Das Online-Wörterbuch
dict.leo.org ist für mich ja inzwischen völlig unverzichtbar geworden. Ab einer gewissen Menge Texte, die auch gut klingen müssen, ist ein Wörterbuch ohnehin nötig und keines ist für mich so übersichtlich und schnell greifbar wie oben genanntes.
Leider ist das nicht immer schnell genug. Wenn ich qua OpenOffice.org (das .org gehört mit zum Namen und ist da wichtig!) am Textverfassen bin, möchte ich ungern erst in den Browser wechseln und dort ein Formularfeld ausfüllen. Genau deshalb hatte ich mich in den letzten Tagen ein klein wenig damit auseinander gesetzt, wie OpenOffice.org-Plugins aussehen - fehlt nur noch eine Schnittstelle (API) über die ich anfragen an dict.leo.org absetzen kann..
So etwas kann ja nicht schwer zu basteln sein, dachte ich mir, und schon war auch eine Mail an die netten Leute aus München raus, die eben genau jene Frage beinhaltete: "Ich brauche eine API, wie schaut's aus?"
Zurück kam schnell aber enttäuschend eine Absage. Die Logik dahinter: Weniger Besuche über die Website = weniger Werbekunden = Finanzieller Tod.
Schade, dass ausgerechnet ein staatlich finanzierter Dienst so denken und arbeiten muss. Schade auch, dass man offensichtlich einer entsprechenden Logik unterliegt, die ich so nicht teilen kann.
Für mich bedeutet mehr Zugang in erster Linie mehr Besucher, die dann auch mal auf die Website gehen. Und dort dann vielleicht auch werbung klicken. Ich wäre auch durchaus bereit, den Preis eines normalen Wörterbuches zu spenden, um diesen Zugang haben zu können und ich denke es geht anderen sicher ähnlich. Mal ganz abgesehen davon dass ich, genau wie viele andere, ohnehin nicht auf Werbung klicke.
Schlussfolgerung? Wir brauchen eine echtes, freies Online-Wörterbuch. Vielleicht auch mal eine Aufgabe für die Wikimedia Foundation? Das
Wiktionary ist ja ein netter Anfang, ist aber eben einsprachig. dict.cc gibt's ja auch noch, aber auch da, auch eine Uni-Einrichtung (Chemnitz). Mal die wegen API fragen, ich bin aber skeptisch. Ausserdem wäre ganz frei eben doch besser.