Hach, was wollte ich einen solch albernen Spruch schon lange mal als Überschrift in mein Blog packen. Und dabei stimmt sogar was ich damit sagen will:
Radioheads neues Album überrascht selbst optimisten: Einem
Artikel zufolge hat Radiohead mit den Albenverkäufen in der ersten Woche 10 Millionen US-Dollar eingenommen. Reingewinn.
According to a source close to the band, In Rainbows has "sold" approximately 1.2 million copies as of October 12th. In comparison, that's more albums sold in the first week than Radioheads' last three releases combined. According to an Internet poll of 3,000 people, the average price paid for In Rainbows was $8. If these numbers are accurate, Radiohead has made close to $10 million in one week on this album alone.
Das sagt so einiges aus. Nicht nur, dass damit bewiesen wäre, dass Fans gerne bereit sind, Geld für ein Album auszugeben, auch zeigt es, dass eine Band gar nicht zwingend eine Plattenfirma benötigt.
Nun muss man zu gute halten dass die PR natürlich eine außergewöhnliche war; schließlich haben Radiohead Neuland betreten (wenn auch ca. 8 Jahre zu spät).
Viel spannender wird allerdings die Frage sein, was das Musikbusiness daraus macht.
Madonna hat nun ebenfalls keinen Deal mehr und andere werden nachziehen wenn sie es noch nicht sind. Das aber bringt die ganze Branche in Bedrängnis, denn bislang galt noch immer, dass erfolgreiche Künstler die nicht-erfolgreichen finanzieren. Und vor allem: dass Labels die Arbeit von Musikern im voraus bezahlen. Es wird sich also zeigen müssen, was das für Musiker bedeutet, die sich ihren Studioaufenthalt nicht einfach aus der Portokasse leisten können. Und ich bin mir sicher, es wird genügend Modelle geben.
Villeicht führt die ganze Geschichte auch einfach nur dazu, dass Plattenfirmen ihre tendenziell auf Ausbeutung angelegte Vertragspolitik überdenken.