Nun hat also auch der Iran seinen Schorsch: Ahmadinedschad, wie er von der Deutschen Presse geschrieben wird ist mit großer Mehrheit in der Wahl aber großer Minderheit in der Wahlbeteiligung neuer Ultrakonservativer Präsident im Iran.
Ja, das macht mir Sorgen, nein deswegen möchte ich nicht gleich einen Krieg und deswegen bin ich auch kein Kulturimperialist.
Ich bin ein sehr Freiheitsliebender Mensch. Ich bin für die Selbstbestimmung des Einzelnen. Deshalb tut es mir weh zu sehen, wenn Menschen die gegen diese Selbstbestimmung sind, Macht erlangen. Ob das im Iran ist oder in den USA, Peking oder Berlin ist mir egal. Menschenrechte, und da gehören nur ganz simple Dinge wie Gleichheit, Meinungsfreiheit und Körperliche Unversehrtheit dazu, sind für mich weder zwischen Religionen noch zwischen Geographischen, ethnischen, geschlechtlichen oder gesellschaftlichen Grenzen teilbar. Das heißt nicht, dass ich Kriege in irgend einer Form befürworte, wenn sie nicht
direkt dazu dienen, einen Völkermord zu verhindern.
Aber ich werde mein bestes tun, um all denjenigen zu helfen, die irgendwo auf der Welt ihre Kämpfe für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen. Journalisten in China, Feministinnen im Iran oder Jugendliche in Saudi-Arabien die einfach keine Lust mehr auf Bevormundung haben.
Mir geht dieses Geschwätz auf die Nerven, man solle nicht westliche Maßstäbe anlegen.
In Sachen Entwicklungsgeschwindigkeit: eventuell. Freiheit und Demokratieverständnis muss wachsen und akzeptiert werden. Deutschland hätte in den 50er Jahren sicherlich auch keine umfassenden Rechte für Homosexuelle einführen können, um einmal ein Beispiel zu nennen. Aber dennoch ist ein stetiger emanzipatorischer Prozess
überall nötig.
Leute, fragt lieber mal die Menschen, die in anderen Ländern in Gefängnisse gesteckt werden, bevor ihr mit diesem elenden "vielleicht wollen die das gar nicht"-Geseier anfangt.
Vielleicht ist Homosexualität gar nichts für die Menschen in Arabien? Was für ein Rassistisches Geschwätz! Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist: rassistische Versuche, Kulturen zu verbieten oder diese Gleichgültigkeit und dieser Relativismus auf der anderen Seite. Was hättet ihr eigentlich einem Amerikaner im zweiten Weltkrieg entgegnet, wenn er gesagt hätte "Vielleicht ist ja Demokratie nichts für die Deutschen, vielleicht wollen die ja keine Menschenrechte und vielleicht tragen die Juden ja gerne ihren gelben Stern". Ja, da ist kaum ein Unterschied zu der Aussage, dass der Iran vielleicht keine Demokratie bräuche und die Frauen gerne ihren Hijab tragen. Vielleicht stehen die 16jährigen Mädchen die für ihre (oft auch unfreiwillige) entjungferung gesteinigt werden ja auch drauf und sehen es ein, wie klingt das?
Ich weiß. Absurd.
Ja aber was ist mit deren Religion? Gehört das nicht dazu? Mal abgesehen davon, dass dem eher nicht so ist, genauso wenig wie bei uns alle Christen Sonntags in die Kirche gehen und gleich Menschen in die Luft sprengen, wenn jemand sich Abfällig über Jesus äußert, ist Religionsfreiheit auch immer die Freiheit, keiner Religion angehören zu wollen. Auch die muss jedem, und ich betone jedem Menschen gegeben sein. Wenn ein Religiöser Mensch dann immer noch irgendwelche seltsamen Faxen machen und sich unterdrücken möchte, ist das sein Problem. Wenn er anderen Menschen seine Faxen und Unterdrückung aufdrückt, wird das auch zu meinem.
Und das hat weder mit Christus vs Mohammed zu tun - es gibt auch genügend anti-emanzipatorische Christliche Länder und Kräfte in emanzipierteren Ländern - noch hat das mit Nordwest vs Südost zu tun - ich schreie genauso auf, wenn hier oder in den USA versucht wird, die gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrhunderte zunichte zu machen, wie ich das in anderen ländern tue. Aber ich tue es und ich werde mir auch nicht vorwerfen lassen, Kulturimperialistisch zu sein, solange es Menschen in den von mir kritisierten Gesellschaften gibt, die auf meiner Seite sind.
Also hört damit auf, ständig Versuche kaputt zu reden, die der Stärkung von Demokratie und Menschenrechten in diesen Ländern dienen. Ich meine damit keinen Krieg. Aber ich meine die Unterstützung all derer Kräfte, die sich für die Freiheit des Individuums einsetzen. Egal, ob Bloggende Chinesen, protestierende iranische Studenten oder Westliche Intellektuelle und weniger belesene Menschen mit Freiheitsdrang.
lasse ich mich gerne nennen, wenn dieses Wort jemanden bezeichnen soll, der von der Universalität der Menschenrechte als Hauptmaxime seiner politischen Ansichten ausgeht. Julian ist zwar noch nicht ganz soweit, Menschen die Coca Cola nicht vom Recht auf
Tracked: Jun 26, 13:23