Kennt ihr Musicload? Das sind die, wenn man mal den Fernseher anschaltet, mit dem unglaublich dämlichen Heavy Metal-Fan, der Schmusemusik kaufen will. Die verkaufen zu überhöhten Preisen, völlig unbrauchbare, weil minderqualitative und DRM-verkrüppelte WMA-Musik und halten sich für innovativ.
Das mit dem Innovativ kommt daher, dass als "Innovation" bei der Mutterfirma T-Online gilt, was nicht älter als 2 Jahre ist und schon einigermaßen funktioniert. Das wird dann dort für einen höheren Preis und mit schlechterer Qualität nochmal verkauft.
Und weil der Markt klein und das Werbebudget groß ist, ist es nicht schwer, sich dann auch Marktführer zu nennen. Das kauft dann die Chefetage ab, schießt noch mehr Geld ins Werbebudget und an irgend einer Stelle kommt so viel Geld zurück dass das Konzept irgendwie funktioniert.
Neu bei Musicload ist, dass die jetzt auch Konzepte kopieren, die nicht funktionieren. Zum Beispiel das von Napster, das da lautet: "10 Euro für so viel DRM-verkrüppelte Musik wie du willst, solange du zahlst". Funktioniert bei denen auch nicht. Die machen Verluste, weil keiner so blöd ist, 120 Euro im Jahr für Musik auszugeben, um danach rein gar nichts sein eigen nennen zu können.
Nun also eben Musicload. Die haben sich gedacht "Flatrate, das geht zu weit". Und haben das Webradio neu erfunden. Nur nennen die es "Streaming-Flatrate", schicken minderqualitative, drm-verkrüppelte Musik über das Netz und verlangen dafür "unter 10 Euro", wie Heise
schreibt. Und damit auch keiner überkonsumiert, oder vergisst den Stream abzuschalten, was ja Geld kosten könnte, und damit man das auch nicht im Schlaf anmacht um die ganze Nacht hindurch den Lieblingsklängen zu lauschen (wofür man ja bezahlt hätte), gibt's einen 6-Stunden-Timeout bei einem Dienst, der sich "music nonstop" nennt. Grandios, Leute!
Ich bin ja mal gespannt, wann die das Konzept
für gescheitert erklären mit noch mehr Werbegelderm fördern und empfehle so lange sowas wie
last.fm oder natürlich Soulseek. Ist günstiger.