Top Name für einen Film, vor allem weil man sich alles und nichts drunter vorstellen kann, er aber gerade bei dem Streifen dem er den Titel gibt, brilliant passt.
Fangen wir an. Nur wo? Auch Kiss Kiss Bang Bang, Regiedebut von Actionfilm-Autor (Lethal Weapon 1-4) Shane Black, weiss das nicht so genau und lässt Erste-Person-Erzähler und Hauptfigur, den Kleingauner Harry Lockhardt, verwirrt umher springen. Apropos Verwirrt: wenn mich etwas an diesem Film gestört hat, dann dass genau jenes verwirrte, sehr schräge, etwas überstrapaziert wurde.
Aber zurück -ich fange ja auch schon so an - Hollywood: Harry glaubt von einem Regisseur entdeckt worden zu sein und hängt auf Parties rum, wo er Detektiv Gay Perry kennenlernt und seine alte Jugendliebe Harmony wieder trifft - tausende Meilen vom Heimatort in Indiana entfernt. Mit dem einen soll er ein paar Stunden lang für seine Rolle üben und wird Zeuge eines Mordes, mit der anderen will er im Bett landen, erwischt aber ihre Freundin Flicka. Und so geht der Film weiter. Abgedreht, schlecht erzählt und mit einer fürchterlichen Story gesegnet.
Und doch ist Kiss Kiss, Bang Bang ein Riesenspaß: auf der einen Seite trash-kokettierend, auf der anderen ein wenig überzogen, Slapstick hier, übertriebene Action dort und der Rest mit Persiflage aufgefüllt, vor allem vor dem Hintergrund des Absolut-Nichts-Davon-Erwartens wirklich ganz große Klasse.