Ich habe jetzt etwa eine Stunde darüber gegrübelt, was Flickr dazu veranlassen könnte, Deutschland auf eine Stufe mit HongKong und anderen Ländern zu setzen. Dann stieß ich in den Kommentaren
hierzu auf folgenden
Forenbeitrag eines Flickr-Mitarbeiters. Der erklärte, es sei die Entscheidung gewesen, Deutschland entweder in "Flickr International" einzugliedern oder auch nicht.
Offensichtlich geht es Flickr/Yahoo also um Rechtssicherheit im Zusammenhang mit dem deutschen Jugendschutzgesetz. Das verlangt Altersnachweise für Bilder, die - naja - eben nicht Jugendfrei sind. Warum Yahoo allerdings diese Brachialmethode anwenden musste, verstehe ich nicht.
Nicht, dass ich es akzeptieren würde, wenn ich es verstünde, aber es will mir nicht einleuchten, dass dieser Rundumschlag die einzige technische Möglichkeit war, Jugendschutzkonform zu sein.
Wir haben also: Ein bescheuertes Jugendschutzgesetz, das völlig an der Realität im Internet vorbei geht und eine ebenso bescheuerte Firma, die es sich gerade mit ihrer Hauptkundschaft verscherzt.
Und einen Autor, der sich das jetzt einfach mal von aussen ansieht.
Update: Inzwischen hat auch der Spiegel
darüber geschrieben. Dort wird behauptet, es sei die deutsche Forenhaftung, die dafür verantwortlich sei. Das wäre genauso dämlich.