Über
Joost konnte man ja schon allerhand lesen. Auch ich hatte darüber berichtet, als das Ganze noch "Venice Project" hieß. Nur die Zugänge zur closed beta waren bisher rar, und als ich dann einen hatte war meine Zeit begrenzt. Jetzt ist das mit der Zeit auch nicht besser, aber ich habe mir vorhin trotzdem das Programm gestartet. Es folgt ein kurzer Nutzungsbericht:
Interface:

Die Designer von Joost haben ganz offensichtlich einen Mac. Oder mehrere. Das fällt spätestestens beim halbtransparenten Menü auf, das stark an das von Quicktime erinnert und sich auch so verhält.
Aber auch ein Dashboard mit Widgets hat Joost eingebaut, auf eigenbauten und ähnliches darf man dann gespannt sein. Aussehen tut das zumindest so:
Qualität
Technisch gesehen streamt Joost akzeptable Bildqualität bei 76-80KB/s. Momentan gibt es dank Beta noch keine verlässlichen Daten über den Upstream, der lag bei mir unter einem KB. Die Latenzbedingten Aussetzer halten sich stark in Grenzen und auch die Vor-Caching-Zeit ist sehr kurz gehalten. Eine von mir für fünf Minuten angesehene National Geographic-Dokumentation konnte qualitativ fast schon mit normalem Kabel-TV mithalten, ein weiterer Film aus dem Poker-Kanal hingegen war stark Artefaktlastig. Mehr Empirie wäre hier natürlich Sinnvoll um verlässliche Aussagen zu treffen. Darf aber jemand anderes mit mehr Zeit machen.
Werbung

Joost wird Werbefinanziert sein, soviel war ja schon vorher klar. Die Werbung ist auch schon in der Beta eingebaut, zumindest begrüsste mich vor einem der Filme ein T-Mobile-Clip der etwa fünf Sekunden lang war. Ob es auch Werbeunterbrechungen oder länger clips geben wird, wird sich zeigen. Hängt vielleicht auch vom Programm ab.
Programm

Viacom hat letztens einen Deal mit Joost abgeschlossen. Weitere werden folgen. Momentan gibt es einen Kanal mit alten National Geographic-Dokumentationen, einen mit Poker-Spielen, einen für Autorennen und noch ein paar andere. Dass vom Programm der Erfolg abhängt dürfte klar sein, technisch hat Joost das Zeug dazu.