Dieses Jahr fängt ja schon ein wenig deprimierend an: Google
setzt jetzt wohl auch auf DRM, die EMI spielt Sonys Rootkit-Geschichte
nach und jetzt legt das Bundesjustizministerium einen neuen zweiten Korb
auf den Tisch, der sogar die Verbraucherschutzverbände auf den Plan
ruft: Quasi-Verbot der Privatkopie, bis zu drei Jahren Haft auch im Nicht-Gewerblichen Umfeld, und noch massive Diskussion um die Einführung einer Bagatellgrenze.
Ich bin ja dringend für eine solche Grenze. Wenn man es sich genauer überlegt, ist die Höhe für die meisten P2P-Nutzer zwar egal, da zum Beispiel Bittorrent-User ohnehin nicht anhand der gesamten Bandbreite ihres Angebots sondern nur wegen der Teilnahme an einem einzelnen Torrent angreifbar sind. Auf der anderen Seite bräuchte es ja dringend eine klare Regelung für Filesharing das abseits des Urheberrechtsmafia-Radars abläuft: es macht zwar viel Freude, alte Nurse With Wound-Raritäten über Soulseek zu entdecken und es wird sicherlich niemanden stören, wenn ich dies auch tue. Sicher ist das leider in Zukunft trotzdem nicht.
Dass sich nun die doch recht einflussreichen Verbraucherverbände äußern freut mich. Auch wenn es denen eher um Wissenszugang und Bibliotheken geht, oder wenn sie so argumentieren (was ja zweifelsohne, im ersten Fall wichtig und im zweiten sinnvoll ist), ist es dringend nötig, dass gerade diese Diskussion sich aus dem üblichen Milieu hinaus bewegt.
Markus wird am 28.1. zur Anhörung gehen. Auch ein wichtiger Punkt: aktive Lobbyarbeit ist ebenso nötig wie die Aufklärung und Mobilisierung von Usern, wie wir es zum Beispiel bei
FairSharing versuchen.
Verbraucherschützer fürchten um Privatkopie – Golem.de Verbraucherschützer fürchten um Privatkopie vzbv: Geplante Reform ist eine Gefahr für die Wissensgesellschaft Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) übt...
Tracked: Jan 07, 14:28