Ein für alle mal.

Triggerwarnung: Es geht um die Sprache bei sexualisierter Gewalt.

Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt haben nichts, aber auch gar nichts mit Sex zu tun. Oder mit Ehre. Oder Gebrauch.

Es ist keine Sex-Affäre, ausser es war einvernehmlich.

Es geht nicht um Ehre, also kann dem Opfer auch keine Schande zukommen.
Es wird also niemand geschändet, weder Kinder noch Frauen noch sonst irgendwer.
Es gibt keinen korrekten Gebrauch eines Menschen, also auch keinen Missbrauch.
Und verdammt nochmal, es gibt keinen Sex-Täter und auch keinen Sex-Gangster.
Wenn es Mord war, ist der Täter kein Sex-Killer.
Wenn es ein Lehrer war, ist er kein Sex-Lehrer.
Wenn mehrere Leute waren, ist es keine Sex-Bande und diese Liste lässt sich bis unendliche weiterführen.
KO-Tropfen sind keine Sex-Drogen, das Präfix “Schmuddel-” gehört eigentlich nirgendwohin ausser an Kleidung zum Draussenspielen.

Danke für die kurze Aufmerksamkeit.

Recherchequelle: Bild-Zeitung (ohne Link aber mit Hinweis: http://www.bild.de/suche.bild.html?type=article&query=sex-t%C3%A4ter&)

Was meinst du mit WLAN?

Da irrte ich also durch die Gassen Friedrichshains auf der Suche nach trockenem Untergrund, einem Kaffee und Funkwellen. Kaffee sollte ich bekommen, auch einen Raum, in dem die Schuhe nicht durchnässen. Doch dann stand ich vor diesem Café und guckte leicht irritiert, als mich ein freundlicher junger Mensch fragte, ob ich mich setzen wolle. Ganz offensichtlich Gast, hatte er sich gerade eine Zigarette angezündet und verdichtete den Novembernebel mit seinem Rauch. Ich frug, ob diese Einrichtung denn WLAN habe. Ein Wort, das ihm bislang wohl fremd gewesen war. Was das sei, dieses WLAN, fragte er, aber auch meine Antwort, dass ich ja nun wohl dieses Internet für meinen Laptop meine, die war ihm nicht geheuer. Das müsse ich ja wohl sagen, dass ich damit keine Kabel meine, und dass es mir darum ging mit einem mobilen Computer zu arbeiten, also online, das wisse er doch alles nicht, woher auch. Berlin, 2013, im Nebel.