Torrents woanders saugen

Janko schreibt in seinem P2P-Blog über einen Online-File-Hosting-Dienst namens Furk.

Furk ist eigentlich ein Dienst wie jeder andere: Rapidshare, Megaupload und Co. haben es vorgemacht. Mit einem kleinen aber wichtigen Unterschied: Wer 10 Euro im Monat für einen Premium-Account bezahlt, bekommt die Möglichkeit per Web-Interface Bittorrent-Dateien auf dem Server anzuwerfen. Die herunter geladenen Dateien stehen dann per HTTP zum Download bereit:

Nun hat Janko noch alle möglichen Anmerkungen zu Datenschutzfragen und ausserdem ist nicht so richtig klar, wem man das Geld eigenlich in den Rachen wirft. Cool ist dieser Dienst aber trotzdem.

Film: Oceans 13

Ich hatte ja den zwölfer übersprungen, weil mir der elfer ziemlich auf den Keks ging mit seiner “Schaut mal wir machen einen Film rund um ein Star-Aufgebot”-Attitüde. Pure Langeweile gepaart mit Müdigkeit gegen halb 11 und Unwillen, so früh schon schlafen zu gehen, brachten mich dann aber doch dazu, Oceans 13 anzuschauen.
Erster Bonus: in Sachen Stars gerade einmal Rumpfbesetzung. Sprich: Clooney, Damon, Pitt aus der ersten Riege. Körnige Kamera, Soderberghs “Kunst-In-Hollywood”-Stil eben.
Und dann passierte etwas, was mich doch sehr überraschte: nichts. Ja, tatsächlich: der ganze Film hat keinerlei Spannungsbogen, keinerlei Dramatik. Wirklich, null. Für einen Thriller so ungefähr die schlechtest mögliche Voraussetzung, aber es paßt. Oceans 13 ist weder rasant noch tollkühn. Er hat kaum Geheimnisse und noch weniger Überraschungen. Und genau deshalb funktioniert der Film.
Weder der Plot (Casino betrügen) noch die Ausführungen bieten irgend welche Neuerungen und doch gab es keine Minute in der ich mich in Oceans 13 gelangweilt hätte.
Nun macht das immer noch keinen großartigen Film, aber selbst wenn ich Oceans 12 gesehen hätte, würde ich immer noch behaupten, dass dieser Film der interessanteste, ja beste aus der Reihe ist; auch wenn das nicht zwingend etwas heißen muss.

Nochmal Flickr

Ich habe jetzt etwa eine Stunde darüber gegrübelt, was Flickr dazu veranlassen könnte, Deutschland auf eine Stufe mit HongKong und anderen Ländern zu setzen. Dann stieß ich in den Kommentaren hierzu auf folgenden Forenbeitrag eines Flickr-Mitarbeiters. Der erklärte, es sei die Entscheidung gewesen, Deutschland entweder in “Flickr International” einzugliedern oder auch nicht.
Offensichtlich geht es Flickr/Yahoo also um Rechtssicherheit im Zusammenhang mit dem deutschen Jugendschutzgesetz. Das verlangt Altersnachweise für Bilder, die – naja – eben nicht Jugendfrei sind. Warum Yahoo allerdings diese Brachialmethode anwenden musste, verstehe ich nicht.
Nicht, dass ich es akzeptieren würde, wenn ich es verstünde, aber es will mir nicht einleuchten, dass dieser Rundumschlag die einzige technische Möglichkeit war, Jugendschutzkonform zu sein.
Wir haben also: Ein bescheuertes Jugendschutzgesetz, das völlig an der Realität im Internet vorbei geht und eine ebenso bescheuerte Firma, die es sich gerade mit ihrer Hauptkundschaft verscherzt.
Und einen Autor, der sich das jetzt einfach mal von aussen ansieht.

Update: Inzwischen hat auch der Spiegel darüber geschrieben. Dort wird behauptet, es sei die deutsche Forenhaftung, die dafür verantwortlich sei. Das wäre genauso dämlich.

Denk, Flickr, Denk!

Ich bin zugegebenermaßen gerade etwas ratlos. Gerade hatte ich mir während des G8-Gipfels vorgenommen, in Zukunft mehr Flickr zu benutzen. Und dann kommt die Nachricht, dass Flickr in Deutschland alle als “restricted” markierten Bilder in solch repressiven Ländern wie HongKong, Korea und Deutschland gesperrt hat. Aus Gehorsam dem Flickr ausgerechnet hier zu Lande gar nicht voraus eilen hätte müssen, denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Welt hat hier jeder Mensch schon einmal nackte andere Menschen gesehen. Dennoch: einige protestieren, andere löschen ihren Account. Oder kündigen es an.
Nun könnte ich einfach wieder auf mein übliches Flickr-Nutzungs-Pensum zurück fallen, nämlich fast gar nicht. Oder auch meinen Account löschen, aber dann verschwinde ich im statistischen Rauschen. Ein “Think, Flickr, Think”-Bild hochladen? Vielleicht. Darüber schreiben? Bestimmt.

9.975 Million to Go

Die IFPI hat dieses Jahr schon 25.000 Menschen wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt, die meisten davon Jugendliche, und darauf scheint man auch noch stolz zu sein. Aber angeblich funktioniert das. “Nach unserer Erfahrung werden Täter, die einmal erwischt worden sind, nicht rückfällig.”, sagt Stefan Michalk, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft.
Wenn also geschätzte 10 Millionen Menschen in Deutschland Tauschbörsen nutzen, und 25.000 nicht mehr rückfällig werden, habt ihr ja nur noch 9.975 Mio übrig, viel Erfolg!

G-Winnspiel

Ich habe im Medienzentrum noch so einen G8-Seesack ergattert, den ich dem Spreeblick zur Verfügung gestellt habe. Dort gibt es nun ein G-Winnspiel dessen Ziel es ist, einen möglichst schönen Satz zu machen, dessen Worte alle mit G beginnen. Einsendeschluss ist heute. Viel Spaß!

G8 Tag3.3 – Bono

Hach, ich hab den Bono gar nicht verpaßt. Der ist mit Youssou N’Dour und Bob Geldof zurück gekommen und hat eine Pressekonferenz gegeben. Darin das übliche und ein paar nette aber total unpassende Vergleiche, etwa die Zahl der Polizisten hier mit der Zahl der UN-Truppen in Darfour (16000 zu 7000). Weitere Fotos gibt es später und in meinem Flickr-Pool, ich muss dringend zum Bus nach Hause.
Update: Bin nun in Berlin angekommen und habe die Fotos hoch geladen:

G8 Tag3.2

So kann’s gehen, es gibt doch noch “Neuigkeiten” hier. Während ich gerade auf den Bildschirmen sehe, wie es bei der Abschlusskundgebung ein bisschen Anspannung gibt, lade ich noch ein paar Fotos zu Flickr hoch. Die habe ich geschossen als hier gerade Bono vorbei lief. Sowas kommt hier vor…

G8 Tag3.1

Gerade: Abschluss-Pressekonferenz Merkel. Nichts sonderlich neues. Sie findet alles toll, lobt den Ausgang des Gipfels. Die NGOs hier sehen das anders. Ich bin todmüde und warte noch auf Ärzte-Ohne-Grenzen-Kollege Oliver, mit dem ich nach Berlin fahren soll. Bis dahin lege ich mich jetzt in den Strandkorb. Gute Nacht!