Ich hatte ja den zwölfer übersprungen, weil mir der elfer ziemlich auf den Keks ging mit seiner "Schaut mal wir machen einen Film rund um ein Star-Aufgebot"-Attitüde. Pure Langeweile gepaart mit Müdigkeit gegen halb 11 und Unwillen, so früh schon schlafen zu gehen, brachten mich dann aber doch dazu, Oceans 13 anzuschauen.
Erster Bonus: in Sachen Stars gerade einmal Rumpfbesetzung. Sprich: Clooney, Damon, Pitt aus der ersten Riege. Körnige Kamera, Soderberghs "Kunst-In-Hollywood"-Stil eben.
Und dann passierte etwas, was mich doch sehr überraschte: nichts. Ja, tatsächlich: der ganze Film hat keinerlei Spannungsbogen, keinerlei Dramatik. Wirklich, null. Für einen Thriller so ungefähr die schlechtest mögliche Voraussetzung, aber es paßt. Oceans 13 ist weder rasant noch tollkühn. Er hat kaum Geheimnisse und noch weniger Überraschungen. Und genau deshalb funktioniert der Film.
Weder der Plot (Casino betrügen) noch die Ausführungen bieten irgend welche Neuerungen und doch gab es keine Minute in der ich mich in Oceans 13 gelangweilt hätte.
Nun macht das immer noch keinen großartigen Film, aber selbst wenn ich Oceans 12 gesehen hätte, würde ich immer noch behaupten, dass dieser Film der interessanteste, ja beste aus der Reihe ist; auch wenn das nicht zwingend etwas heißen muss.