Krieg der Welten30. June 2005 / Kategorie: film
Sorry, ich bin der falsche Mensch für Filmboykotte. Auch wenn ich sie unterstützen würde, durchhalten könnte ich sie nicht. Weder gegen eine "Raubkopierer sind Terroristen"- noch gegen Pressefeindliche Kampagne wie sie im Vorfeld von Stven Spielbergs H.G. Wells - Adaption gemacht wurde (ihr habt's sicher woanders gelesen: keine Presseartikel vor dem Kinostart, Leibesvisitationen und Kameraüberwachung etc) Ja, und ich würde auch keinen Boykott wegen Scientology hinkriegen, auch wenn's angebracht ist.
Drum: gleich heute in diesen Film. Und ich muss zugeben: die ganzen "muss der schlecht sein, wenn man nicht drüber schreiben darf" - Vermutungen waren Falsch. Für meinereiner ziemlich falsch, für die meisten Menschen, die sich ja anscheinend durchaus mit der Art, in Hollywood Filme zu machen, anfreunden können, grottenfalsch. Krieg der Welten ist Spannend, Atemberaubend, und gut erzählt. Klar, die Aliens schauen aus wie alle Spielberg-Aliens, die üblichen Filmfehler-Seiten werden platzen (ich bin sicherlich nicht der Erste, dem beispielsweise die funktionierende Videokamera nach diesem EM-Puls, der soeben die ganze Stadt lahmgelegt hat, auffällt) und das Ende ist selbst für Hollywood übermäßig kitschig; aber abgesehen davon, waren es 100 kurzweilige, teils lustige, teils angespannte Minuten die mich in ihren Bann gezogen haben, zumal ich schon immer Spielbergs Fähigkeit bewundert habe, Geschichten zu erzählen - man mag ihm vieles vorwerfen, aber wenn die Handlung schlecht war, lags bei ihm nie an der Umsetzung. Damit ist WotW der beste Popcorn-Film des Jahres und wird das auch bis Sin City (im August?) bleiben. Und mehr erwarte ich auch nicht von einem solchen Film. Selbst für 6,90 €.
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Sorry, ich bin der falsche Mensch für Filmboykotte. Auch wenn ich sie unterstützen würde, durchhalten könnte ich sie nicht. Weder gegen eine \"Raubkopierer sind Terroristen\"- noch gegen Pressefeindliche Kampagne wie sie im Vorfeld von Stven Spielbergs H.G. Wells - Adaption gemacht wurde (ihr habt\'s sicher woanders gelesen: keine Presseartikel vor dem Kinostart, Leibesvisitationen und Kameraüberwachung etc) Ja, und ich würde auch keinen Boykott wegen Scientology hinkriegen, auch wenn\'s angebracht ist. Drum: gleich heute in diesen Film. Und ich muss zugeben: die ganzen \"muss der schlecht sein, wenn man nicht drüber schreiben darf\" - Vermutungen waren Falsch. Für meinereiner ziemlich falsch, für die meisten Menschen, die sich ja anscheinend durchaus mit der Art, in Hollywood Filme zu machen, anfreunden können, grottenfalsch. Krieg der Welten ist Spannend, Atemberaubend, und gut erzählt. Klar, die Aliens schauen aus wie alle Spielberg-Aliens, die üblichen Filmfehler-Seiten werden
Sommergrippe29. June 2005 / Kategorie: misc
Sommergrippe Tag 3: Immerhin kann ich wieder aufrecht sitzen und wohl nachher auch noch etwas lernen, aber es ist noch lange vom Optimum entfernt.
Erklärt auf jeden Fall, warum ich in den letzten Tagen nichts an dieser Stelle geschrieben habe. Kein Grokster, kein Linuxtag-Resümee, keine neuerliche Erwähnung unserer Softwarepatentdemo (nagut, doch: klickt mal hierher). Und auch keine Kommentare zu Dingen, die mir eventuell einfallen würden wenn ich meinen Tag nicht zwischen Bett und Sofa verbringen würde, immer in deser unglaublich drückenden Hitze. Hoffen wir auf morgen oder das Wochenende, erstmal zusehen, dass das mit der BWL-Klausur am Freitag noch was wird.
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Sommergrippe Tag 3: Immerhin kann ich wieder aufrecht sitzen und wohl nachher auch noch etwas lernen, aber es ist noch lange vom Optimum entfernt. Erklärt auf jeden Fall, warum ich in den letzten Tagen nichts an dieser Stelle geschrieben habe. Kein Grokster, kein Linuxtag-Resümee, keine neuerliche Erwähnung unserer Softwarepatentdemo (nagut, doch: klickt mal hierher). Und auch keine Kommentare zu Dingen, die mir eventuell einfallen würden wenn ich meinen Tag nicht zwischen Bett und Sofa verbringen würde, immer in deser unglaublich drückenden Hitze. Hoffen wir auf morgen oder das Wochenende, erstmal zusehen, dass das mit der BWL-Klausur am Freitag noch was wird.
Der iranische Bush25. June 2005 / Kategorie: politics
Nun hat also auch der Iran seinen Schorsch: Ahmadinedschad, wie er von der Deutschen Presse geschrieben wird ist mit großer Mehrheit in der Wahl aber großer Minderheit in der Wahlbeteiligung neuer Ultrakonservativer Präsident im Iran.
Ja, das macht mir Sorgen, nein deswegen möchte ich nicht gleich einen Krieg und deswegen bin ich auch kein Kulturimperialist. Continue reading "Der iranische Bush"
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Nun hat also auch der Iran seinen Schorsch: Ahmadinedschad, wie er von der Deutschen Presse geschrieben wird ist mit großer Mehrheit in der Wahl aber großer Minderheit in der Wahlbeteiligung neuer Ultrakonservativer Präsident im Iran. Ja, das macht mir Sorgen, nein deswegen möchte ich nicht gleich einen Krieg und deswegen bin ich auch kein Kulturimperialist.
Der Patentsumpf24. June 2005 / Kategorie: politics
"Die sind doch alle Korrupt", schreit der Stammtisch ohnehin täglich wenn es um Brüssel und Straßburg, um EP, Kommission oder Ministerrat (eh alles das gleiche) geht.
Nun gibt's allerdings wirklich Anlass für solch plakative Aussagen: Klaus-Heiner Lehne hat nicht nur im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments letzte Woche alle Rocard-Änderungen torpediert und eine extrem schlechte Empfehlung an das Parlament verursacht. Nein, Lehne ist auch gleichzeitig noch Rechtsanwalt in der Kanzlei Taylor Wessing, die auch mit Patentstreitigkeiten Kasse macht. Zudem klüngelt Lehne mit Siemens rum und gibt Pro-Patent-Lobbyverbänden Rabatt in seiner Kanzlei. KMUs aus seiner Region haben dagegen nicht viel zu sagen. Langsam beginnt auch die Presse (Golem, Der Standard) darüber zu berichten. Ich hoffe inständig, dass sich das noch aufbauscht und werde derweil hier weiter auf dem Linuxtag Teilnehmer für die Online-Demo sammeln.
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\"Die sind doch alle Korrupt\", schreit der Stammtisch ohnehin täglich wenn es um Brüssel und Straßburg, um EP, Kommission oder Ministerrat (eh alles das gleiche) geht. Nun gibt\'s allerdings wirklich Anlass für solch plakative Aussagen: Klaus-Heiner Lehne hat nicht nur im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments letzte Woche alle Rocard-Änderungen torpediert und eine extrem schlechte Empfehlung an das Parlament verursacht. Nein, Lehne ist auch gleichzeitig noch Rechtsanwalt in der Kanzlei Taylor Wessing, die auch mit Patentstreitigkeiten Kasse macht. Zudem klüngelt Lehne mit Siemens rum und gibt Pro-Patent-Lobbyverbänden Rabatt in seiner Kanzlei. KMUs aus seiner Region haben dagegen nicht viel zu sagen. Langsam beginnt auch die Presse (Golem, Der Standard) darüber zu berichten. Ich hoffe inständig, dass sich das noch aufbauscht und werde derweil hier weiter auf dem Linuxtag Teilnehmer für die Online-Demo sammeln.
Linuxtag in Kurzform23. June 2005 / Kategorie: computers, politics
Komme wirklich gar nicht dazu, anständig zu bloggen.
In kurzform: Gestern war nettes aufwärmen für vier sehr anstrengende Tage. Heute nach der Keynote von Jimbo Wales (dem Wikipedia-Gründer) um 13 uhr wohl das Serendipity-Bloggertreffen und dann mal sehen was noch. Heute abend natürlich die KaLUG-Grillparty am AKK, morgen der Social Event, Samstag CCC-Grillen, dazwicshen viele alte und neue Bekannte treffen. Enrico kommt heute aus Italien, ixs und auch Paul hatte ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Apropos Jimbo Wales: sehr nette Keynote gerade eben, in der unter anderem eine große Kooperation mit KDE angekündigt wurde: KDE will Wiki-Content über eine API integrieren und Wikipedia baut wiederum eine Webservice-Api auf, die dann nicht nur KDE zur Verfügung stehen soll. Bin schon drauf gespannt und freue mich, glaube durchaus, dass das ein Kracher werden könnte. So, nun muss ich schon wieder los - mal eben Duschen und wieder auf in's Getümmel. Mehr Nachrichten später an gleicher Stelle.
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Komme wirklich gar nicht dazu, anständig zu bloggen. In kurzform: Gestern war nettes aufwärmen für vier sehr anstrengende Tage. Heute nach der Keynote von Jimbo Wales (dem Wikipedia-Gründer) um 13 uhr wohl das Serendipity-Bloggertreffen und dann mal sehen was noch. Heute abend natürlich die KaLUG-Grillparty am AKK, morgen der Social Event, Samstag CCC-Grillen, dazwicshen viele alte und neue Bekannte treffen. Enrico kommt heute aus Italien, ixs und auch Paul hatte ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Apropos Jimbo Wales: sehr nette Keynote gerade eben, in der unter anderem eine große Kooperation mit KDE angekündigt wurde: KDE will Wiki-Content über eine API integrieren und Wikipedia baut wiederum eine Webservice-Api auf, die dann nicht nur KDE zur Verfügung stehen soll. Bin schon drauf gespannt und freue mich, glaube durchaus, dass das ein Kracher werden könnte. So, nun muss ich schon wieder los - mal eben Duschen und wieder auf in\'s Getümmel. Mehr Nachrichten später an gleic
Linuxtag beginnt22. June 2005 / Kategorie: politics
Ich werde in den nächsten Tagen wohl nur sporadisch meinen üblichen Tätigkeiten nachgehen und statt dessen auf dem Linuxtag unterwegs sein. Wer mich dort treffen will, der soll das tun. Im Zweifelsfall per mail (mail at diese domain hier) meine mobilfunknummer anfordern oder so etwas.
Definitiv zugegen sein werde ich auf der Keynote von Jimmy Wales, dem Serendipity-Treffen und den Parties. Ansonsten hoffe ich viele alte Bekannte und Freunde zu treffen, wird sicherlich ein lustiges Wochenende.
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Ich werde in den nächsten Tagen wohl nur sporadisch meinen üblichen Tätigkeiten nachgehen und statt dessen auf dem Linuxtag unterwegs sein. Wer mich dort treffen will, der soll das tun. Im Zweifelsfall per mail (mail at diese domain hier) meine mobilfunknummer anfordern oder so etwas. Definitiv zugegen sein werde ich auf der Keynote von Jimmy Wales, dem Serendipity-Treffen und den Parties. Ansonsten hoffe ich viele alte Bekannte und Freunde zu treffen, wird sicherlich ein lustiges Wochenende.
48 Stunden22. June 2005 / Kategorie: politics
Nein, kein Film, aber etwas Action. Die EFF hat die begründete Befürchtung, dass der Kampf gegen den Broadcast-Flag in Windeseile durch ein Nacht-Und-Nebel-Gesetz (diese Embedded-Gesetzgebung mit dubiosen Änderungsanträgen in anderen Gesetzen) zunichte gemacht werden könnte. Wenn die Befürchtung wahr ist, wird übermorgen Mittag eine entsprechende Geschichte verabschiedet werden, ohne dass dies groß diskutiert werden konnte. Es ist also ganz Dringende Not, etwas zu Unternehmen, dort drüben. Mehr zu lesen gibt es bei der EFF, Mehr über den Broadcast-Flag bei Markus (einfach mal danach suchen, gibt viele Artikel). Wer Freunde und Verwandte in den Staaten hat, kann ja mal entsprechend nerven.
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Nein, kein Film, aber etwas Action. Die EFF hat die begründete Befürchtung, dass der Kampf gegen den Broadcast-Flag in Windeseile durch ein Nacht-Und-Nebel-Gesetz (diese Embedded-Gesetzgebung mit dubiosen Änderungsanträgen in anderen Gesetzen) zunichte gemacht werden könnte. Wenn die Befürchtung wahr ist, wird übermorgen Mittag eine entsprechende Geschichte verabschiedet werden, ohne dass dies groß diskutiert werden konnte. Es ist also ganz Dringende Not, etwas zu Unternehmen, dort drüben. Mehr zu lesen gibt es bei der EFF, Mehr über den Broadcast-Flag bei Markus (einfach mal danach suchen, gibt viele Artikel). Wer Freunde und Verwandte in den Staaten hat, kann ja mal entsprechend nerven.
Typische Warum-Fragen21. June 2005 / Kategorie: misc
Warum müssen Presseorgane wie der Spiegel, wenn sie über Hitzerekorde (Heute 35.3 Grad in KA!) berichten eigentlich imer glückliche Menschen in verschiedenen Formen von H2O zeigen? Und warum immer gleich eine ganze Fotogalerie davon?
Leute: Zeigt doch mal ein bisschen Mitleid. Fotos von armen Studenten oder Arbeitnehmern, denen im Büro der Schweiß von der Stirn läuft und die sich danach sehnen, mal ein Paar Stunden ins Freibad zu dürfen. Glaube das würde euch beliebter machen. Dankeschön.
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Warum müssen Presseorgane wie der Spiegel, wenn sie über Hitzerekorde (Heute 35.3 Grad in KA!) berichten eigentlich imer glückliche Menschen in verschiedenen Formen von H2O zeigen? Und warum immer gleich eine ganze Fotogalerie davon? Leute: Zeigt doch mal ein bisschen Mitleid. Fotos von armen Studenten oder Arbeitnehmern, denen im Büro der Schweiß von der Stirn läuft und die sich danach sehnen, mal ein Paar Stunden ins Freibad zu dürfen. Glaube das würde euch beliebter machen. Dankeschön.
Persönlicher Pressespiegel 3 (oder 4?)21. June 2005 / Kategorie: politics
Heise hat mich mal wieder in Sachen Softwarepatente zitiert...
CASA.421. June 2005 / Kategorie: politics
CASA ist also zuende und es war toll. Klar, sagt man immer wenn man sich von neuen Freunden verabschieden muss und eine schöne Zeit hatte, aber ich meine das so - eine schöne Abwechslung zu den üblichen Events auf denen ich in den letzten Monaten zugegen war. Im Prinzip haben solche Konferenzen ja immer nur ein Programm, um etwas vorzeigen zu können. Das eigentlich wichtige und interessante - Gespräche, Diskussionen, Kontakte knüpfen passiert ohnehin an den Abenden und in den Pausen. Und so war es auch mal wieder nicht verwunderlich, dass die Nacht lange und mein Workshop heute morgen eher mau besucht war. Hat allerdings auch nicht allzu sehr gestört: es gab ein paar anregende Diskussionen und viel Austausch über verschiedene akademische Kulturen und Ansätze, freies Wissen an den Universitäten besser zu fördern und verbreiten.
Möchte jemand einen Kaffee? Sitze gerade im Zug und mir gegenüber saß bis vor ein paar Minuten ein Italiener, der seinen Anschlussflug nach Mailand verpasst hat und nun bis morgen früh um 10 dort sein muss, um nach Miami fliegen zu können. Recht verpeilt, der Typ, denn obwohl er eigentlich wusste, dass Duisburg nicht mehr weit ist, hat er sich gerade noch einen Kaffee bestellt, den er nun stehen lassen musste. Ausserdem musste ich gerade einen höchst nervösen Engländer beruhigen, der wirklich ein unglaubliches Glück hatte, dass die drei Zollmenschen an ihm vorbei gelaufen sind. Als er gerade sein Dope umgepackt hat, konnte ich es über drei sitzreihen riechen. Frage mich immer noch, wie naiv man sein muss, um ausgerechnet in diesem Zug illegalisierte Drogen mitzunehmen. Einfacher kann man es den grünblauen Männern nun wirklich nicht machen. Andererseits ist dieser Kerl ohnehin auf irgendwas. Oder er hat ein permanentes Problem. Zumindest hat er gerade vergessen dass ich Halb-Engländer bin obwohl ich es ihm vor 3 Minuten gesagt habe und hat darüber hinaus generelle Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen.
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CASA ist also zuende und es war toll. Klar, sagt man immer wenn man sich von neuen Freunden verabschieden muss und eine schöne Zeit hatte, aber ich meine das so - eine schöne Abwechslung zu den üblichen Events auf denen ich in den letzten Monaten zugegen war. Im Prinzip haben solche Konferenzen ja immer nur ein Programm, um etwas vorzeigen zu können. Das eigentlich wichtige und interessante - Gespräche, Diskussionen, Kontakte knüpfen passiert ohnehin an den Abenden und in den Pausen. Und so war es auch mal wieder nicht verwunderlich, dass die Nacht lange und mein Workshop heute morgen eher mau besucht war. Hat allerdings auch nicht allzu sehr gestört: es gab ein paar anregende Diskussionen und viel Austausch über verschiedene akademische Kulturen und Ansätze, freies Wissen an den Universitäten besser zu fördern und verbreiten. Möchte jemand einen Kaffee? Sitze gerade im Zug und mir gegenüber saß bis vor ein paar Minuten ein Italiener, der seinen Anschlussflug nach Mailand verpasst ha
CASA-Randnotizen.221. June 2005 / Kategorie: misc Eher Holland-Randnotizen: Es ist immer wieder interessant, von den Gesetzgebungen in anderen Ländern erzählt zu bekommen. Was das Mietrecht angeht, sind die Niederlande aber wohl noch radikaler als bei den Drogen: Ein Vermieter muss bei Kündigung eine adäquate Ersatzwohnung für den Mieter besorgen. Ausserdem ist Hausbesetzung legal - wenn ein Haus mindestens ein Jahr lang leer steht, kann es legal besetzt werden. Zwar gibt es dann auch immer wieder Räumungen, aber die Leute ziehen dann wohl einfach in's nächste Haus. Zumindest wurde es mir so erzählt. In der Amsterdamer Innenstadt sieht man dann auch immer wieder Häuser, die extrem coole Ganzkörpergraffitis haben. (siehe Foto)Apropos Fotos: ein bisschen Netzkultur an die Leute bringen hat noch nie geschadet: die CASA-Veranstalter werden wohl in Zukunft ein Blog haben und mein Vorschlag, dass alle Fotografierenden Teilnehmer ihre Fotos auf Flickr veröffentlichen und entsprechend Taggen fanden auch alle toll. Neben Grachten und Kuriositäten wie Coffeeshop neben Polizeistation neben Smartshop auch zum ersten mal gesehen: Pissoirs für Frauen. Hat aber auch die Frauen überrascht. Hatte schon gedacht, das sei dort etwas normales, was mich dann ob aller Dinge hier doch verwundert hätte. Viel normaler dagegen: die öffentliche Studienfinanzierung. Die Ausstattung der Seminarräume in denen wir waren, haben mich ernsthaft in Staunen versetzt: Oberklasse-Beamer, über ein Rack mit einem Controlpanel verbunden. In dem Rack ausserdem ein Windows-Rechner der Powerpoint und co. spricht, aber auch externe VGA-Eingänge und gleich der Stromanschluss um alles schön geordnet zu halten. Das letzte Bild zeigt übrigens ein Taxiunternehmen dass sich tatsächlich Kakerlake nennt. Kein scherz, ich konnte allerdings auch nicht rausfinden warum dem so ist.
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Eher Holland-Randnotizen: Es ist immer wieder interessant, von den Gesetzgebungen in anderen Ländern erzählt zu bekommen. Was das Mietrecht angeht, sind die Niederlande aber wohl noch radikaler als bei den Drogen: Ein Vermieter muss bei Kündigung eine adäquate Ersatzwohnung für den Mieter besorgen. Ausserdem ist Hausbesetzung legal - wenn ein Haus mindestens ein Jahr lang leer steht, kann es legal besetzt werden. Zwar gibt es dann auch immer wieder Räumungen, aber die Leute ziehen dann wohl einfach in\'s nächste Haus. Zumindest wurde es mir so erzählt. In der Amsterdamer Innenstadt sieht man dann auch immer wieder Häuser, die extrem coole Ganzkörpergraffitis haben. (siehe Foto) Apropos Fotos: ein bisschen Netzkultur an die Leute bringen hat noch nie geschadet: die CASA-Veranstalter werden wohl in Zukunft ein Blog haben und mein Vorschlag, dass alle Fotografierenden Teilnehmer ihre Fotos auf Flickr veröffentlichen und entsprechend Taggen fanden auch alle toll. Neben Grachten und Kuri
CASA.319. June 2005 / Kategorie: politics
Kleine Pause zwischen Workshops und Party, da habe ich doch etwas Zeit zu berichten.
Es ist wirklich unglaublich faszinierend, wenn man sozial und politisch engagierte Menschen aus verschiedensten Ländern in einen Topf schmeißt. So konnte mir Begüm, die auch im Orga-Team ist und ursprünglich aus Ankara kommt, einige sehr interessante Geschichten aus der Türkei erzählen, während mein Gespräch mit Ihab aus Palästina vor allem den Effekt hatte, dass ich in meiner Haltung, mich nicht öffentlich (oder halb-öffentlich) zu den Geschehnissen in Israel zu äußern, bestärkt worden bin. Nun ist Ihab sicherlich nicht der unangenehmste Mensch um über so etwas zu diskutieren, aber ich habe mal wieder gemerkt, wie unglaublich emotionsgeladen diese Debatte seit 40 Jahren diskutiert wird, ohne wirklich voran zu kommen. Zuviele Eindrücke, zu wenig Zeit, diese alle zu verarbeiten. Auf jeden Fall war gestern Nacht recht lange und ich sollte eigentlich noch ein bisschen Schlaf nachholen, habe aber aufgrund meiner bisherigen Gespräche entschieden, meinen Vortrag morgen noch ein bisschen umzuschmeißen. Muss noch ein bisschen revidieren, was ich bisher über die Struktur des ganzen berichet habe. Tatsächlich klingen die Themen anfangs sehr ähnlcih zu denen, die man auf verschiedenen Sozialforen findet. Feminismus, Kinderarbeit, Migration, Hausbesetzungen und einiges mehr. Der tatsächliche Unterschied ist allerdings die Herangehensweise. Hier wird sehr wenig über konkrete Geschehnisse berichtet sondern vielmehr akademisch heran gegangen und so war zum Beispiel der Hausbesetzervortrag vielmehr über die Soziologie und die Struktur der Szene als über Räumungen und Neubesetzungen. Ansonsten werde ich nachher noch ein wenig über Blogs berichten, vor allem darüber wie man eines einsetzen könnte, um der Veranstaltung weiter zu helfen. Bringt doch nichts, 2 Mal im Jahr ein geschriebenes Magazin heraus zu bringen, das kann man auch anders gestalten. Amsterdam hat mich übrigens nach einigem Hadern überzeugt: Die Touris waren tatsächlich nur an ganz wenigen Orten, der Rest ist unglaublich entspannt und ruhig. Coffeeshops sehen nicht überall abgeranzt aus, Rotlicht und Sexshops halten sich ebenfalls eher bei den Touri-Ecken und diese Stadtarchitektur bei der fast jedes Wohnhaus seine eigene Gracht hat ist einfach phänomenal. Könnte mich durchaus damit anfreunden, hier eine Weile zu wohnen, werde auf jeden Fall wiederkommen. Einen Anlass finde ich schon.
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Kleine Pause zwischen Workshops und Party, da habe ich doch etwas Zeit zu berichten. Es ist wirklich unglaublich faszinierend, wenn man sozial und politisch engagierte Menschen aus verschiedensten Ländern in einen Topf schmeißt. So konnte mir Begüm, die auch im Orga-Team ist und ursprünglich aus Ankara kommt, einige sehr interessante Geschichten aus der Türkei erzählen, während mein Gespräch mit Ihab aus Palästina vor allem den Effekt hatte, dass ich in meiner Haltung, mich nicht öffentlich (oder halb-öffentlich) zu den Geschehnissen in Israel zu äußern, bestärkt worden bin. Nun ist Ihab sicherlich nicht der unangenehmste Mensch um über so etwas zu diskutieren, aber ich habe mal wieder gemerkt, wie unglaublich emotionsgeladen diese Debatte seit 40 Jahren diskutiert wird, ohne wirklich voran zu kommen. Zuviele Eindrücke, zu wenig Zeit, diese alle zu verarbeiten. Auf jeden Fall war gestern Nacht recht lange und ich sollte eigentlich noch ein bisschen Schlaf nachholen, habe aber aufgru
Casa-Randotizen.118. June 2005 / Kategorie: politics
Eine der bemerkenswertesten Persönlichkeite hier ist wohl Hugo Pezzini. Hugo ist Argentinier, 57 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren in New York, wo er zur Zeit seine Doktorarbeit schreibt. Er hat unter anderem Geschichten aus der Militär- und Militärdiktatur-Zeit in Argentinien zu erzählen. So hing er wohl in den 70er Jahren mit ein paar Leuten rum, die eine ganze Kornkammer voll Gras (das rauchbare) lagerten. Da damals noch nicht so viel mit Solidarität war, gab es eines Tages einen Anruf der Nachbarn beim Militär, dass sich wohl da komische Typen rumtrieben. Das Militär war wohl damals extrem auf Waffen fixiert, und nahm den Anruf zum Anlass für eine Waffen-Razzia. So sind wohl damals dann mehrere Soldaten auf der Suche nach Waffen durch knietiefe Haufen voll Gras gestapft, ohne auch nur ein Stück davon zu bemerken, was sie da gerade wegtreten, auf der Suche nach dem Feind...
Mehr Geschichten gibt's sicherlich morgen. Nun bin ich erstmal zum Essen eingeladen. Meine Wlan-Karte ist kaputt, weswegen ich auch noch nicht ganz sicher ob des nächsten Updates bin, zu Erzählen gibt es auf jeden Fall genug.
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Eine der bemerkenswertesten Persönlichkeite hier ist wohl Hugo Pezzini. Hugo ist Argentinier, 57 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren in New York, wo er zur Zeit seine Doktorarbeit schreibt. Er hat unter anderem Geschichten aus der Militär- und Militärdiktatur-Zeit in Argentinien zu erzählen. So hing er wohl in den 70er Jahren mit ein paar Leuten rum, die eine ganze Kornkammer voll Gras (das rauchbare) lagerten. Da damals noch nicht so viel mit Solidarität war, gab es eines Tages einen Anruf der Nachbarn beim Militär, dass sich wohl da komische Typen rumtrieben. Das Militär war wohl damals extrem auf Waffen fixiert, und nahm den Anruf zum Anlass für eine Waffen-Razzia. So sind wohl damals dann mehrere Soldaten auf der Suche nach Waffen durch knietiefe Haufen voll Gras gestapft, ohne auch nur ein Stück davon zu bemerken, was sie da gerade wegtreten, auf der Suche nach dem Feind... Mehr Geschichten gibt\'s sicherlich morgen. Nun bin ich erstmal zum Essen eingeladen. Meine Wlan-Karte ist ka
Casa.218. June 2005 / Kategorie: politics
Amsterdam ist eine schöne Stadt, habe ich festgestellt. Haben auch viele andereMenschen festgestellt, ich hab noch nie so viele Touristen gesehen. Das hat schon auf der Zugfahrt mit einer reichlich peinlichen Abi-Klasse aus Aschaffenburg, einem völlig betrunkenen Tschechen, reichlich spießigen Bielefelder Jungs auf einer Art Junggesellenabschied (nur ohne Jungeselle, dafür mir einem anderen ausgwählten, der als einziger weiß wo es hingeht) und einigen Amerikanern, die das ganze sehr lustig fanden, und mir immerhin ein bisschen weniger asozial vorkamen.
Nun sitze ich also im Crea-Cafe an einer dieser leicht modrig riechenden Grachten, gegenüber stehen komische Menschen die Dope an den Mann bringen wollen und eine straße weiter sitzen haufenweise Engländer ohne T-shirt seit heute Mittag im Straßen-Coffee-Shop und sehen ein bisschen nach Fußballspiel (und Sonnenbrand) aus. CASA scheint mir eine sehr ntette Angelegenheit zu sein. Die Referenten sind fast durchweg Akademiker, meistens mit einem PhD. Komme mir schon etwas jung vor, aber ich habe auch noch nicht alle Menschen kennen gelernt. Die Themen sind dabei typisch für so ein Treffen: von Feminismus bis Hausbesetzung ist sehr viel dabei, vorhin gab es einen Film über Australische Immigrantenlager, alles unter "Borders, Markets, Movements" zusammen gefaßt, wobei die Borders doch sehr viel Raum einnehmen. Leider sieht es hier mit Netzwerk etwas mau aus: Gibt zwar ein offenes WLAN, das kriege ich allerdings nicht geladen, so dass ihr diesen Beitrag wahrscheinlich erst heute Abend lesen werdet. Auf dem Weg zu meinem Gastgeber Stephan wird sich schon etwas finde.
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Amsterdam ist eine schöne Stadt, habe ich festgestellt. Haben auch viele andereMenschen festgestellt, ich hab noch nie so viele Touristen gesehen. Das hat schon auf der Zugfahrt mit einer reichlich peinlichen Abi-Klasse aus Aschaffenburg, einem völlig betrunkenen Tschechen, reichlich spießigen Bielefelder Jungs auf einer Art Junggesellenabschied (nur ohne Jungeselle, dafür mir einem anderen ausgwählten, der als einziger weiß wo es hingeht) und einigen Amerikanern, die das ganze sehr lustig fanden, und mir immerhin ein bisschen weniger asozial vorkamen. Nun sitze ich also im Crea-Cafe an einer dieser leicht modrig riechenden Grachten, gegenüber stehen komische Menschen die Dope an den Mann bringen wollen und eine straße weiter sitzen haufenweise Engländer ohne T-shirt seit heute Mittag im Straßen-Coffee-Shop und sehen ein bisschen nach Fußballspiel (und Sonnenbrand) aus. CASA scheint mir eine sehr ntette Angelegenheit zu sein. Die Referenten sind fast durchweg Akademiker, meistens m
Bäcker sind Raubkopierer17. June 2005 / Kategorie: politics Ein weiterer Fall aus der Reihe "Wo Geistige Monopolrechte frei drehen": Bäckereien in den USA beginnen nun, Ängste zu entwickeln, sie könnten wegen ihren Kuchen verklagt werden. Nicht, dass sie jemandens Rezept klauen würden, nein: es geht um diese Kuchen die obendrauf ein Foto haben das dann mit Lebensmittelfarbe auf eßbares Papier gedruckt wird (oder so). Auf jeden Fall nimmt die Bäckerei auf dem Foto keine Bilder mehr an, aus Angst, deswegen verklagt zu werden (dafür gab es wohl auch konkreten Anlass wegen zwei Comicfiguren).Wird echt Zeit, dass ich mit Neingeist eine Radio Chaotica-Sendung darüber (und die ganzen anderen verrückten Geschichten) mache, dummerweise ist Montag ja immer noch CASA, also muss das wohl im Juli sein. Die ganze Geschichte inkl. weiterer Kommentare und Diskussionen gibt's bei BoingBoing. Zudem geht Wendy Seltzer noch ein bisschen auf die Argumente ein.
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Ein weiterer Fall aus der Reihe \"Wo Geistige Monopolrechte frei drehen\": Bäckereien in den USA beginnen nun, Ängste zu entwickeln, sie könnten wegen ihren Kuchen verklagt werden. Nicht, dass sie jemandens Rezept klauen würden, nein: es geht um diese Kuchen die obendrauf ein Foto haben das dann mit Lebensmittelfarbe auf eßbares Papier gedruckt wird (oder so). Auf jeden Fall nimmt die Bäckerei auf dem Foto keine Bilder mehr an, aus Angst, deswegen verklagt zu werden (dafür gab es wohl auch konkreten Anlass wegen zwei Comicfiguren). Wird echt Zeit, dass ich mit Neingeist eine Radio Chaotica-Sendung darüber (und die ganzen anderen verrückten Geschichten) mache, dummerweise ist Montag ja immer noch CASA, also muss das wohl im Juli sein. Die ganze Geschichte inkl. weiterer Kommentare und Diskussionen gibt\'s bei BoingBoing. Zudem geht Wendy Seltzer noch ein bisschen auf die Argumente ein.
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