CASA ist also zuende und es war toll. Klar, sagt man immer wenn man sich von neuen Freunden verabschieden muss und eine schöne Zeit hatte, aber ich meine das so - eine schöne Abwechslung zu den üblichen Events auf denen ich in den letzten Monaten zugegen war. Im Prinzip haben solche Konferenzen ja immer nur ein Programm, um etwas vorzeigen zu können. Das eigentlich wichtige und interessante - Gespräche, Diskussionen, Kontakte knüpfen passiert ohnehin an den Abenden und in den Pausen. Und so war es auch mal wieder nicht verwunderlich, dass die Nacht lange und mein Workshop heute morgen eher mau besucht war. Hat allerdings auch nicht allzu sehr gestört: es gab ein paar anregende Diskussionen und viel Austausch über verschiedene akademische Kulturen und Ansätze, freies Wissen an den Universitäten besser zu fördern und verbreiten.
Möchte jemand einen Kaffee? Sitze gerade im Zug und mir gegenüber saß bis vor ein paar Minuten ein Italiener, der seinen Anschlussflug nach Mailand verpasst hat und nun bis morgen früh um 10 dort sein muss, um nach Miami fliegen zu können. Recht verpeilt, der Typ, denn obwohl er eigentlich wusste, dass Duisburg nicht mehr weit ist, hat er sich gerade noch einen Kaffee bestellt, den er nun stehen lassen musste. Ausserdem musste ich gerade einen höchst nervösen Engländer beruhigen, der wirklich ein unglaubliches Glück hatte, dass die drei Zollmenschen an ihm vorbei gelaufen sind. Als er gerade sein Dope umgepackt hat, konnte ich es über drei sitzreihen riechen. Frage mich immer noch, wie naiv man sein muss, um ausgerechnet in diesem Zug illegalisierte Drogen mitzunehmen. Einfacher kann man es den grünblauen Männern nun wirklich nicht machen. Andererseits ist dieser Kerl ohnehin auf irgendwas. Oder er hat ein permanentes Problem. Zumindest hat er gerade vergessen dass ich Halb-Engländer bin obwohl ich es ihm vor 3 Minuten gesagt habe und hat darüber hinaus generelle Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen.