Konferenz zu Ende, ich am Ende. nach über 12 Stunden Schlaf nun endlich Zeit zu rekapitulieren.
Auch am dritten Tag gab es sicherlich noch die ein oder andere spannende Diskussion, die sich aber vor allem in den Pausen abspielte. Selten waren die Vorträge wirklich brilliant, viele schlitterten trotz wohlklingendem Titel in die Bedeutungslosigkeit ab. Dennoch war diese Konferenz in Ordnung: zum einen für die Wahrnehmung von Computerspielen in der Öffentlichkeit, zum anderen, weil man unglaublich viele nette und spannende Leute kennen lernen oder wieder treffen konnte. Irgendwie hatten alle anwesenden die ähnlichen, teilweise enttäuschten Erwartungen und gemeinsam über den Vortrag ranten und dann die entgangene Diskussion einfach im Vorraum führen, ist ja auch eine gute Sache. Konferenzen sind ohnehin nur teilweise wegen der Vorträge gut, vielmehr zählen die anwesenden Menschen. Kontakte knüpfen ist natürlich eine Sache, aber selbst ohne Kontakte, ohne dämliche Business Cards, ist die Konzentration an interessanten Gesprächspartnern an so einer Tagung aussergewöhnlich.
Das Abschlussgespräch war dann allerdings viel zu viel Weihrauch. Meine Frage, ob die Folien dann mal ins Netz kämen wurde mit "das werden wir in den nächsten 3-4 Wochen mit den entsprechenden Vortragenden abklären" beantwortet. Na super: die Leute haben jetzt ihren Laptop dabei, also geht man am besten jetzt hin und zieht sich die Folien auf einen USB-Stick. Ist ja nicht so wie bei anderen Veranstlatungen, dass die Menge der Referenten unüberschaubar wäre.
Nächstes Jahr wieder? Unklar. Übrigens die erste Konferenz auf der ich bin, die mich nicht angesteckt hat. Will sagen: bin eigentlich begeisterungsfähig genug, um in den ersten drei Tagen nach einer solchen Veranstaltung am liebsten schon die Zugtickets fürs nächste mal zu buchen, dieses mal nicht. Andererseits ist natürlich die Hoffnung da, dass sich alles in einem Jahr mehr eingespielt hat und der ein oder andere Referent auch mal Ergebnisse präsentiert.