27. February 2006
/ Kategorie: misc
Diese vorher-nachher-fotos mit den halbnackten aber teilweise hässlichen Stars die dann retuschiert werden, kennt man ja inzwischen. Viel heftiger finde ich allerdings die Retuschierarbeit, die Fluideffect.com geleistet hat. Übrigens auch mit Männern.
Einfach auf Portfolio klicken, einer wahrscheinlich rechtlich nicht haltbaren Einverständniserklärung zustimmen und los geht's. Auch die composite/manipulation-Bilder sind empfehlenswert...
27. February 2006
/ Kategorie: misc
Ich halte ja HDTV primär auch für ein Marketing-Buzzword, eine weitere Möglichkeit mit einem Medienwechsel viel Geld zu verdienen und noch tolleres DRM in die Wohnzimmer zu bringen. Was man aber nicht abstreiten kann, ist dass so eine HD-DVD mit 1920x1080 einfach mal mehr Details aufweist als die entsprechende DVD mit 852x480 Pixeln maximalauflösung.
Einen entsprechenden Vergleich kann man sich mit einigen Screenshots aus dem Herrn der Ringe anschauen. Lohnt sich!
27. February 2006
/ Kategorie: politics
Ich lese gerade unter anderem bei Netzwelt (via Mixburnrip), dass die Filmindustrie nun uach die Betreiber von Usenet-Zugängen verklagt hat. Und auch, wenn ich das für den absolut falschen weg halte, wundern tut's mich nicht.
Dafür gab es viel zu lange bunte, manipulative Werbung solcher Firmen wie Usenext, die weismachen wollten, dass aus dem Usenet downloaden irgend einen anderen legalen Status habe. So als ob das Protokoll entscheidet, auf welcher Seite des Gesetzes ich mich befinde. Gut, Usenext lebt immer noch. Und tendenziell ist es ja auch nicht schlecht, wenn es eine möglichst große Breite an Tauschmöglichkeiten gibt, das macht dann denjenigen zu schaffen, die langsam auf einen Rückgang hoffen. Das große Mitleid will sich bei mir zwar nicht einstellen, gerichtliche Gegenwehr sei allerdings trotzdem herzlich unterstützt.
21. February 2006
/ Kategorie: politics
War ja eigentlich klar: kaum bekommt die deutsche Landesgruppe der IFPI einen großen Teil ihrer Forderungen durch den zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle und die Durchsetzungsrichtlinie erfüllt, schreit sie schon nach mehr. Bagatellklausel abschaffen wußten wir schon, aber wenn man sich die Pressemitteilung zu ihrer Stellungnahme zu den Gesetzen so durchliest, dann wird besagte Klausel eher zur Bagatelle:
1. Begrenzung der Privatkopie: Sie soll künftig nur noch zulässig sein, wenn sie vom eigenen Original zum eigenen persönlichen Gebrauch erstellt wird. Keine Mixtapes für die Freundin mehr. 2. Beschränkung des Mitschneidens aus Radio- und Internetprogrammen auf zeitversetztes Hören und Verbot "intelligenter" Aufnahmesoftware. Broadcast-Flag für's (Web-)Radio 3. Eingrenzung des Sendeprivilegs auf traditionellen Hörfunk. Die Begrenzung der Rechte von ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auf einen reinen Vergütungsanspruch ist für neue Übertragungsformen (Near-on-Demand-Dienste und Internet-"Radio") wegen des damit verbundenen Eingriffs in die Erstverwertung nicht hinnehmbar. Verbot von Webradios 4. Streichung der sogenannten "Bagatellklausel": Es kann nicht hingenommen werden, dass Diebstahl geistigen Eigentums straffrei werden soll. Die davon ausgehende Signalwirkung würde das Urheberrecht dramatisch schwächen. Argh, schon wieder dieser "Diebstahl geistigen Eigentums"!
Liebe IFPI, nur für euch nochmal:
Urheberrecht
ist
kein
Eigentum
sondern
ein
staatlich
verliehenes
Monopol
!
Und somit auch nicht stehlbar!
Dass der Industrie die Enforcement Directive nicht ausreicht, weil die ja nicht gleich alle Filesharer in den Kerker sperren lässt, war eh klar...
20. February 2006
/ Kategorie: politics
China baut also den Transrapid nach und das stinkt irgendwie nach Patentklau. Stoiber regt sich auf und will das ganze zum G8-Thema machen, wo es, wenn wir mal ehrlich sind, gar nicht hingehört.
Wenn, dann ist das ein Thema für die WTO, da China ja das TRIPS-Abkommen brechen würde, indem es ausländische Patente ignoriert. Was Stoiber da mit den G8 besprechen will ist mir nicht so ganz klar.
Aber mal ganz abgesehen davon, sind da noch andere Aspekte die mich stören: Gut, dass da die ganze Zeit von "Geistigem Eigentum" und Diebstahl des selbigen geredet wird, daran hat man sich inzwischen gewöhnt, auch wenn gerade Patente keineswegs Eigentum sondern vielmehr ein Staatlich verliehenes Monopol für einen bestimmten Zeitraum darstellen.
Wenn man in der Geschichte zurück blickt, wird man feststellen, dass das Ignorieren von Patenten und auch Urheberrechten extrem wichtig für die Entwicklung eines Landes war. Deutschland konnte nur deshalb industrialisiert werden, weil man Patente auf Webstühle und Dampfmaschinen ignorierte. Korea und Japan bauten Elektrogeräte und Autos nach, und die USA ignorierten Jahrhunderte lang vor allem Britisches Urheberrecht. Zwischen den Beschwerden von Charles Dickens in den 1840ern, dem Aufstieg Walt Disneys und der Unterzeichnung der Berner Konvention 1986 lag ein langer Weg.
Dass Schwellenländer die geistigen Monopolrechte fremder Länder ignorieren, ist also seit jeher der normale Lauf der Dinge gewesen. Erst seit es das TRIPS-Abkommen gibt (1995), und seit es in Ländern wie China in Kraft ist, erhöht sich auch der Druck massiv, Patentgesetze einzuhalten.
Nun kann man natürlich auch damit Argumentieren, dass China keineswegs der arme Verlierer der WTO ist, sondern vielmehr darauf gedrängt hat, Mitglied zu werden. Dennoch zeigt die ganze Debatte, mit was für ungleichem Maß hier gemessen wird, und wie unsinnig das TRIPS, speziell in Verbindung mit der WTO und deren Schiedsgerichtsbarkeit ist.
20. February 2006
/ Kategorie: film
Kembrew McLeod, Autor eines brandneuen(Notiz an mich selbst: wir haben 2006, nicht 2005) des Buches namens " Freedom of Expression" (erhältlich als PDF, Review evtl demnächst hier) und Ben Franzen arbeiten zur Zeit an einem Film namens Copyright Criminals, in dem es vor allem um die ständige Sampling-Debatte gehen soll. Der Film ist noch nicht fertig, lässt sich aber schon teilweise bei archive.org herunterladen.
Bis zum 14. März läuft ausserdem ein Wettbewerb, in dem dazu aufgerufen wird, das Video zu remixen, was natürlich bei diesem Inhalt nahe liegt...
19. February 2006
/ Kategorie: politics
Mit der zur zeit sehr explosiven Situation im Mittleren Osten, speziell im Iran, erscheint es mir immer wichtiger, darüber bescheid zu wissen, die unterdrückte Mehrheit der Bevölkerung im Iran denkt, deren Meinung sich in der überwiegenden Mehrheit deutlich von den Herrschenden unterscheidet. Schon vor einigen Monaten hatte ich das großartige Buch " Wir sind der Iran" gelesen und rezensiert, seitdem habe ich nicht nur deas Blog des wohl wichtigsten bloggenden Exil-Iraners Hoder aufmerksam verfolgt sondern auch eine ganze reihe weiterer Blogs die Iraner auf Englisch verfassen.
Um jetzt einen Schritt weiter zu gehen, habe ich in letzter Zeit an einer möglichst guten Sammlung von Blogs aus dem Iran gearbeitet. Diese Sammlung soll in den nächsten Tagen oder Wochen in einen Planet fließen, der dann auch lesern ohne entsprechendes Recherche-Engagement einen einigermaßen guten Überblick geben kann.
Das Problem ist leider, dass diese Suche sehr mühselig ist. Der Iran hat zwar die drittgrößte Anzahl an Bloggern weltweit, aber die meisten sind eben in Farsi geschrieben.
Wer von euch also noch Blogs kennt und liest, der möge sich bei mir melden. Ich bin für jeden Hinweis dankbar, damit ich bald eine einigermaßen gute Liste in den Planeten packen kann.
Danke schonmal im Voraus.
17. February 2006
/ Kategorie: politics

Da wo die stärksten emotionalen Bindungen existieren, passiert auch am meisten wenn sie reißen. Drum verwundert mich es jetzt gar nicht so sehr, was jetzt rund um die "Google zensiert auch"-Debatte passiert: Irgendwie hatten einige Menschen naiverweise geglaubt, eine große Aktiengesellschaft wie Google würde sich anders verhalten, wenn in China ein Sack Geld umfällt. Empörung also groß und intensiv, schließlich stand da ja mal was von "don't be evil" und sogar der Congress kümmert sich in einem Ausschuss darum und lädt Yahoo, Google, Microsoft und Cisco (wegen der Technologie im Hintergrund) vor. Während in Indien Tibetische Exil-Studenten demonstrieren, hat die Hackergruppe Cult Of The Dead Cow eine globale Kampagne gegen Google gestartet.
Besonders heftig in diesem Zusammenhang ein Mitschrieb des Untersuchungsausschusses auf Cnet, in dem der Abgeordnete und Holocaust-Überlebende Tom Lantos alles andere als eine lockere Fragestunde veranstaltet und die Unternehmensvertreter nichts besseres wissen, als immer das gleiche Marketing-Gewäsch abzulassen: Lantos, to Yahoo: Are you ashamed?
Yahoo: We are very distressed about the consequences of having to comply with Chinese law...We are certainly troubled by that and we look forward to working with our peers.
Lantos: Do you think that individuals or families have been negatively impacted by some of the activities we have been told, like being in prison for 10 years? Have any of the companies reached out to these families and asked if you could be of any help to them?
Yahoo: We have expressed our condemnation of the prosecution of this person, expressed our views to the Chinese government...We have approached the Chinese government on these issues.
Lantos: Have you reached out to the family? I can ask it 10 more times if you refuse to answer it. You are under oath.
Yahoo: We have not reached out to the families.
15. February 2006
/ Kategorie: politics
Diese Zitat sagt so ziemlich einiges über den Zustand des Netzes...
14. February 2006
/ Kategorie: politics
Ich spreche ja sehr ungerne über "Zukunft", wenn es um Technologien geht, die gerade am entstehen sind. "Designstudie" ist was ganz anderes. Um eine solche handelt sich dieses Video über die Möglichkeiten von Touchscreens, das Daniel (ohne Blog) mir schickte. Und ich muss sagen, dass ich absolut begeistert bin.
14. February 2006
/ Kategorie: politics
Georg Greve hat gestern einen Artikel in der Süddeutschen (leider nur für Geld) gefunden, in dem ein deutscher Michelin-Star-Koch, der zur Zeit in Rom arbeitet, eine Art Urheberrecht für Kochrezepte fordert. Zu solch absurden Ideen fällt mir wiederum nicht viel ein. Freue mich aber auf einen neuen level im Krieg der Dönerbuden...
9. February 2006
/ Kategorie: politics
Wie unter anderem Golem berichtet, möchte die große Koalition eine schnelle Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung. Was mich genauso wie Markus dabei verwundert, ist der Passus "Dies gelte insbesondere für die Speicherungsfrist von sechs Monaten und die Beschränkung der Datenabfrage für die Strafverfolgung auf die Ermittlung, Aufdeckung und Verfolgung erheblicher oder mittels Telekommunikation begangener Straftaten.", genauer um den Teil mit den "mittels Telekommunikation begangenen Straftaten".
Wenn ich das jetzt richtig lese und dank Laienverständnis und kurzer Kommunikation mit einer Juristin nicht falsch interpretiere, bedeutet das eine massive, qualitative Änderung gegenüber der EU-Richtlinie. Das würde wiederum eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht rechtfertigen, ein Jurist mit intensiverer Kenntnis der Materie möge mich gerne berichtigen.
9. February 2006
/ Kategorie: music
Projekt Gutenberg ist ja inzwischen auf der ganzen Welt berühmt, als das Projekt das gemeinfreie Literatur archiviert und zur Verfügung stellt. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Leute vom Mutopia Project. Ihr Ziel ist es, allgemein verfügbare Noten gemeinfreier Musiker zur Verfügung zu stellen. Also vor allem Stücke klassischer Komponisten wie Bach, Beethoven oder Brahms. Bach ist dabei schon ziemlich gut vertreten, der rest könnte noch ein bisschen wachsen, momentan sind 572 Stücke in der Datenbank, da ist noch Potential vorhanden.
8. February 2006
/ Kategorie: politics
Wie schon am 8. Dezember entschieden aber jetzt erst begründet wurde, ist ein französischer Filesharer von einem pariser Bezirksgericht freigesprochen worden: der Tausch von Urheberrechtlich geschützter Musik über das Internet fällt nach Auffassung der Richter unter die Privatkopieregelung. Die Audionautes erläutern in einer Pressemitteilung etwas mehr und haben auch guten Grund zum Feiern, da sie die Verteidigung des Filesharers übernommen hatten. Glückwunsch!
6. February 2006
/ Kategorie: politics
Die Frankfurter Rundschau hat heute einen Artikel über die Brennerstudie die GFK, in dem ich auch für Fairsharing zitiert werde...
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