Der Sproutbau ist ein Hochhaus in Bremen das Herbst abgerissen wird. Vorher soll es aber noch einmal zum Leben erweckt werden. Genauer: zwischen dem 3. und 24. August (etwas kurz, wie ich finde), sollen Leute unterschiedlichster Couleur ihre persönliche Wohnutopie wahr machen. Oder weniger blumig ausgedrückt: tun was man will, in einem Haus was ohnehin abgerissen wird. Umgestalten, Kunst machen, was auch immer. Klingt spaßig, wie ich finde. Möge das Haus die Abrissbaggerfahrer und Sprengmeister zumindest zu einem traurigen Seufzer verleiten, wenn es dann abgerissen wird.
Nine Inch Nails haben schon mit dem Downloadangebot für den ersten Song ihres neuen Albums für Wirbel gesorgt, vor allem weil die RIAA dann anfing Leute zu verklagen die diesen Song weiter verbreiteten. Obwohl das gewünscht war.
Jetzt aber zeigen die Nägel, was wirklich fortschrittlich ist, und veröffentlichen drei weitere Songs in Formaten die sehr einfaches Remixen, etwa per GarageBand oder Logic erlauben. Der eigentlich interessante teil dieser Geschichte ist aber, dass die Band dafür The Pirate Bay nutzt. Ja, genau, der schwedische Bittorrent-Tracker den unter anderem Interscope/Universal, das Label bei denen NIN unter Vertrag sind, über ihren Verband, die RIAA, verzweifelt versucht mit legalen und illegalen Mitteln aus der Welt zu schaffen. (via)
wenn ihr morgen früh Zeit habt, dann schaut doch von 11:00 bis 11:30 Uhr vor der Ägyptischen Botschaft vorbei und demonstriert für die Freilassung des Ägyptischen Bloggers Abdelkareem Nabil Soliman, der wegen seiner kritischen, oft säkulären Sichtweise in Haft ist.
(Mehr Infos)
Ich weiß, für den einen oder die andere mag diese Meldung weniger neu sein, weil das rebel:art-Blog aber noch einmal darauf hinweist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, es ebenfalls zu tun. Ausserdem gibt es mittlerweile Schöne Fotos.
Wovon ich rede? Sao Paolo hat zum Jahresbeginn alle Werbetafeln, Leuchtreklame und andere optische Umweltverschmutzung verboten. Das finde ich gut, ist doch die Werbung im öffentlichen Raum ein Ärgernis das ich im Gegensatz zu all anderer Werbung nicht ausblenden kann. Ich muss mich damit auseinander setzen und habe nicht einmal die Möglichkeit, mich zu wehren. Sofern ich nicht kreativ genug bin, natürlich.
Mehr dazu in Tony de Marcos Flickr-Stream
Ich war ja gestern beim Zahnarzt. Das alleine wäre nun wirklich keine Meldung wert solange ich nicht vorhabe Prinz William zu heiraten. Zwei Details sind dann allerdings schon erwähnenswert. Zum Einen war dies mein erster Zahnarztbesuch seit drei Jahren. Damals hatte ich mir einen neuen Zahnarzt gesucht, der dann nach freudigem "Oh, Sie sind ja privat versichert!" Löcher fand, die unbedingt gebohrt werden mussten. Mir war das suspekt, ich nahm die nächstn Termine nicht wahr und sollte Recht behalten, sagt zumindest mein jetziger, der auch schon meine Zähne kontrolliert hat, als sie noch aus milch waren.
Zum anderen fand ich seine neue Praxis recht interessant, ist sie doch dort lokalisiert, wo früher einmal ein Ladengeschäft gewesen sein muss. Zumindest fühlt man sich dank der großen Fensterfront ein wenig wie ein Möbelstück, wenn man im Wartezimmer sitzt. Schweigepflicht ahoi!
Das wort "Genial" soll man sich ja für ganz besondere Dinge aufheben. Etwa für die, die einen zwei Jahre nach Erstkontakt immer noch derart begeistern, dass man es in alle Welt heraus schreien möchte.
"Attention Scum!" ist so ein Fall.
Eine Fernsehserie, die es gerade einmal zu sechs Folgen bei der BBC geschafft hat, die auch noch nachts ausgestrahlt wurden. Chancen auf eine zweite Staffel: keine. Dabei sind schon jene sechs Folgen so reich an Zitaten, so grandios konzipiert, so brilliant dadaistisch, dass mir nichts einfällt, was ich in den letzten Jahren großartiger hätte finden können. Mein Vater, Quasi ein Lexikon englischer Comedy seit der Goon Show (1950er, Radio), kann im übrigen rein gar nichts damit anfangen.
Und, wahrscheinlich weil das der BBC ähnlich ging, gibt es keine DVD. Wird es vermutlich auch nicht geben. Statt dessen hatte Simon Munnery eine Zeitlang alle Folgen als Torrents verlinkt, bis der Tracker vom Netz ging. Nun gibt er immerhin die Videos auf Youtube. Und wem das immer noch nicht reicht (z.B. mir) der hört sich die Show auf Resonance FM an. "Simon Munnery's Experimental Half Hour" ("experimental in that it lasts an hour").
Ansonsten: ansehen!
Die nächsten Tage werden langsam sein. Sehr langsam. Musste vorübergehend von meinem MacBookPro auf ein iBook G4 umsteigen da ersteres letzte Nacht den Geist aufgab. Grundlos und unvorbereitet. Hoffen wir mal dass Gravis sich beeilt. Und dass die die Festplatte nicht tauschen. Backups sind zwar vorhanden, ärgerlich wäre es trotzdem.
xkcd ist, was Webcomics angeht, kaum noch zu toppen. Das schöne dabei ist, dass der Nerd-Humor dort oftmals extrem kompatibel ist. So für nicht-nerds meine ich jetzt.
Tim ist das passiert, was ich nicht mal in meinen Alpträumen zulasse: Laptop weg, alle Daten weg. Irgend ein Arschloch hatte sich während der re:publica-Abschlussfeier in den Newthinking-Store geschlichen und seinen Rucksack entwendet. Wem also Tims Notebook in Form von Seriennummer, Macadresse und ähnlichem (alles in seinem Blog, Link siehe oben) über den Weg läuft, der möge mithelfen. Wer sachdienliche Hinweise hat natürlich auch und wer Spenden möchte, der darf das ebenfalls tun. Ich werde mich dem zumindest nach Prüfung meiner Konten anschließen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Wie beschissen sich Tim fühlt konnte man am Freitag erahnen, es ist etwas das ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind, so ich denn einen hätte, wünschen würde.
Dritter Tag Re:Publica und immer noch nichts drüber gebloggt. Jetzt auch nicht. Machen andere und ausserdem will ich cool sein indem ich mich von der Masse absetze. Die Re:Publica erwähne ich jetzt nur, weil sie nicht nur Spaß macht sondern auch mich dazu animiert hat, mehr zu bloggen. Nagelt mich also drauf fest, wenn wieder nur ein Beitrag pro 14 Tage kommt. Kann ja nicht angehen. Ansonsten habe ich alle wichtigen Menschen kennen gelernt und unwichtige Dinge mit ihnen geredet. Mit den unwichtigen Menschen wiederum wichtiges. Und so weiter. Interessiert ja eh keinen so richtig.
Jetzt bin ich doch ein kleines bisschen beeindruckt: EMI hat soebenangekündigt, künftig für 30% Aufpreis Songs ohne DRM anzubieten, Alben haben sogar den gleichen Preis. Nett dabei auch dass der User jederzeit seine Songs von DRM zu non-DRM upgraden kann. Zudem sind die "Premium-Downloads" von deutlich besserer Sound-Qualität. Jetzt muss die EMI nur noch die IFPI dazu bringen, keine Filesharer mehr zu verklagen und sie hat meinen Respekt. So ist es immer noch eine schöne Sache. Update: Ich habe mit FairSharing dazu auch eine Pressemitteilung verfaßt