27. September 2006
Schöner kann man's fast nicht darstellen:

( Via)
22. September 2006
/ Kategorie: politics
Prayas Abhinav hat die Filmaufnahmen der interessanten Paris Accord-Konferenz zu einem sehenswerten Video zusammen geschnitten. Lohnt sich, finde ich!
22. September 2006
/ Kategorie: politics
Da stand ich nun, nach 1400 Kilometern Autofahrt und Nächten mit wenig Schlaf, auf der Konferenz, von der ich mir im abstrakten Sinne so viel, im konkreten eher wenig erwartet hatte.
Wizards of OS, das hatte für mich in einer gewissen Naivität etwas Mekka-Haftes. "Der Lessig, der Benkler und so", Vorträge, Workshops, Leute treffen und vieles mehr. Wie genau, davon hatte ich keine Idee.
Nun waren meine Pläne ja vorher durchkreuzt worden, von ruhigem Vorbereiten keine Rede: des Nachts in Berlin ankommen, nächster Morgen: Konferenz.
Die glich in erster Linie einem großen Klassentreffen: Wenige Besucher, die nichts mit dieser Szene an irgendwie-in-netzpolitischen-zusammenhängen-stehenden zu tun haben, oder gerne für einen der vielen Medienpartner schreiben wollen. Deshalb die Chance, mit fast allen Teilnehmenden über den üblichen Smalltalk hinaus zu zu kommen, tiefschürfende Diskussionen über das Gesundheitswesen,
Kulturflatrate oder Musikjournalismus zu führen. Nebenbei dann doch die ein oder andere gute Veranstaltung. Beispielsweise über auf Freier Kultur aufbauenden Geschäftsmodellen (Video: ogg, mp4), etwa Copycan und Jamendo.
Auch höchst interessant die Ausführungen von Ronaldo Lemos über Brasilien, denen zufolge der Zugang zu Wissen dort ganz andere Aspekte hat, angesichts von nur 1800 Buchhandlungen (auf 186 Mio Einwohner) oder Plattenfirmen, die gerade mal einen Bruchteil der Musik veröffentlichen, die in Brasilien tatsächlich geschaffen wird. Straßenhändler, Konzerte, Webseiten die tatsächlich komplette Alben umsonst anbieten: der Gedanke von Geistigen Eigentumsrechten ist vielerorts völlig fremd.
Natürlich machen auch die Popstars ihre Sache gut: Inhaltlich ist dabei Yochai Benkler spannender als Lessig (Video: ogg, mp4, Audio: ogg, mp3), dessen Vortrag eher Show als Wissenschaft ist. Das macht die Inhalte zwar vermittelbarer, nimmt aber einiges an Tiefe. Die hat Benkler schon mit "The Wealth of Networks" bewiesen, seine Ausführungen bauen darauf auf und können nicht nur mich begeistern (Video: ogg, mp4). Und während ich allerhand Programmpunkte durch interessante Gespräche ersetze, und mir beispielsweise die Show des freien Wissens nur sporadisch ansehe, geht dann auch eine Konferenz zuende, die spannender nicht hätte sein können und doch so anders war, als ich sie erwartet hatte, wenngleich es mir hier schwer fällt, jene abstrakte Erwartung zu beschreiben.
Anzumerken bleibt, dass auch ich es befremdlich finde, wenn ich den ganzen Tag mit Menschen über die Unterstützung von Künstlern diskutiere und genau diese Leute dann nicht auf den Netlabel-Parties am Abend erscheinen, um tatsächlich einmal Künstler zu unterstützen. Dementsprechend leer war dann auch die Columbiahalle, trotz reichhaltiger Musik und passender visueller Untermalung.
Neben den schon verlinkten Videos gibt es im Übrigen auch alle anderen Vorträge und Panels in Form von bewegten Bildern auf der WOS-Website.
20. September 2006
/ Kategorie: misc
Wenn ein Medien-Und-Peripherie-Händler plötzlich Lebensmittel verkauft und dafür die Kommentare nicht abschaltet, muss ja sowas bei rumkommen...
12. September 2006
/ Kategorie: misc
Gestrandet.
Es ist ein seltsames Gefühl, das ich nun zum zweiten Mal in meinem Leben erlebe: Damals, da war das noch cool. Ich war fast 16, der letzte große Familienurlaub weil, "danach gehen die Kinder doch lieber mit ihren Freunden weg", so meine Mutter damals. Der Flieger von Pensacola nach Atlanta ist verspätet, wir verpassen den Anschluss nach Frankfurt und dürfen in einem reichlich ungemütlichen, weil dank 4 Wochen später stattfindender Olympischer Spiele noch mitten im Umbau befindlichen Renaissance-Hotel verweilen und uns noch einen Tag Coca-Cola-Stadt anschauen.
Dieses mal irgendwie anders: 10 Jahre sind vergangen, Mensch hat einen Terminplan und fühlt sich wichtig, wird auch irgendwie von Leuten erwartet. Bis dann ein, Mensch, oder unmensch, in der Nacht entscheidet, eine Heckscheibe zu zertrümmern, und eine Sporttasche mit Klamotten zu klauen. So als ob der doofe Ausländer, der da seinen Wagen mitten in Stockholm parkt, tonnenweise Schmuck und Laptops in so einer Tasche im Kofferraum hinterlässt. Nun also warten, bis es nicht mehr reinregnen kann, denn das ist wichtig bei so einer Fahrt über 2 Meeresbrücken und insgesamt 1400 Kilometer die es bis Berlin zu überwinden gibt.
Wie auch immer: es ist nicht einfach in einem fremden Land überhaupt erst einmal einen Wagen ohne Heckscheibe sicher über das Wochenende zu bringen, und im Anschluss heraus zu finden, was mit diesem Wagen nun los ist, wann er denn da wo er ist (nämlich in der Werkstatt, mehreren Hotlines sei Dank), wieder weg kann. Morgen Mittag ist nun angepeilt, Soeben habe ich das Auto wieder bekommen, also in etwa 48 Stunden nach geplanter Abfahrtszeit.
Es ist schon interessant, was man so erlebt, bemerkt, tut, wenn eine solche Strandung geschieht. Zum einen, wenn man noch etwas erreichen will, etwa den Fertigstellungstermin für die neue Heckscheibe erfahren. Das kostet mitunter Stunden in denen Telefon-Empfangsdamen zugeben, eigentlich keine Ahnung von der Firmenstruktur zu haben und man auf glorreiche Ideen kommt, wie sich die Nummer der zuständigen Carglass-Firma geben zu lassen. Die weiss aber gar nichts von ihrem Glück weiss, dass sie eigentlich ein deutsches Auto reparieren sollte. So landet man wieder bei der Werkstatt und einer weiteren Telefon-Empfangsdame, die sich selbst unterschätzt und "No" auf die übliche "do you speak english"-Frage antwortet. Dennoch versteht sie was man will und antwortet in klarem Englisch.
Auch fängt das Geld an, egal zu werden. Man sitzt ohnehin fest, hat oft einen großen Haufen Ausgaben vor sich - sei es das Hotel, das man im seltensten Falle bezahlt bekommt, die Telefonkosten die durch endlose, situationsbedingte Telefonate entstehen (siehe oben, lässt sich mindern) oder die gestohlene Tasche, die man dem Besitzer ersetzen muss, und geht erst einmal Shoppen oder die Cafés der Stadt ausfindig machen. Wahlweise auch Touristen-Sightseeing (wenn man das nicht schon hinter sich hat oder es nicht, wie in meinem Falle, meistens ablehnt). Denn egal, wie viel zu erzählen ist, es ensteht ein gewisser Drang, die Zeit positiv erscheinen zu lassen, und sei es durch den Erwerb irgend eines schönen oder amüsanten Gegenstandes. Und auch die Rückfahrt wird sich wahrscheinlich anders gestalten, als geplant. Denn plötzlich erscheint die Option mit der 35 Euro teureren Fähre doch interessant. Wir werden sehen...
7. September 2006
/ Kategorie: misc
Nun also Stockholm, per Auto: 1820 KM von Karlsruhe aus (mit Zwischenstation bei meinem Onkel in Kopenhagen).
Was ich auf der Fahrt gelernt habe:
- 2 Club Mate am Morgen bewirken in einem Körper der Koffein nicht auf täglicher Basis gewohnt ist, dass Mensch sich selbst nach 1100 KM noch topfit fühlt.
- Die Brücke über den Öresund ist riesig. Sieht anfangs nicht so aus, aber sie hört einfach nicht auf.
- Die Mautstationen nach den Brücken über Störebelt und Öresund nehmen Kreditkarten ohne Verifikation zu verlangen (Reinschieben, Quittungsknopf drücken, weiterfahren)
- In Dänemark variiert der Preis für einen Liter Diesel schonmal um 10 Cent von Straßenseite zu Straßenseite und von Jetzt auf Nachher (Nach dem Bezahlen stand draussen plötzlich ein anderer Preis)
- Wenn du glaubst, in einer schwedischen Toilette zu lesen, dass das Benutzen 5 Kronen kostet, tu einfach so als verstehst du die schrift nicht. Fragt dich eh keiner danach.
- Auch wenn es vor einer Ampel drei Spuren in die gleiche Richtung gibt - in Stockholm benutzen alle die Mittelspur auch wenn sie dafür 15 Minuten warten müssen. Wenn du an ihnen vorbei fährst scheint sie das auch nicht sonderlich zu stören.
- Dieses 110-KMh-Tempolimit auf Skandinavischen Autobahnen ist den Leuten da genauso egal wie die Limits bei uns. Du wirst auch schonmal über die Standspur von einem Wagen mit blauer Unterbodenbeleuchtung überholt auch wenn du selbst schon 125 fährst.
6. September 2006
/ Kategorie: music
Vier große Majorlabels war'n noch gut dabei...
Universal kaufte BMG, da warens nur noch drei...
Update: Handelt sich nur um den BMG Music Publishing-Teil, also den Verlag, nicht das SonyBMG-Label ansich...
1. September 2006
/ Kategorie: misc
Ich komme hier ja so gar nicht mehr zum Bloggen, was vor allem an meinem Zeitplan liegt.
Nachdem ich letzte Woche ja schon auf der Games Convention zugegen war, geht es heute weiter: 3 Tage mrmcd101b, danach 2 Tage Projekt in der Firma fertig machen. Dann nach Schweden, loxia besuchen, von da aus Berlin, zur Wizards of OS-Konferenz. Von da aus endlich wieder heim, in der zwischenzeit wird's hoffentlich etwas mehr zu berichten geben...
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