27. January 2006
/ Kategorie: film
Der Englische Channel4 sendet ab sofort eine neue IT-Seifenoper. Wie es sich für die IT-Welt gehört, zuerst übers Netz. Auf der Channel4-Website kann man sich das ganze angucken, sofern man einen halbwegs vernünftig konfigurierten Browser mit mplayer-Plugin hat und darüber hinaus noch ein wenig über Glück verfügt. Ich hatte eher Pech, deswegen habe ich mir erst einmal anschauen müssen, wie das ganze gestreamt wird.
Die erste Folge kann man sich, statt sie im Browser zu streamen, auch Hier herunterladen. Der Link (auf episode1_c4web.wmv) wird sich wahrscheinlich nach Veröffentlichung von Folge2 auch entsprechend verändern lassen.
Falls nicht, gilt für den einigermaßen versierten Menschen folgendes:
Der Link ist in einen .asx-Container gepackt. Dieser lässt sich unter http://www.channel4.com/videomgt/media/asx/entertainment/DATEI.asx herunterladen. Wobei DATEI eine ID ist. An diese ID kommt man, indem man sich den Link zum entsprechenden Streaming-Fenster anguckt.
In diesem Falle:
javascript:void window.open('/player/playerwindow.html?id=2511&vert=entertainment', etc..
bzw. wenn man das Fenster öffnet und die URL anschaut:
http://www.channel4.com/player/playerwindow.html?id=2511&vert=entertainment
Also: 2511
Wenn wir das .asx herunter geladen haben, zum Beispiel mit wget, müssen wir es "nur noch" öffnen. Das XML-File hat 2 <entry>-Bereiche, von denen der zweite ein <ref href="mms://irgendeinlink.wmv"> enthält. das mms:// durch http:// austauschen und schon kann man sich das ganze auch herunter laden.
Wenn Montag nicht Klausur wäre, würde ich mir jetzt vielleicht ein Greasemonkey-Skript schreiben dass die Datei automatisch zum Download anbietet. Vielleicht hole ich das ja noch nach...
24. January 2006
/ Kategorie: film, politics
Kurze Schadenfreude, nachdem ich gerade las, dass es bei einer Großrazzia gegen die Warez-Szene auch Durchsuchungen bei der GVU gegeben habe. Bisher gibt es diese Meldung aber nur bei heise.de, die wiederum die GVU um eine Stellungnahme gebeten haben. Bei der GVU berichtet von der Razzia, erwähnt in der Pressemitteilung aber nur kurz das Hamburger Büro: Zur Verifizierung der Informationen die die GVU an die Behörden gegeben hat wurde auch in der GVU-Zentrale in Hamburg ermittelt. Würde mich ja gar nicht wundern, wenn die GVU bei ihren Privatfahndungen auch mal den legalen Bereich verlassen hat, vielleicht war es aber auch nur ein falscher Alarm... - zumindest sieht es nach einer zweiten heise-Meldung ganz danach aus: Nach gemeinsamen Recherchen des Computermagazins c't und des News-Portals onlinekosten.de weisen Indizien darauf hin, dass die GVU bei ihren Ermittlungen gegen Raubkopierer die Grenzen des Erlaubten überschritten hat. Die Redaktionen erhielten bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten, die mittlerweile von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten "Box" gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben.
11. January 2006
/ Kategorie: film
Man kann Verfilmungen von Bestsellern wie die von John le Carré verhunzen. Man kann aber auch gleichzeitig für Golden Globe nominiert werden und den Goldenen Löwen in Venedig gewinnen.
Klar, eine solche Story verleitet natürlich dazu, aus lauter politischer Korrektheit an Kritik zu sparen. Geht schließlich um Aids und TBC, Afrika, große Pharmakonzerne und Korruption. Um die Unfähigkeit der UNO, Bürgerkriegsopfer und so weiter.
Der "Schindlers-Liste-Effekt" ist hier aber gar nicht nötig, denn "The Constant Gardener" (zu Deutsch "Der ewige Gärtner") ist einfach gut. realistisch, gut gespielt, durchdachte Story und klare politische Message.
Zusammen gefaßt: Als Tessa (Rachel Weisz), die Frau des jungen Diplomaten Justin (Ralph Fiennes) in Kenia unter mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden wird, beginnt er in den Unterlagen die nicht durch die korrupte Polizei beschlagnahmt wurden, nachzurecherchieren. Schon bald erkennt er, dass Tessa einen Skandal aufdecken wollte: ein Pharmakonzern, der die kostenlose Medikamentenabgabe an die dortige Bevölkerung nutzt, um illegale Testreihen durchzuführen. Als er weiter nachbohrt, stößt er auf ein Netz aus Korruption. in die auch sein Arbeitgeber, die britische Diplomatie, verstrickt ist. Sein Weg führt ihn in einer packenden Reise von Nairobi über London, Berlin und Paris bis in den Sudan und an die Grenzen der Vereinten Nationen: "So läuft das hier nun eben", so der lapidare Kommentar als ihm verboten wird, ein Mädchen vor den anrückenden Reiterhorden zu retten.
Ich weiß nicht, ob es die großartigen Bilder oder der bedrückende Realismus ist, aber "The Constant Gardener" ist gelungen und für mich nach "Match Point" (der inhaltlich natürlich rein gar nichts hiermit gemeinsam hat) schon gleich das zweite Highlight des Jahres. Ich glaube 2006 wird zumindest dank haufenweise 2005 woanders veröffentlichter Filme ein großartiges Jahr.
Update: Stelle gerade fest, dass der Film wie die Romanvorlage in enger Zusammenarbeit mit unseren (Attac-AG Wissensallmende) Freunden von der Buko Pharma-Kampagne entstanden ist. Das erklärt natürlich auch den Grad an Realismus den der Film zum Teil besitzt. Mehr dazu in deren News-PDF
16. December 2005
/ Kategorie: film
Ich hätte nie vermutet, dass ich einmal erzeugnisse des Axel Springer-Verlages loben würde. Aber: in der aktuellen Audio-Video-Foto-Bild ist als Beileger-DVD der großartige Coen-Brothers-Film "Fargo" enthalten. Für 3,30 Eur.
Einmal im Leben wünsche ich mir ja eine Reißerische Bild-Schlagzeile dazu: "Unfassbar, Magazin verschenkt brutalen Metzel-Film". Wie auch immer: Kaufen lohnt sich. Versprochen.
14. November 2005
/ Kategorie: film
Wenn Tim Burton gütesiegel für etwas ist, dann Optik. Diesmal bemerkenswert: Die animierten Charaktere sowie die Farbgebung. Genauer: bei ersteren schafft Burton es tatsächlich, sie wie die entsprechenden Schauspieler aussehen zu lassen. Zumindest wie Karikaturen selbiger.
Die lebendige Welt grau und die tote bunt zu zeichnen ist dann in Sachen Farbe ebenfalls eine hübsche Idee.
Bleibt der Film: Synchronisiert sicher nur halb so gut, aber immerhin gute Übersetzungsarbeit - inhaltlich - nun ja - ein Märchen, aber ein schönes. Mit netten Lachern zwischendrin, die sich zwar vor allem aus optischen aber auch vielen anderen Nettigkeiten zusammen setzen. Nervig nur eines: Gesang im Film. Scheinbar mag das ein gewisses Publikum, ich habe auf Englisch nichts dagegen, auf Deutsch tut es meinen Ohren weh, vielleicht liegt das aber auch an der übertriebenen Lautstärke. Wie man will - nach Charlie und die Schokoladenfabrik schon das zweite Mal, dass ich mit Tim Burton in diesem Jahr meinen Spaß haben durfte. Danke dafür an dieser Stelle.
26. October 2005
/ Kategorie: film
Ich weiß nicht mehr weiter. Ehrlich nicht.
Da gehe ich mit Daniel in die Sneak Preview, hole mir noch Essen und Trinken und bekomme es kaum runter, bevor wir schon wieder gehen wollen. Und dann bemerken wir, dass nicht nur ein paar seltesame Menschen im Publikum gelacht haben, sondern dass der Film 7,5 IMDB-Punkte und einige Preise abgeräumt hat.
Und das für einen Film, den ich schon gar nicht mehr beschrieben will. Das fängt mit der unglaublich schlechten Animation an: Leute, wenn ihr es nicht könnt, dann macht doch 2D. Sieht auch hübsch aus. CGI das nicht mal mit dem ersten Toy Story konkurrieren kann, ist echt unnötig. Nächster Punkt: Humor. Definitiv nicht meiner, wenn ich fast jeden Witz vorher sehen kann. Und so Dinge wie "Kinder, eure Lehrerin ist gestorben" - "Juchuuu" waren vielleicht 1970 lustig.
Apropos 1970. Mir kommt Terkel i knibe vor allem deshalb so unglaublich fad und langweilig vor, weil sich mir der Gedanke aufdrängt, dass hier 45-jährige am werk waren, die "echt mal was jugendliches" machen wollten. Heraus kommen dann charaktere die völlig unwirklich wirken und dabei die banalsten klischees erfüllen. Ein leicht-dummer "yo, was geht ab?"-Gangsta-Rap-Bub wäre vielleicht noch vor 10 Jahren durchgegangen, das war's aber auch.
Bleibt: ein Haufen rausgeschmissenes Geld. Oder aber eine verpasste Erkenntnis von Größe. Oder aber wir sind zu früh gegangen und haben die guten pointen verpasst. Bis dahin hätten wir's aber auch echt nicht mehr durchgehalten.
Achja: Der Film läuft hier am 1.12. an - wer reingeht ist selbst schuld.
P.S: Die Tatsache, dass Bela B. Felsenheimer (Die Ärzte) in der deutschen Synchronisation alle Sprechrollen übernommen hat reißt rein gar nichts raus.
23. October 2005
/ Kategorie: film
Top Name für einen Film, vor allem weil man sich alles und nichts drunter vorstellen kann, er aber gerade bei dem Streifen dem er den Titel gibt, brilliant passt.
Fangen wir an. Nur wo? Auch Kiss Kiss Bang Bang, Regiedebut von Actionfilm-Autor (Lethal Weapon 1-4) Shane Black, weiss das nicht so genau und lässt Erste-Person-Erzähler und Hauptfigur, den Kleingauner Harry Lockhardt, verwirrt umher springen. Apropos Verwirrt: wenn mich etwas an diesem Film gestört hat, dann dass genau jenes verwirrte, sehr schräge, etwas überstrapaziert wurde.
Aber zurück -ich fange ja auch schon so an - Hollywood: Harry glaubt von einem Regisseur entdeckt worden zu sein und hängt auf Parties rum, wo er Detektiv Gay Perry kennenlernt und seine alte Jugendliebe Harmony wieder trifft - tausende Meilen vom Heimatort in Indiana entfernt. Mit dem einen soll er ein paar Stunden lang für seine Rolle üben und wird Zeuge eines Mordes, mit der anderen will er im Bett landen, erwischt aber ihre Freundin Flicka. Und so geht der Film weiter. Abgedreht, schlecht erzählt und mit einer fürchterlichen Story gesegnet.
Und doch ist Kiss Kiss, Bang Bang ein Riesenspaß: auf der einen Seite trash-kokettierend, auf der anderen ein wenig überzogen, Slapstick hier, übertriebene Action dort und der Rest mit Persiflage aufgefüllt, vor allem vor dem Hintergrund des Absolut-Nichts-Davon-Erwartens wirklich ganz große Klasse.
19. October 2005
/ Kategorie: film
Wenn man gleich schon die Übersetzung des Titels verkackt, kann's in der Regel mit dem Film auch nichts mehr werden. Im Falle des Riesen-Kaninchens (was in aller Welt hat die Übersetzer davon abgehalten, Wer-Hase zu schreiben, es gibt ja auch keine Riesenwölfe?!) geht das aber grundlegend in Ordnung, zumal wir hier im Kino ohnehin nur die deutsche Version angeboten bekommen und Nick Park / Aardman-Filme so etwas wie Pflichtprogramm darstellen (nagut, fast. ich habe Chicken Run auch nicht gesehen).
Also: "Der Fluch des Riesen-Kaninchens". Das optische vorweg: alleine wegen den anderthalb Stunden Knetfiguren-Animation ist der Film sehenswert - brillianteste Stop-Motion.
Und sonst: Es ist bemerkenswert, wie feinsinnig eine solch harmlose geschichte sein kann. Wie unglaublich britisch-unschuldig ein solches Abenteuer für wirklich jede Altersklasse gestaltet werden kann, ohne dabei Disney-Kitschig oder anderweitig billig zu wirken. Und es ist ebenfalls bewundernswert, wie man Anspruch generieren kann, ohne Unschuld zu verlieren, in dem man beispielsweise Witze einbaut, die so am rande gesehen auch für sich funktionieren, ohne dem Film etwas zu nehmen, wenn man sie nicht versteht. Davon abgesehen hatte ich bei den bisherigen Geschichten des findigen Tüftlers und seines Hundes in Erinnerung, ein klein wenig mehr und lauter gelacht zu haben. Kann aber auch daran liegen, dass das schon beinahe zehn Jahre her ist. In jedem Fall: "The Curse of the Were-Rabbit" ist wirklich empfehlenswert und mein heißer Kandidat für den Animations-Oscar, zumal diese ganzen 3D-Produktionen dieses Jahr (Robots, Madagascar - liegt wohl auch am Fehlen eines neuen Pixar-Films der erst 2006 kommen soll) massiv an Glanz verloren haben.
11. October 2005
/ Kategorie: film
Es ist ein recht normaler Tag in Nablus, Westjordanland. Said und Khaled reparieren Autos, rauchen nach der Arbeit Wasserpfeife. Bahnt sich dort eine kleine Liebesgeschichte zwischen Said und der sehr westlich anmutenden, in Paris geborenen Suha an? Noch eben etwas essen, eine kleine, pseudopolitische Diskussion um Kollaborateure und die Schwedische Königin. Als der Abend herein bricht, trifft Said auf Jamal, seinen "Lehrer", der ihm erzählt, morgen sei sein Tag, in den Einsatz zu gehen.
Natürlich ist klar, was mit dem Einsatz gemeint ist - wer diesen Film sehen will, der ist sich von Anfang an bewußt, dass es sich um zwei Selbstmordattentäter handelt. Dieser radikale Bruch mit der der Normalität kommt dennoch unerwartet. Und so beginnt eine immense Anspannung. Die Zweifel des sich gerade verliebenden Said, der um vier uhr in der Früh noch einmal Suha aufsucht, um ihre Autoschlüssel vor der Tür zu deponieren, die Fragen, die er sich selbst stellt; und die wie in die Stimmbänder eingemeißelt wirkenden Propagandasätze, immer und immer wieder all denjenigen eingetrichtert, die verzweifelt sind, in ihrer Situation keinen Ausweg sehen.
Ja, Paradise Now schafft es, einen massiven inneren Zwist auszulösen, sogar Sympathie für diejenigen zu erregen, die kurz davor sind, unschuldige Menschen zu töten. Und er schafft es, die Sympathie noch zu steigern. Durch zweifel, die mit repetitiven Phrasen ausgeräumt werden beispielsweise.
Als der Grenzübertritt fehl schlägt, und Said dennoch versucht, sein Ziel zu vollführen, als er vor einem kleinen Kind halt macht - ein anderes Beispiel.
Erst spät wird auch dem Zuschauer vermittelt "was da passiert ist Falsch - lässt nur die Gewaltspirale weiter drehen" - es fällt der Satz "Allah lehrt uns auch, noch einmal nachzudenken".
Propaganda ist einseitig, konsequent bis zum Schluss. "Paradise Now" hingegen ist neutral, in seiner Konsequenz aber nicht verschieden. Er erzählt in einer bedrückenden Direktheit eine Geschichte von zwei jungen Menschen, die in ihrer Situation keinen Ausweg als den Märtyrertod sehen. Und er erzählt von einem Umfeld, dass veruscht, Alternativen aufzubringen. Von Angst, Zweifel, Rache und Verzweiflung - und dafür lohnt sich der Kinobesuch, auch wenn es der schwerste sein wird, den man dieses Jahr machen kann.
Um irgendwie gearteten politischen Diskussionen vorzubeugen: die Sprengkraft (sic!) dieses Films ist mir durchaus bewußt und es bedarf eines sehr reifen Geistes, um diesen Film auch mit genügend Distanz sehen und bewerten zu können. Ich widerspreche deutlich, bestrebungen diesen Film in Schulen zu zeigen, ich widerspreche aber auch all denjenigen, die sich anmaßen, ein stück Kunst verbieten zu wollen, auch wenn es für manche Menschen bis zur unerträglichkeit provokant sein mag.
16. August 2005
/ Kategorie: film
Roald Dahl, Tim Burton, Johnny Depp. Noch Fragen? Es gibt wohl keinen, der ersteren besser interpretieren könnte als zweiterer und keinen der den hauptprotagonisten besser spielen könnte als letzterer. Dazu unglaublich gute Kinderschauspieler, bissiger Humor und eine ausverkaufte (nagut, kleiner Saal aber immerhin) Spätabendvorstellung in Original-Englisch mit einem Wortspiel (Hair vs. Heir) das ausser mir glaub ich keiner Verstanden hat, bei dem ich mir aber in keinster Weise vorstellen mag, wie das übersetzt worden ist.
Technisch übrigens auch oho: Menschen in CGI, perfekt passend, ja zum großen Teil kaum erkennbar, zumindest aber in typisch burtonesker Atmosphäre, die alleine schon Spaß macht.
Ja, mir hat der Film gefallen. Den anderen anscheinend auch. Ich möchte ihn hiermit weiter empfehlen und dazu raten, einfach selbst zu sehen. Wem Roald Dahl zusagt oder wer zumindest auf einen neologismus wie "Nicht-Infantilisierende Kindergeschichten" anspringt, der sollte sich durchaus überlegen, das Kino zu besuchen. Gerne auch als Entspannenden Ausklang zu Sin City den ich hier auch nochmal ohne Bezug zum eigentlich geschriebenen hervorheben möchte. (Denkt dran, viele Kinos kontrollieren nicht, wenn man schonmal im Innenraum ist).
21. July 2005
/ Kategorie: film
Ein Film-Stöckchen von Loxia:
Total number of films I own:
ca. 55 DVDs, 4 DVD-Boxsets (Futurama Season 1-3 und Twin Peaks Season 1) und 1 Video: "Truckers" von Terry Pratchett
The last film I bought:
Kann mich nicht dran erinnern um ganz ehrlich zu sein. Aber so bald wie möglich wird es Silentium sein.
Last film I watched
Der letzte im Kino war "Am Tag als Bobby Ewing Starb". Schöner Film den ich an anderer Stelle auch schon besprach. Abseits des Kinos (auf der Festplatte) war es Crash, der leider erst in ein paar Wochen in Deutsche Kinos kommt (was angesichts des Produktionsdatums 2004 wirklich eines Schande ist).
Five favorite films I either watch frequently or that mean a lot to me (in no particular order):
Och wie wärs denn mit five favorite directors? Und vor allem nach Epochen geordnet?
Nagut. Stellvertretend für die Regisseure, die heutzutage auch noch Filme machen:
Straight Story (David Lynch) - Entgegen aller behauptungen der unkonventionellste Lynch-Film und tatsächlich mein liebling
Chasing Amy (Kevin Smith) - Ok, streichen wir das mit den Regisseuren. Der Mann hat 3 grandiose und einen guten Film gemacht. vergessen wir den Rest.
Dogville (Lars von Trier) - Weil LvT sein Dogma-Manifest, statt darauf sitzen zu bleiben, konsequent weiter entwickelt hat und definitv eine der Speerspitzen des Kinos darstellt
Adaptation (Charlie Kaufman) Ok, kein Regisseur. Aber Drehbuchschreiber. Und was für einer. Dieser Film stellvertretend auch für Being John Malkovich, Eternal Sunshine of the Spotless Mind, Human Nature und Confessions of a Dangerous Mind
Million Dollar Baby (Clint Eastwood) - Weil dieser Mensch hier rein muss, weil ihm hoffentlich noch ein langes restliches Leben vergönnt ist, um seine Westernfilme wett zu machen. Stellvertretend für all die großen und kleinen Geniestreiche seit er hinter der Kamera steht.
Und um dann noch die zu würdigen, deren Zenit bereits mehr oder weniger vorüber ist oder die eben nicht in die Top5 passen:
Kubrick, Scorsese, Amenabar, Almodovar, Coppola (Sophia), Anderson (P.T. und Wes), Joel & Ethan Coen, Hans Weingartner und zig andere...
10. July 2005
/ Kategorie: film
"Bobby ist tot", schallt es durch die Wohnkommune, und unterbricht so einen drohenden Streit. Doch der Tag, an dem in Deutschland die Sendung mit Bobby Ewings Dallas-Tod gesendet wurde, war auch der Tag an dem die Nachricht vom Super-Gau in Tschernobyl verbreitet wurde. Womit wir beim Thema sind: 1986, Brokdorf in Schleswig Holstein. Der Protest gegen die Atomkraftwerke ist schon wieder am abflauen, aber eine kleine Kommune wehrt sich täglich gegen Atom, Polizei und Dorfbewohner. Und so erzählt "Am Tag als Bobby Ewing starb" in sehr lustiger, teils auch kurioser Weise die Geschichte einer Wohnkommune, die wie so viele Wohnkommunen lebt und stirbt. Dazwischen viel Humor, nette klischees ("Jetzt stellen wir uns in der runde auf und schreien dann so laut wir können", gemeinsames Nacktbaden im Badezuber draußen...) und eine wirklich schön erzählte Geschichte.
Langsam entwickelt sich der Max-Ophüls-Preis zu einer wirklich ernstzunehmenden Größe: "Das weisse Rauschen", 2 Filme die ich leider nicht gesehen habe, letztes Jahr Muxmäuschenstill und dieses eben "Am Tag als Bobby Ewing Starb", kein Filmpreis konnte in den letzten Jahren besser jungen und unbekannten deutschen Filmen ein Sprungbrett geben.
Und so ist der Film das beste, was Deutschland dieses jahr hervor gebracht hat: ein erfrischend lustiger, von deutschen Filmklischees freier, dafür mit amüsanten Gesellschaftsklischees gespickter Film, den es sich auch für Menschen anschauen lohnt, die nicht in den 80ern politisch sozialisiert wurden.
8. July 2005
/ Kategorie: film
Er gilt als der schlechteste Film aller Zeiten, wobei Holger ja immer noch der Meinung ist, das sei Troll 3 und ich mich lieber nicht auf solche Bestenlisten einlasse. Wie schlecht auch immer der Film ist: er ist Public Domain und kann ab sofort beim Internet Archive heruntergeladen werden. Und das freut uns natürlich.
30. June 2005
/ Kategorie: film
Sorry, ich bin der falsche Mensch für Filmboykotte. Auch wenn ich sie unterstützen würde, durchhalten könnte ich sie nicht. Weder gegen eine "Raubkopierer sind Terroristen"- noch gegen Pressefeindliche Kampagne wie sie im Vorfeld von Stven Spielbergs H.G. Wells - Adaption gemacht wurde (ihr habt's sicher woanders gelesen: keine Presseartikel vor dem Kinostart, Leibesvisitationen und Kameraüberwachung etc) Ja, und ich würde auch keinen Boykott wegen Scientology hinkriegen, auch wenn's angebracht ist.
Drum: gleich heute in diesen Film. Und ich muss zugeben: die ganzen "muss der schlecht sein, wenn man nicht drüber schreiben darf" - Vermutungen waren Falsch. Für meinereiner ziemlich falsch, für die meisten Menschen, die sich ja anscheinend durchaus mit der Art, in Hollywood Filme zu machen, anfreunden können, grottenfalsch.
Krieg der Welten ist Spannend, Atemberaubend, und gut erzählt. Klar, die Aliens schauen aus wie alle Spielberg-Aliens, die üblichen Filmfehler-Seiten werden platzen (ich bin sicherlich nicht der Erste, dem beispielsweise die funktionierende Videokamera nach diesem EM-Puls, der soeben die ganze Stadt lahmgelegt hat, auffällt) und das Ende ist selbst für Hollywood übermäßig kitschig; aber abgesehen davon, waren es 100 kurzweilige, teils lustige, teils angespannte Minuten die mich in ihren Bann gezogen haben, zumal ich schon immer Spielbergs Fähigkeit bewundert habe, Geschichten zu erzählen - man mag ihm vieles vorwerfen, aber wenn die Handlung schlecht war, lags bei ihm nie an der Umsetzung. Damit ist WotW der beste Popcorn-Film des Jahres und wird das auch bis Sin City (im August?) bleiben.
Und mehr erwarte ich auch nicht von einem solchen Film. Selbst für 6,90 €.
10. June 2005
/ Kategorie: film
Der Film zeichnet mit viel Witz und Charme das Bild einer verlorenen Generation.
So, nun habe ich auch mal die blödsinnigste Phrase der Filmkritik gedroschen, gehen wir zum eigentlichen Thema über: "Hitchhikers Guide to the Galaxy", zu Deutsch: "Tramper führen zur Galaxie" (Hey, wo, wenn nicht hier sollte man den Babelfisch nutzen?)
Douglas Adams zu verfilmen stelle ich mir unglaublich schwer vor. Irgendwie hatte der BBC es vor ca. 20 Jahren trotzdem geschafft. Heraus war ein sehr trashiges, aber liebevolles Stück Fernsehgeschichte gekommen, das zwar keinerlei Special Effects, dafür aber eine Verfilmung ganz im Geiste der Bücher.
Nun also die Neuverfilmung. Mit mehr Bums und weniger Trash. Dafür aber auch mit einem komplett dazu erfundenen Zwischenplot.
Ich bin bestimmt kein Mensch, der sich über eine freiere Interpretation der Literatur beschwert. Aber warum man einzelne wirklich gute Originalteile weglassen muss und dafür ein Stück Abenteuer fast ganz ohne Witz einbauen muss, verstehe ich nicht.
Ja und sonst? Marvin ist lustig, hätte aber noch derber sein können. Zaphod nervt, diese zweikopf-lösung ist eher uncool. Generell erzählt HHGTTG eine schöne Abenteuergeschichte. Und genau da ist das Problem: nicht, dass ich die 90 Minuten lang irgendwann gelangweilt gewesen wäre, aber ich hatte eigentlich gedacht, ich würde danach mit Zwerchfelldehnung eingeliefert werden müssen. Nichts da. Vor lauter tollen Effekten und Geschichten haben Regie und Autoren vergessen, dass das Ganze eigentlich eine Komödie ist. Ja, eigentlich nicht nur einfach eine Komödie sondern eines der größten komödiantischen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Statt dessen nur ein kleiner Bruchteil der wirklich coolen Witze, ein haufen sinnloser Slapstick und unnötiger Action-Ballast.
Das schlimmste dabei: es ist nicht mal wirklich schlecht sondern vielmehr einfach nur belanglos. Schadestens.
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