Spreeblick macht ja neuerdings mit Werbung und lässt sich ganz neuerdings von den Toten Hosen
sponsorn.
Bemerkenswert daran: Teil der Vereinbarung ist, dass die Toten Hosen sechs Clips der kommenden DVD zum Download zur Verfügung stellen. In voller Qualität und zwar per Bittorrent.
Auf der anderen Seite klingt das nach einem wunderschönen Signal an die Musikindustrie: Bittorrent ist doch ganz klasse, man muss gar keine illegalen Dinge damit tun.
Auch ist das eigentlich sogar ein ganz mutiger Schritt: immerhin sind das sechs volle Songs, die da ihre ganz legale Verbreitung finden. Und zurecht sind viele Leute, wie auch z.B.
Markus begeistert.
Ich muss dennoch ein paar Kleinigkeiten loswerden, die mir zu dem Thema einfallen. Denn richtig revolutionär oder verwunderlich ist das nicht. Spätestens nach dem
Agreement zwischen Bram Cohen und Hollywood dürfte klar sein, dass gerade Bittorrent auch in den Kreisen seiner Gegner angekommen ist und dass P2P zu Marketingzwecken genutzt wird, nun schön dass es mal einer macht.
Möglich wäre das, und das is meine zweite Kleinigkeit, eben auch nicht ohne die Labelstruktur, mit der die Toten Hosen arbeiten. Die sind nämlich dieses mal nicht zum ersten mal ganz vorne dabei sondern haben schon 1995 die Zeichen der Zeit erkannt und mit JKP (Jochens Kleine Plattenfirma) ihre eigene Plattenfirma gegründet (Ein Weg dem einige Zeit später auch viele andere folgen sollten). Dank eines geschickten Vertriebsvertrags mit EastWest ist die Band seitdem in ihrem Tun völlig unabhängig und kann es sich nur deshalb erlauben, solche Promotion-Aktionen zu machen. Eastwest (bzw. Warner) sind lediglich Zaungäste. Auch deshalb ist zu hoffen, dass die Aktion ein voller Erfolg wird.