Datenhaltungsschmerzen

Im Dezember letzten Jahres stand ich plötzlich vor einem größeren Problem: Die Festplatte, auf der ich die Fotos meiner Reisen nach Vietnam und Kanada gespeichert hatte, ließ sich nicht mehr mounten. Da waren auch noch andere Daten drauf, inklusive Backups, aber das war nicht so tragisch wie diese Fotos. Inzwischen stellte sich heraus: Geht schon, aber schreibbar ist das ding nicht mehr. Und so kam ich dazu, mal grundsätzlich mein Datenhaltungsproblem zu überdenken.

Bislang ist es so:

  • Ich habe einen Mac mit 256GB-SSD. Also zu klein, um alles direkt verfügbar zu halten.
  • Alles, was wichtig und “klein” ist, wird zu Dropbox gespiegelt. Texte, Spreadsheets, Rechnungen.
  • Filme, Musik und co werden auf eine externe Festplatte geschoben. Musik ist zusätzlich auf dem Rechner verfügbar, damit ich unterwegs keinen Stress habe.
  • Meine Fotos rangieren in der Größenordnung von 300GB, passen also nicht auf die SSD.
  • Time Machine-Backup geht ebenfalls auf eine externe Platte.

Nun bin ich viel unterwegs und möchte grundsätzlich auch dort gewisse Daten verfügbar haben. Besonders möchte ich in der Lage sein, unterwegs Bilder zu bearbeiten. Andererseits möchte ich nicht jedes Mal nach dem Heimkommen unendlich viel Zeit damit verbringen, Photo Libraries zu mergen.

Ein RAID zu bauen, mit zwei externen 2.5″-Platten klingt zwar verlockend, aber dann schleppe ich einen relativ großen Klotz mit mir herum, jedes Mal wenn ich unterwegs bin. (zumal ich dann auch noch einen USB-Hub mit aktiver Stromversorgung brauche, was enorm unpraktikabel ist)

Eine NAS-Lösung für den Hausgebrauch kommt zwar für Filme und Musik in Frage, nicht aber für Daten, mit denen ich arbeiten will, also die Fotos. Denn wenn ich die jedes Mal über’s Netzwerk lade, wird meine Bearbeitungssoftware unerträglich langsam.

Ich könnte mir natürlich eine Sync-Lösung bauen, die einfach meine “Hauptplatte” regelmäßig mit einer weiteren Backup-Platte abgleicht, aber das kommt mir doch sehr unsauber vor. Ausserdem vergesse ich das dann wieder, solange es nicht super-automatisch läuft.

Ergo: Bislang bin ich ein bisschen ratlos, was die optimale Lösung angeht. Vielleicht hat ja jemand von euch LeserInnen noch ein paar Ideen, wie ich das angehen kann?

 

3 thoughts on “Datenhaltungsschmerzen”

  1. Ich möchte immer noch das MacBook mit einem schönen passgenauen SD-Card-Adapter ausstatten. Dort könnten dann noch ein paar GB gespeichert oder die Karte ausgetauscht werden. SD-Cards sind recht robust und inzwischen ausreichend schnell.

    Damit könntest Du unterwegs die Bilder Deiner Reise nochmals sichern statt sie nur auf der Karte in der Kamera zu haben. Eventuell ist die Karte auch schnell genug für die Bildbearbeitung.

    Daheim speichere ich alles noch mal auf rotierenden Scheiben. Ein Mal auf einer Time Capsule, was dauerhaft über das Netz automatisch geht, und dann noch ein Mal die Woche auf einer externen Firewire/USB-Festplatte.

    1. Ich hab nen Nifty Drive das macht das genau so aber da hab ich nur 64g udn die sind mit Musik voll. Ausserdem haben meine Fotos deutlich mehr Platz und das Problem ist ja dass ich die komplette Library mitschleppen will, sonst muss ich nach der Reise wieder blöd zwei iPhoto/Aperture-Libaries mergen, was nicht so ganz geht.
      Meine Lösung sieht nun anders aus: Raspi mit ner externen Platte, externe Platte am Laptop, Bittorrent Sync zwischen externer Platte am Rechner und Raspi-Platte.

  2. 2 Aspekte
    * darktable anstatt iPhoto/Aperture: 1) FOSS 2) seit einiger Zeit hat dt ein Sync-Feature mit dem sich die Idee verwirklichen lässt dass man seine Library extern hat und sich nur die Fotos lokal verfügbar macht, die man gerade bearbeiten möchte (noch nicht selber ausprobiert)
    * cubietruck oä. anstatt raspi als NAS. Raspi mit seinem USB/Ethernet-Layout ist eine Katastrophe was Übertragungsbandbreite angeht. Cubietruck funktioniert da (gefühlt) deutlich schneller & hat einen SATA-anschluss + GB-LAN (die nicht am selben USB-Host hängen…)

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