Internet-Terminals28. September 2005 / Kategorie: computers
Stinken. Sitze hier gerade in der Bibliothek zu Portree, will meine Mails lesen, eine Seite wird aber von so nem komischen Badword-Blocker gesperrt. Also kann ich die ganze Uebersichtsseite nicht sehen, weil wahrscheinlich irgend ein Spammer mir was im Zusammenhang mit Geschlechtsakt oder aehnlichem mitteilen will. Na danke.
Hebriden Tag 9: Dunvegan28. September 2005 / Kategorie: misc
Heute so richtig Heimreisestimmung. Wir brechen gegen 10 nach Dunvegan auf, das Schloss der MacLeods. Es regnet in Strömen (so stark, dass ich nicht einmal Lust habe, das Schloss zu fotografieren) und die Ausstellung ist zwar ganz nett, aber die zusätzlichen 1,50 für den Garten hätten wir uns bei dem Wetter auch sparen können. Immerhin erfahren wir, dass der Highlander-Film mal so richtig dämlich recherchiert ist - der Clan MacLeod erstreckt sich vor allem über Harris, Lewis und Skye, lediglich eine kleine Ecke in die Highlands hinein. Nach ca. 2 Stunden und einem kurzen Aufenthalt im örtlichen Pub geht's so also wieder zurück, am Nachmittag ruhiges Lesen, Austrocknen, Schlafen, Internetten (endlich mal wieder!), also einfach mal nichtstun. Morgen geht es zurück, und irgendwie entsteht der Eindruck, dass 10 Tage strömender Regen (naja nicht ganz, aber zumindest immer mal wieder) dann auch genug sind. Die nächsten Tage geht es für einige von uns noch nach London, ich selbst werde dort noch bis zum 4.10. bleiben und einige Leute besuchen, Interviews führen und Plattenläden durchstöbern.
Hebriden Tag 8: Zurück nach Skye28. September 2005
Keine böse Überraschung heute: Das Schiff fährt pünktlich, in Uig werden wir vom Bus direkt an der Fähre abgeholt und das Hostel das wir uns ausgesucht haben ist großartig. Das ist dieses mal ein anderes als bei unserem ersten Portree-Besuch und entpuppt sich als echter Tip: 12 Pfund die Nacht, der Verwalter ist fast schon unheimlich freundlich und das Hostel ist gerade mal im August eröffnet worden - alles ist noch brandneu.
Wolfgang und ich entscheiden uns, den Bus nach Talisker zu nehmen, die einzige Whisky-Distille auf der Insel. Nach winziger Probe des Haus-Erzeugnisses (10 jahre alt) werden wir beide sowie ein unglaublich unsympathischer Deutscher Outdoor-Fan (der sich über unsympathische Deutsche beschwert) durch die Produktionsstätten geführt und bekommen einen recht nahen Einblick in die Produktion des goldenen Bier-Geistes. Und nachdem wir danach noch 75 Pfund im Shop lassen (Auftrags-Einkäufe: ein normaler 10-Jähriger sowie eine spezielle Mischung aus 6 verschiedenen Single-Malt-Jahrgängen zum 175-Jährigen Bestehen der Distille), geht's nach längerem Warten zurück nach Portree. Dort erleben wir den Luxus einer wirklich faszinierenden Dusche, deren Wasserdruck wie Temperaturregelung ich gar nicht erwähnen würde, wäre sie nicht so tote-zum-leben erweckend. Mehr passiert heute auch nicht. Ruhiger Abend: Buch lesen, letzte Postkarten schreiben, Offline-Bloggen. Nach den letzten so ereignisreichen Tagen ein schöner Kontrast, übermorgen ist der Urlaub auch schon wieder vorbei und morgen wollen wir uns Schloss Dunvegan anschauen und - bei gutem Wetter - ein letztes Mal ein paar Meter die Küste entlang gehen. Hebriden Tag 7: Reisen, Warten, Reisen.28. September 2005 / Kategorie: misc
Ich ahne nichts gutes, als das klingeln unseres Weckers vom heulenden Wind übertüncht wird. Und tatsächlich: als wir nach Abgabe unseres Autos in Stornoway und längerer Busreise in Leverburgh ankommen, erklärt uns der Busfahrer, die 12-Uhr-Fähre sei erst einmal gestrichen, wir sollten es um 13 Uhr nochmal telefonisch bei der Reederei versuchen. Also setzt er uns in Leverburgh in einem Cafe ab, abwarten und tee trinken - wortwörtlich. Ein Mädchen das ebenfalls nach North Uist will, erledigt den Anruf und erfährt, dass um 13:30 tatsächlich ein Schiff fahren soll - die Verkäuferin im Laden der ebenfalls zu diesem Haus gehört, ist so freundlich uns die fünf Auto- aber wahrscheinlich 20 Fußminuten durch Regen und Wind zu fahren und so kommen wir tatsächlich nach etwas rauher Überfahrt in Berneray an. Ziel: das Hostel am anderen Ende der Bucht. Dank der Freundlichen Hilfe einiger Straßenarbeiter die ebenfalls mit dem Schiff gekommen sind, landen wir auch bald an eben der Nordspitze dieser winzigen Insel, die per Brücke mit North Uist verbunden ist, und sind zum ersten mal in diesem Urlaub alles andere als angetan vom Hostel: Was von aussen faszinierend aussieht (Reetbedeckte Steinhäuser direkt am Ufer, das nächste Wohnhaus sicherlich einige hundert meter entfernt, ist von innen alles andere als schön. Die Küche zwar geräumig aber eher kalt, die einzigen anderen Hostelgäste ein stiller, vor sich hin starrender alter Mann und eine Frau die uns auch sehr unsympathisch herüber kommt. Die erklärt uns gleich, dass das eine Schlafzimmer gar keine Heizung habe, das andere (im zweiten Haus) aber schon, dafür sei die Dusche kaputt. Na super. Besagtes Schlafzimmer ist genauso einladend wie die Erklärung der Frau: Kalt, ungemütlich, dreckig und auf dem einen Bett finden wir eine Kellerassel. Nach einem kurzen Spaziergang und der Erkenntnis, dass Berneray auch als Insel gänzlich unspannend ist, entscheiden wir uns kurzfristig, den letzten Bus nach Lochmaddy zu nehmen, dort soll noch ein "Outdoor Centre" genanntes Hostel sein. Angetrieben wird unsere Entscheidung auch von der Antwort "Viel Glück", die uns ein Einheimischer auf meine Bemerkung hin, wir seien auf der suche nach einem schönen Stück Landschaft in der Nähe, entgegenwirft, sowie dem Eindruck, dass die anderen Hostel-Leute nicht nur komisch sind, sondern auch ganz froh, dass wir wieder abreisen.
Um 18:40, die Sonne geht schon unter, holt uns dann der Bus ab. Nur 1,20 für die fast halbstündige Fahrt, inklusive der Freundlichkeit des Fahrers, uns bis direkt vor die Hostel-Tür zu fahren. Die Tür ist offen, drinnen ist keiner, ein kleiner Zettel bittet uns, die 11 Pfund pro Nacht in den Büro-Briefkasten zu werfen. Ein riesiger Aufenthaltsraum mit gemütlichen Sofas sowie eine gut ausgestattete Küche und wirklich angenehme Schlafzimmer versöhnen uns wieder mit dem Tag, der wirklich unangenehm zu enden drohte. Wir entscheiden uns gegen selbst-kochen und holen uns eine leckere Mitnehm-Mahlzeit vom nahe gelegenen Hotel. Die Jugendherberge ist, so erfahren wir, eigentlich ein Sportzentrum, in dem vor allem im Sommer Klettern, Abseilen, Kajak, Sportboot und alles mögliche andere angeboten wird - sicher eine tolle Sache, aber wir wollen - auch wegen des unsicheren Wetters, nur herunter von der Insel. Besonders, da uns eine später angekommene Schottin erzählt, sie starte morgen den zweiten Versuch, von Uist weg zu kommen, da die Fähre nach Oban heute schon gestrichen worden sei. Und so, wie die beiden Touristen von denen sie erzählt, wollen wir nicht enden: die haben ihren Flug verpasst und sitzen auf Uist fest - ich kann mir angenehmeres vorstellen. Der Abend endet gemütlich, bei den meisten mit Buch im Sofa, ansonsten beim Schachspiel mit einem jungen Franzosen der gegen neun mit den Worten "Wo bin ich hier?" herein kommt. Falsche Frage, richtige Intention: er ist tatsächlich auf der Suche nach dem Outdoor Center und wir können ihm sogar mit etwas Essen aushelfen, der Bub hat rein gar nichts dabei, sich aber vorgenommen auf der Insel etwas Lauftraining zu absolvieren. Bei dem Wind wünschen wir viel Spaß und gehen früh ins Bett, das Schiff morgen früh fährt um halb acht. Hebriden Tag 6: Einmal um die Insel28. September 2005 / Kategorie: misc
Dieses mal kein Sonnenstrahl der mich weckt, sondern zwei wie vierzehn aussehende schwäbische Abiturientinnen, die in unserem Schlafraum zwar flüstern aber dafür laut Kichern. Die sind ohnehin komisch drauf, finden alles "voll abgefahren" und lesen zum Frühstück erst einmal ein paar Psalme in der Bibel - zum Glück ist solches Volk in den Hostels hier eher die Ausnahme, die Australier und der Schotte gestern Abend waren zumindest deutlich angenehmer.
Heute ein bisschen mehr Autofahren. Wir verlassen das Hostel in Na Gearranan, um in der Nacht ein wenig näher an Stornoway sein zu können - morgen früh um 9 muss das Auto zurück sein. Also: Cearsiadair - "Das Hostel das es nicht gibt" - zumindest nicht auf den meisten Karten, aber immerhin auf dem Werbeflyer der Gatliff Society. Und tatsächlich: direkt am Ufer des Loch Eireasort gelegen, kommen wir zu einem Haus, das heute komplett verschlossen ist - lediglich ein kleiner Zettel mit dem Hinweis, doch bei Herrn Donald MacLeod gegenüber zu fragen, gibt uns die Hoffnung, hier übernachten zu können. Und tatsächlich. Als ein recht unfreundlicher Mann öffnet und uns gegen 9 Pfund pro Person einen Schlüssel gibt, finden wir ein schönes, aufgeräumtes und geräumiges Hostel vor, das mit Heizung, Warmer Dusche und sogar einem Fernseher aufwarten kann. Was will man mehr? Nunja. Eine Waschmaschine gibt's auch, mit 20-pence-einwurfautomatik. Genau die bringt uns in größere Schwierigkeiten, als 20 Pence gerade mal ein paar minuten halten, die restlichen 60 Pence die wir besitzen, die Maschine auch nicht zu Ende laufen lässt und es schon 10 Uhr am Abend ist. Der Arme Wolfgang wird zu McLeod geschickt, um Geld zu wechseln und bekommt nach einigen Unmutäußerungen seitens des Verwalters auch ein weiteres Pfund in entsprechenden Münzen. Also: tolles Hostel aber der Verwalter ist unfreundlich - naja, was soll's, nächstes mal nehme ich ein Pickset mit und knacke eben das Zylinderschloss am Stromautomaten. Zurück zur Tour: nach kurzem Einchecken fahren wir weiter nach Tarbert, wo natürlich - wie sonst auch überall - alles geschlossen hat. Sonntag ist in dieser Gegend besonders heilig, vielleicht auch eine Erklärung für die unfreundlichkeit des Verwalters, auf jeden Fall gibt's nicht mal was zu Essen dort. Weil wir uns ein wenig verfahren, kommen wir nach Scalpaigh, wo Schottlands ältester Leuchtturm steht. Aufgrund allgemeiner Unlust, wieder durch das Moor zu wandern, bekommen wir aber nur einen entfernteren Blick von einer befestigten Straße etwas weiter weg. Nach kurzer Proviantpause dann weiter nach Sheileboist, das zum ersten mal in diesem Urlaub einen Sandstrand versprechen soll. Die Fotos die wir kennen sind dann auch nicht gelogen: eine wunderschöne Bucht mit wirklich überall konkurrenzfähigen Sanddünen, ein Strand wie aus einem Bilderbuch und ein wenig Klippenklettern schliessen unsere Tour für den heutigen Tag ab - auf der Rückfahrt noch ein paar Fotos und dann sind wir auch froh, wieder im Hostel zu sein, diese Nacht für uns alleine. Hebriden Tag 5: Ein Leuchtturm am Arsch der Welt28. September 2005 / Kategorie: miscDer Butt of Lewis. "Arsch der Welt" ist eine schoene Uebersetzung auch wenn die Englaender den Begriff gar nicht kennen... Hebriden Tag 4: Stornoway, Eigenes Auto, Stehende Steine, Stürmende See28. September 2005 / Kategorie: misc
Mit einem Sonnenstrahl durch das Dach des Steinhauses werde ich geweckt, die goldene Regel "gleich aufstehen, was zu tun ist tun, nicht erst eine Stunde warten" kenne ich noch nicht. Also gehe ich im aufziehenden Regen an den Strand, bekomme noch ein halbwegs sonniges Bild von der Bucht, werde aber auf dem Rückweg erst einmal nass gemacht. Danach ohne Frühstück (kein Geschäft in der Nähe) mit dem Bus nach Stornoway, der Hauptstadt der Insel. Stadt ist übertrieben, 8200 Einwohner aber immerhin ein paar mehr Geschäfte als in einem normalen Dorf ähnlicher Einwohnerzahl. Die Busse sind zwar günstig, aber zu viert eben auch ein finanzieller Posten, weswegen wir nach einem Mietauto Ausschau halten wollen. Der uns empfohlene Autoverleih hat leider nur noch einen Kombi für 38 Pfund am Tag, schickt uns aber auf die andere Seite der Stadt, "MacKinnon verleiht auch Autos". Nagut, also zu MacKinnon, mittlerweile mit großem Loch im Bauch. Irgendwo im Industriegebiet versteckt, ist eine Autowerkstatt, auf der tatsächlich "MacKinnon Self Drive" steht, und die haben auch was für uns: 40 Pfund bis Montag für einen Kleinwagen, da sagen wir nicht nein. Danach Essen beim Inder (ganz nett), Internet in der örtlichen Bibliothek und ein kleiner Einkaufstrip. Das Internet stellt sich als kleineres Abenteuer heraus, da die Tastatur speziell für Sehbehinderte gestaltet ist, und somit mit 2x2cm großen Tasten aufwartet, deren Positionierung nicht immer der sonst üblichen gleicht. Deshalb nur ein kurzer Blogeintrag, ein schneller Blick auf mittlerweile viel zu viele unbeantwortete Mails und "Mal eben Spiegel querlesen", um auf dem neuesten Stand der Politik in Deutschland zu sein, immerhin ist es da ja gerade einigermaßen spannend.
Auf dem Rückweg lerne ich zum ersten mal aktives links fahren kennen (geht eigentlich), verfahre mich aber prompt. Auf dem richtigen Rückweg halten wir noch bei den Standing Stones of Callanish, ein keltischer Steinkreis. Wirklich faszinierend an dem Ort ist der mittlerweile unbändige Wind, der uns fast schon trägt und uns zu beinahe kindischen Spielereien hinreißen lässt. "Zuhause" in Na Gearranan zieht die See gerade wieder in die Bucht, während der Wind das Wasser gegen die Felsen peitschen lässt - ein beeindruckendes Schauspiel. Während die anderen lieber zuhause bleiben, zieht es mich noch einmal hinaus auf die Felsen, um Fotos zu machen. (Ergebnis später an dieser Stelle). Gar nicht ungefährlich übrigens, dort oben an der Steilküste zu fotografieren - der Wind ist inzwischen so stark, dass ich meine Kamera nicht still halten kann und mich breitbeinig gegen einen Felsen stemme, um nicht umgeweht zu werden. Das Ergebnis ist es aber wert, und so kehre ich nach einiger Zeit zu gutem, aber etwas ungewürztem (hier in der Jugendherberge gibt es wirklich nichts was nicht selbst mitgebracht wurde) Essen. Hebriden Tag 3: Fähre, Bus, Gearannan28. September 2005 / Kategorie: misc
Viel Reisen heute: 7:15 aufstehen, packen, frühstücken. 8:45 mit dem Bus nach Uig, von dort aus mit der Fähre nach Tarbert auf Harris. Haben uns kurzfristig entschieden, mit der Fähre einen dreiecks-Trip zu unternehmen, der kommt insgesamt günstiger. Also anderthalb Stunden mit dem Schiff, dort leichter Seegang aber starker Regen und Wind. Tarbert ist ein wirklich winziges Dorf. Besteht im Kern nur aus einem Dutzend Häuser, davon abgehend zwei Straßen, ein "großer Supermarkt", der hierzulande als Kiosk durchgeht und zwei recht nette "Handcraft"-Läden. Halbe Stunde Aufenthalt, in der ich in dem einen eine handgestrickte Wollmütze für 7,50 (knapp 11 Euro) kaufe. Als ich die Verkäuferin frage, ob sie die Mütze gestrickt hat, weist sie ab "Nein nein, das hat die Frau XY aus dem Dorf Z gemacht." Pfeif auf "Made in China" - is' eh zu teuer.
Danach weiter. Mit zwei Bussen über Cameron Terrace nach Na Gearannan. Die Fahrt ist in zweierlei Hinsicht abenteuerlich: Zum einen die Landschaft. Während Harris mit schroffen Felsen, steilen Bergen und großen Geröllfeldern aufwartet, ist Lewis eher flach und grasbedeckt - beide Inseln (die ja geografisch gesehen eine sind, aber wohl wegen Streitigkeiten innerhalb des MacLeod-Clans von Namens wegen getrennt wurden) sind auf ihre Art und weise wunderschön und doch sehr unterschiedlich. Bei den Callenish Stones steigen Steffi und Flo aus der Nähe von München in den Bus, denen wir schon in Portree begegnet sind. Ihr Ziel ist ebenfalls Na Gearannan, eine wieder aufgebaute Ansammlung von sogenannten Black Houses. Inhalt: ein Museum, eine Cafeteria, Ferienhäuser und die wahrscheinlich unglaublichste Jugendherberge die ich je gesehen habe: eine winzige, mit Reet bedeckte Hütte, zwei Schlafräume mit 6 bzw. 8 Betten und eine Wohnküche, die mit einem kleinen Torf-Ofen ausgestattet ist (wobei wir gerade mit Kohle heizen). Als wir eintreten ist die Hütte leer. Erst einmal Rucksäcke ablegen und dann den Zuständigen suchen. Im Museum sitzt eine alte Frau, die uns in einem völlig lakonischen, ruhigen "Hey, wir sind hier nicht in ner Großstadt"-Ton erklärt "If you put a rucksack on the bed, you book the bed." Alles klar, so stelle ich mir das vor. Der zuständige Mensch kommt erst heute Abend und so lange sind wir eben auf uns gestellt. Nach dem Ausladen erstmal ein wenig die Umgebung erkunden. Direkt hinter der "Siedlung" beginnt ein Wanderweg entlang der Küste. Steffi und Flo kommen mit, und so begeben wir uns auf eine kleine Wanderung, die sich zu einem kleinen Abenteuer entwickelt: entlang der Steilküste erstrecken sich ewige Wiesenlandschaften, unzählige Arten Gräser, Moose und Flechten lassen die Felder in immer neuen Mustern erscheinen. Dazu: Wasser. Bächlein, kleine und große Wasserfälle und unzählige Tümpel machen die Wegfindung alles andere als leicht. Und so bin ich nicht der erste, dessen Stiefel mit schlammigem Sumpfwasser voll laufen. Das einzig wirklich sichere sind Steine, manch Pfütze versteckt sich unter einem Grasbüschel, oder aber die Moose geben als eine Art Schwamm beim hineintreten einen Schwall Wasser frei. Dazu macht der viele Regen die nicht-so-getränkten Wiesen rutschig, so dass auch bald meine Hose voll nasser Grasflecken ist. Richtig hart wird es aber, als wir uns nach drei Buchten entscheiden, querfeldein zurück zur Straße zu kommen und direkt im tiefen Morast landen. Mehr als "voll" geht aber eh nicht in die Stiefel rein und so werden die Schritte auch immer unvorsichtiger, bis wir, nach zwei Zaunklettereien wieder auf der Straße, nur wenige hundert Meter von der Siedlung angelangen. Genug der Aktion für heute, meine Stiefel trocknen gerade unter dem Kamin, meine Hose ist nach intensivem "Mit-Shampoo-Waschen" ebenfalls aufgehängt und nach einer guten Portion Nudeln ist es recht gemütlich geworden, hier mit Steffi und Flo, Holly aus Manchester, ihrem Neuseeländischen Freund Jamie, Lisa aus Kalifornien und einer Frau aus Michigan, die schon schlafen gegangen ist. Ins Bett werde ich wohl auch bald fallen, morgen ist zwar nach einigen sehr anstrengenden und eher wenig Schlafbedachten Nächten erst einmal Ausschlafen angesagt. Danach geht's aber weiter zu den Standing Stones of Callenish und nach Stornoway, auch ein nicht gerade leichtes Programm. Hebriden Tage 3 und 4 Kurzform23. September 2005 / Kategorie: misc
Sitze gersde hier in der Bibliothek von Stornoway auf Lewis an einer Tastatur fuer Sehbehinderte (riesige Tasten). sehr schwer zu tippen und meine schon geschriebenen Texte habe ich in der Herberge gelassen. mehr die Tage, alles toll hier.
Hebriden Tag 2: The Old Man of Storr21. September 2005 / Kategorie: misc
Eigentlich geplant: größere Tour. Erst auf den Old Man of Storr wandern, dort einen herrlichen Blick genießen, danach weiter mit dem Bus in ein kleines Museum an der Nordspitze, dann weiter über Uig zurück nach Portree.
Statt dess en: versucht, auf den Old Man of Storr zu wandern. Als wir aus dem Schutz des waldes heraus kommen, peitscht uns ein gnadenloser Wind den recht heftigen Regen ins Gesicht, der Old Man (eine Felsformation) ist im Nebel nicht zu erkennen. Wir entscheiden uns umzukehren und warten unten eine knappe Stunde auf den Bus, während die nun durch die kleider ziehende Nässe uns frieren lässt. Somit entscheiden wir uns, statt des Museums ein nettes Cafe aufzusuchen, dass uns für sehr wenig Geld bei einer großen Tasse Tee und einer noch viel größeren Heizung trocknen lässt. Nach einem kleinen Ausflug zu einer nahe gelegenen Bucht geht's dann entlang der Küste mit dem Bus wieder nach Hause. Die anschliessende heisse Dusche tut gut wie selten. Morgen geht's dann weiter nach Harris, von dort aber wahrscheinlich direkt weiter nach Guerannan auf Lewis. Sofern das mit dem Verkehr alles klappt. Man weiß hier nie. Hebriden Tag 1.2: Portree21. September 2005 / Kategorie: miscDort angekommen erstmal die Jugendherberge aufsuchen, die hat aber zu, also anderthalb Stunden warten und was essen gehen. Um 3 ist das Hostel dann doch auf: das "Independent Hostel" ist zwar schlicht, aber ganz okay. Sauber genug, ziemlich günstig (12 Pfund pro Nacht) und die Küche ist sehr geräumig und auch gemütlich genug um nach dem Essen noch eine Runde "Munchkin" zu spielen. Davor: kurz die Gegend besichtigen: auf der einen Seite des Hafens gibt es einen Aussichtsturm, von dem aus man die Bucht sehen kann, auf der anderen Seite geht es einen kleinen Berg hinauf, der ebenfalls eine recht nette Aussicht ermöglicht. Richtig losgehen soll's dann morgen mit einer ganztägigen Bustour, die zwei mal unterbrochen wird: eine kurze Wanderung auf den Storr, danach ein Museumsdorf, morgen abend zurück. Donnerstag morgen geht's dann über Uig nach Harris hinüber, von dort aus wenn die Zeit reicht noch weiter nach Lewis, wo wir dann wohl die nächsten Tage verbringen werden. Hebriden Tag1.1: Ankunft21. September 2005 / Kategorie: miscSchon ein paar Meter weiter wird dann klar, dass wir eben nicht die einzigen sind, die diese Landschaft in Staunen versetzt. So fahren wir gerade an Gleich geht's nach Fort William rein, wo auch der Ben Nevis, der höchste Berg großbritanniens ist. Unser Ziel ist aber Portree auf Skye, noch knapp vier Stunden Fahrt von hier. Kühne These II18. September 2005 / Kategorie: politics
Gerhard "Regierungsanspruch" Schröder war vorhin besoffen und entschuldigt sich morgen ganz doll.
Kühne These18. September 2005 / Kategorie: politics
die CDU beginnt morgen Koalitionsverhandlungen mit Gelb und Grün - remember where you read it first!
F.K. Waechter tot16. September 2005 / Kategorie: misc |
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