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Isotopp ein sehr lesenswerter Artikel über die mögliche
Zukunft von Jamba.
Interessant dabei ist, daß wir alle völlig überrascht tun, obwohl das eigentlich auch nur eine weitere Station in der Handyfizierung der Gesellschaft ist.
Der zahlkräftige Mainstream hängt also quasi der Entwicklung des Internets einige Zeit hinterher, im Gegensatz zu ersterem läßt sich aber mit Mobilen Diensten dank toller Abrechnungsmethoden richtig Asche verdienen.
Und so werden aus Chat und Foren SMS-Flirtbörsen, aus mp3s werden Klingeltöne und aus Blogs und RSS-Feeds eben mobile "infodienste".
Zwischendrin waren Handyspiele (komischerweise nie der richtige Riesen-Markt), und wenn ich mal weiterspinne, wird das auch das nächste große Ding: in Zukunft werden MMOGs nicht mehr im Browser oder in der World of Warcraft ablaufen, sondern Mobil. Immer erreichbar, evtl auch mit Computern kombiniert. Mal eben unterwegs checken, ob man angegriffen wird, Items oder Ressourcen verscherbeln oder einen neuen Skill trainieren, während man im Zug sitzt: damit wird es anfangen. Aber man kann sich das weiter denken: komplette spiele mit mehreren Tausend Spielern gleichzeitig, die Möglichkeiten (gerade des Geld Verdienens) sind unbegrenzt. Man muß sich das mal vorstellen: während der Spieler bisher maximal 15 Euro pro Monat zahlt, dazu noch eine DSL-Flatrate, zahlt der User in Zukunft verbindungsentgelte plus Portalkosten. Wahrscheinlich eher um die 15 Euro am Tag als im Monat.
Inkl. Süchtigmach-Faktor. Und warum das funktionierten wird? Eben wegen dem Faktor. Und weil die Zielgruppe der Mobilfunk-Industrie eben die Gruppe ist, die genauso wie ihre Industrie der Technischen Entwicklung um ein paar Jahre hinterher hinkt. "Das gibts doch online viel Günstiger", das hat schon bei Chats und Klingeltönen nicht gezogen. Das wird auch bei den Blogs nicht ziehen. Und wenn der Zyniker in mir durchblitzt, dann auch weil man sich bei mehreren Hundert Euro Telefonrechnung eben auch keinen Rechner mehr leisten kann.
Ich bin mal gespannt, was davon eintreten wird.