28. April 2006
/ Kategorie: politics
Schon spannend, diese Filmdienste. Großer Knall in den USA als letztens "der erste Kommerzielle Film-Download-Dienst der Welt" eröffnete. Fragte mich schon damals was mit Transmissionfilms ist, die hatten das schon vor 3 jahren für Indie-filme, momentan ist aber die Seite down - vielleicht sind sie pleite, wäre schade. Die hatten damals auf meine "Geht nicht mit Linux"-Beschwerde sogar eine richtig nette und freundliche "wissen wir, tut uns leid, wir schauen mal ob wir in Zukunft was hinkriegen was uns genauso gefällt wie den Filmemachern"-Antwort geschickt.
Dachte mir "kann ja nix sein, WMV, eigener Downloadclient - sprich kundenunfreundlich und DRM-Verseucht. Dass es aber so schlimm kommen kann, wie ein muter Tester bei joblo.com heraus gefunden hat, hätte ich dann doch nicht erwartet. Erinnert alles stark an die ersten, total kaputten Musikdownload-Dienste. When will they ever learn...?
28. April 2006
/ Kategorie: politics
Julius Mittenzwei hat seine Dissertation zum Thema " Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht - Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG" fertig gestellt und bietet diese nun freundlicherweise zum Download an.
Zudem gibt es die BEUC-Studie über die Machbarkeit der Kulturflatrate nun auch in englischer Form.
27. April 2006
/ Kategorie: music
Sieht so aus, würde es im Musikgeschäft wieder einen großen Knall geben. Wie unter anderem die Times berichtet, steht die EMI als letztes großes Eigenständiges Musiklabel (SongBMG gehört zu Sony und Bertslsmann, Universal gehört zu Vivendi und Warner gehört zu AOLTimeWarner oder auch doch nicht mehr, auf jeden fall ist da auch mehr dabei als nur Musik) zum Verkauf. Sehr wahrscheinlich, so scheine es laut Times, würde es eine Fusion mit Warner geben, womit wir dann nur noch drei Major-Labels haben. Interessanterweise wird auch Apple als möglicher Käufer ins Spiel gebracht, was ich aber nicht so recht glauben mag, weil ich nicht glaube, dass das zu Apple passt und die Firma Milliarden kösten könnte, weil es da ja diesen Rechtsstreit mit den anderen gibt, die sich Apple nennen.
Interessanterweise spricht die Times davon, dass WarnerEMI dann Universal und SonyBMG angreifen könnten, im Kampf um das Musikbusiness. Was mich wundert, denn die ganzen Major-Labels waren schon immer ein einziges symbiotisches Kartell und es gibt wenige Geschäftsbereiche in denen Marktanteile weniger zählen. Auf der anderen Seite zeigt ein solches Denken natürlich ganz gut das Dilemma in dem die Musikkonzerne stecken: kein Bezug mehr zum Produkt und schon gar nicht zum Kunden.
23. April 2006
/ Kategorie: computers
Wer angst davor hat, dieses "Windows auf dem Mac" sei eine schwierige Angelegenheit: keine Sorge!
Boot Camp ist ein unglaublich einfaches Stück Software.
Starten, Rohling einlegen, Knopfdruck zum Brennen der Treiber-CD, Knopfdruck, per Maus Partitionsgröße auswählen, Knopfdruck, Windows-CD einlegen (Dieses Microsoft-Produkte-Für-Studenten-Kostenlos-Über-Die-Uni-Teil ist eine schöne Sache für so Experimente - jetzt rein aus User-Sicht), Reboot, Install, nach dem Installieren die Treiber-CD starten, Treiber installieren, fertig.
Das einzige Problem ist jetzt nur noch, dass die Tastatur riesige Probleme macht. Und das Fehlen einer zweiten Maustaste natürlich.
Die Alt-Taste springt momentan gar nicht an, die Apfel-Taste ist auf Windows gelegt und bis auf den Eject-Key hat man auch keinerlei sonstige Funktionstasten belegt, Helligkeit oder Lautstärke einstellen ist also nicht.
Das größte Problem ist allerdings, dass ich auch kein Alt-Gr habe. Also kein @ und ähnliches. Werde wohl auf englisch umstellen müssen oder mir was eigenes bauen.
Das Problem dabei ist, dass es wahrscheinlich nicht allzu viele Menschen gibt, die bisher Boot Camp benutzt haben. Und noch weniger Leute, die sich darum gekümmert haben. Google liefert also zumindest auf den ersten Blick keinerlei Ergebnisse für das Problem. Über Lösungsansätze in den Comments freue ich mich. Eigene werde ich natürlich posten.
21. April 2006
/ Kategorie: computers
Vier Tage nun trage ich dieses schöne Notebook mit mir herum. Zeit, ein klein wenig Fazit zu ziehen. Bisher hatte ich fast gar keine Erfahrung mit Mac OS X. Klar, viele Sachen kommen einem bekannt und vertraut vor, aber wirklich bessessen und damit auch länger benutzt habe ich so ein System nie.
Zuerst einmal fällt auf, dass diese Tastatur sehr gewöhnungsbedürftig ist. Vertippe mich noch ständig, verwechsle Ctrl, Alt und Apfeltaste und manches klappt gar nicht, zum Beispiel das im-irssi-scrollen, zumindest habe ich noch nicht rausgefunden, wie.
Software war schnell installiert. Es gibt wirklich Wunderschöne Programme für OS X, leider sind die wenigsten davon unter einer Freien Lizenz. Kostet nicht nur Geld, sondern ist auch sonst etwas gewöhnungsbedürftig, ich werde mir noch zu überlegen haben, wie ich das mit mir vereinbaren möchte.
Was sehr schnell auffällt, ist die Langsamkeit von Non-Universal Binaries. Skype zickt, Thunderbird blökt und Enigmail mag auch noch nicht richtig. Das mit dem Donnervogel hat sich zwar nach dem Hinzufügen eines weiteren Gigabyte-Speicherriegels gebessert und war nie wirklich tragisch, aber es nervt. Auch das mit dem Video-Abspielen ist noch etwas problematisch. Front Row ist ganz wunderbar, aber es scheint kaum gescheite codecs für Quicktime zu geben, an das ja das Frontrow gekoppelt ist. Muss ich also doch VLC benutzen.
Der Hauptgrund, neben der famosen Hardware mit den vielen kleinigkeiten die das Leben schön machen, war aber die Integration der Software. Ich wollte einfach einmal dass alles so wie es ist geht. Ohne Fehlersuche, ohne neukompilieren und ohne Workarounds - und genau das habe ich bekommen. Mein Mobiltelefon synchronisiert die Adressenliste mit dem Rechner und bekommt gleichzeitig noch die Termine aus iCal mit, um mich rechtzeitig warnen zu können. Die Dashboard-Widgets bedeuten echte Arbeitsbeschleunigung und irgendwas-irgendwohinziehen funktioniert als Standardlösung auch. Prima, das. Jetzt muss ich nur noch ein paar feinheiten heraus bekommen. Wer weiß warum Enigmail GPG nicht findet und warum GPGPreferences sagt dass es nicht mit meinem Rechner kann, der kriegt bei nächster Gelegenheit ein Eis.
19. April 2006
/ Kategorie: politics
 Wetterfrosch hat eine wirklich wunderhübsche Präsentation als Teil seiner Bewerbung für den Studiengang "Wirtschaftskommunikation" an der UdK Berlin erstellt und ich habe mich dazu bereit erklärt, die Texte zu übersetzen. Dank einiger Korrekturen von Elizabeth Stark gibt's nun diesen wunderschönen Foliensatz in Englisch und Deutsch bei Netzpolitik und Flickr. Verbreiten! Bitte!
18. April 2006
/ Kategorie: computers
So. ab sofort werden Leser dieses Blogs ein bisschen von meinem neuen MacBookPro genervt werden.
Ja, ich habe mich dazu hinreissen lassen, ein solches Notebook von Apple zu kaufen, auch weil mir die Idee gefällt, OS X nutzen zu können. Ziel wird allerdings ein Triple-Boot-Setup sein, mit allen drei wichtigen Betriebssystemen.
Nun habe ich es erst einmal auspacken und bestaunen können. Sehr hübsches Gerät!
Eine Sache wundert mich dennoch: Las gerade, dass es eine Revision D gibt, die mit Seriennummer 8611 beginnt. Las dort auch es gäbe angeblich schon 8612er MacBookPros. Meins ist allerdings 8613. Ist das jetzt gut? Würde mich über Aufklärung freuen. So lange installier ich mal munter weiter...
8. April 2006
/ Kategorie: politics
Der Skandal war vorprogrammiert: irgendwann vor ein paar Tagen merkten Erwachsene in hohen Positionen, dass Jugendliche Spaß daran haben, verbotene Videos (Gewalt, Porno, was auch immer) zu tauschen und das neuerdings auch per Mobiltelefon können.
Also wildes hin und her rudern all derer, die den Kontakt zu denen über die sie bestimmen sollen schon lange verloren haben, um dann ein schnelles Brainstorming in die Öffentlichkeit zu Pusten, das sich mit der Frage, was man denn so alles machen könne, beschäftigt.
Der CSU-Söder war der Schnellste. Wollte irgendwas verbieten. Habe vergessen was, ist auch egal.
Danach ein bisschen Hintergrundrauschen und nun ein Neologismus von Jürgen Schreier (sic!) aus dem Saarland. Der ist dort Bildungsminister und fordert "Softhandys". Das hat er mal eben erfunden, meint aber damit Mobiltelefone ohne Infrarot (!!)-Schnittstelle.
Hat mein Mobiltelefon übrigens auch nicht, das nutzt Bluetooth, aber darum geht's ja gar nicht - so ein bisschen Ahnungslosigkeit darf der schon haben.
Was er allerdings nicht darf, ist seinem Namen gerecht werden, um irgendwelche Verbotsforderungen in die Gegend zu schreien. So als ob Verbote jemals irgend etwas gebracht hätten. So als ob sich der halbwegs mündige Jugendliche von heute tatsächlich ein Mobiltelefon mit "Softhandy"-Label kaufen würde. Also ohne MMS-Funktion die auch für Klingeltöne und ähnlichen Mist nötig ist.
Vielleicht scheitert der Herr da ja aber auch am Widerstand der Jamba-Lobby, für die ist die Forderung nach einem Mobiltelefon das nur mit "lizensierten" Inhalten befüllt werden kann nämlich so ein kleiner feuchter Traum. Und plötzlich könnte man sich ganz schnell einig werden mit der Industrie...
7. April 2006
/ Kategorie: music, politics
Unter dem Banner " Make some Noise" haben eine Reihe von Künstlern, unter anderem die Black Eyed Peas, The Cure oder The Postal Service für Amnesty International jeweils eine Coverversion eines John Lennon-Songs aufgenommen. Den ganzen Sampler kann man sich natürlich bestellen, Geld geht an die Menschenrechtsorganisation.
Was dabei überraschend ist: die Songs lassen sich auch per Download kaufen, 1 Euro pro Stück. Dabei kann der Konsument tatsächlich auswählen: WMA, AAC oder aber mp3 - ohne DRM und in guter Qualität (192 Kbps). Kleines Lob an dieser Stelle, ich bin ja ehrlich gesagt überhaupt nur auf die Seite gegangen, um zu überprüfen, was die an Dateiformaten anbieten. So aber: empfehlenswert! (vielleicht auch musikalisch)
2. April 2006
/ Kategorie: politics
Wie ich ja erst im Spiegel lesen musste (Hallo? Blogosphäre? Jemand zuhause? Das ist doch genau euer Thema?!), hat sich in Frankfurt ein Verein namens " VRGZ" gegründet: Verein der Rundfunkgebührenzahler. Erster Schritt des Vereins: Verfassungsbeschwerde gegen die ab 2007 geplanten Rundfunkgebühren auf PCs und Mobiltelefone. Das wiederum finde ich sehr gut. Und unterstützenswert. Muss wohl nachher mal mein Paypal-Konto reaktivieren, um ein paar Euro zur Prozesskostenunterstützung zu überweisen. Und DU kannst das auch tun.
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