ins Boot zu holen, verschweigen wir. Der WWF schließt keine Kooperation, wenn ein Unternehmen nicht bereit ist, unsere Standards im Umweltschutz und im Bereich der Nachhaltigkeit zu akzeptieren. Ob wir das so genau überprüfen steht auch hier nicht. Immerhin sagen wir mal, was uns nicht paßt, wenn Kooperationspartner sich daneben benehmen, wie eng wir das sehen und ob wir Kooperationen regelmäßig beenden, das sagen wir nicht. Ob wir unsere öffentlichkeitsarbeit nutzen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, schreiben wir hier ebenfalls nicht. Der Panda trägt zwar keinen Maulkorb, aber wie laut er im Zweifelsfall brüllt, sagen wir auch nicht. <br />
<br />
<em>Zu Vorwurf 3: Der WWF setzt sich weltweit für den Erhalt der Regenwälder ein. Es ist hochgradig zynisch zu behaupten, der WWF würde durch sein Engagement zur Rodung und Zerstörung von wichtigen Ökosystemen wie etwa den tropischen Regenwäldern beitragen. Für den Fall, dass in einer Region Plantagen geplant werden und sich diese nicht mehr verhindern lassen, verlangt der WWF, dass unbedingt schützenswerte Primär- und Sekundärwälder mit besonders hoher Biodiversität ausgespart bleiben und die Plantagen auf Brachland angelegt werden.</em><br />
<br />
Wir schalten auch mal Anzeigen und sorgen dafür, dass pro Bierkasten ein mikroskopisch kleiner Fleck Regenwald vorhanden bleibt. Wir finden es wirklich nicht okay, wenn euch das nicht reicht und ihr behauptet, durch den grünen Anstrich würden Menschen in Sicherheit gewogen und auf Linie gebracht, um sich nicht deutlicher gegen die Regenwaldzerstörung abbzuholzen. Wenn aber schon etwas in Planung ist, dann gehen wir nicht hin und ketten uns an wie die doofen Greenpeace sondern fragen freundlich, ob da nicht noch eine kleine Ecke stehen bleiben kann, damit wir irgendwo noch als Helden dastehen können, das ist uns irgendwie auch wichtiger.  
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        <title mode="escaped" type="text/html">BikeFriday!</title>
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                Man sagt mir nach, ich reiste viel. Sicher, es gibt immer Menschen, die noch mehr unterwegs sind, aber so im allgemeinen dürfte man bei dieser Behauptung recht haben, in den USA war ich dieses Jahr schon zweimal, dazu ein wenig im europäischen Ausland und zwischen Hamburg und der österreichischen Grenze genauso unterwegs wie zwischen Rheinland und der ehemaligen SBZ.<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link"  href='http://www.zeitspuk.de/uploads/4db62b8ab6cfd.jpg'><!-- s9ymdb:639 --><img class="serendipity_image_left" width="200" height="134"  src="http://www.zeitspuk.de/uploads/4db62b8ab6cfd.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">BikeFriday New World Traveller.</div></div>Was mich in letzter Zeit immer mehr gestört hat, ist diese gewisse Immobilität. Klar, wenn man auf einer Messe ist, dann sieht man eben nicht viel mehr als Hotel und Veranstaltungsort, aber genau das ist der Punkt: morgens mal eben vor der Arbeit noch ein halbes Stündchen die Gegend erkunden ist oft schwierig, ebenso das kleine Bisschen Frischluft, das man gerne hätte. <br />
Drum habe ich mir ein <a href="http://www.bikefriday.com">Fahrrad</a> gekauft... <br /><a href="http://www.zeitspuk.de/archives/867-BikeFriday!.html#extended">Continue reading "BikeFriday!"</a>
            </div>
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                <!-- s9ymdb:636 --><img class="serendipity_image_left" width="200" height="150" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110521_1211510.serendipityThumb.jpg" alt="" />Es ist Freitag gegen acht oder halb neun. Wir fahren "sehr lange geradeaus", wie uns das Navi befohlen hat, die A8 hinunter. Im Radio läuft Bayern 3, die Hitparade. Während ich gegen eine latente Müdigkeit ankämpfe, erwachen Erinnerungen. <br />
Meine Großeltern wohnen in Oberbayern, schon seit fast 50 Jahren. In Chieming im Chiemgau am Chiemsee, im Goriweg, gegenüber von Goriwirt und Goriwiese, wo früher Kühe grasten und heute ein Lidl steht. Viel mehr hat sich allerdings nicht verändert. Im Keller hat mein Großvater eine kleine Bar und dort, so etwa vor zweiundzwanzig, vielleicht auch nur zwanzig Jahren, hörten wir ebenfalls Freitag abends gegen acht, halb neun, die Hitparade. Immer, wenn wir in den Ferien zu Besuch waren. Und wie das uns begeisterte, meinen Cousin und mich! Die Hits! Die echten! Die auf Platz Nummer eins! Wahnsinnig spannend und so wichtig, dass wir Buch geführt haben darüber. Nicht, dass wir auch nur den Namen eines einzigen Musikers richtig geschrieben hätten, aber "Rock Set", die waren schon was. Uns war klar, was wir tun mussten: Eine Disco! Und zwar für alle! Den Namen hatten wir auch sofort, ein Name voller Glanz und Gloria. Disco Amaretto! Das klang fetzig. Was Amaretto hieß, wussten wir nicht, aber der Name! Toll. Wir gingen so gleich ans Werk. <div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 150px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110521_121106.jpg'><!-- s9ymdb:637 --><img class="serendipity_image_left" width="150" height="200"  src="http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110521_121106.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Feuerwerkhaus</div></div>Malten Schilder auf A3-Malpapier und überlegten uns, wie man das Licht möglichst schnell an und aus machen kann, damit echtes Discofeeling aufkommt. Ausserdem schlichen wir uns in Opas Keller, nahmen ein Stück Holz, sägten die Ecken ab, so dass ein Pfeil daraus wurde und brannten den Namen unserer Disco in großen Lettern mit einem Lötkolben ein. Als nächstes überlegten wir uns den Namen unserer Band. Die müsste ja dort auch spielen, sobald wir mal spielen könnten. Mein Cousin am Cello, ich an der Trompete, irgendwie würde man da schon fetzige Rockmusik machen können. Nur ein Problem gab es noch, denn irgendwann hatte ich aufgeschnappt, dass meine Großeltern das Grundstück 1964 nur mit der Verpflichtung erwerben durften, kein Gastgewerbe zu eröffnen, denn der Goriwirt wollte ja keine Konkurrenz. Also rannte ich durchs Haus und klärte mit Opa, Onkel, Vater und sonstigen anwesenden ob denn eine Disco auch ein Gastgewerbe sei.<br />
Doch eigentlich waren unsere Pläne viel größer: ein Freizeitpark sollte her. Die Aufzeichnungen hierfür sind eindeutig: "Dieser Park wurde 1991 geplant von [meinem Cousin, dessen Name hier nichts zur Sache tut] und Julian Finn. Er wurde für atraktive Freizeit von jung und Alt gebaut der anfang war ein Schwimparadis Hotel und Riesenspielplatz und 50 Flipperautomaten." Dazu Zeichnungen für ein Feuerwerk-Haus und einem Turm mit der Beschreibung "Dieser Turm ist eine (geheim) funkstelle der zutritt für Gäste ist verboten". Klare Ansage. Ausserdem war auf dem Parklayout mit dem Funkturm in der Mitte etwa 800 Punkte, alle für Überwachungsfunkstellen. Wir hatten schon perfide Pläne damals. <br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110521_121121.jpg'><!-- s9ymdb:638 --><img class="serendipity_image_left" width="200" height="150"  src="http://www.zeitspuk.de/uploads/IMG_20110521_121121.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die Funkpläne</div></div>Es waren tolle Ferien, die wir im Haus meiner Großeltern hatten, mein Cousin und ich, die Nachbarsjungen. Heute bin ich leider nur noch selten dort. Dankbar, dass meine Großeltern mit 84 Jahren noch leben aber viel zu beschäftigt, um allzu oft ein Mietauto fürs Wochenende zu nehmen und die vielen hundert Kilometer gen Südosten zu fahren. Die Nachbarsjungen wohnen zum Teil noch dort im Elternhaus und wenn wir uns sehen, dann freuen wir uns sehr. Zu sagen haben wir uns kaum noch etwas, es ist die Erinnerung an längst vergangene Sommerferien, an Baumhäuser und Waldlager, später an Lagerfeuerparties am See, die uns verbindet. Nostalgie kann schön sein, in den richtigen Dosierungen.<br />
 
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                Die M10 endete plötzlich an der Landsberger Allee, wegen einer Demo. Zu Fuß also weiter Richtung Friedrichshain, wo, das kann ich mir bereits zusammen reimen, gegen die für den 2.2. angesetzte Räumung der Liebigstr. 14 demonstriert wird. <br />
Nun bin ich etwas ambivalent gegenüber Hausprojekten. Mein Eindruck ist, dass die meisten eher vor sich hin leiden, und an ihrem eigenen Anspruch knabbern. Andererseits gefällt mir die Idee solcher Projekte und der gesamte Hintergrund, warum geräumt werden soll, ist natürlich eine ziemliche Scheiße. <br />
Wie dem auch sei: an der Kopernikusstraße läuft mir zunächst eine Kohorte Beamter entgegen. Danach die Demonstration: ein größerer Haufen verbitterter Menschen. Gelegentlich geht ein Böller hoch, und etwa fünfzig von ihnen jubeln kurz. Ein Teil hat sich hinter Transparenten versteckt, hinter Sonnenbrillen und Kapuzen. Musik ertönt nicht, statt dessen wird geschwiegen oder skandiert. "One Solution, Revolution" und ähnliche Gassenhauer, mindestens seit 1999 das gleiche. Ich stehe am Straßenrand und murmle vor mich hin. "Gebt mir einen Grund, gebt mir ein einziges Signal, warum ich vom Gehweg loslaufen, mich einreihen, mitgehen sollte!", denke ich, aber da kommt nichts. <br />
Jetzt mag die eine oder der andere sagen: "Hey, Demos sind eben so! Wir sind ernsthaft und haben was zu sagen, und wollen uns nicht ins lächerliche ziehen. Ausserdem Verfassungsschutz und so. Wir müssen uns gegen die Kameras und die Repression wehren."<br />
Nun, das mag sein. Aber genauso gut könnt ihr zuhause bleiben, solange ihr es noch habt. Oder aber, ihr seid konsequent in eurer Argumentation. Ja, euer Kiez verkommerzialisiert zusehends und nein, das ist nicht gut. Die Yuppieschwaben ziehen da hin, weil sie genau die Vielfalt schätzen, die ihr in diesen Bezirk gebracht habt. Also teilt ihnen das mit und zeigt es auch! Geht auf die Straße, aber mit Musik, mit Tanz. Mit DJs, Jongleuren und Videoprojektionen auf Hauswände. Mit Spaß und verdammt nochmal mit Leidenschaft! Mit einer Demo, an der nicht ein paar hundert eurer Gesinnungsgenossen teilnehmen wollen, sondern zehntausend eurer Nachbarn! Ihr habt noch fünf Tage, also latscht nicht rum und sagt mit dem immergleichen Text, wie doof ihr alle findet. Und schlaft bitte nicht noch halb dabei ein. 
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                Ignite Amsterdam 5<br />
<br />
Die Mediamatic Bank in Amsterdam ist eine ziemlich großartige Einrichtung: Ehemaliges Bankgebäude, das Erdgeschoss voll mit einer Computerspielausstellung, ansonsten quasi Fablab oder etwas ähnliches und ausserdem eine Art Multimediaagentur, so habe ich das verstanden. <br />
Ausserdem Heimat der Ignite Amsterdam 5, der dritten Ignite in dieser Stadt, die sich mit Games befasst. Ignite, das sind fünfzehn Vortragende (in drei Fünferblöcken), die jeweils in fünf Minuten durch 20 Powerpoint-Folien hechten. Diese werden automatisch weitergeskippt, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Tatsächlich ist das Format nicht für jeden geeignet, vor allem nicht für jene, die schon das Folienmachen bis zum letzten Moment prokrastinieren. Während einige völlig souverän in der Zeit lagen, hatten andere offensichtlich nicht geprobt und waren völlig mit ihrem Zeitmanagement überfordert. <br />
Nichtsdestotrotz: Die meisten Vorträge waren gut, einige Dinge sogar "Mind-Blowing", wie es der Engländer in mir formulieren möchte. Einige Highlights, im positiven wie im negativen Sinne, zumindest aber Dinge, die mir am nächsten Tag noch in Erinnerung geblieben sind: <br /><a href="http://www.zeitspuk.de/archives/864-Ignite-Amsterdam-5.html#extended">Continue reading "Ignite Amsterdam 5"</a>
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                Die Welt unter uns zu erforschen ist schon seit jeher so ein "oh ich würde ja mal so gerne"-Projekt. <br />
Vor einigen Jahren hatte ich mir mal <a href="http://www.amazon.de/Access-All-Areas-Users-Exploration/dp/0973778709/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1295799381&sr=8-1">Access all Areas</a> gekauft, eine Anleitung zur Erforschung des Sub-Urbanen Raumes quasi. Und obwohl ich genügend erfahrene Geocacher kenne, bin ich doch nicht dazu gekommen. <br />
Andrew Wonder hingegen ist in dieser Disziplin fast schon Profi. Er erforscht zusammen mit einem Kameramann den Untergrund New Yorks, immer mit der Angst vor Cops und anderem Gesindel, denn im Gegensatz zu Deutschland, wo das nächtliche durch-den-Abwasserkanal-rennen vermutlich maximal einen Satz heißer Ohren gibt (vielleicht auch ein paar Euro fuffzig Ordnungswidrigkeitsgebühr) ist das, wie er immer wieder betont, ziemlich strafbar dort. <br />
Nun denn: Anschauen.<br />
<br />
<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/18280328?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="600" height="400" frameborder="0"></iframe><p><a href="http://vimeo.com/18280328">UNDERCITY</a> from <a href="http://vimeo.com/andrewwonder">Andrew Wonder</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p> 
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                Hatte ich schon länger vor, jetzt setz ich's mal um: Weil in meiner <a href="http://hds.soup.io">soup</a> zu viel Zeug aufläuft und ein bisschen das "Das hier ist besonders super"-Element fehlt, weil es auf Twitter so flüchtig ist, und ich ausserdem mehr bloggen wollte, lade ich hier ab sofort in unregelmäßigen Abständen Dinge ab. Links genauso wie Videos oder Tipps zu Medien, die man sich nur via Filesharing (oder im Laden) holen kann: <br />
<br />
Was ich im Studium verpasst habe? Einmal eine Vorlesung so zu verlassen, wie dieser junge Herr: <br />
<iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/RJZmF6o5yFM" frameborder="0" allowFullScreen></iframe><br />
<br />
Musikalisch diese Woche in meiner last.fm-Liste: Oneohtrix Point Never, die neue Ghostface Killah, Eleven Tigers und Julia Kent. Alles höchst empfehlenswert. <br />
<br />
<a href="http://bookshelfporn.tumblr.com/">Dieses Tumbleblog sammelt Bilder von Buchregalen und ähnlichem</a>. Rockt schon seit einigen Monaten meine Soup. <br />
<br />
Die Game Developers Conference in San Francisco rockt ohnehin schon. Dieses Jahr wird sie 25 und hat als besonderes Special eine <a href="http://www.gdconf.com/news/gdc_25_reveals_all-star_classi.html">Reihe an Postmortem-Vorträgen zu Spieleklassikern geplant</a>. Pacman! Maniac Mansion! Elite! Raid on Bungeling Bay! Doom! Hoffentlich gibt's die Videos danach im Internet zu sehen...<br />
<br />
Lesen? "<a href="http://www.amazon.de/Im-Spiegel-Sprache-Sprachen-aussieht/dp/340660689X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1295659106&sr=8-1">Im Spiegel der Sprache: Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht</a>" von Guy Deutscher. Ausführliche Rezension folgt, nachdem ich die letzten 100 Seiten auch noch gelesen habe. <br />
<br />
Weil ich's bisher hier noch nicht erwähnt habe: Man kann mich nun in drei Worten bei <a href="http://www.threewords.me/hdsjulian">threewords.me</a> beschreiben, wenn man will.<br />
<br />
Kleine Runde englischer TV-Serien gefällig? Wenn man die Serien noch nicht kennt, sollte man sich tunlichst "Misfits", "The Thick of it" und "Not Going out" ansehen. <br />
<br />
Über dieses Bild aus Tunesien musste ich sehr lachen. <a href="http://asset.soup.io/asset/1460/2793_0c52.jpeg">America: Yes we can; Tunisia: Yes we do</a><br />
<br />
<br />
 
            </div>
        </content>

        
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                <b>Update: Stellt sich heraus, Rene hat sehr wohl gezahlt, allerdings zu spät. Ich hatte das zunächst anders mitbekommen. Der Beitrag hier ist demnach hinfällig. Nun ja. </b><br />
<br />
Wenn Menschen sich auf die Straße setzen, weil sie gegen Unrecht protestieren, wenn Bauern ihre Traktoren stehen lassen, dann kann man das "zivilen Ungehorsam" nennen. Und es gibt unzählige Beispiele aus der Geschichte, in der Menschen nur sich auch dann nicht beugen wollten, wenn das Recht, wenn Staatsmacht oder zivile Ordnungsgewalt gegen sie stand. <br />
Rene Walter hat in seinem Blog, dessen Domain nerdcore.de heute gepfändet wurde, zunächst auf einen für ihn eklatanten Mißstand hingewiesen. Nun, er hat dies nicht freundlich getan und hat die von ihm angegriffene Firma mit einem Rektalinstrument verglichen, aber es erschien ihm richtig. Noch viel richtiger erschien ihm, dass er nicht akzeptieren wollte, vor diesem Unrecht klein beigeben zu müssen. Schon gar nicht vor dem rechtlichen Mittel der Wahl, das allzu oft dazu verwendet wird, um kritische Stimmen einzuschüchtern, Mundtot zu machen, der Abmahnung.<br />
Rene Walter ist in diesem Sinne, einen schmutzigen Schornstein hinauf geklettert. Er hat sich nicht per Megafon herunter bringen lassen und auch nicht per Strafandrohung. Er hat einfach weiter dort ausgeharrt, weil das wofür er stand, in seinen Augen richtig war. Nun wurde er, um im Jargon zu bleiben, geräumt. Ob das klug war? Wer weiß. Aber es ist töricht zu glauben, er sei sich der Konsequenzen nicht bewußt gewesen. Und genau deshalb schulden wir ihm unseren Respekt und unsere Unterstützung. Alle, für die Rene aufgestanden ist und deutlich gemacht hat, dass es neben der juristischen immer auch eine moralische Ebene gibt. <br />
<br />
P.S: Die Überdramatisierung dieses Beitrages ist beabsichtigt. Ebenso der etwas hinkende Vergleich. Dankeschön.  
            </div>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Barfußschuhe (Vivo Barefoot)</title>
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                <a class='serendipity_image_link' href='http://www.terraplana.com/eu/barefoot/'><!-- s9ymdb:632 --><img class="serendipity_image_left" width="200" height="129" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.zeitspuk.de/uploads/men_aqua_black_hi_res_out_trim_1.serendipityThumb.png" alt="" /></a><i>Vorweg: Wer dies für Werbung hält, hat recht. Wer dies allerdings für Werbung hält, durch die ich mit Geld oder anderen Versprechen motiviert sein könnte, überschätzt eindeutig die Reichweite dieses Blogs.</i><br />
Hält man mich für einen alten Hippie, ich kann mich nicht so richtig beschweren. Noch vor ein paar Jahren war es mir eine regelrechte Freude, zwischen Mai und September möglichst viele Tage schuhlos zu verbringen, inzwischen verhindert der Alltag das ein wenig, zumal das Kollegium nicht so begeistert von nackten Füßen im Büro ist. Vor einiger Zeit verdichteten sich allerdings die Hinweise darauf, dass es einige Hersteller sogenannter "Barfußschuhe" gebe. Schuhe also, deren Sohle ein Meisterwerk der Ingenieurskunst ist und damit so dünn, dass sich das Laufen wie auf bloßen Sohlen verhält.<br />
Vor zwei Wochen dann gab ich mich dem Kaufrausch hin und bestellte ein Paar, das mir besonders empfohlen wurde: <a href="http://www.terraplana.com/eu/barefoot/">Terra Plana Vivo Barefoot</a>. Die Schuhe gibt es in verschiedenen Designs, meine heißen "Aqua" und es ist mit das erste Mal, dass die Werbung nicht lügt. Die Warnung, man müsse die Fußmuskulatur erst gewöhnen? Korrekt. Die Behauptung, die Haltung beim Laufen würde korrigiert? Nun, zumindest zieht und schmerzt es nach einigen Stunden im Rücken und fühlt sich dabei gut an. Fußreflexzonen? Ich kann es nicht beurteilen. Gibt es so etwas überhaupt? Ist das nicht alles Esoterik? Wie dem auch sei: Ich habe noch nie auch nur annähernd solch bequeme Schuhe getragen. Mein Umfeld kann mir das nur zu gut bestätigen, schließlich habe ich nicht wenige Menschen in den letzten Tagen die Herrlichkeit jenes Schuhwerks gepredigt.<br />
<br />
P.S: Kaufen kann man diese Schuhe an einigen Stellen in Deutschland. Sie kosten um die 100 Euro und weil jeder Laden nur einige Modelle und darüber hinaus auch nur einige Größen hat, verzichte ich hier auf eine Verlinkung und empfehle Google.<br />
 
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                Eine kurze Bemerkung vorab: Ich bin begeistert davon, wenn Leute ohne größere Finanzielle Ressourcen und auch mit viel Risiko, in ihrer Freizeit und mit unglaublich viel Herzblut eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen. Und dennoch war die TEDx RheinNeckar in Mannheim für mich nicht vollständig großartig. <br />
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Es war nicht der beste Tag für mich, krank war ich eigentlich, qua Erkältung ans Bett gefesselt, eigentlich. Drum raffte ich mich auch erst so spät auf, dass ich lediglich den letzten Vortragsblock zwischen 16:30 und 18:00 mitbekam. Ich kann also nichts sagen zu "Der Mensch und die Wirtschaft" und "Edutainment", wohl aber zum letzten Block "Ideen des Lebens" und zur allgemeinen Stimmung, zumindest so wie ich sie aufgenommen habe. <br />
TEDx, das kurz zur Erklärung, sind unabhängig organisierte Veranstaltungen, die den Anspruch haben, den Geist der <a href="http://www.ted.com">TED-Konferenzen</a> in sich zu tragen. Und genau das bot sich mir zunächst auch: <br /><a href="http://www.zeitspuk.de/archives/859-TEDx-RheinNeckar.html#extended">Continue reading "TEDx RheinNeckar"</a>
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