30. October 2005
/ Kategorie: music
Lange her, dass ich diese Kategorie gepflegt habe. Dazwischen kamen ein Urlaub, wenig Zeit und der Relaunch von echoes, das ja ohnehin primärer Veröffentlichungsort für mein geschriebenes zur Musik ist.
Aber man entdeckt eben nicht nur neue veröffentlichungen sondern auch vergangenes oder ist sich eben noch nicht so ganz sicher wie eine Kritik aussehen soll. Genau dafür auch weiterhin ein unregelmäßiger Wochenrückblick.
Höre gerade Roll Deep, die mich dank Rolands Kritik bei echoes ansprachen. Gefallen mir auch ganz gut. Besonders dieses "Heartbreak Avenue"-Cover, das im Endeffekt nichts als das original plus ein cool passender Rap ist. Manchmal muss man eben nicht rumeffektieren um Musik intelligent weiterverwenden zu können. Will trotzdem anmerken dass das Kid606-Cover von "Straight Outta Compton" genau letzteres ziemlich lustig macht. Überhaupt Kid606: neues Album ist so gar nicht glitchig - trotzdem cool, oder habe ich das schon erwähnt? Macht auch nix. Beginne gerade ein wenig Gefallen an Dizzee Rascal zu finden. Das soll aber noch nicht allzu viel heißen.
Ansonsten: Animal Collective immer noch in Dauerrotation, die Boards Of Canada-Campfireheadphase-Doppelvinyl ist eingetroffen und wird morgen eingehend geprüft, danach auch Review. Problem dort: Beats eher lahm, Sound und Atmosphäre cool, hoffe dass das auf dem Plattenspieler doch noch einiges an intensität zulegt - kann mir gerade hier vorstlelen, dass Kompression Seele frißt.
Achja und dann wären noch Excepter. Cooles Soundgewaber, das. Nicht so minimalistisch-dronig sondern eher satt, interessant, aufmerksamkeitsfördernd.
29. October 2005
/ Kategorie: politics
Niemand kann so großartig Regierungen erpressen wie Microsoft.
Erst diese Aktion in Dänemark ("Wenn ihr nicht für Softwarepatente seid, dann ziehen wir 5000 Navision-Entwickler ab), nun in Korea: Weil denen dort das gleiche Kartellrechtsspiel wie in Europa droht (Mediaplayer und MSN Messenger aus Windows raus) droht Microsoft Südkorea nun damit, in Zukunft halt kein Windows mehr in Korea zu verkaufen. (Mehr dazu bei pcpro.co.uk)
Also mein Antwortvorschlag für die Koreanische Regierung: "Nagut, dann verfolgen wir halt auch keine Raubkopien mehr"
28. October 2005
/ Kategorie: politics
Besonders an Otto Schily, aber auch an Christian Wullf, den Hessischen Innenminister Volker Bouffier, den Generalstaatsanwalt des Landes Schleswig Holstein und viele andere für den Gewinn des diesjährigen BigBrother Awards. Genaue Liste der Preisträger findet sich auf der BBA-Website, ebenso gibt es einen Live-Stream von der Veranstaltung die zur Zeit stattfinet. Ausserdem berichten unter Anderem der Spiegel, Heise und Golem darüber.
27. October 2005
/ Kategorie: politics
Dachten sich auch: die Brasilianer. Und haben sich, weil die USA trotz WTO-Schiedsspruch ihre Baumwoll-Subventionen nicht herunter fahren, für eine besonders gemeine Maßnahme entschieden: Das Urheber- sowie Patentrecht auszusetzen und unter anderem das Kopieren von Hollywood-Filmen aber auch Medikamenten zuerlauben.
Bin ja gespannt, wie lange es dauert bis Brasilien in der Achse des Bösen landet. (via Janko).
27. October 2005
/ Kategorie: politics
Bei Kiepenheuer und Witsch ist kürzlich das Buch "Wir sind der Iran" über iranische Blogger erschienen. Natürlich interessiert mich das und so gab's eben eine kurze Mail an die Pressefrau bei Kiwi. Deren Antwort war aber weniger nett: Sehr geehrter Herr Finn,
Unser Kontingent an Pressefreiexemplaren ist beschränkt, daher können wir
leider Online-Magazine, private Weblogs etc. nicht bemustern. Ich hoffe, Sie
haben Verständnis für unser Vorgehen
Meine Antwort war genauso nicht nett und wies auf die wachsende Bedeutung von Weblogs hin und äußerte Unverständnis gerade bei diesem Thema solche Regeln gelten zu lassen, auch weil ich anmerkte dass ich dafür die nötige Zielgruppe an Lesern habe.
Promoexemplare anfagen und bekommen ist nicht unüblich. Unsere Arbeit bei echoes-online.de wäre ohne diese fast unmöglich und im professionellen Umfeld wird ohne Bemusterung kein Finger gerührt.
Aber worauf will ich eigentlich hinaus?
Ich möchte einen kleinen Aufruf starten, der zum Ziel haben soll, dass Online-Publikationen im Amateurbereich mehr Anerkennung finden. Viele Weblogs übertreffen kommerzielle websiten an Besucherzahlen und viele Webseiten haben deutlich mehr Leser als gedruckte Magazine. Also brauchen wir diese Wahrnehmung auch bei den Firmen.
Deshalb, liebe mit-blogger: wenn ihr Kritiken zu gerade erschienenen Dingen schreibt. Sei es ein Buch, ein Tonträger oder ein Film, und wenn ihr der Meinung seid, dass diese Kritik gut genug ist, dann schickt sie doch an die entsprechende PR-Stelle bei Verlag, Label oder Verleih. Die können ihre Pressemappe damit füttern und nehmen wahr, dass Weblogs eben doch relevanz haben. Und das ist wichtig. Nicht, damit ich in Zukunft ein 10-Euro-Buch umsonst bekomme, die kriege ich gerade noch bezahlt. Aber damit es eben in Zukunft die Chance gibt, dass gute Publikationen als solche behandelt werden. Egal ob online oder offline, professionell oder als hobby betrieben. Die entsprechenden Grenzen verschwinden ohnehin rapide.
26. October 2005
/ Kategorie: misc
Äh ja. Wer's zahlen will: geb ich sofort her für das Geld.
(via De-Bug und Mela)
26. October 2005
/ Kategorie: film
Ich weiß nicht mehr weiter. Ehrlich nicht.
Da gehe ich mit Daniel in die Sneak Preview, hole mir noch Essen und Trinken und bekomme es kaum runter, bevor wir schon wieder gehen wollen. Und dann bemerken wir, dass nicht nur ein paar seltesame Menschen im Publikum gelacht haben, sondern dass der Film 7,5 IMDB-Punkte und einige Preise abgeräumt hat.
Und das für einen Film, den ich schon gar nicht mehr beschrieben will. Das fängt mit der unglaublich schlechten Animation an: Leute, wenn ihr es nicht könnt, dann macht doch 2D. Sieht auch hübsch aus. CGI das nicht mal mit dem ersten Toy Story konkurrieren kann, ist echt unnötig. Nächster Punkt: Humor. Definitiv nicht meiner, wenn ich fast jeden Witz vorher sehen kann. Und so Dinge wie "Kinder, eure Lehrerin ist gestorben" - "Juchuuu" waren vielleicht 1970 lustig.
Apropos 1970. Mir kommt Terkel i knibe vor allem deshalb so unglaublich fad und langweilig vor, weil sich mir der Gedanke aufdrängt, dass hier 45-jährige am werk waren, die "echt mal was jugendliches" machen wollten. Heraus kommen dann charaktere die völlig unwirklich wirken und dabei die banalsten klischees erfüllen. Ein leicht-dummer "yo, was geht ab?"-Gangsta-Rap-Bub wäre vielleicht noch vor 10 Jahren durchgegangen, das war's aber auch.
Bleibt: ein Haufen rausgeschmissenes Geld. Oder aber eine verpasste Erkenntnis von Größe. Oder aber wir sind zu früh gegangen und haben die guten pointen verpasst. Bis dahin hätten wir's aber auch echt nicht mehr durchgehalten.
Achja: Der Film läuft hier am 1.12. an - wer reingeht ist selbst schuld.
P.S: Die Tatsache, dass Bela B. Felsenheimer (Die Ärzte) in der deutschen Synchronisation alle Sprechrollen übernommen hat reißt rein gar nichts raus.
23. October 2005
/ Kategorie: film
Top Name für einen Film, vor allem weil man sich alles und nichts drunter vorstellen kann, er aber gerade bei dem Streifen dem er den Titel gibt, brilliant passt.
Fangen wir an. Nur wo? Auch Kiss Kiss Bang Bang, Regiedebut von Actionfilm-Autor (Lethal Weapon 1-4) Shane Black, weiss das nicht so genau und lässt Erste-Person-Erzähler und Hauptfigur, den Kleingauner Harry Lockhardt, verwirrt umher springen. Apropos Verwirrt: wenn mich etwas an diesem Film gestört hat, dann dass genau jenes verwirrte, sehr schräge, etwas überstrapaziert wurde.
Aber zurück -ich fange ja auch schon so an - Hollywood: Harry glaubt von einem Regisseur entdeckt worden zu sein und hängt auf Parties rum, wo er Detektiv Gay Perry kennenlernt und seine alte Jugendliebe Harmony wieder trifft - tausende Meilen vom Heimatort in Indiana entfernt. Mit dem einen soll er ein paar Stunden lang für seine Rolle üben und wird Zeuge eines Mordes, mit der anderen will er im Bett landen, erwischt aber ihre Freundin Flicka. Und so geht der Film weiter. Abgedreht, schlecht erzählt und mit einer fürchterlichen Story gesegnet.
Und doch ist Kiss Kiss, Bang Bang ein Riesenspaß: auf der einen Seite trash-kokettierend, auf der anderen ein wenig überzogen, Slapstick hier, übertriebene Action dort und der Rest mit Persiflage aufgefüllt, vor allem vor dem Hintergrund des Absolut-Nichts-Davon-Erwartens wirklich ganz große Klasse.
21. October 2005
/ Kategorie: politics
Sprich: als nächstes die Todesstrafe. Oder so ähnlich.
Auf jeden Fall hat der US-Congress den ohnehin schon völlig übertriebenen Family Entertainment and Copyright Act weiter verschärft. Will heißen: wer vor offiziellem Erscheinungstermin urheberrechtlich geschütztes Material online verbreitet kriegt Strafen. Bis zu 250.000 Dollar und 3 Jahre Knast, für Wiederholungstäter das doppelte. Daran hat sich zwar nichts geändert, das Normalstrafmaß wurde aber auf 10-16 Monate (vorher 6-12) angehoben. Zudem zählt in Zukunft unter "Upload" auch schon das bereit stellen einer Datei ohne eigentlichen kopiervorgang. Wenn euch also aus versehen eine Datei in den Shared Folder rutscht - pech, viel spaß im Knast. Irgendwie fehlen mir ja die Worte. Achja. via Heise
20. October 2005
/ Kategorie: music
Isotoppwarf mir ein Medienstöckchen zu. Beantworte ich es eben
Welches Musikinstrument wärest du gern?
Ich glaube ein Dudelsack käme meiner Persönlichkeit recht nahe.
Dein Lieblingscomic?
Bin kaum comic-affin. Fand aber Sin City sowohl auf Buch als auch auf Leinwand ziemlich gut. Sonst? Eher nicht. Leider.
Deine definitive, absolute und kongeniale Lieblingsband?
Wenn es nur eine sein darf: Beach Boys.
Deine erste eigene Schallplatte?
Metallica - Metallica
Deine Lieblingszeitschrift?
Ich glaube mit dem Wire und BoingBoing könnte ich es schon ziemlich lange aushalten.
Dein liebster fiktiver Charakter?
George W. Bush (bei dem wärs mir am liebsten wenn er fiktiv wäre.)
Dein Lielingsblog?
Für reale Nachrichten und tolle Verschwörungsgeschichten: Fefe. Ansonsten bleibe ich sehr lange bei BoingBoing hängen. Und natürlich echoes-online.de - das beste Musikblog der Welt.
Dein Lieblings-Musikvideo?
Ich hatte ja letztens wieder diese Chris Cunningham-DVD in den Händen. Das war schon alles ziemlich fein. Ansonsten halte ich mich vom Musikfernsehen fern, wenn Musik läuft. Kriege das also nicht mehr so mit.
Dein momentanes Lieblingswort?
So lieblingswörter fallen doch meistens den anderen auf. Also die Aufforderung an alle die mit mir zu tun haben und mein Blog lesen: Bitte in die Comments welches Wort ich zur Zeit über Gebühr strapaziere.
23 oder 42?
2342!
Reiche das mal weiter an Loxia, Ixs und wer auch immer sich eingeladen fühlt und das Ding noch nicht ausgefüllt hat.
19. October 2005
/ Kategorie: misc
Nachdem es einige Beschwerden über die Länge meiner Texte gab und ich nun auch mal dazu komme, mich darum zu kümmern, wollte ich hier den schon beschriebenen Urlaub zusammenfassen.
Nach langer Busfahrt ankunft in Portree, der Hauptstadt der Isle of Skye. Dort ein regnerischer Wandertag auf den "Old Man of Storr, eine Gesteinsformation. Danach mit der Fähre nach Harris, von dort aus nach Lewis wo wir in Na Gearranan nach einer kleinen Wanderung entlang der Küste übernachten. Da es dort keinerlei Geschäfte gibt, entscheiden wir uns am nächsten Tag nach Stornoway zu fahren und uns dort zudem ein Auto zu mieten. Nach einer kleinen Shopping-Tour geht es über die Standing Stones of Callanish wieder zurück. Der Nächste Tag ist geprägt von einer Längeren Autofahrt zur Nordspitze der Insel, sowie einer kleinen Wanderung durch ein Moor. Tag 6 führt uns in den Süden nach Harris, dort zu einem Leuchtturm sowie wunderbaren Sanddünen, bevor wir am siebten Tag nach einigen Wetterschwierigkeiten (Sturm) in Berneray eintreffen. Jugendherberge wie Landschaft dort sagen uns nicht sehr zu, weswegen wir noch am gleichen Tag den Bus nach North Uist nehmen und dort übernachten, um am nächsten Tag die Fähre zurück nach Skye zu nehmen. Dort dann noch ein Besuch in der Talisker-Distillerie sowie am letzten Tag noch im Schloss der MacLeods, das war's schon mit einem wirklich großartigen Urlaub. Die links sind natürlich nochmal zu den einzelnen Tagen - ich finde die Berichte lohnen sich, zumindest aber habe ich einige Mühe hinein gesteckt.
19. October 2005
/ Kategorie: film
Wenn man gleich schon die Übersetzung des Titels verkackt, kann's in der Regel mit dem Film auch nichts mehr werden. Im Falle des Riesen-Kaninchens (was in aller Welt hat die Übersetzer davon abgehalten, Wer-Hase zu schreiben, es gibt ja auch keine Riesenwölfe?!) geht das aber grundlegend in Ordnung, zumal wir hier im Kino ohnehin nur die deutsche Version angeboten bekommen und Nick Park / Aardman-Filme so etwas wie Pflichtprogramm darstellen (nagut, fast. ich habe Chicken Run auch nicht gesehen).
Also: "Der Fluch des Riesen-Kaninchens". Das optische vorweg: alleine wegen den anderthalb Stunden Knetfiguren-Animation ist der Film sehenswert - brillianteste Stop-Motion.
Und sonst: Es ist bemerkenswert, wie feinsinnig eine solch harmlose geschichte sein kann. Wie unglaublich britisch-unschuldig ein solches Abenteuer für wirklich jede Altersklasse gestaltet werden kann, ohne dabei Disney-Kitschig oder anderweitig billig zu wirken. Und es ist ebenfalls bewundernswert, wie man Anspruch generieren kann, ohne Unschuld zu verlieren, in dem man beispielsweise Witze einbaut, die so am rande gesehen auch für sich funktionieren, ohne dem Film etwas zu nehmen, wenn man sie nicht versteht. Davon abgesehen hatte ich bei den bisherigen Geschichten des findigen Tüftlers und seines Hundes in Erinnerung, ein klein wenig mehr und lauter gelacht zu haben. Kann aber auch daran liegen, dass das schon beinahe zehn Jahre her ist. In jedem Fall: "The Curse of the Were-Rabbit" ist wirklich empfehlenswert und mein heißer Kandidat für den Animations-Oscar, zumal diese ganzen 3D-Produktionen dieses Jahr (Robots, Madagascar - liegt wohl auch am Fehlen eines neuen Pixar-Films der erst 2006 kommen soll) massiv an Glanz verloren haben.
11. October 2005
/ Kategorie: film
Es ist ein recht normaler Tag in Nablus, Westjordanland. Said und Khaled reparieren Autos, rauchen nach der Arbeit Wasserpfeife. Bahnt sich dort eine kleine Liebesgeschichte zwischen Said und der sehr westlich anmutenden, in Paris geborenen Suha an? Noch eben etwas essen, eine kleine, pseudopolitische Diskussion um Kollaborateure und die Schwedische Königin. Als der Abend herein bricht, trifft Said auf Jamal, seinen "Lehrer", der ihm erzählt, morgen sei sein Tag, in den Einsatz zu gehen.
Natürlich ist klar, was mit dem Einsatz gemeint ist - wer diesen Film sehen will, der ist sich von Anfang an bewußt, dass es sich um zwei Selbstmordattentäter handelt. Dieser radikale Bruch mit der der Normalität kommt dennoch unerwartet. Und so beginnt eine immense Anspannung. Die Zweifel des sich gerade verliebenden Said, der um vier uhr in der Früh noch einmal Suha aufsucht, um ihre Autoschlüssel vor der Tür zu deponieren, die Fragen, die er sich selbst stellt; und die wie in die Stimmbänder eingemeißelt wirkenden Propagandasätze, immer und immer wieder all denjenigen eingetrichtert, die verzweifelt sind, in ihrer Situation keinen Ausweg sehen.
Ja, Paradise Now schafft es, einen massiven inneren Zwist auszulösen, sogar Sympathie für diejenigen zu erregen, die kurz davor sind, unschuldige Menschen zu töten. Und er schafft es, die Sympathie noch zu steigern. Durch zweifel, die mit repetitiven Phrasen ausgeräumt werden beispielsweise.
Als der Grenzübertritt fehl schlägt, und Said dennoch versucht, sein Ziel zu vollführen, als er vor einem kleinen Kind halt macht - ein anderes Beispiel.
Erst spät wird auch dem Zuschauer vermittelt "was da passiert ist Falsch - lässt nur die Gewaltspirale weiter drehen" - es fällt der Satz "Allah lehrt uns auch, noch einmal nachzudenken".
Propaganda ist einseitig, konsequent bis zum Schluss. "Paradise Now" hingegen ist neutral, in seiner Konsequenz aber nicht verschieden. Er erzählt in einer bedrückenden Direktheit eine Geschichte von zwei jungen Menschen, die in ihrer Situation keinen Ausweg als den Märtyrertod sehen. Und er erzählt von einem Umfeld, dass veruscht, Alternativen aufzubringen. Von Angst, Zweifel, Rache und Verzweiflung - und dafür lohnt sich der Kinobesuch, auch wenn es der schwerste sein wird, den man dieses Jahr machen kann.
Um irgendwie gearteten politischen Diskussionen vorzubeugen: die Sprengkraft (sic!) dieses Films ist mir durchaus bewußt und es bedarf eines sehr reifen Geistes, um diesen Film auch mit genügend Distanz sehen und bewerten zu können. Ich widerspreche deutlich, bestrebungen diesen Film in Schulen zu zeigen, ich widerspreche aber auch all denjenigen, die sich anmaßen, ein stück Kunst verbieten zu wollen, auch wenn es für manche Menschen bis zur unerträglichkeit provokant sein mag.
2. October 2005
/ Kategorie: politics
Sitze hier gerade in London, wo ich mehr oder weniger per Zufall den World Summit on Free Information Infrastructures besuche. Zufall deswegen weil ich ohnehin in der Stadt bin, ansonsten bin ich natürlich recht absichtlich hier. Die Konferenz hat eine sehr nette Atmosphäre. Sind nicht allzu viele Leute da, und eigentlich ist es auch nur die Vorbereitung für den richtigen World Summit in Bangalore nächstes Jahr, aber die Leute sind sehr international. Bisher leider noch nicht allzu viel mitbekommen, vorhin war ein von mir verpasstes Panel über "Free Maps", gerade geht's um "Open Civic Information", also um freien Zugang zu öffentlichen Informationen, Akten etc. Bin gerade etwas ausgelaugt von den letzten beiden Wochen, aber vielleicht gibt's später noch ein bisschen mehr Information, sofern ich der Diskussion folgen kann.
2. October 2005
/ Kategorie: misc
... wenn ihr noch keinen Japaner "Luf! Mich! An!" sagen gehört habt
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